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Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Mittwoch 30. November 2011, 23:38
von rb0
Hallo miteinader, ich möchte mir für meine G ein Stativ kaufen. Ich bin schon in diversen Läden gewesen um verschiedene Stative zu begutachten. Jetzt stehe ich vor der Frage, Stativ mit oder ohne Kugelkopf? Wo liegen denn die Vor- und Nachteile, hat jemand Erfahrungen und evtl. auch Tips für mich? Die Stative die ich mir angeschaut habe, lagen alle zwischen 80-100€, sind relativ robust und solide gewesen. Jetzt weiß ich nur nicht welche Art von Kopf.

Gruß Robert

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 08:18
von Lumix_
Hallo,

wirf doch mal einen Blick auf diese Seite, vielleicht bekommst Du da die passenden Anregungen und Infos:
http://www.stativfreak.de/

Grüße
Lumix_

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 08:44
von Lili
Hallo Robert,

ich hab mich gut 1 Jahr mit einem Stativ rumgeplagt, das mein Mann schon seit gut 35 Jahren besitzt. War irgendwann mal sehr "günstig" bei Neckermann oder sowas. Es hatte Schrauben hier und Schrauben da und natürlich keinen Kugelkopf. Nun ist es halt so, daß ich ein Mädchen bin, und ich gestehe, mit den vielen Schrauben war ich total überfordert. Wusste nie genau, welche Schraube nun was bewirkt. Kurzum, ich hab es verabscheut!

Mit der G2 hab ich mir dann auch ein eigenes, neues Stativ geleistet. Es ist das Cullmann Magnesit 525. Es hat einen Kugelkopf, die Beine sind mit einem einzigen Klick ausgefahren. Ich hab es richtig lieb :) Und nie mehr möchte ich den Kugelkopf missen. Ich kann es wirklich nur empfehlen. Was das gekostet hat, weiss ich nicht mehr so genau, da ich es ja zusammen mit der Kamera gekauft habe. Und es hat diesen Kamera-Schnellverschluß den ich auch nicht mehr missen möchte (aber ich glaube mich zu erinnern, daß der wieder extra ging, also nicht beim Stativ von Haus aus dabei war)

Lili

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 09:12
von MissEla
Hallo Robert,

sieh die mal dieses http://www.traumflieger.de/shop/product ... cts_id=701 an, das wurde mir hier im Forum empfohlen. Der Kugelkopf ist inklusive. Es gibt auch eine noch eine leichtere und teurere Version davon http://www.traumflieger.de/shop/product ... cts_id=738.

Das Stativ (T005) ist wirklich super, alles was ich brauchte. Die umklappbaren Beine für erdnahe Aufnahmen und das kleine Packmass sind für mich das Highlight. Den Kugelkopf hab ich noch nicht benutzt, da ich meinen Revolvergriff liebe http://www.amazon.de/Bilora-1157-Profes ... 99&sr=8-1.. Aber er alleine soll schon das Geld für das Stativ wert sein.

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 17:46
von Lumix_
Stative muss man selbst in die Hand nehmen und ausprobieren.
Meisten versucht man die Quadratur des Kreises: Stative sollen möglichst leicht und doch sehr stabil sein. Wirklich stabil sind aber nur die ganz schweren, möglichst aus Holz.
Weil das so ist, muss jeder einen ganz persönlichen Kompromiss finden.

Ich nutze z.B. auf Reisen neben einem Einbein dieser Art:
MONOSTAT RS 16 PRO ART
http://www.stativfreak.de/GALERIES/1BEI ... /index.htm

gerne folgendes Equipment:

BENRO TRAVEL ANGEL C-168-M8

http://www.stativfreak.de/GALERIES/3BEI ... /index.htm

Von Novoflex:

MiniConnect MR

http://www.novoflex.com/de/produkte/sta ... connectmr/

BALL 30 und BALL 40

http://www.novoflex.com/de/produkte/sta ... ll-30--40/

Vielleicht hilft das, etwas Passendes zu finden.

