Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

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SvenTra
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von SvenTra » Montag 21. September 2020, 08:34

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die vielen Meinungen, Tipps, Links und Anregungen. Ich versuche hier, mich mal geballt zu möglichst vielen zu äußern, kann aber nicht versprechen, allen Kommentaren gerecht zu werden, dafür sind es - für mich überraschend - doch zu viele. Man möge mir das verzeihen.

Also:
ich habe mir am Wochenende viel Zeit genommen, neben euren Anregungen mein eigenes Verhalten zu überdenken. Digitales Vollformat habe ich als ehemaliger Hochzeitsfotograf (nebenberufl.) seit der letzten Jahrzehntenwende verwendet, aber schon seit vielen Jahren - ich würde schätzen, seit 2015, mit DMC-G6, Canon EOS 100D und aktuell DMC-G81 - festgestellt, dass ich auf Reisen, Städtetrips, Ausflügen oder für mal eben schnell lieber zu kompakten Systemen greife, als zur guten, aber auch schweren Vollformatausrüstung. Reisen 2016 - 2018 nach Hamburg oder Berlin habe ich grundsätzlich nur mit der "kleinen" Ausrüstung unternommen. Zwar war ich 2014 und 2015 in Brüssel und habe in zusammengefasst 3 Wochen Aufenthalt die Stadt sehr intensiv zu Fuß mit dem Vollformat-System auf dem Rücken erkundet, aber 2015 auch schon mein EF 70-200/2.8 L USM kontinuierlich im Hotel gelassen, weil es mir einfach zu schwer war - statt dessen habe ich auf meine damalige Super-Zoom-Bridge von Canon gesetzt, wenn ich Teleaufnahmen wollte. Will heißen: Gewicht spielt bei mir schon seit mindestens 5 Jahren eine prägnante Rolle. Und: für private, nichtkommerzielle Aufnahmen reicht mir idR die Qualität eines Tamron 18-200 (an der EOS 100D) oder eines 14-140 (an der G81) meist aus - und falls nicht hatte / habe ich ja immer Objektiv-Alternativen in Petto.

Das ist auch einer der Gründe, warum für mich ein Wechsel auf eine Vollformat-DSLM von Canon nicht in Frage kommt, das Schwere sind ja nicht (nur) die Bodys, sondern vor allem die Optiken. Ein andere Aspekt wären meine anderen, sehr teuren Hobbys, so dass ich mir eine neue, gute und teure Panasonic DSLM und ein 35-100/2.8 hauptsächlich dann leisten kann, wenn ich mein Canon-System abstoße. Einfach so noch eine Canon R-Kamera dazu zu kaufen, würde mein aktuelles Budget sprengen :roll:

Auch liegt mein Fokus vorrangig auf der Fotografie, nicht auf der Videographie. Auch wenn eine G9 oder GH5 den Vorteil hat, mit der Panasonic Tether Software auch als Webcam genutzt werden zu können (vorrangig für meine Frau interessant), so bleibe ich Fan der Fotografie, d.h. eine G9 - oder vielleicht ein Nachfolger - ist für mich interessanter. Natürlich habt ihr auch recht, man kann ewig auf ein nächsthöheres Modell warten. Jedoch würde ich mein Canon-System erst im Urlaub Mitte Oktober verkaufen, und sollte Panasonic (was ja gemunkelt wird) bis dahin neben der kommenden GH6 tatsächlich noch einen Nachfolger der G9 ankündigen, könnte es sich für mich schon lohnen, darauf zu warten. Denn bis die verfügbar wäre, hätte ich ja noch die G81 zur Verfügung.

