Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

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Binärius
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Binärius » Samstag 2. November 2013, 13:26

Moin Harald!

Selbst mit dem "alten" 14-42'er Kitobjektiv lassen sich hervorragende Nachtaufnahmen machen.
Am kurzen Ende (14mm) zeigt es die beste Abbildungsleistung bei f/5.6, am langen Ende dann bei f/8.0.
Wenn direkte Lichter im Bild sind, ist ausnahmsweise sogar f/11 anzuraten, weil man durch die Lichtbeugung an den Blendenlamellen wunderschöne Sterneffekte erhält.
Ich würde auch ein Autobracket machen, ruhig +- 3 EV und dieses dann in Enfuse (kostenlose Software :D ) zusammenrechnen.
Dann der Gammakurve eine leichte S-Kurve verpassen, Lenno hat das hier schon demonstriert.
Zum Schluss noch etwas nachschärfen so erhält man brilliante, knackige Nachtaufnahmen selbst mit einem schnöden Kitobjektiv. ;)
Einfach so OOC klappt das selbst mit dem besten Objektiv nicht wirklich gut.
Natürlich ist die "blaue Stunde" der Ideale Zeitpunkt für solche Aufnahmen.
Gruß Binärius aka Jens

Lumix FZ38 || Lumix G81 || Lumix G Vario 12-32mm || Lumix G Vario 45-150mm || Sigma 2.8/30/60mm ||
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UlrichH
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von UlrichH » Samstag 2. November 2013, 14:13

available hat geschrieben:Ich möchte stark vereinfacht hier beschreiben:
Vereinfacht ist gut.
Besser und richtiger geht nicht
Gruß Ulrich

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Harald/Wien
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Harald/Wien » Samstag 2. November 2013, 14:21

Danke für eure Anleitungen und Tipps!

Da sie zum Teil erst nach meinem abendlichen Friedhofsbesuch verfasst wurden, konnte ich sie bei meinen Versuchen noch nicht berücksichtigen:

http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php?f=40&t=18466

Ich finde es sehr, sehr schwer, auf den Bildern die Nachtstimmung herzustellen, die man beim Aufnehmen empfunden hat.

Ich werd' halt weiter üben, üben, üben .... - und euch am Sack gehen ;)
Schöne Grüße aus Wien - Harald

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Harald/Wien
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Harald/Wien » Mittwoch 13. November 2013, 09:31

Hallo @available (Andreas) und all' ihr anderen Spezialisten.

Hab' mir jetzt etliche Beiträge zum Thema "Belichtung" durchgelesen und bin dabei öfters über das Schlagwort "Expose to the right" gestolpert.

Im Internet hab' ich dann dieses Lehr-Video gefunden: http://foto-podcast.de/ipod/blende8-77/

Ist in diesem Video eigentlich so ziemlich alles enthalten, was zu dem Thema "Expose to the right" gesagt werden muß, oder gibt es noch Aspekte/Links die ihr mir bitte hier mitteilen könnt.

Hat vielleicht nicht unbedingt mit dem Thread-Ausgangsthema zu tun, aber ich wollt' jetzt nicht noch einen Thread eröffnen.

Nachtrag: Es gibt im Internet mehrere Videos von Thomas Kuhn. Empfehlenswert?
Schöne Grüße aus Wien - Harald

Lenno

Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Lenno » Mittwoch 13. November 2013, 12:02

Hallo Harald über ETTR (Exposé to the right) gibt es hier im Forum schon Unmengen an Themen.

Gib mal ETTR in die Suchleiste ein, da werden Sie geholfen.

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Harald/Wien
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Harald/Wien » Mittwoch 13. November 2013, 12:22

Danke David!
Ich liebe Abkürzungen (ETTR) :roll:
Obwohl ich zugeben muss, dass man bei der Suche hier im Forum dadurch schneller ist.
LG H/W
Schöne Grüße aus Wien - Harald

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Horka
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Horka » Mittwoch 13. November 2013, 16:27

Harald, zu Deinen Friedhofsbildern:

Die Kamera weiß zwar, wie dunkel es ist. Sie weiß aber nicht, wie dunkel es sein soll, deswegen setzt sie die Belichtung bei dunklem Hintergrund hoch, um auf ein mittleres Grau zu kommen. Damit wird die Dunkelheit zu sehr aufgehellt.

Deswegen ETTR oder - wie ich es mache- Versuche mit ein bis drei Blenden Unterbelichtung, bis die Stimmung meinen Vorstellungen entspricht. Aber mit Vorsicht bitte! Beim Auhellen am Computer verstärkst Du das Rauschen mit.

