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RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 17:29
von Reisemobilist
Hallo in die Runde,
bis jetzt habe ich meine Fotos ausschließlich im jpeg-Format abgespeichert. Bei der Auswahl und Sortierung meiner vielen Fotos aus dem vergangenen Urlaub (5 Monate Island, FZ1000) habe ich mir jedoch ein ums andere Mal gewünscht, ich könnte an der Gradation etwas schrauben und auch sonst das Foto etwas meiner Erinnerung anpassen.
Habt Ihr vielleicht eine Empfehlung für absolute Beginner, mit welchem Programm man am ehesten hineinfindet in das Thema? Lightroom? Photoshop Elements?
Die Liste der RAW-Konverter habe ich gesehen, kann die aufgeführten Programme jedoch nicht einschätzen bzgl. Handhabbarkeit durch Unerfahrene und Intuitivität der Bedienung.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 17:49
von cani#68
Moin,
alle Programme erfordern eine gewisse Einarbeitung.
Viele nutzen halt inzwischen Lightroom - gibt es ja auch als Nicht -Abo Version. Ich nutze LR auch und dies in Kombi mit PSE, komme gut damit klar und bin mit den Ergebnisse + Möglichkeiten (auch HDR + Pano) zufrieden.
Daher wäre Lightroom auch meine Empfehlung - geht auf WIN und MAC
Mit Gimp komme ich nicht klar, DXO bietet IMHO zuwenig Möglichkeiten, ACDSEee und Corel habe ich noch nicht versucht
Mit Capture One habe ich mich mal ein wenig versucht, bin aber dann (erstmal) wieder zu LR zurück.
Affinity Photo scheint mir eine interessante neue Software zu sein - bisher aber nur für MAC bzw. als Beta für Win. - und eher ein Konkurrent für PSE.
Mal sehen, was noch von denen kommt.
Aber vlt. hilft dir der Artikel bei Heise Online weiter:
https://www.heise.de/foto/artikel/Raw-K ... 54922.html
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 23:18
von Corinna
Reisemobilist hat geschrieben:... habe ich mir jedoch ein ums andere Mal gewünscht, ich könnte an der Gradation etwas schrauben und auch sonst das Foto etwas meiner Erinnerung anpassen.
Hallo Christian,
muss es dafür denn RAW sein? Gradationskurven und Tonwertkorrekturen stehen dir bei der Bearbeitung von JPEGs doch auch offen. Man hat mit JPEG etwas weniger Möglichkeiten, dafür ist die Bildbearbeitung aber auch etwas weniger kompliziert als mit RAW. Auf jeden Fall kannst du deine JPEGs vom vorherigen Urlaub in der Bildbearbeitung noch nach deinen Wünschen verändern.
Bei mir ist die Bildbearbeitung seit ca. 1 1/2 Jahren immer mehr zu meinem Hobby geworden und ich habe sehr viel Freude an kreativ bearbeiteten Bildern, aber das mache ich alles nur mit JPEGs. Mich in die RAW-Bearbeitung hineinzuarbeiten hat mich noch nicht gereizt. Man kann nicht alles auf einmal lernen, und mit JPEGs, ohne RAW, hat man schneller Erfolgserlebnisse. Bis
du aus einem RAW ein besseres JPEG basteln kannst als deine FZ1000 es tut, ist es ein langer Weg.
Liebe Grüße
Corinna
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 09:46
von Reisemobilist
Hallo Corinna,
herzlichen Dank für Deinen Hinweis. Ich hatte nicht auf dem Schirm, was so alles mit jpegs geht.
Dass ich Spaß an der Bildbearbeitung als solcher bekommen könnte, ist ziemlich unwahrscheinlich. Mir geht es ja in erster Linie um das Konservieren optischer Reiseerlebnisse, nicht um Fotokunst.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 11:40
von Corinna
Reisemobilist hat geschrieben:
Dass ich Spaß an der Bildbearbeitung als solcher bekommen könnte, ist ziemlich unwahrscheinlich. Mir geht es ja in erster Linie um das Konservieren optischer Reiseerlebnisse, nicht um Fotokunst.