Ist die folgende Frage in einem reinen Lumix-Forum erlaubt? Eine Alternative könnte ja ggfs. Olympus sein, mein Bekannter machte mich darauf aufmerksam, dass wenn man aktuell die E-M1 Mark II kaufe, wegen einer aktuellen Aktion ein 45/1.2 gratis dazu bekommt. Das wäre schon ein Anreiz und für die Freistellung bei gelegentlichen Familienfotos klasse. Ich kenne aber das Olympus-System gar nicht (und weiß, dass die gerade ihre Optik-Sparte abstoßen), und kann nicht einschätzen, wie die E-M1 Mark II im Vergleich zur G9, insbesondere einer Nachfolge der G9, zu werten wäre. Könnt ihr mir da helfen?
Der GImperator hat geschrieben:
Samstag 19. September 2020, 13:04
Wenn du bissl Geld zum (sinnvollen) Verbrennen :P ;) hast- das 42,5 f1.2 ist für mein Dafürhalten "die Königin der FBW". Brutalst gutes Teil.
Ist damit eine Linse von Panasonic gemeint? Mir war zumindest bisher nicht bewusst, dass es auch von Panasonic eine so lichtstarke Portraitlinse gibt.

Ich bin ja mit der G81 aktuell und meinem und dem Objektivfuhrpark meiner Frau schon sehr gut ausgestattet, selbst ein Metz-Blitz ist vorhanden. Fehlen würde neben einer besseren bzw. moderneren Kamera ggfs. nur noch ein 35-100/2.8 (oder alternatives Telezoom) und ggfs. ein 45/1.2 bis 1.4, sowie ein System zum entfesselten Systemblitzen. Ansonsten brauche ich tatsächlich für ein komplettes mFT-System nichts weiter. Ein allzu großes Investitionsbudget ist also nicht zu berücksichtigen, und würde sich komplett durch den Verkauf meines VF-Systems refinanzieren lassen.
Soviel auch zum Thema Smartphone als Ersatz: ich habe zwar erst ein nagelneues Smartphone mit Dreifachsystem (UWW, Weitwinkel und 2x Tele), aber für mich ist die Bildqualität (gerade beim Tele) dennoch nicht mit einer Systemkamera vergleichbar und kann die nicht dauerhaft ersetzen, wäre für mich also keine vergleichbare Alternative.

Mit dem Rauschverhalten gebe ich euch recht, dass die moderne G9 gegen die uralte EOS 5D III noch so abfällt, hätte ich zwar nicht erwartet. Andererseits werde ich jetzt, wo ich keine Hochzeiten mehr fotografiere, auch kaum mal noch über ISO 3200 hinaus kommen, geschweige denn in den fünfstelligen Bereich. Daher spielt das ggfs. nur noch eine untergeordnete Rolle. Und auch in der Nachtfotografie - meistens in der kühlen Jahreshälfte - arbeite ich idR mit Stativ und ISO 100 - 200, hier hat Panasonic seit jeher den Vorteil, bis 60 statt 30 Sek. per Automatik zu belichten. Da hoffe ich, dass dann das Rauschen auch nur noch eine untergeordnete Rolle spielt …

Der Nachteil des hohen Akku-Verbrauchs überrascht mich bei der G81 immer noch hin und wieder kalt. Andererseits hatte ich die G81 (nachdem ich eine zweite Kamera der 5D Reihe schon verkauft hatte) auf der letzten Hochzeit meines Gewerbes noch dabei, und sie hat einen guten Job gemacht, ich bin mit 2 Akkus ausgekommen. Wenn ich darauf eingestellt und später daran gewöhnt bin, habe ich halt immer einfach ein, zwei Reserve-Akkus dabei, dann sollte das klappen.

So, ich hoffe, nichts vergessen zu haben. Ich denke schon, die Vorteile eines mFT Systems gegenüber dem Canon EF-System (insbes. hinsichtlich Gewicht und Autofokus) überwiegen, daher kann ich mir gut vorstellen, mich im Oktober von meinem VF-System endgültig zu trennen. Danke noch einmal allen für eure Hilfe!!!

VG
Sven
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Holger R. » Montag 21. September 2020, 10:59

Hallo Sven,
da Du mit dem Verkauf der Canon-Ausrüstung Deine MFT-Ausrüstung finanzieren möchtest, macht es kaum Sinn auf den Nachfolger einer G9 zu warten. Denn bis diese auf ein Preisniveau der G9 fallen wird, geht noch mal 1 Jahr ins Land.
Ich meine, der damalige Preis der G9 war bei 1700€, jetzt im Bereich von teilweise 900€.

