Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betrachtung

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valokuva
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Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betrachtung

Beitrag von valokuva » Montag 6. Oktober 2014, 18:13

Hallo zusammen,

keine Angst, ich werde hier kein Objektiv rechnen und auch nicht die Lichtmenge, die bei einer bestimmten Blendenöffnung auf den Sensor fällt.
Ich habe mir mal Gedanken gemacht über das Belichten im Programmmodus "M" und fand diese mathematische Beschreibungsweise ganz hilfreich.
Bitte nicht abschrecken lassen. Das ist nichts, was man zum Fotografieren bräuchte, bzw. Ihr macht das ohnehin jedesmal intuitiv, wenn Ihr fotografiert. ;)

Was in den Klammern steht, wird vom Fotografen vorgegeben. Was hinten an der Klammer steht, kann man nicht beeinflussen oder die Kamera stellt es selbsttätig ein. Das Ergebnis ist in allen Fällen eine bestimmte Belichtung. Der Einfachheit halber habe ich eine konstante ISO-Zahl vorausgesetzt. Sie würde die Zahl der Variablen auf 4 erhöhen, aber an der Aussage ändert sich nichts.
(F: Blende, t: Belichtungszeit, EV: Belichtungskorrektur)
Belichtung A-S-M.jpg
Belichtung A-S-M.jpg (30.78 KiB) 2058 mal betrachtet
Aus meiner Sicht sind die Programme A, S, M bei der Vorgehensweise ähnlich und im Ergebnis (sehr oft) gleich: Man gibt 2 Größen vor, die Kamera macht den Rest und es kommt eine bestimmte Belichtung heraus. Je nach Situation, z. B. Bewegung einfrieren oder Freistellen durch sehr geringe Schärfentiefe, gibt man mal die Zeit oder die Blende vor.
Meine Frage: Wann und warum wird das Programm M zum Belichten wirklich benötigt?


Mir kommen höchstens zwei Szenarien in den Kopf:
1) extreme Belichtungssituationen, bei denen die gewünschte Belichtung z. B. nicht mehr mit der EV-Korrektur zu erzielen ist.
2) die Lichtsituation zum Zeitpunkt des Einstellens ist eine andere als während des Fotografierens. Beispiel: nicht planbare Lichteffekte in der Dunkelheit (Feuerwerk, Blitze, unregelmäßig vorbeifahrende Autos). Auch bestimmte Fotos mit Selbstauslöser können in diese Kategorie fallen.
3) ... ??

Manuelles Fotografieren ist natürlich viel mehr als manuelles Belichten, wie in den letzten Tagen in vielen Beiträgen hier zu lesen war: Weißabgleich, Fokussieren, etc. ...
Zuletzt geändert von valokuva am Montag 6. Oktober 2014, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Lenno

Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Montag 6. Oktober 2014, 18:29

Programm M verwende ich z.B. oft bei Panoramaaufnahmen, denn um gleiche Bildteile zu bekommen darf sich die Belichtung beim Schwenken nicht verändern, die Teile werden anschliessend gestitched. (auch der Weißabgleich sollte manuell eingestellt werden.)

(Die Gleichung für M und P würde ich aber nochmal überdenken, so kann ich bei P Blende und Zeit Switchen, sie ist somit beeinflussbar und gehört in die Klammer. Bei M gibt es keine Belichtungskorrekturmöglichkeit wie bei den anderen, sie entsteht automatisch durch nicht zueinanderpassende Zeit/Blende kombinationen)

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valokuva
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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von valokuva » Montag 6. Oktober 2014, 18:44

