Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Hier könnt Ihr Euch, völlig unabhängig davon, welche Kamera Ihr besitzt, über Themen rund um die Fotografie unterhalten und Bilder präsentieren.
Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 10:30

Liebe Leute,

hat jemand einen Tipp, wie man Motive unter der Wasseroberfläche scharf bekommt? Mit dem Autofokus der FZ 200 ist mir nichts richtiges gelungen und beim manuellen fokussieren bekomme ich angesichts der gebotenen Technik die Krise, ich kann mangels ausreichender Geduld nicht gefühlte Stunden am Zoomhebel hin und her drücken und dann jedesmal über den Fokuspunkt hinausschießen.
Kann es sein, dass ich wirklich klares Wasser brauche? Und stilles dazu?

Viele Grüße
Karoline
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
Dietz
Beiträge: 7378
Registriert: Montag 30. Januar 2012, 17:24
Wohnort: Ruhrpott

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Dietz » Dienstag 7. April 2015, 10:47

Hi Karoline,

ein Polfilter kann sicher helfen.

Viele Grüße
Dietz


Einzige Ursache für die globale Erwärmung ist die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegende ... emp-de.svg" onclick="window.open(this.href);return false;

Benutzeravatar
Der GImperator
Ehrenmitglied
Beiträge: 8823
Registriert: Freitag 22. Juni 2012, 11:28
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Der GImperator » Dienstag 7. April 2015, 10:49

Von mir kriegste schon mal nen "Versucher-Tipp". So mach(te) ich es (postprocessing included):
ich fote das mind. leicht abgeblendet. Mit vergrößertem Fokusfeld hatte ich bei meinem (gezielten) Probieren in dem Fall bessere Ergebnisse. Muß aber nicht daran liegen.
Da Wasser u. Belichtung beide nicht sonderlich hell oder klar waren, mußte ich auch mit höherer ISO (400) arbeiten. Verschlußzeiten so kurz als möglich gehalten (= bessere Ergebnisse).
Aufhellen und Klarheit hoch im Nachhinein (du hast doch LR, gell ?!). PS: Wenn Klarheit hoch, dann ists für den ausgewogenen/realistischen Eindruck auch oft notwendig, daß du "gegen die Klarheit" noch mit den Reglern für die Kontraste und die Schwarzwerte spielst (als Regulativ). WB hatte ich auch manuell verstellt. Weiß nicht mehr, ob Schatten oder.... (finde diese Pics sicher nicht so schnell :? )
So gelangen die Koi im (relativ flachen) Basin bei grünlich dunklem Wassereindruck eigentlich ganz gut => Oberseitendetails (von Fischen) optisch sehr zufriedenstellend und okaye Randschärfe (bissl Nachschärfen aber sinnvoll), Rauschwerte soweit okay, daß die Flächenstrukturen nicht diesen vermatschten Eindruck haben.
G9_G70_FZ150_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_Oly m.zuiko 12-40mm f2.8_Pana 14-140 f3.5-5.6_Pana 42.5 f1.7_Panaleica 50-200mm f2.8-4
Rollei Fotopro CT-5A, Raynox DCR 150, Lowepro Flipside Trek 350 + Nova 160 + Apex 110, Toblerone 400g-Pack

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 11:43

Hi Dietz,
super Gedanke, wegen der Spiegelungen meinst Du sicher. Ein Polfilter fehlt mir noch, der stand schon auf meiner Einkaufsliste, aber wegen Überlegungen zum Kamerawechsel und akuter Unlust im Winterlicht, habe ich das aus den Augen verloren.

Hi Gimpi,
ich versuche das beim nächsten mal. Ich war mit dem "Ein-Feld-Fokus" unterwegs und Abblenden war wegen der Lichtverhältnisse nicht möglich. So in Sauwetter letzte Woche. Iso erhöht, aber auch Rauschen erhöht und letzteres kann ich überhaupt nicht leiden. Bei den Bildern, die ich gemacht habe, fummel ich in LR nicht lange rum. Eine gewisse Basis braucht es doch und die habe ich nicht hinbekommen. Das ist nur "Kunst" oder kann weg.

Danke für die Tipps!

Viele Grüße
Karoline
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
videoL
Ehrenmitglied
Beiträge: 23199
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 14:32
Wohnort: Berlin-Lichterfelde

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von videoL » Dienstag 7. April 2015, 17:32

Hallo Karoline,
hier ist ein kleines Video von mir: http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... rk#p192311" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Viele Szenen mit Wasseraufnahmen von oben, wo auch Fische zu sehen sind.
FZ 150, Stabi, Autofocus, -1/3 EV und Polfilter.
Ich vermute, dass die Spiegelungen durch den Polfilter soweit reduziert wurden,
dass der Stabi und Autofocus gut gearbeitet haben.
Was bei Video klappt, geht auch bei Fotos.
Allerdings, wenn du in der Spree Fische von oben fotografieren willst, wird es in der Brühe nicht klappen.
Aber an einem gut gepflegten Teich dürften bis 30 cm Tiefe kein Problem sein.
Viele Grüße Bild videowilli
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
Foto = PSE 10, FastStone
Video = Magix Pro X

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 19:40

Hi Videowilli,

ein tolles Video und auch die Fische kommen gut rüber. Da möchte ich jetzt direkt hin, aus der Kälte hier raus.

Aber zum Thema: In der Brühe Spree würde ich es auch gar nicht erst versuchen. Das mit dem Polfilter scheint ein heißer Tipp zu sein.

Aufgrund Deines Beitrags fällt mir aber auch auf, dass ich wohl noch etwas zu meinem Versuchen hätte sagen müssen. Es ging nicht um Aufnahmen von oben und es ging auch nicht um Fische, sondern um Froscheier, Kaulquappen in den Eiern und geschlüpfte. Also kleinteiliges Getier und vor allem ein spitzer Aufnahmewinkel. Vielleicht hätte ich in Physik mal besser aufpassen müssen, aber kann es sein, dass die Lichtbrechung dann noch eine Rolle spielt?