Olympus ist von der Bedienung her komplett anders, teilweise nicht nur gewohnheitsbedingt, sondern tatsächlich etwas umständlicher im Menü. Das würde klar für die G9 sprechen, da Du eben schon die Lumix-Menüführung kennst.

Für die OMD spricht in der Tat die Aktion mit den lichtstarken 1,2er Linsen, wenn Dir das zusagt. Mehr Geld kann man kaum sparen.

Und ja, auch Pana hat mit dem Leica 42,5mm f1.2 eine exzellente Optik.
Gruß Holger

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Der GImperator » Montag 21. September 2020, 11:31

Wo du nun ein tatsächliches Interesse an der BW 42/45mm (85mm KB) geäußert hast-
Pana hat auch eine "Budget"-Portrait-BW (42.5 f1.7) & auch von Oly gibt's ein gutes, günstiges 45er.

Das Pana 42,5 hat den Vorteil der stabilisierten Optik; dazu Dual IS fähig mit entspr. Lumix-Bodies.
Die Haptik/Verarbeitung einerseits, als auch die "Griffigkeit" des AF bei Nahaufnahme- u. Schlecht-Licht-Situationen andererseits sind auf einem dem Preisniveau entsprechenden Level.
(Also eher durchschnittlich).
Die Abbildungsleistung dagegen ist richtig toll. Da kriegt man echt was für sein Geld.
https://flic.kr/p/2cVcBQs
Ausserdem ist sie extrem klein/leicht.
Ich würde sie mir a) entweder sofort wieder zulegen, oder b) stattdessen das 56mm f1.4 von Sigma holen, oder c) im Lotto gewinnen und mir das PRO-Powerpaket Pana 42.5 f1.2 holen.
G9_G70_FZ150_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_Oly m.zuiko 12-40mm f2.8_Pana 14-140 f3.5-5.6_Pana 42.5 f1.7_Panaleica 50-200mm f2.8-4
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Monree » Montag 21. September 2020, 12:39

Hallo Sven, den Tipp vom GImperator finde ich gut.
Das Sigma 56mm F1, 4 DC DN Contemporary, und die G9 ist eine gute Kombi.
Ich hatte auch das Sigma 30 mm, habe mich aber letztendlich für das 56 mm entschieden.

https://www.flickr.com/photos/132739363 ... 1581335068
Sigma 56 mm und Marumi Nahlinse 10 mm (Den Tipp habe ich hier im Forum entdeckt)

https://www.flickr.com/photos/132739363 ... 1113053907
Das Sigma 56mm F1, 4 DC DN Contemporary

Gruß Monika

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von SvenTra » Montag 21. September 2020, 15:24

Holger R. hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:59
... macht es kaum Sinn auf den Nachfolger einer G9 zu warten. Denn bis diese auf ein Preisniveau der G9 fallen wird, geht noch mal 1 Jahr ins Land.
Du hast natürlich recht, wenn Panasonic … sagen wir einfach mal im Januar 2021 … einen Nachfolger der G9 herausbringt, ist die am Anfang natürlich erheblich teurer. Das könnte ich mir bei entsprechendem Mehrwert aber tatsächlich vorstellen, sozusagen gönnen :D erst recht hinsichtlich einer jahrelangen Nutzung, denn ich sollte für das Canon-Equipment alles in allem schon so 3000 EUR oder mehr herausbekommen. Die Frage wäre halt nur: bietet eine Nachfolgerin der G9 (sollte sie denn kommen) so viel Mehrwert, dass sich Warten und ein fast doppelt so hoher Preis lohnen würde. Vorausgesetzt natürlich, Panasonic macht nicht von der G9 zur Nachfolgerin so einen Sprung wie Canon in der 5D Reihe (5D III: 3300 EUR; 5D IV: 4300 EUR). Aber gut, diese Fragen werden entweder nur viel Geduld oder eine Kristallkugel beantworten :lol:
Holger R. hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:59
Für die OMD spricht in der Tat die Aktion mit den lichtstarken 1,2er Linsen, wenn Dir das zusagt. Mehr Geld kann man kaum sparen.
Das macht mir die Entscheidung nicht gerade viel einfacher :mrgreen: , zumal man die E-M1 Mark II noch in diesem Monat kaufen muss, um das Angebot überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Und das wäre für mich im Grunde genommen eigentlich noch zu früh, denn ich wollte - aus Zeitgründen - mein Canon Equipment erst Mitte Oktober verkaufen … bliebe also nicht mehr viel Zeit, zum Händler meines Vertrauens (Foto Kosfeld Dortmund) zu fahren und sich beide Cams mal in live anzuschauen. Geschweige denn, meine Frau zu beknien :lol: :lol:
Holger R. hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:59
Und ja, auch Pana hat mit dem Leica 42,5mm f1.2 eine exzellente Optik.
Das klingt gut! Ich selbst würde jetzt wohl, nach der Abkehr von der People Fotografie im Allgemeinen und der Hochzeitsfotografie im Besonderen, nicht unbedingt mehr ein so teures Portraittele brauchen, aber meine Frau (im Hobby Näherin) wünscht sich entsprechende Mode-Fotos, und da man von mFT zu Vollformat in der Freistellung ohnehin zwei Blenden verliert (zumindest lt. Krolop & Gerst, "große Objektivreihe"; danach stellt ein mFT 1.4 so frei wie eine VF 2.8er Blende), wäre natürlich so offenblendig wie möglich schon reizvoll. Muss ich mir mal näher anschauen.