Gutes, einleuchtendes Beispiel, die manuellen Panoramabilder.
Das passt so ein bisschen in die Kategorie der unvorhersehbaren bzw. wechselnden Lichtverhältnisse.
Lenno hat geschrieben:(Die Gleichung für M und P würde ich aber nochmal überdenken, so kann ich bei P Blende und Zeit Switchen, sie ist somit beeinflussbar und gehört in die Klammer. Bei M gibt es keine Belichtungskorrekturmöglichkeit wie bei den anderen, sie entsteht automatisch durch nicht zueinanderpassende Zeit/Blende kombinationen)
Bei M ist die Gleichung in der Tat etwas anders zu verstehen als bei A und S. Deshalb hatte ich geschrieben, "was man nicht beeinflussen kann oder was die Kamera selbsttätig einstellt".
Ich muss zugeben, ich habe noch nie im P-Modus fotografiert. :oops:
Da kann man tatsächlich noch etwas einstellen. Das sieht so aus, als ob ich zwischen allen drei Modi hin und her springen kann? Das ist mir zu hoch... :? ;)
Ich bleibe lieber bei A, S und M. (Aus den Gleichungen oben habe ich den P-Modus mal herausgenommen.)
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Lenno

Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Montag 6. Oktober 2014, 19:01

Der P Modus ist A und S zusammengefasst in einem Programm sozusagen.
Hier werden beim Shiften Blende und Zeit miteinander angehoben oder abgesenkt.

Programm M nehme ich z.B. wenn ich mit Blitzen arbeite, damit stelle ich feste Werte ein, z.B. Zeit 1/160stel um die maximale Synchronisationszeit auszunützen, Blende je nach Schärfentiefe gewünscht, die erforderte Lichtstärke bis es dann passt liefern die Blitzgeräte, d.h. hier spiele ich dann mit der Blitzstärke um auf ein korrekt Belichtetes Bild zu kommen.

Lenno

Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Montag 6. Oktober 2014, 19:05

Programm M (F, t, EV) = Belichtung so müsste die Gleichung dann aussehen, so wie du es oben hast, sagst du du hast keinen Einfluss auf die EV, das stimmt aber nicht, denn mit Zeit und Blende hast du sogar sehr exakten Einfluss auf die EV.

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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von valokuva » Montag 6. Oktober 2014, 19:12

In der Klammer sollten nur die unabhängigen Größen stehen und das sind aus meiner Sicht bei allen Programmen genau zwei.
Lenno hat geschrieben:Der P Modus ist A und S zusammengefasst in einem Programm sozusagen.
Oh, das ist ja interessant. Wieder was dazugelernt. :D
Wenn ich allerdings am EV-Hebel drehe, ändert sich nur die Zeit bei festgehaltener Blende (also Wechsel in den A-Modus?!).


Nochmal zurück zu den gestitchten Panoramaaufnahmen:
Die habe ich hin und wieder gemacht und mich dann immer gewundert, warum der Himmel teilweise unterschiedlich hell ist. Ich denke, es liegt daran, dass ich im A-Modus war. Da hab' ich jetzt wirklich was Wichtiges gelernt. ;) Danke dafür!
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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Montag 6. Oktober 2014, 19:14

Das ist das Problem bei Panorama Aufnahmen wenn man das nicht alles auf manuell stellt, wird man bei Schwenk zum
einen wie du sagst Helligkeitsunterschiede haben, und bei eingestellten AWB unter Umständen sogar unterschiedliche Farbtöne.

Lenno

Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Montag 6. Oktober 2014, 19:17

valokuva hat geschrieben:In der Klammer sollten nur die unabhängigen Größen stehen und das sind aus meiner Sicht bei allen Programmen genau zwei.
Wenn du zwei haben möchtest, dann lass das EV komplett weg, denn es ist weder eine nicht beeinflussbare Größe,
auch arbeitet sie nicht in der gleichen Weise wie bei A und S.

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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Cristobal » Montag 6. Oktober 2014, 19:21

Hallo Stefan,

stell Dir vor Du hast eine lange Brennweite, z.B. das 100-300 bei 300mm. Die Lichtverhältnisse sind gut, deshalb gibst Du Blende 8 vor, allerdings möchtest Du auch die Zeit fest vorgeben, damit bei der Brennweite nicht vewackelt wird. Wenn Deine Kamera Auto-ISO bei M hat, geht das, damit hast Du nur noch einen Parameter, den Du der Kamera überlässt.
Für mich ein sehr wichtiges Feature, damit würde ich fast nur noch M verwenden.

Für Video ist M auch sehr wichtig.