Hallo Christian,
ich sehe da zwei Wege, die du einschlagen könntest:
1) Du hast keinen Spaß an Bildbearbeitung, deshalb machst du dir die Bildbearbeitung möglichst leicht und verbringst möglichst wenig Zeit damit. Dass dein Foto am Ende zwar deutlich verbessert ist, aber nicht dem höchsten Standard genügt, nimmst du in Kauf.
2) Du möchtest das Optimum aus deinen Bildern herausholen, deshalb bist du bereit, dich mit viel Zeitaufwand und auch mit Geldaufwand in die Bildbearbeitung einzuarbeiten, obwohl dir das keinen Spaß macht.
Je nachdem, wofür du dich entscheidest und welcher von beiden Wegen der richtige für dich ist, sind von uns völlig verschiedene Tipps hifreich oder nicht hilfreich.
Wenn du Möglichkeit 1 wählst, würde ein Tipp von mir in etwa so lauten: Mach es dir mit RAW und Bildbearbeitungsprogrammen nicht kompliziert, sondern nimm einfach das kostenlose Bild
betrachtungsprogramm FastStone für dein JPEG. FastStone bietet auch etliche Bearbeitungsmöglichkeiten wie z.B. Nachschärfen, Rauschminderung, Kontraste erhöhen, Tonwertkorrektur und auch Gradationskurven, vielleicht reicht dir das ja schon. Einarbeitung brauchst du für dieses Programm wenig, nur pass auf, dass du zur Sicherheit
immer zusätzlich zu deinen Bearbeitungen auch ein unverändertes Originalfoto behältst.
Liebe Grüße
Corinna
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 11:43
von jessig1
Hallo,
da heutzutage Speicherplatz ja keine Kostenfrage mehr ist, würde ich dir raten immer in jpg und RAW zu speichern.
Die RAW-Dateien kannst du ja unangetastet ablegen.
Irgendwann wird aber mal die Situation kommen, bei der dir ein Bild mit einem nicht reproduzierbarem Motiv "mißlungen" ist, das du dann aber mit der RAW-Datei noch brauchbar retten kannst.
Du musst ja nicht immer und alles aus RAW entwickeln.
Zum Probieren würde ich dir den RAW-Konverter empfehlen, der bei der Kamera dabei war.
Ansonsten gibt es zB auch das kostenlose RAW-Therapee, das Lightroom nicht nachsteht, außer dass Lightroom nicht nur ein Konverter sondern auch eine Bilderverwaltung ist.
Außerdem gibt es zB auf YouTube zu jedem bekannten Programm jede Menge Tutorials die einem bei der Einarbeitung helfen.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 11:52
von mikesch0815
Raw-Bearbeitung ist nicht schwieriger als JPG Bearbeitung. Einzig die Möglichkeiten sind bei Raw-Dateien einfach deutlich größer. Einfach mal probieren, die beißen ja nicht...
so weit
Maico
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 16:23
von carphunter
War auch erst auf dem "jpg.-Tripp", bis mich jemand darauf aufmerksam machte, dass zum einen das Farbspektrum im jpg. schneller an seine Grenzen stößt, als im RAW, und ...... jpg lässt sich nach dem Speichern nicht mehr zurücksetzen.
Bin auch mit Lightroom unterwegs, da LR neben der Bearbeitung auch ein wirklich gutes Tool zur Archivierung ist und mit eigener Verschlagwortung einher geht. Und ..... LR gibt es Gott sei Dank auch noch als stand alone, im Gegensatz zu Photoshop, dass man zum Hausgebrauch nur noch über das Abo erhält. Wer bearbeiten will, ist mit der Kombi LR und PS(E) gut beraten, wer hauptsächlich archivieren will mit einem geringen Bearbeitungsaufwand, ist mit LR als Single-Anwendung m.M.n. gut bedient.
