Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

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schichti
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Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von schichti » Mittwoch 1. Januar 2020, 23:06

Hallo zusammen. Auf heise.de hab ich eben einen Artikel gelesen, der vielleicht auch für Euch hier im Forum ganz interessant ist!? Es geht halt generell um die aktuelle und zukünftige Entwicklung im DSLR Bereich. Im Prinzip muss ich dem Autor schon zustimmen, für die meisten (Alltags-) Situationen sind die Kameras in Smartphones schon recht gut gerüstet. Aber lest selber:

https://www.heise.de/foto/meldung/Das-w ... 17949.html

Kurzer Auszug: "Es ist schon paradox, obwohl so viel fotografiert wird wie nie, werden immer weniger klassische Digitalkameras verkauft. Das dürfte viele Ursachen haben. Einer der entscheidenden: Smartphones liefern eine immer bessere Bildqualität, die all denen ausreichen dürfte, die nicht ambitioniert beziehungsweise hobbymäßig fotografieren. Für halbwegs gute Bilder braucht man schlicht keine Digitalkamera mehr. Und das sieht man dem Markt an."

Was ist Eure Meinung zum Thema?
Viele Grüße, Thorsten
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David
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von David » Mittwoch 1. Januar 2020, 23:35

Ich finde dazu die Punkte die Robin Wong zu diesem Thema erörtert, trifft es wohl ziemlich genau.
https://robinwong.blogspot.com/2019/11/ ... et-is.html

Das Handy alleine hat zwar einen Anteil daran, aber auch das die Kameras eine Effizienz erreicht haben,
wo man kein neues Body zwingend braucht, weil das alte gut genug ist.

Es haben sich zwar die Kameras und Equipment verändert, die Art zu Fotografieren aber nicht, das
ist seit Beginn gleichgeblieben. Es gibt nur wenige die neues ausprobieren, ansonsten sieht man Wiederholungen
und Nachgemachtes.

Das soziale Netzwerk hat die Art wie Fotos gemacht werden verändert, selfie selfie selfie, ich ich ich, alles muss schnell präsentiert werden,

und damit kommen wir zum nächsten Punkt, es muss praktisch sein, Bilder schnell auf Instagramm posten zu können. Das geht mit dem Handy am schnellsten.

Ich glaube nicht das der Kameramarkt ausstirbt, ich denke das sich die Hersteller auf bestimmte Modellreihen konzentrieren werden und nicht mehr wie bisher, 4,5 6erlei verschiedene Modelllreihen anbieten. Allerdings dürfen sie nicht verschlafen neueste Techniken einzupflegen, und die Möglichkeit schnell Bilder zu teilen. Ich persönlich brauch es nicht. Aber so ist eben der Trend.

Für MFT speziell wünsch ich mir eigentlich nur einen Autofokus der mit Sony auf Augenhöhe spielt.

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Prosecutor
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von Prosecutor » Donnerstag 2. Januar 2020, 08:45

Dass DSLR, also die Spiegelreflexkameras, (fast) aussterben werden, ist keine neue Erkenntnis. Lediglich für Profi-Sport-und-fliegende-Vögel-Fotografen werden die sauteuren, großen und schweren Topmodelle solange angeboten werden, bis der AFC der Spiegellosen auf gleichem Niveau ist. Dann werden auch die letzten Dinosaurier vom Markt verschwinden. DSLMs werden aber nicht aussterben, solange man keine Teleobjektive an Handys dranschrauben kann. Und weshalb sollte die Industrie sich ihre Absatzmärkte für teures Glas verbauen? ;)
Lumix S und ein paar Reste G

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Horka
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von Horka » Donnerstag 2. Januar 2020, 10:16

Prosecutor hat geschrieben:
Donnerstag 2. Januar 2020, 08:45
Dass DSLR, also die Spiegelreflexkameras, (fast) aussterben werden, ist keine neue Erkenntnis.
Ich vermute, dass nur wenige Journalisten einen Unterschied zwischen DSLR und DSLM machen können.

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von schichti » Donnerstag 2. Januar 2020, 12:23

Zumindest wird auch auf die jeweiligen Konzepte DSLR und DSLM eingegangen oder sie finden zumindest Erwähnung:

"...dass der Fotomarkt in den nächsten zwei Jahren noch einmal um etwa 50 Prozent einbrechen könnte. Und auch die Spiegellosen seien keine wirkliche Rettung, denn die kompensierten höchstens die Einbrüche bei den Spiegelreflexkameras – Wachstum brächten sie nicht."
Viele Grüße, Thorsten
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SteffK
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von SteffK » Donnerstag 2. Januar 2020, 13:56

Die klassische Kamera wird auch 2020 immer weiter ein Spezialisierungsprodukt und die Marktanteile sinken. Also für handabgezählte spezielle Anwendungen. Und das schränkt natürlich den Käuferkreis ein. Noch dazu wo es selbst in diesem Bereich mittlerweile erschwingliche Qualität gibt, die ein Aufrüsten weiter nach hinten verschiebt. Gleichzeitig werden die Preise steigen für Bodys und vor allem Linsen, wenn einfach ein gewisser Grundabsatz nicht mehr erreicht wird. Und das ist diesem Segment auch nicht gerade zuträglich.

