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Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 11:55
von ahinterl
Und noch einer: Schön wäre ein Live Histogramm für RAW, nicht eins für JPEG wie das derzeit bei allen solchen Histogrammen ist.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 12:23
von basaltfreund
m.M. nach bleibt die Helligkeitsverteilung doch gleich, egal ob JPEG oder RAW. Bei RAW würden nur 16x mehr Striche zu sehen sein.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 13:38
von partisan
Das dachte ich bisher auch immer, mag das mal einer aufklären??
Aber rein "logisch" sollte es keine Rolle spielen ob ich nun in Tiff, RAW oder Jepeg aufnehme.
Aber was ist schon logisch ^^
Gruß!
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 13:56
von Hendock
Ich glaube Andreas meint, dass das Live-Histogramm "breiter" sein sollte. Die Kamera zeigt z.Zt. das Histogramm des JPGs an und wo dieses rechts und links "abgeschnitten" ist, befinden sich im JPG auch keine Informationen mehr, im RAW jedoch sehr wohl.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 14:04
von partisan
Hmm, das wusste ich bisher noch nicht. Vielen Dank!
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 14:10
von Hendock
partisan hat geschrieben:Hmm, das wusste ich bisher noch nicht. Vielen Dank!
Gerne! Aus (u.a.) diesem Grund fotografiere ich fast nur noch im RAW-Format, da man da offensichtlich abgesoffene Schatten und ausgefressene Lichter später am PC noch sehr gut retten kann.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 14:14
von veo
ahinterl hat geschrieben:nicht eins für JPEG wie das derzeit bei allen solchen Histogrammen ist.
Eine Quellenangabe für diese Behauptung wäre schön.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 14:43
von partisan
Nun ich fotografiere auch in RAW, den hellen Bereich - Histogramm meist bis zum Anschlag (also leichte Überbelichtung) - um dann die Infos aus dem schwarzen Bereich später herauszupressen. Dachte bisher nur Histogramm ist Histogramm.#
Keine Ahnung, ich sehe auch keinen Weg, wie ich das Histogramm jetzt anders nutzen sollte und denke immer noch es macht keinen Unterschied obs nun ein Jpeg-Histogramm ist oder ein RAW Histogramm.
Ich weiß eben, in RAW stecken in den dunklen Bereichen mehr Informationen als im Jpeg.
Was würde ein RAW- Histogramm denn in der Praxis groß ändern?
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 14:57
von Lithographin
Dieser Text
Histogramme werden immer aus fertig „entwickelten“ Bildern mit 8 Bit Farbtiefe (= Rot-, Grün- und Blauanteil von je 0 bis 255) erzeugt, wie sie für die Speicherung im JPG-Format gespeichert und bei der Darstellung auf einem Monitor verwendet wird.
ist ein Auszug aus:
http://www.kompendium-digitalfotografie ... rolle.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Das hilft vielleicht weiter.
Warum RAW ?
JPEG - 8 Bit mit 256 Helligkeitsstufen pro Farbkanal
RAW - 10/12 oder 14 Bit mit 1.024 bis 16.384 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal
Infos:
Wikipedia -
http://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenfo ... ografie%29" onclick="window.open(this.href);return false;
Traumflieger -
http://www.traumflieger.de/desktop/raw/raw_start.php" onclick="window.open(this.href);return false;
Ich arbeite ausschließlich in RAW weil ich nichts herschenke was mir Spielraum gibt.
Gruß, Cristina
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 15:14
von basaltfreund
ich stelle mir das so vor das, egal ob JPEG oder RAW, der helste und der dunkelste Punkt gleich sind. Nur dazwischen gibt es eben unterschiedlich viele. je nachdem ob JPEG oder RAW, Abstufungen.
Sonst würde es ja in JPEG keine satt schwarzen oder überbelichteten Stellen geben.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 19:56
von veo
Danke, Christina, für die Links! Das Kompendium beschäftigt sich allerdings nicht mit dem hier verhandelten Thema, nämlich dem Live-Histogramm. Dass die Kamera nach der Aufnahme sich auf das bereits gespeicherte JPEG bezieht ist mir plausibel. Das Live-Histogramm, das wir vor der Aufnahme sehen, kann nicht auf JPEG basieren, weil es das dann noch nicht gibt. Trotzdem denkbar, dass es sich dabei um eine 8 Bit Darstellung handelt, weil alles mehr die Möglichkeiten jedes Kamera Monitors überfordern würde. Wie denn Panasonic die 12 Bit des Sensors in ein Histogramm umsetzt wäre schon eine interessante Frage, ob das denn praktisch relevant wäre eine andere.