RAW bietet wirklich viel mehr Möglichkeiten und du kannst immer zum Ursprung zurück. Sofern es dein Aufnahmestil zulässt, würde ich persönlich RAW empfehlen, aber dass ist eben Geschmacks- und Aufwandssache.
Bin auch mit der FZ1000 unterwegs und mit Kamera und Bildergebnis sehr zufrieden.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Mittwoch 9. November 2016, 17:10
von Dietz
Schau dir mal das kostenlose FastStone Image Viewer 6.0 an.
Sehr leicht verständlich bietet es einige Möglichkeiten der jpeg-Bearbeitung an.
http://www.faststone.org/FSViewerDownload.htm" onclick="window.open(this.href);return false;
Liegt der Kamera nicht der Silkypix-Raw Konverter bei?
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Sonntag 13. November 2016, 17:01
von Reisemobilist
Vielen herzlichen Dank Euch allen!
Ich neige, bislang zumindest, dem ersten der beiden von Corinna genannten Ansätze zu. Das parallele Speichern werde ich jedoch von nun an beherzigen. Man weiß ja nie

Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Montag 21. November 2016, 14:21
von Pacer
Ich speichere eigentlich immer RAW und JPEG ab, obwohl mir fast immer mit die JPEGs genügen.
Zur leichte Korrekturen verwende ich gerne den jpg-illuminator
http://jpg-illuminator.de/.
Seit zwei Wochen habe ich jetzt eine GX80 und ich bin vom mitgelieferten Silkypix SE ein wenig enttäuscht.
Die Software, die Canon oder Olympus mitliefert hat mir wesentlich besser gefallen.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Montag 21. November 2016, 16:33
von HarryH
es gibt auch Freeware für Raw-Bearbeitung:
http://rawtherapee.com/blog/screenshots
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Dienstag 22. November 2016, 13:15
von Pacer
Danke Harry für den Tipp - ich werde rawtherapee mal testen.
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Dienstag 22. November 2016, 15:19
von Jock-l
Reisemobilist hat geschrieben:Habt Ihr vielleicht eine Empfehlung für absolute Beginner, mit welchem Programm man am ehesten hineinfindet in das Thema?
Bevor Du Dich bindest, einfach eine Trial/Testversion der üblichen Verdächtigen ausprobieren- kommt man mit der Menueführung zurecht, sind die Dinge gut erfassbar, wie sieht es in Richtung Dokumentation/Tutorials aus etc.
Einfach mit dem Hintergedanken, daß eine Einarbeitung immer erforderlich ist und wo man Dinge nachlesen und wiederholt anschauen kann.
Bei den Freewareprogrammen ist es möglich, gleich den vollen Funktionsumfang zu sehen und auszuprobieren... In der Regel sind dort die Dinge gut dokumentiert, bei kommerziellen Produkten eigentlich auch. Was für Anbieter wie DxO spricht, da gibt es zusätzliche Software "Filmpack" (z.B. Filmsimulationen, Tonungen, ...) als stand alone Version oder zur Integration in Drittprogrammen wie z.B. PS- für PSE müßte ich es selbst erst wieder anlesen, ab und an eine frühere Version für weniger Geld oder als freigegebene Software (Freeware).
Re: RAW-Entwicklung für Anfänger-/innen?
Verfasst: Samstag 26. November 2016, 10:03
von caprinz
Hallo,
eine ganz simple und zeitsparende Möglichkeit der Bildbearbeitung ist das Kameramenü.Du kannst dort Picturestyles,Weißabgleich,Farbe Schärfe,Kontrast und auch Kontrastkurven nach deinem Geschmack einstellen.
Durch Liveview siehst du bereits vor der Aufnahme wie das Bild wird und kannst dir oftmals die Nachbearbeitung sparen.
RAW ist nicht zwingend notwendig.
Ich fotografiere nebenher gewerblich,speichere RAW und jpg ab und habe festgestellt,das RAW etwas für Hobyfotografen mit viel Lebenszeit ist.
Ich bearbeite in den allermeisten Fällen anschließend nur noch das jpg.