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von Jock-l » Donnerstag 2. Januar 2020, 17:57

schichti hat geschrieben:
Mittwoch 1. Januar 2020, 23:06
Was ist Eure Meinung zum Thema?
Irgendwie denke ich an frühere Filmformate, über Mittelformat hinaus. Größere Filme/Platten hatten eine bessere Qualität, nur hat sich das Kleinbild durchgesetzt... flexibler, kleinere Technik, geringere Anschaffungskosten u.a.m.
Und über Stichworte wie Verfügbarkeit, Kosten, Mobilität definiert sich auch heute Vieles, was kommt und geht.

Daß wir als Hobbyisten der einen oder anderen Kamerageneration hinterhertrauern, liegt an unserer Kenntnis der Stärken dieser vergangenen Technik. Den 08/15-Anwendern ist das egal- die haben sich auch an das verquere Halten ihrer Handys gewöhnt, unreflektiert. Als ich einem Nebenstehenden beim Silvesterfeuerwerk zeigte, was er in Sachen Bildgestaltung und Wackelfreiheit hinzugewinnt wenn er das Dingens anders hält und sich gekonnt dabei abstützt, staunte der Mann wie ein großgewordenes Kind ;)

Selbst zum Reinarbeiten fehlt Zeit und Muse in dieser schnellebigen Zeit.
Hauptsache schnell was machen und verschicken...
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol: Doch: Blau-Gelb sind meine Farben !!!

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von Horka » Donnerstag 2. Januar 2020, 21:04

Ja, aber, Jürgen, das ist nichts Neues. Und: Das neue Jahr muss positiv angegegangen werden! :)

Ich habe meinem Schwager vor zig Jahren beim Feuerwerk gezeigt, wie an seiner analogen Knipse der Blitz ausgeschaltet wird. Zu der Zeit hat man schon einfach draufgehalten. Heutzutage ist es nur noch einfacher und billiger, wenn die Kamera ein Mitläufer des Telefons ist.

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von schichti » Donnerstag 2. Januar 2020, 21:08

Jock-l hat geschrieben:
Donnerstag 2. Januar 2020, 17:57
Größere Filme/Platten hatten eine bessere Qualität, nur hat sich das Kleinbild durchgesetzt...
Betamax war auch besser als VHS :mrgreen:

Die Verlagerung zur Smartphonecamera empfinde ich eigentlich nicht als "Fluch". Der Umgang damit und was da technisch möglich ist, bleibt dem Anwender natürlich immer selber überlassen. Das ist aber bei vielen Knipsern mit DSLR oder DSLM genauso. Sich mit Blende, ISO und Zeit zu befassen, ist dem Löwenanteil zu aufwändig.

Einerseits hat sich durch die Digitale Fotografie eine Schludrigkeit entwickelt, so nach dem Motto "ist ja nur auf der Speicherkarte , da mach ich halt ganz viele Fotos, ein brauchbares wird schon dabeisein". Zu Zeiten der analogen Fotografie hat man sich mehr Gedanken gemacht, bevor man auf den Auslöser gedrückt hat.

Andererseits finde ich bei dem Tempo der technischen Entwicklung schon, dass sich Smartphonecameras (oder was dann mal nach dem Smartphone kommen sollte) in absehbarer Zeit durchaus auch mit anspruchsvolleren Aufgaben nutzen lassen.
Vor einigen Jahren hatte man das kaum auf dem Schirm, was die Handykameras bereits heute können.
Vor vielen Jahre auf einer Cebit hat Guido Karp (www.gkp.la)schon einmal einen ganzen Bildband mit Portraits vorgestellt, die allesamt mit einem Sony Fotohandy (K700 oder so) gemacht wurden. Schon damals war die Qualität erstaunlich. Und sein Auftritt auf der Cebit sowieso.