Viele Grüße Reinhard

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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von valokuva » Montag 6. Oktober 2014, 20:38

Cristobal hat geschrieben:stell Dir vor Du hast eine lange Brennweite, z.B. das 100-300 bei 300mm. Die Lichtverhältnisse sind gut, deshalb gibst Du Blende 8 vor, allerdings möchtest Du auch die Zeit fest vorgeben, damit bei der Brennweite nicht vewackelt wird.
Auch ein interessantes Beispiel.
Auto-ISO verwende ich normalerweise nicht. Ich hätte vermutlich die ISO-Zahl händisch höher gedreht, um Verwackeln/Bewegungsunschärfe zu vermeiden.
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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von available » Dienstag 7. Oktober 2014, 05:30

Wie David schon geschrieben hat.
Der EV macht im Programm "M" keinen Sinn solange die Kamera kein Auto-ISO besitzt.
Die Belichtung wird vollkommen manuell über Blende, Zeit und ISO eingestellt.

Das Programm "M" wird auch fürs Blitzen benötigt.

Zeit: Synchronisationszeit oder bei Bedarf länger um mit dem Hintergrundlicht zu mischen. Die manuelle Zeit wahl ist ein sehr, sehr wichtiger Faktor in der Blitzfotografie!
Blende: Vorgabe der Lichtmenge des Blitzes und des Tageslichts.
ISO: Vorgabe der Lichtmenge des Blitzes und des Tageslichts.

Dieses Vorgehen der Mischung des Lichts (Eine gute Mischblitzaufnahme ist quasi eine Doppelbelichtung aus Blitz- und vorhandenem Licht) ist mit keinem anderem Programm so schnell und reproduzierbar möglich.

Viele Grüße

Andreas
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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von valokuva » Dienstag 7. Oktober 2014, 18:24

Hallo Andreas,
vielen Dank für die Erläuterung. Das hatte ich schon gedacht/befürchtet ;) , dass beim sorgfältigen Blitzen auch "M" der Modus der Wahl ist.

Da sind ja doch schon einige Beispiele für Modus-M-Fotografie zusammengekommen, an die ich vorher nicht gedacht hätte...
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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Binärius » Dienstag 7. Oktober 2014, 19:12

Hallo Stefan,
früher an meiner "analogen" Minolta SRT-303 gab es nur den Modus "M".
Vielleicht der Grund, weshalb er mir so vertraut ist.
Ich nutze ihn, wenn die Zeit es erlaubt :? auch im digitalen Zeitalter immer noch gerne. :D
Macht auch Spaß!
Und kann die Ergebnisse optimieren!!!
Gruß Binärius aka Jens

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Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von mopswerk » Dienstag 7. Oktober 2014, 20:35

Da ich viel manuell mache, nutze ich ganz gerne Modus A. S brauche ich als Nichtactionfotograf eher nur ganz selten.
Für kombinierte HDR/Panoramafotografie müssen alle Bilder mit den selben Einstellungen (ISO,Belichtung,Blende):
Blende und ISO fest,, und mIt dem Belichtungsmesser eine Belichtungszeit ermitteln. Drumrum dann eine Belichtungsreihe machen, und so mehrere Panoaufnahmen machen, und alles zusammenbasteln
http://www.mopswerk.de/panoramakurs-3/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Mittels ISO,Belichtungszeit und Blende wird letztendlich der "Lichtwert" der Aufnahme festgelegt: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwert" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Bild
Exposure Value Tables by MOPS Werk, on Flickr
Der Duck: Kennt man die Lichtwerte für gewisse Szenerien grob, kann man recht gut von Hand (ISO,Belichtung,Blende) einstellen, einige Beispiele hier
http://en.wikipedia.org/wiki/Exposure_v ... ure_values" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;

Lenno

Re: Belichtung im Programm "M" - eine mathematische Betracht

Beitrag von Lenno » Dienstag 7. Oktober 2014, 20:40

Da bin ich raus aus der Nummer, das wird mir zu mathematisch, ;)
ich bin mehr der WYSIWYG (What you see, is what you get) Typ

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