UV-IR Sperrfilter?

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ahinterl
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UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von ahinterl » Mittwoch 5. September 2012, 14:04

Ich habe da bei der Ankündigung eines neuen UV-IR-Sperrfilters von Hoya (http://www.photographyblog.com/news/hoy ... ut_filter/) gelesen, dass Licht im UV- als auch IR-Bereich den Sensor erreichen und die Bildqualität nachteilig beeinflussen kann. Ich dachte immer, UV wird durch das lens coating und IR durch einen Filter vor dem Sensor rausgefiltert... Wie sinnvoll sind solche UV-IR Sperrfilter tatsächlich (oder ist das alles nur das übliche Marketinggeschwafel)?
Andreas

Rugia

Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von Rugia » Donnerstag 6. September 2012, 08:58

ahinterl hat geschrieben:Ich habe da bei der Ankündigung eines neuen UV-IR-Sperrfilters von Hoya (http://www.photographyblog.com/news/hoy ... ut_filter/) gelesen, dass Licht im UV- als auch IR-Bereich den Sensor erreichen und die Bildqualität nachteilig beeinflussen kann. Ich dachte immer, UV wird durch das lens coating und IR durch einen Filter vor dem Sensor rausgefiltert... Wie sinnvoll sind solche UV-IR Sperrfilter tatsächlich (oder ist das alles nur das übliche Marketinggeschwafel)?
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Das ganze Spektrum von IR und UV kann nicht ganz erfasst oder gelöscht werden. ES bleibt noch genug übrig, um es zu nutzen oder weg zu filtern...
Ich bin kein guter Theoretiker, aber Praxis habe ich genügend...
Gruß, Rugia

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Wildfire
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Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von Wildfire » Donnerstag 6. September 2012, 10:25

genau, und bald gibt noch Filter gegen Mondstrahlen und Gammastrahlen die von der ISS Reflektiert werden.

Mal im Ernst. Normale Digitalkameras sind ausreichend gegen Fremdlicht geschützt. Sicher bauen Hersteller immer noch Filter und preisen sie an, allerdings gibt es auch noch Analoge Anwendungen oder Extremsituationen, wo diese Filter sinnvoll sind.
Für den Alltag an einer Digitalkamera mit hochwertigem Objektiv sind solche Filter ein guter Objektivschutz, mehr eigentlich nicht.
...und immer still halten, sonst wirds verwackelt !
gruß Wildfire

meine Fotos auf Pressanyke.de
Suche ständig defekte Kameras als Ersatzteilspender !.

Rugia

Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von Rugia » Montag 10. September 2012, 09:14

Wildfire hat geschrieben:genau, und bald gibt noch Filter gegen Mondstrahlen und Gammastrahlen die von der ISS Reflektiert werden.

Mal im Ernst. Normale Digitalkameras sind ausreichend gegen Fremdlicht geschützt. Sicher bauen Hersteller immer noch Filter und preisen sie an, allerdings gibt es auch noch Analoge Anwendungen oder Extremsituationen, wo diese Filter sinnvoll sind.
Für den Alltag an einer Digitalkamera mit hochwertigem Objektiv sind solche Filter ein guter Objektivschutz, mehr eigentlich nicht.
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Wenn Das Filtersortiment der Hersteller B+W, Heliopan etc. so miserabel wäre, wie die meisten eingebauten Filter der gängigen MfT-Kameras, dann wäre ich auch Deiner Meinung. Aber solange ich gute Weichzeichner, Graufilter und Infrarot-Filter für meine Panasonic oder Olympus brauche, muss ich diese wohl zukaufen oder mein Sortiment der Analogfotografie nutzen. Nichts für ungut; aber auch dieses Thema hat 2 Seiten.
Gruß, Rugia

ahinterl
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Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von ahinterl » Montag 10. September 2012, 13:56

Rugia hat geschrieben:Wenn Das Filtersortiment der Hersteller B+W, Heliopan etc. so miserabel wäre, wie die meisten eingebauten Filter der gängigen MfT-Kameras, dann wäre ich auch Deiner Meinung. Aber solange ich gute Weichzeichner, Graufilter und Infrarot-Filter für meine Panasonic oder Olympus brauche, muss ich diese wohl zukaufen oder mein Sortiment der Analogfotografie nutzen. Nichts für ungut; aber auch dieses Thema hat 2 Seiten.
Gruß, Rugia
Soll das heißen: Kamera und Objektive schirmen schlechter gegen UV und IR ab als so ein UV-IR Sperrfilter = So ein Filter ist durchaus sinnvoll und empfehlenswert?
Andreas

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t-franzl
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Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von t-franzl » Montag 10. September 2012, 14:16

ahinterl hat geschrieben:Soll das heißen: Kamera und Objektive schirmen schlechter gegen UV und IR ab als so ein UV-IR Sperrfilter = So ein Filter ist durchaus sinnvoll und empfehlenswert?
Das hängt ganz von der Kamera, dem Objektiv und dem Filter ab. Aber die Thematik wird meines Erachtens völlig überbewertet.