Die kleinen Geräte überschwemmen uns mit einer Bilderflut, bieten aber meiner Überzeugung nach auch sehr viel Potential. Richtig gute Bilder (tolle Bildgestaltung, spannendes Motiv) sind mit beinahe jeder Ausrüstung möglich. Da fällt mir immer wieder die Szene ein, als ich mit ein paar Fotofreunden vor Jahren in Frankfurt auf einer Ausstellung eines dortigen Fotoclubs vor einem Bild stand (Szene vom Karneval in Venedig) und wir über die technische Ausrüstung getritten haben, die für das (unzweifelhaft sehr gelungene) Bild erforderlich gewesen sein müsste. Nach einer Weile kam die Fotografin des Bildes vorbeigeschlendert (jüngeress Mädel). Sie hatte eine Einsteigernikon und ein "Suppenzoom" von Tamron verwendet :mrgreen:

Überhaupt hatte ich damals den Eindruck, dass die Männer bei uns im Verein mehr "Technik-verliebt" waren, während die Mädels irgendwie die besseren/spannenderen Bilder machten (oft ohne Zeit-ISO-Blende berücksichtigt zu haben). Für unseren Vereinsvorsitzenden zählten eh nur "die weißen" Objektive, seine gekochten Polaroids und die DVF-Wettbewerbe.
Viele Grüße, Thorsten
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von chrisspeed » Donnerstag 2. Januar 2020, 21:14

Wer mit DSLM oder DSLR fotografiert, wird das auch in Zukunft machen und nicht aufs Handy umsteigen.

Einzig der Markt der kompakten Kameras ist "tot" aufgrund der Smartphones.

Wenn ich so in den Foren lese, gibt es genug Leute, die den Herstellern Umsatz bringen. Die meisten können es kaum abwarten, was ihr Liebling als nächstes bringt, anstatt mal ihren aktuellen Equipment auszureizen. Jede Ankündigung hat dann ein Feature, die der Hobbyfotograf "schon immer" vermisst hat.

Die ganzen Youtuber schüren noch zusätzlich das Feuer, von daher bin ich unbesorgt.
LG Christian

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von Jock-l » Donnerstag 2. Januar 2020, 21:26

... "unbesorgt" für eine gewisse Zeit- das würde ich auch unterschreiben wollen ;)
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von quadfahrer » Donnerstag 2. Januar 2020, 22:33

der klassische dslr-markt wird aber weiterhin einbrechen und bis auf ein paar wenige spitzenmodelle der namhaften hersteller nicht mehr existieren. ich kenne einige profis, die mittlerweile als zweitkamera nicht mehr eine große nikon haben, sondern eine z6/7 mitnehmen, zunehmend mehr mit den kompakten fotografieren und mit den ergebnissen mehr als zufrieden sind. viele sind auch auf sony umgestiegen. und einige auf lumix.
mittlerweile können auch druckprofis kaum noch einen unterschied erkennen zwischen vf und mft großdrucken.
warum also noch vf und große/schwere bodys mitschleppen? macht doch kein profi ohne grund. und wenn der grund wegfällt (also die qualität und geschwindigkeit, die sie brauchen), brauchts auch keine dslr mehr.

was mir allerdings auffällt, ist , das der pixelwahn wieder zuschlägt. ich hattte gedacht, der wäre gestoppt :ugeek:
Grüße von Jörg, dem Quadfahrer
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von wozim » Donnerstag 2. Januar 2020, 23:23

Trinkt ihr Tchibo, Eduscho, Jakobs oder was?

Kaffeesatz-Leserei vom Feinsten. :lol: :lol: :lol:
Gruß Wolfgang

https://www.flickr.com/photos/fz100/

GX9, GX80, Oly 45 mm 1:1,8, Sigma 19 mm und 60 mm 1:2,8, umfangreiche Altglassammlung, div. Raynox-Linsen, GR IV HDF

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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von schichti » Donnerstag 2. Januar 2020, 23:54

wozim hat geschrieben:
Donnerstag 2. Januar 2020, 23:23
Trinkt ihr Tchibo, Eduscho, Jakobs oder was?
Igitt, wenn schon dann:
Lavazza, Segafredo oder Melitta
wozim hat geschrieben:
Donnerstag 2. Januar 2020, 23:23
Kaffeesatz-Leserei vom Feinsten. :lol: :lol: :lol:
Naja, die Bleigieß-Nacht ist ja rum. ;)
Aber da machen ja auch halbwegs seriöse Quellen mit (Canons-Präsident Fujio Mitarai im Interview, aktueller Nikon Geschäftsbericht, etc).
Viele Grüße, Thorsten
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Re: Rück- und Ausblick auf das Kamerajahr

Beitrag von chrisspeed » Freitag 3. Januar 2020, 07:36

Lavazza, Segafredo oder Melitta sind doch kein bißchen besser :D schlechte Bohnen, bitterer Geschmack und hoffnungslos überlagert.
Man hat nur das Vergnügen mehr Geld für Schrott auszugeben.

Zum Thema, wen interessiert noch DSLR?

Natürlich geht der Trend zu spiegellos. Das kann doch den Herstellern egal sein, da sie sowieso in diese Richtung investieren. Kein DSLR Nutzer wird sein System durch ein Smartphone ersetzen, sondern dann eher auf DSLM setzen.
LG Christian

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