Anika hat geschrieben:
Was genau bedeutet ISO?
ISO gibt die Lichtempfindlichkeit an.
Eigentlich heisst es nicht ISO sondern ASA.
ASA == American Standards Association.
Die Angabe, der Ami spricht dabei von Speed, d.h. Geschwindigkeit, gemeint ist aber Belichtungszeit.
100 ASA heisst übersetzt, ich brauche 1/100s um bei Blende 8 bei Sonnenschein zu knipsen.
Hat ein Film 200 ASA muss ich mit 1/200s belichten.
In Deutschland hat man DIN für die Empfindlchkeit. DIN ist (10er-)logarithmisch. 3 DIN entsprechen einer Verdopplung der Empfindlichkeit.
Es gilt 100 ASA == 21 DIN.
Damit 50 ASA == 18 DIN
200 ASA == 24 DIN
usw.
Das wurde international genormt.
Man sprach dann von ISO (==International Organization for Standardization) und mischte beides. ISO 100/21° hiess es dann.
Man becahte das Grad für DIN.
ISO 100/21° ist gleich 100 ASA gleich 21 DIN.
Im praktischen ist ISO 100 gleich 100 ASA.
Anika hat geschrieben:
Was macht die Blende eigentlich?
Die Blende steuert die Lichtmenge. Genauer die Strahlen im Objektiv die durchkommen (Apertur).
Die
Blendenzahl ist gleich Brennweite / Öffnungsdurchmesser.
Da es um die Lichtmenge geht und die Fläche gleich Pi mal r² ist, entspricht die Blendenreihe bei jeweils Verdopplung der Lichtmenge den Vielfachen der Wurzel aus 2.
Also 1, 1.4, 2, 2.8, 4 usw ... natürlich gerundet.
Von 1 auf 2 ist keine Verdopplung, sondern Vervierfachung.
Auch kleinere Werte als 1 sind möglich und nichs magisches. Es heisst nur, dass die Öffnung besonders groß ist. Praktisch geht es meist bis 1.8 oder so. Selten 1.4 und 1.2. Noch seltener 1.0 und weniger.
Das wenigste, d.h. das lichtempfindlichste war 0.7. Das ist dann optisch schwer zu beherrschen.
Die Blende steuert aber nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Schärfe. Je kleiner die Blende (d.h. je größer die Blendenzahl), desto schärfer das Bild. Theoretisch.
Die meisten µFT-Ojektive haben bei Blende 4 ein Maximum. Danach nimmt die Beugungsunschärfe zu.
Die Tiefenschärfe nimmt mit kleinerem Öffnungsdurchmesser == größerer Blendenzahl zu.
Anika hat geschrieben:
Was bedeutet "Brennweite"?
Ein Objektiv ist im Prinzip eine Sammelinse. Hält man es gegen die Sonne, so entsteht der Brennpunkt im Abstand der Brennweite.
Das entspricht auch dem Bild was bei unendlich fernen Motiven entsteht.
Je größer die Brennweite, desto größer das Bild.
Je größer die Brennweite desto mehr Fernrorhmässig ist das Bild vergrößert.
Je kleiner die Brennweite desto mehr passt aufs Bild.
"Normalbrennweite" ist was typisch dem menschlichen Blick entspricht. D.h. 25 mm bei µFT, 50 mm bei Kleinbild usw.
Grob nimmt man da die Bilddiagonale. Das ist aber nur ein grober Richtwert.
Anika hat geschrieben:
Und was ist das mit den unterschiedlichen Zoombereichen?
?