Du kannst ja im Hochgebirge einmal Bilder mit UV-Filter machen und einmal ohne. Dann hat du den direkten Vergleich. Meiner Meinung nach wirkt sich der Gebrauch einer Streulichtblende erheblich deutlicher aus als der Gebrauc eines UV-Filters (wenn er dies überhaupt tut). Dennoch verzichten viele auf eine Streulichtblende.

Natürlich sind Filter empfehlenswert. Graufilter zum Beispiel, ebenso Polfilter, manchmal auch ein Grauverlaufsfilter. Ich möchte nicht wissen, wieviele Pseudo-HDRs schlicht und einfach überflüssig werden, wenn man stattdessen gezielt einen Grauverlaufsfilter nutzt.

Auch Nahlinsen haben durchaus ihre Berechtigung. Denn im Gegensatz zu Zwischenringen bleibt der Autofokus voll erhalten. Und zu partiellen Nahlinsen (Center oder Split) gibt es ohnehin keine Alternative.

Weichzeichner und Nebelfilter sind Geschmackssache. Man kann ein Bild nachbearbeiten, aber warum nicht gleich einen Filter nehmen, wenn man es ohnehin gesoftet haben will?

Von UV-Sperrfiltern halte ich jedenfalls wenig. Ich benutze sie nur, um das Objektiv zu schützen (z.B. im Sand oder bei starkem Regen). Sonst sind sie meiner bescheidenen Meinung nach eher überflüssig wie ein Kropf.

lg t-franzl
LX3 (18mm)+LX3 (24-60mm)+PL2 (90mm)(70-2000mm)

Rugia

Re: UV-IR Sperrfilter?

Beitrag von Rugia » Montag 10. September 2012, 17:54

t-franzl hat geschrieben:
ahinterl hat geschrieben:Soll das heißen: Kamera und Objektive schirmen schlechter gegen UV und IR ab als so ein UV-IR Sperrfilter = So ein Filter ist durchaus sinnvoll und empfehlenswert?
Das hängt ganz von der Kamera, dem Objektiv und dem Filter ab. Aber die Thematik wird meines Erachtens völlig überbewertet.

Du kannst ja im Hochgebirge einmal Bilder mit UV-Filter machen und einmal ohne. Dann hat du den direkten Vergleich. Meiner Meinung nach wirkt sich der Gebrauch einer Streulichtblende erheblich deutlicher aus als der Gebrauc eines UV-Filters (wenn er dies überhaupt tut). Dennoch verzichten viele auf eine Streulichtblende.

Natürlich sind Filter empfehlenswert. Graufilter zum Beispiel, ebenso Polfilter, manchmal auch ein Grauverlaufsfilter. Ich möchte nicht wissen, wieviele Pseudo-HDRs schlicht und einfach überflüssig werden, wenn man stattdessen gezielt einen Grauverlaufsfilter nutzt.

Auch Nahlinsen haben durchaus ihre Berechtigung. Denn im Gegensatz zu Zwischenringen bleibt der Autofokus voll erhalten. Und zu partiellen Nahlinsen (Center oder Split) gibt es ohnehin keine Alternative.

Weichzeichner und Nebelfilter sind Geschmackssache. Man kann ein Bild nachbearbeiten, aber warum nicht gleich einen Filter nehmen, wenn man es ohnehin gesoftet haben will?

Von UV-Sperrfiltern halte ich jedenfalls wenig. Ich benutze sie nur, um das Objektiv zu schützen (z.B. im Sand oder bei starkem Regen). Sonst sind sie meiner bescheidenen Meinung nach eher überflüssig wie ein Kropf.

lg t-franzl
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Filtern - oder nicht filtern kann zum Glaubenskrieg führen, was schade wäre.
Die "hohe Zeit" des Filters ist seit "digital" vorbei, weil Vieles mit Bildbearbeitungs-Programmen (in etwa) erzeugt werden kann.
Ich würde auch kein reines UV-Filter verwenden, denn wenn starkes UV-LIcht angesagt ist, kann nur ein UV-Skylight-Filter helfen, um das bläuliche Licht zu eleminieren.
Gekonnte Filter-Fotografie setzt voraus, dass man die analoge Fotografie beherrscht. Meist sind fehlerhafter Filtereinsatz die Ursache, Filter zu verteufeln.
Wer sich dafür interessiert, kann bei Ebay ab und zu mein Buch finden, das vor 17 Jahren bei Laterna magica erschien und seinerzeit 98,- DM kostete. Da ich nichts mehr daran verdiene, darf ich vielleicht(unverbindlich) darauf hinweisen. Hoch scrollen und das unterste Buch links (Filtertechnik-Filterkunst) anklicken. Ob gefiltert oder reale Fotografie: Das gute Bild entscheidet!
Gut Licht! Rugia
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