Grüße

Lumix_

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Freitag 2. Dezember 2011, 17:06
von rb0
Danke für eure Antworten, ich muß nochmal schauen und vergleichen, habe zwei Sative im Handel gefunden, eines mit eines ohne Kugelkopf, nur weiß ich selbst noch nicht, welches ich möchte, welcher Kopf die Arebit ausrichten erleichtert. :-)

Gruß Robert

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Freitag 2. Dezember 2011, 20:47
von WinSoft
Ich benutze auf Reisen ausschließlich Einbeinstative, seit Einführung des Monostat vor Jahrzehnten schon.
Daneben nutze ich die aktuellen Gitzo GM2541 und GM5541, jeweils mit Monostatfuß und mit Linhof 01 für leichtes Equipment und RRS BH-40 für schweres Equipment.
Auf dem aktuellen Monostat RS-16 PRO ART sitzt der Linhof 01, der für die Lumixe völlig ausreicht.
Mit dieser Ausrüstung kann man auch Nachtaufnahmen durch Anlehnen mit beliebig langen Belichtungszeiten machen.

Ein Dreibein schleppe ich auf Reisen keinesfalls mit! Wozu auch? Mit einem Einbeinstativ kann ich fast alle Fotos machen, sogar in der Sandwüste... :)
Meine 7 Dreibeine aus Holz, Alu und Carbon bleiben brav zu Hause im Studio...

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Freitag 2. Dezember 2011, 23:27
von bilderknipser
WinSoft hat geschrieben:Mit einem Einbeinstativ kann ich fast alle Fotos machen, sogar in der Sandwüste
Tja, so verschieden sind die Menschen. Ich bin mit Einbein überhaupt nicht klar gekommen. Bei Vergleichsaufnahmen mit Einbein und ganz ohne Stativ, waren die Freihandaufnahmen immer schärfer. Nun habe ich ein sehr transportables Dreibein. Das geht sehr häufig mit und ist eine echte Qualitätsverbesserung.

Zum Thema: Ich habe in den letzten 40 Jahren nur Kugelköpfe verwendet. Einfacher in der Handhabung sind die besseren zwar nicht - dank Arca Swiss System hat mein aktueller sogar noch 1 Drehknopf mehr als ein 3-Wege-Neiger, aber bei vergleichbarer Qualität deutlich kompakter als 3-Wege-Neiger.

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2011, 08:51
von WinSoft
bilderknipser hat geschrieben:Ich bin mit Einbein überhaupt nicht klar gekommen. Bei Vergleichsaufnahmen mit Einbein und ganz ohne Stativ, waren die Freihandaufnahmen immer schärfer.
Dann stimmt etwas nicht!

Das gilt insbesondere für Teleaufnahmen. Dort sieht man ja freihändig bereits im Sucher das Zittern.

Allerdings ist der Fuß des Einbeins ganz entscheidend! Halbrunde oder spitze Füße verhindern nicht das horizontale Zittern, von Alexander Borell einstmals "rotative Verzitterung" genannt.
Nur der patentierte Fuß des Monostat kann diese "rotative Verzitterung" ausschalten!
Die Wirkung beruht auf der mit zunehmender Belastung auch zunehmenden Reibung im Fuß gegenüber Boden und Rohr. Mit einem Tele sieht man im Sucher, wie das Bild wirklich "steht".
Setzt man ein starkes Fernglas auf das Monostat, so hat man ein absolut stehendes Bild, wie bei einem superstabilisiertem Canonglas.

Ich kenne keinen Einbeinfuß des Marktes, der eine ähnlich gute Dämpfungseigenschaft gegen die Torsionsschwingungen aufweist.

Noch ein Hinweis zu monostatfremden Einbeinstativen: Ein nachträglich montierte Monostatfuß macht nur Sinn, wenn die Rohre des Einbeins torsionssteif sind! Einige Einbeinstative aus Carbon weisen nicht die nötige Torsionssteifigkeit auf und zittern trotz bestem Fuß (z.B. Gitzo GM2541)! Da wären eher torsionssteife Aluminiumrohre oder Holz gefragt!

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2011, 09:08
von MissEla
Hallo Winsoft,
welches Einbeinstativ würdest du denn empfehlen? Ich hab bei Amazon zum Bsp. dieses EBS http://www.amazon.de/Giottos-GTMML3290B ... 337&sr=1-1gefunden. Allerdings ist das Packmaß mit 50cm relativ groß. Gibt es da kleinere?