Auch das Sigma 56/1.4 habe ich schon im Blick, vielen Dank auch für eure Bildbeispiele, sieht klasse aus. Wie schaut es aus mit dem Samyang 50/1.2 (manuell)? Hat das wer? Kann das was? Gut, damit müsste ich ganz auf Focus Peaking gehen, der Vorteil des sehr schnellen AF des mFT Systems wäre dann wieder dahin ...
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Jock-l » Montag 21. September 2020, 18:56

Mit dem Angebot Olykamera plus Prolinse würde ich jetzt nicht unter Zeitdruck gelangen; wenn das Canonmaterial erst Oktober/November nach und nach verschwindet, werden auch gut erhaltene Pro-Linsen bei DSLR-Forum und an anderen Orten auftauchen oder evtl. in der Folgezeit vermehrt auftauchen (das ist das Unwägbare, ob Viele aus MFT kurzfristig umsatteln oder... in der Summe also eher Gedanke und kein Wissen !)- da kann man dann immer noch konkret überlegen...
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von j73 » Montag 21. September 2020, 20:41

Hallo Sven,
als "Low-Budget-Variante" für die Portraitlinse kann ich dir das Olympus M.Zuiko Digital 45mm F1.8 empfehlen. Das hat zwar "nur" f1.8, ist aber auch offenblendig schon brauchbar. Sicher gibts nen Respektabstand zur Pro-Variante bzw. zur 42,5mm Leica-Linse, aber die Preisdifferenz ist ja auch zu beachten. Letztes Jahr gabs das Objektiv um Weihnachten rum für 139€ bzw. 149€ im Olympus Online Shop (sonst liegt es so bei 230€).

Beispiele: https://flic.kr/s/aHsmKn7LcY

Grüße, Jörg
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Holger R. » Dienstag 22. September 2020, 06:40

Sven, teste doch einfach jetzt mit der 5D mit 85mm f2,4-f3,6 wie sich die Freistellung verhält, und wie Du damit leben kannst. Dann kannst Du entscheiden, für welche MFT-Optik Du Dich entscheidest.
Ich hatte das 45mm f1.8 Olympus, und habe es zugunsten des in meinem Fall klar besseren 42,5mm f1.7 Lumix verkauft. Würde ich mehr Freistellung anstreben wollen (brauche ich nicht, hatte nie Vollformat und empfinde die Bilder dort oft zu arg freigestellt), wäre es klar das Sigma 56mm f1.4. Es ist offen schon rattenscharf und dafür fast schon günstig. Auf ein eventuell etwas schöneres Bokeh eines 42,5mm f1.2 von Leica würde ich hier verzichten, wenn man die Preisdifferenz sieht. Die Freistellung dürfte im Alltag fast identisch sein.
Ein Kamlan oder Ähnliche käme für mich nicht in Frage, hinterher würde ich mich ärgern, daß ich es nicht mal kurz für Tiere oder ähnliches einsetzen kann, weil mir der AF fehlt.

