keine Angst, ich werde hier kein Objektiv rechnen und auch nicht die Lichtmenge, die bei einer bestimmten Blendenöffnung auf den Sensor fällt.
Ich habe mir mal Gedanken gemacht über das Belichten im Programmmodus "M" und fand diese mathematische Beschreibungsweise ganz hilfreich.
Bitte nicht abschrecken lassen. Das ist nichts, was man zum Fotografieren bräuchte, bzw. Ihr macht das ohnehin jedesmal intuitiv, wenn Ihr fotografiert.
Was in den Klammern steht, wird vom Fotografen vorgegeben. Was hinten an der Klammer steht, kann man nicht beeinflussen oder die Kamera stellt es selbsttätig ein. Das Ergebnis ist in allen Fällen eine bestimmte Belichtung. Der Einfachheit halber habe ich eine konstante ISO-Zahl vorausgesetzt. Sie würde die Zahl der Variablen auf 4 erhöhen, aber an der Aussage ändert sich nichts.
(F: Blende, t: Belichtungszeit, EV: Belichtungskorrektur) Aus meiner Sicht sind die Programme A, S, M bei der Vorgehensweise ähnlich und im Ergebnis (sehr oft) gleich: Man gibt 2 Größen vor, die Kamera macht den Rest und es kommt eine bestimmte Belichtung heraus. Je nach Situation, z. B. Bewegung einfrieren oder Freistellen durch sehr geringe Schärfentiefe, gibt man mal die Zeit oder die Blende vor.
Meine Frage: Wann und warum wird das Programm M zum Belichten wirklich benötigt?
Mir kommen höchstens zwei Szenarien in den Kopf:
1) extreme Belichtungssituationen, bei denen die gewünschte Belichtung z. B. nicht mehr mit der EV-Korrektur zu erzielen ist.
2) die Lichtsituation zum Zeitpunkt des Einstellens ist eine andere als während des Fotografierens. Beispiel: nicht planbare Lichteffekte in der Dunkelheit (Feuerwerk, Blitze, unregelmäßig vorbeifahrende Autos). Auch bestimmte Fotos mit Selbstauslöser können in diese Kategorie fallen.
3) ... ??
Manuelles Fotografieren ist natürlich viel mehr als manuelles Belichten, wie in den letzten Tagen in vielen Beiträgen hier zu lesen war: Weißabgleich, Fokussieren, etc. ...