@Basaltfreund: Für die Speicherung in JPEG muss die Kamera ihre internen 12 Bit (4096 Helligkeitsstufen) in 8 Bit (256 Helligkeitsstufen) umsetzen, das bedeutet an den Rändern, dass aus 16 Stufen 1 wird. Deshalb gibt es schon einen deutlichen Unterschied nicht nur an den Rändern der Dynamik zwischen RAW und JPEG, selbst, wenn man die Komprimierung außen vor lässt.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:08
von t-franzl
Eigentlich sollte ein LIVE-Histogramm ja nicht das Histogramm eines Bildes zeigen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sondern vor der Belichtung.
Zu analogen Zeiten schaute ich durch den Sucher und stellte irgendetwas ein. Anschliessend belichtete ich. Und genau dies ist bei einem LIVE-Histogramm anders. Denn beide Male ist es der gleiche Sensor, der etwas tut. Das eine Mal zeigt er mir etwas an, da andere Mal speichert er die Daten als RAW (oder entwickelt sie mithilfe der JPG-Engine in ein JPG).
Zäume ich das Pferd mal von hinten auf. Wenn ich ein bereits gespeichertes Bild habe, dann habe ich unabhängig vom Histogramm nur das Material des Bildes zur Verfügung. Ich kann es bearbeitenh, wie ich will, allerdings nur in den Grenzen der tatsächlich vorhandenen Informationen. Fehlt die Durchzeichnung in den Schatten, dann fehlt sie eben und sie lässt sich auch nicht mit Tricks herauskitzeln.
Sind die Unterschiede der Schwarzwerte gering, aber vorhanden, dann lassen sie sich expandieren. Ebenso ist es bei den Lichtern. Habei ich nun im Original einen grossen Kontrastumfang, dann geht der bei einer Umwandlung zu JPG verloren. Austricksen lässt sich dies dadurch, daß ich die mittleren Tonwerte etwas vernachlässige und dadurch an den Rändern mehr Spielraum zum Expandiesen habe.
Um nun ein Rohbild zu erzeugen, welches für eine anschliessende Bearbeitung taugt, ist es natürlich hilfreich, das Histogramm bereits vor der Belichtung zu sehen. Denn dann kann ich die Aufnahmeparameter so ändern, daß ich mich dem von mir angestrebten Rohbild annähere und stimmt alles (einigermassen), dann wird belichtet und gespeichert.
Das LIFE-Histogramm ist natürlich weder RAW noch JPG, sondern 'as is'. Erst wenn ich mit den konkreten Einstellungen auch tatsächlich den Auslöser betätige, dann besteht ein Bild, welches im Idealfall mit dem zuvor gesehenen identisch ist. Die Histogramme wären in diesem Falle (vom Ergebnis her) identisch.
lg t-franzl
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 14:44
von Lenno
Franzl ich könnt dich küssen, endlich mal richtig gut erklärt.
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Montag 16. Juli 2012, 14:46
von ahinterl
Ich vermisse noch eine fundierte Aussage darüber, was das Live Histogramm (JPEG oder RAW) jetzt tatsächlich zeigt. Gibt's da jemanden, der Hintergrundinformation dazu hat? Ansonsten bräuchte ich eine Idee zu einer Methode, wie sich feststellen lässt, ob JPEG verwendet wird oder eben nicht...
Re: Systemkamera: RAW Histogramm
Verfasst: Montag 16. Juli 2012, 14:53
von martinf
Da es technisch viel aufwändiger wäre, das Livehistogramm auf JPEG zu basieren, gehe ich von seiner Gweinnung aus dem Rohdatenstrom, also dem später als RAW gespeicherten Bild oder einem Subsample davon, aus. Dafür muss man nämlich lediglich eine Häufigkeitsauszählung auf dem aus dem Sensor kommenden Datenstrom machen. Für JPEG hingegen müsste man erst einmal den gesamten Kompressionalgorithmus über den Datenstrom laufen lassen, nur um anschließend die Bildinhalte wieder zu entpacken und dann die Häufigkeitsauszählung zu machen. Das kostet ein Vilefaches an Prozessorleistung (und damit Batterielebensdauer) und liefert dann auch noch schlechtere, nämlich aufgrund der Kompression ungenauere Werte. Warum sollte ein vernünftiger Entwickler das so implementieren? Also ist das Livehistogramm höchstwahrscheinlich rohdatenbasiert.
Gruß, Martin