Geh doch einfach mal in ein Fachgeschäft und krabble die G9 und die OMD (II) an, daß Du weißt auf was Du Dich einlassen würdest, falls Du z.B. doch kurzfristig Deine Ausrüstung verkauft bekommst.
Gruß Holger

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von sardinien » Dienstag 22. September 2020, 08:37

Das f/1.2 42,5 mm OIS ist ein hervorragendes Objektiv und an einer G9 werden unterstützt:

DFD AF
3-fach Video Stabilisierung
Dual-IS

Der OIS bietet auch eine Stabilisierung, wenn an das Nocti mein Televorsatz angebracht wird. Dann erhält man ein "echtes" f/1.2 76,5 mm mit leichter Vignettierung.

Das Nocti kann offenblendig nah und ganz fern ausgezeichnet eingesetzt werden. Auch für Aktionen aller Art.

Hat man mehrere Objektive, sind 2 oder mehr Cams hilfreich. Eine G9 könnte auch bei einem Nachfolger als 2. Cam ein guten Job abliefern. PANA bietet im MFT Lager die beste ISO 100 Performance.

Oly ist natürlich ebenfalls eine Option. Jeder Hersteller hat seine Vor- und Nachteile. An den HiRes Modes der G9 kommen die Olys nicht heran. Offensichtlich ist die PANA soft einen Tick besser.
Servus Gerd
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von phoenix66 » Dienstag 22. September 2020, 09:17

mich würde interessieren, für welche Motive du es nimmst? Gegenwärtig arbeite ich mit der Brennweite 24 mm und dann ab 100mm, weil meine Motivauswahl(Naturfotografie) es erfordert. Die genannte Brennweite kommt bei mir äußerst selten zum Einsatz.

Gruß Martin
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Browser Chrome
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von SvenTra » Dienstag 22. September 2020, 13:31

Jock-l hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 18:56
Mit dem Angebot Olykamera plus Prolinse würde ich jetzt nicht unter Zeitdruck gelangen; …
da kann man dann immer noch konkret überlegen...
Danke für den Rat, ich denke, so werde ich es machen. Das Angebot von Olympus ist wahnsinnig reizvoll, aber abgesehen vom erst noch anstehenden Verkauf meiner Canon-Ausrüstung bliebe mir nur noch eine Woche, bis ich den Kauf abgeschlossen haben müsste. Und ich möchte die "nächste" Kamera gerne vor dem Kauf einmal in die Hand nehmen, d.h. nicht im Netz bestellen, sondern bei Foto Kosfeld in Dortmund kaufen. Und da hin zu kommen fehlt mir in den nächsten Tagen die Zeit. Also lieber etwas auf die Bremse treten, Stress raus nehmen und abwarten, was in den nächsten Wochen passiert :D
j73 hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 20:41
als "Low-Budget-Variante" für die Portraitlinse kann ich dir das Olympus M.Zuiko Digital 45mm F1.8 empfehlen.
Das ist wahrhaft preiswert, werde ich mir mal anschauen. Da ich im Fall eines guten Verkaufs meiner Canon-Ausrüstung nicht ganz so auf's Geld schielen muss :roll: , könnte ich mir aber tatsächlich eher das Sigma DG 56/1.4 vorstellen. Ich habe mir jetzt noch einmal die Preise für das M.Zuiko 45/1.2 und das Pana 42.5/1.2 angeschaut :shock: , und …
phoenix66 hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 09:17
mich würde interessieren, für welche Motive du es nimmst? ... Die genannte Brennweite kommt bei mir äußerst selten zum Einsatz.
… auch wenn ich den Kauf mit dem Verkauf meiner Canon-Ausrüstung problemlos refinanzieren könnte, stellt sich mir tatsächlich die Frage, ob sich das lohnen würde bzw. das wirklich sein muss. Als Motiv für ein solches Objektiv kommen ausschließlich Familienfotos und - für meine Frau als Hobby-Näherin - Modefotos in Frage. Aber ob ich für das Hobby meiner Frau wirklich an den vierstelligen Bereich heranrücken oder (beim Pana) drüber gehen muss, lass ich mal dahin gestellt. Für mich selbst würde ich das Objektiv vermutlich nicht oder nur sehr selten einsetzen. Nicht umsonst war mein sehr gutes Tamron SP 85/1.8 Di VC USD eines der ersten VF-Objektive, die nach dem Ende meiner gewerbl. Fotografie gehen mussten. Ich denke mal, ich persönlich würde für Familienfotos dann eher entweder das Pana Leica 25/1.4 oder ein noch anzuschaffendes 35-100/2.8 einsetzen, das reicht mir völlig.