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Harald/Wien
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Harald/Wien » Mittwoch 13. November 2013, 17:51

Hallo @Horka, Guten Abend!
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind ETTR und Dein Ratschlag entgegengesetzt.
Bei ETTR versuche ich, die Belichtung über das Histogramm soweit als möglich nach "rechts" zu schieben, ohne dass die Lichter "ausfressen". Dann, am PC muss ich das nach Geschmack einregeln.
Du rätst im konkreten Fall gleich zur gezielten moderaten Unterbelichtung.
Werde bei nächster Gelegenheit beides probieren.
Danke für Deine Anregung.
Schöne Grüße aus Wien - Harald

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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von irene49 » Mittwoch 13. November 2013, 18:02

Ich hab unlängst auch mal Nachtaufnahmen versucht. Nur von unserer mager beleuchteten Dorfstraße. Nachdem die ersten Versuche ziemlich unscharf und flau waren, habe ich dann mal einen Versuch mit dem kamerainternen HDR gemacht. Und das Ergbnis war deutlich besser als die vorhergehenden Versuche. Leider habe ich die Vergleichsbilder nicht mehr, nur das HDR-Produkt. Bei Interesse kann ich es einstellen
Viele Grüße

Irene
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Harald/Wien » Mittwoch 13. November 2013, 18:16

Irene, ja bitte zeig mir/uns hier die HDR-Dorfstrasse bei Nacht.
Schöne Grüße aus Wien - Harald

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Horka
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Horka » Mittwoch 13. November 2013, 19:09

Harald/Wien hat geschrieben:Hallo @Horka, Guten Abend!
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind ETTR und Dein Ratschlag entgegengesetzt.
Es gibt meist keinen Gegensatz.

Die Kamera sieht die große dunkle Fläche und versucht sie aufzuhellen. Das verhinderst Du durch Unterbelichten. Bei Deinen Friedhofsbildern klappt ETTR, weil Du im Histogramm die Grablichter erkennen kannst. Wenn Du die an die rechte Histogrammseite setzt, wird der Rest automatisch unterbelichtet.

Sind keine oder nur schwache Lichter vorhanden, dann wird ETTR auch zu Überbelichtung führen.

Guck' mal hier im Forum bei Zonensystem, dort ist die Thematik ausführlich diskutiert worden.

Oftmals soll mein Bild nicht die Wirklichkeit, sondern meinen Eindruck widerspiegeln. Deswegen korrigiere ich in solchen Situationen die Belichtung nach Sucher-Anzeige oder Bild-Ergebnis. Wobei ich mir bewusst bin, dass das betrachtete Bild auf dem dunklen Friedhof anders wirkt als am Monitor im hellen Wohnzimmer.

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Lenno

Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Lenno » Mittwoch 13. November 2013, 21:51

Wenn Du die an die rechte Histogrammseite setzt, wird der Rest automatisch unterbelichtet.
Nö. Wenn man nach rechts belichtet wird alles insgesamt heller, was ja auch gewollt ist, damit in den dunklen Stellen
nicht soviel Rauschen entsteht und um mehr Bildinformationen herauszuholen, durch anschließendes abdunkeln im Software- Programm auf dem PC wird das wieder korrigiert.

Es sei denn es gibt sehr viel helle Bildanteile wo eh schon das Histogramm heftig nach rechts ausschlägt, dann
korrigiert man das Histogramm so, das es nicht mehr nach rechts über den rechten Rand des Histogramms hinausragt
sondern am rechten Rand aufhört, also noch alle Lichterinformationen da sind und nicht geclippt werden.
Das wird aber bei einer Nachtaufnahme mit einzelnen Lichterquellen wohl eher nicht passieren.

Wenn man keine nachträgliche Bildbearbeitung machen möchte, muss dagegen bei vielen Schwarzanteilen im Bild,
genau das Gegenteil gemacht werden, es wird leicht unterbelichtet also das Histogramm etwas nach links verschoben, damit schwarz auch schwarz aussieht und nicht grau.

Ich denke aber, das sich die meisten doch lieber für eine nachträgliche Bildbearbeitung entscheiden, und damit für ETTR.

Denn abdunkeln kann man immer, nachträgliches aufhellen führt aber immer zu Rauschen und Artefakten.

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basaltfreund
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von basaltfreund » Mittwoch 13. November 2013, 21:55

rrrrichtig!!! ...und das klappt bei RAW nochmal so gut, also eigentlich 8x so gut!! :D :D
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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irene49
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Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von irene49 » Mittwoch 13. November 2013, 23:15

Hier ist unsere Dorfstraße
Dateianhänge
dorfstrasse.jpg
dorfstrasse.jpg (369.48 KiB) 1514 mal betrachtet
Viele Grüße

Irene
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Lenno

Re: Mein K(r)ampf mit der Schärfentiefe

Beitrag von Lenno » Mittwoch 13. November 2013, 23:16

Sieht toll aus. HDR eignet sich sehr gut für Nachtaufnahmen.

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