Viele Grüße
Karoline
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
videoL
Ehrenmitglied
Beiträge: 23199
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 14:32
Wohnort: Berlin-Lichterfelde

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von videoL » Dienstag 7. April 2015, 20:27

Hallo Karoline,
da freue ich mich doch, wenn dir mein etwas älteres Video so gut gefallen hat,
dass du nach Kroatien Wärme tanken möchtest.
Wenn ich an dem Teich, wo ich mein Froschvideo gemacht habe,
kein Zaun wäre, hätte ich dieses Jahr auch Kaulquappen gefilmt.
Der Zaun ist aber sinnvoll, weil direkt angrenzend ein
sehr stark besuchter Kinderspielplatz ist.
Für Froscheier und Kaulquappen hätte ich meine Kamera mit
Polfilter und meinem Canon 500D Achromat bestückt.
Die Raynox DCR 150 und DCR 250 sind da nicht geeignet.
Viele Grüße Bild videowilli
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
Foto = PSE 10, FastStone
Video = Magix Pro X

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 21:03

Wieso sind die Raynox nicht geeignet?
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
Handwerker
Beiträge: 2481
Registriert: Sonntag 23. September 2012, 12:37
Wohnort: nähe Bonn - zwischen Rhein und Sieg
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Handwerker » Dienstag 7. April 2015, 21:26

Hallo Karoline,

wenn ich mich an die Schule erinnere, kommt es auch auf den Winkel der Kamera zur Wasseroberfläche an.
Diese Aufnahmen habe ich ohne Polfilter hin bekommen, wobei ich einen Polfilter besitze.
Winkel zur Wasseroberfläche schätze ich, war 45 Grad.

http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... pfen#p2481" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Viele Grüße
Othmar

Fotografieren und Bildbearbeitung (PS CC und LR CC) - G91, G81, Pana 12-60, Pana 45-200, Pana Leica 100-400, Pana 42,5, Pana Leica 15, Sigma 60 mm, Mecablitz 64 AF-1, Raynox DCR 250,
Mein Flickr

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 21:35

Hallo Othmar,
dann sind wir schon zu zweit. Ich weiß nur nicht, was ich dann machen oder berücksichtigen muss, wenn das stimmt. Ohne Polfilter habe ich auch schon mal Kois fotografiert, das war ganz ordentlich, aber eben auch in einem vergleichbaren Winkel wie Deine Bilder. Der Aufnahmewinkel, mit dem ich mich rumgeschlagen habe, war so bei ca. 25 Grad (wirklich nur geschätzt, vielleicht sogar noch kleiner).
Deine Bilder sind übrigens gut gelungen und der Karpfen mit der Schnauze oberhalb des Wasserspiegels ist auch noch lustig!
Danke für Deinen Kommentar und
viele Grüße
Karoline
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
videoL
Ehrenmitglied
Beiträge: 23199
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 14:32
Wohnort: Berlin-Lichterfelde

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von videoL » Dienstag 7. April 2015, 21:38

Karoline hat geschrieben:Wieso sind die Raynox nicht geeignet?
Die haben so eine geringe Schärfentiefe,
dass es kaum möglich ist die Kaulquappen gut zu treffen.
Die DCR 150 und 250 sind super Achromaten, aber hier nicht optimal.
( habe auch den DCR 150 )
An meinen Raynox bekomme ich auch keinen Polfilter.
Viele Grüße Bild videowilli
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
Foto = PSE 10, FastStone
Video = Magix Pro X

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 22:11

Hi Videowilli,
dann brauche ich also eine Nahlinse mit geringerer Dioptrinzahl, muss ich mir mal überlegen, ob sich das lohnt. Dass die Kombination Polfilter und Raynox nicht möglich ist, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Denk, denk ... Vielen Dank für die Info!
Viele Grüße
Karoline
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

fox

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von fox » Dienstag 7. April 2015, 22:15

Wieso muss denn der Polfilter vor die Nahlinse? Kann der nicht dazwischen, also wie immer auf's Objektiv?

Benutzeravatar
Karoline
Ehrenmitglied
Beiträge: 3941
Registriert: Dienstag 25. Februar 2014, 19:56
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von Karoline » Dienstag 7. April 2015, 23:02

Die Linse von Raynox wird nicht aufgeschraubt sondern dort eingeklemmt, wo sonst Filter aufgeschraubt werden. Ich gehe davon aus, dass zu wenig Tiefe für den Klemmmechanismus besteht, wenn es auf ein Filter gesetzt werden soll und dann runterfällt oder zumindest die Gefahr dazu besteht.
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
E-M1 Mk II, PEN-F, E-M1, FZ 200, FZ 8, Canon A1, Canon Prima Super 115, Petri und ...

Benutzeravatar
GuenterG
Ehrenmitglied
Beiträge: 4855
Registriert: Montag 2. Mai 2011, 19:25
Wohnort: Mittelsachsen
Kontaktdaten:

Re: Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Beitrag von GuenterG » Mittwoch 8. April 2015, 05:14

Es geht schon. Man könnte noch einen stepup-Ring mit reinschrauben. Ich habe fast immer einen auf dem Objektiv. Da hat der Klemmadapter besseren Halt und wenn man bei ganz nahen Makros ohne Vorsatzlinse mal anstößt, dann schützt er das Objektiv.
Liebe Grüße
Günter

DC-G9, DMC-GH3 und jede Menge Makro-Objektive und -Zubehör

Antworten

Zurück zu „Allgemeine Fotografie-Diskussionen“