Von daher dürfte preislich das Sigma der wohl beste Kompromiss zwischen finanziellem Aufwand und fotografischem Ergebnis sein.

Meine künftigen Motive dürften Nacht- (vom Stativ), Architektur-, Reise- und Landschaftsfotografie sein, nicht unbedingt das Metier eines 85er (kB-äquivalent) Objektivs.
Holger R. hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 06:40
Sven, teste doch einfach jetzt mit der 5D mit 85mm f2,4-f3,6 wie sich die Freistellung verhält, und wie Du damit leben kannst.
Das ist ein guter Rat. Ich habe zwar mein SP 85 nicht mehr, kann einen ähnlichen Bereich aber mit meinem Tamron SP 70-200/2.8 G2 simulieren. Das werde ich für mich mal austesten. Beim letzten Modeshooting hatte ich das drauf und zwischen f/2.8 und f/4 ein mehr als ausreichend freigestelltes Bokeh. Ärgerlich war hier halt nur die relativ hohe Anzahl an Fehlfokussierungen. Einer der o.g. Gründe, endgültig den Bereich des VF zu verlassen, mal ganz abgesehen vom Gewicht (EOS 5D III + Tamron SP 70-200/2.8 G2 = 2.4 kg :cry: )
sardinien hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 08:37
Hat man mehrere Objektive, sind 2 oder mehr Cams hilfreich.
Das war mein Standardprozedere als Hochzeitsfotograf, 2 Kameras waren generell im Einsatz, ganz selten auch mal drei. Aber genau davon möchte ich künftig - als "nur-noch" reiner Hobbyfotograf - bewusst weg. Soviel Zeit, ein Objektiv zu wechseln, darf beim Hobby immer sein. Oder wenn es unpassend wäre (z.B. bei kräftigem Wind am Strand) wird halt das G 14-140 eingesetzt und auf das letzte bisschen Qualität verzichtet, um dafür keinen Dreck / Sand in den Body zu bekommen
DC-G9 | DMC-G81 | G 7-14/4 Asph. | G Vario 12-35/2.8 Apsh. | G Vario 14-42/3.5-5.6 Asph. | G 14-140/3.5-6.3 Asph. II | G Leica 25/1.4 Asph. | Sigma DC DN 56/1.4 | Olympus M. Zuiko ED 12-100/4 IS Pro | Mecablitz 52 AF-1

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Beitrag von Jock-l » Mittwoch 23. September 2020, 16:30

Überlegungen an konkreten Dingen sind immer vorteilhaft- gestern hatte ich das sonst eher seltener (gegenüber den OlyPro 25 und 45mm) eingesetzte 17mm eingesetzt und das passte für abendliche Fotografie/Abschied eines Kollegen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge... ;)

Zeigte mir aber auch auf, daß ich für solche Lowlight-Sachen mit den f1,2 zügig an Grenzen stoße, will ich nicht auf ISO oberhalb 2000 oder 3200 klettern- inzwischen ist eine Lumix S5 bestellt sowie eine Anzahl div. Adapter für meine Leica R- u.a. Objektive. Damit sind Würfel gefallen für Lowlight und Altobjektive und Bestand für MFT, der Kopf raucht bei mir nicht mehr, da hatte ich vorher Vieles nachgelesen/ abgewogen/ überschlafen... die Entscheidung steht ohne innere Unruhen.