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2011, 10:27
von WinSoft
MissEla hat geschrieben:Hallo Winsoft,
welches Einbeinstativ würdest du denn empfehlen?
Monostat RS-16 PRO ART + Linhof Universalkugelkopf 01 für leichtes Equipment wie die Lumix GH2

In Anbetracht der genialen Fußkonstruktion und der Stabilität der Alu-Rohre sollte die Transportlänge keine Rolle spielen.
Ich trage das Monostat meist mit der schussbereit montierten GH2 in der Hand über viele km. Man spürt das Gewicht der Kombination nach wenigen Metern überhaupt nicht mehr.
Im Gebirge benutze ich das Monostat auch ab und zu als Stütz/Steighilfe und habe mit dem komplett ausgezogenen Monostat schon manche Leute aus misslichen Situation (Abhänge, Gräben) herausgezogen.
Im Gebirge oder bei Flussdurchquerungen oder in Höhlen lasse ich die Leute das ausgezogene Monostat zur Sicherheit oder auch nur als psychologische Stütze anpacken und führe sie damit durch angsteinflößende Querungen.
Ich hab bei Amazon zum Bsp. dieses EBS http://www.amazon.de/Giottos-GTMML3290B ... 337&sr=1-1gefunden. Allerdings ist das Packmaß mit 50cm relativ groß. Gibt es da kleinere?
1) Das Giottos hat einen ungeeigneten rundlich Fuß. So hat man die verteufelten Rotationsverzitterungen!
2) Je mehr Segmente, desto instabiler! Das Giottos hat 5 Segmente, das Monostat nur 3.
3) Ich glaube nicht, dass kürzere (mehrgliedrige) Einbeinstative genauso stabil sind wie die wenigliedrigen. Denn kürzer heißt: Mehr Segmente! Schon die Monostat der SK-Linie mit ihren 5 Segmenten sind bei vollem Auszug ziemlich wacklig.
4) Schraub/Drehmuffen zum Klemmen sind besser als Klemmmechanismen! Warum? Bei Drehmuffen bestimme ich den Grad der Klemmung, bei Schnapp/Klemmen der Hersteller. Mit dem Erfolg, dass Schnappverschlüsse durchrutschen können. Das kenne ich von Linhof-Dreibeinen! Sehr ärgerlich, wenn man im Gelände zuverlässig arbeiten will/muss und das Stativ nach mühsamer Einstellung unter der Last plötzlich zusammensackt! Bei Linhof haben sich die Schnappverschlüsse bei der Studioarbeit sogar mehrfach von allein geöffnet!!!
5) Beste Drehverschlüsse bei Gitzo-Carbon! Es reicht 1/4 Umdrehung für bombenfesten Sitz. Außerdem zupackendere Klemmung je stärker die Belastung wird (G-Lock), einfach super!

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2011, 11:54
von bilderknipser
WinSoft hat geschrieben:
bilderknipser hat geschrieben:Ich bin mit Einbein überhaupt nicht klar gekommen. Bei Vergleichsaufnahmen mit Einbein und ganz ohne Stativ, waren die Freihandaufnahmen immer schärfer.
Dann stimmt etwas nicht!
Doch, denn nicht ein Rotationszittern war das Problem sondern Schwenkbewegungen. Aber mir ging es ja auch nicht um das Vermeiden von Zittern mit langen Teles sondern um höhere Schärfe bei Belichtungszeiten um und unter 1/30 wofür man ja meist ein Stativ nimmt.

Wofür der Fragesteller das Stativ nutzen will, hat er nicht gesagt. Außerdem ging es eigentlich um Kugelkopf oder nicht. Leider ist das hier jetzt zu einem Einbein-Thread geworden. Es wäre schön, wenn man in den Foren wirklich nur auf die Fragen antwortet.

Re: Frage an die erfahrenen Stativnutzer (alle anderen auch)

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2011, 12:10
von rb0
Das ihr zum Einbeinstativ ein bißchen ausschwenkt, das stört mich nicht im geringsten, m Gegenteil ich finde dies sogar sehr informativ und hilft vielleicht dem ein oder anderen auch weiter, zumindest habe ich jetzt daraus lernen können, das nicht jedes Einbeinstativ von nutzen ist.

Der Fragesteller nutzt sein Stativ hauptsächlich bei schlechten Lichtverhältnissen, Dämmerung, Nacht, evtl. auch mit Teleobjektiven. Und den Anspruch den ich an ein Stativ stelle muß folgende Kriterien aufweisen. Stabil, robust, nicht zu schwer, schnell auf und abbaubar sein, leicht einzustellen und nicht die Welt kosten. ;-)

Habe mittlerweile eines meinen Ansprüchen entsprechend gefunden. Ist jetzt eines mit 3-Wege Kopf geworden, von der Firma Vanguard, da der Preis mich im Endeffekt überzeugt hat.

Gruß Robert