In diesem Sinne, genieße Urlaub und Ausrüstung, alles andere klappt dann schon.
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Der GImperator » Mittwoch 23. September 2020, 19:59

Hey Jürgen- super.

Das bezieht sich hauptsächlich auf dein Zufriedenheits-Level und Ausgeglichenheits-Niveau :P
Dieses emotionalisierende Wälzen von Gedankenspielen und Abwägungen und die Versuche von möglichst rational bestimmten Einordnungen kennt ein jeder Systemfotograf ja zu Genüge :twisted:
So spannend wie schrecklich ;)
Nebenbei natürlich auch der Glückwunsch zur S5 :) .
DIE ist bei mir ja verantwortlich dafür gewesen, mich nun doch noch ein weiteres mal mit der Idee von VF etwas ausgiebiger auseinandergesetzt zu haben.
Das Ergebnis daraus ist bei mir auf der anderen Seite des Zaunes gelandet- VF... never ever!! Viel zu teuer. Viel zu klobig. Viel zu unnötig. Relatives bis tendenziell absolutes no-go.

Ich hab natürlich auch nicht den Fluch oder Segen von bereits vorhandenem Altglas :P (stimmt nicht ganz- an meiner alten Minolta SLR hängt noch ein 50er dran).
Aber egal, Hauptsache wir haben maximalen Spaß und minimale Sorgen mit unserem Hobby.
G9_G70_FZ150_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_Oly m.zuiko 12-40mm f2.8_Pana 14-140 f3.5-5.6_Pana 42.5 f1.7_Panaleica 50-200mm f2.8-4
Rollei Fotopro CT-5A, Raynox DCR 150, Lowepro Flipside Trek 350 + Nova 160 + Apex 110, Toblerone 400g-Pack

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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von Jock-l » Mittwoch 23. September 2020, 20:50

... das mit viel Größe und gewicht wird der TO mit dem Wechsel auf MFT genau andersherum erleben (wobei viele Altobjektive richtig klein sind im Vergleich zu den modernen, aber das kommt in anderen künftigen Threads und soll hier nicht weiter stören).

Was ich sehe, daß ich seit 2016 mit dem Einstieg in das System und späteren Ausbau/ Kauf weiterer Objektive immer noch viele der ersten Objektive gern einsetze- einzig das 12-35mm/f2,8 ist bei der ähnlich seltener eingesetzten IR-Kamera als Standard gelandet- weil sich im Lauf der Zeit herausstellte daß mir Brennweiten oberhalb 35/50mm doch mehr liegen. Landschaft mal ausgeklammert...

Aber für ein persönliches Resümee ganz ordentlich, keine Fehlkäufe.
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

SvenTra
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Re: Endgültiger Wechsel von Canon Vollformat auf Panasonic mFT?

Beitrag von SvenTra » Donnerstag 24. September 2020, 06:52

Gestern Nachmittag war ich noch einmal kurz unterwegs, weil meine Frau für unseren Junior zwei neue Jacken genäht hat und aktuelle Mode-Fotos machen wollte. Diesmal habe ich die G81 mit dem Leica 25/1.4 MK I eingepackt, auf Blende 1.6 voreingestellt und ihr die Kamera in die Hand gedrückt. Mal abgesehen davon, dass sie sich bei den 2.4 kg der EOS 5D III mit dem Tamron SP 70-200/2.8 G2 beim letzten Mal nach jedem Foto über das Gewicht beschwerte, konnte auch der Autofokus der G81 in dieser Art der Fotografie deutlich mehr überzeugen. Daher: mein Entschluss steht fest, das VF System darf gehen :D
DC-G9 | DMC-G81 | G 7-14/4 Asph. | G Vario 12-35/2.8 Apsh. | G Vario 14-42/3.5-5.6 Asph. | G 14-140/3.5-6.3 Asph. II | G Leica 25/1.4 Asph. | Sigma DC DN 56/1.4 | Olympus M. Zuiko ED 12-100/4 IS Pro | Mecablitz 52 AF-1

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