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von martinf » Donnerstag 8. Dezember 2011, 11:05
Mir scheinen hier zwei Dinge etwas durcheinander geworfen zu werden, nämlich die so genannte förderliche und die kritische Blende. Jackyo hatte sich auf eine Maximierung der Tiefenschärfe bezogen. Diese wird bei der förderlichen Blende erreicht, welche außer vllt. im extremen Makrobereich auch für mFT jenseits von f22 liegen dürfte, weshalb vollem Abblenden zur Erlangung maximaler Tiefenschärfe i.A. nichts entgegen steht. Maximale Auflösung für Objekte in der Schärfenebene hingegen wird bei der kritischen Blende erreicht. Diese ist objektivabhängig, denn sie gibt den Punkt an, wo die mit sich schließender Blende zunehmende Streuung die -i.A. mit sich schließender Blende stark abnehmenden- sonstigen Linsenfehler dominiert. Dieser "kritische" Blendenwert liegt um so niedriger, je besser das Objektiv korrigiert ist! Allgemeine Angaben lassen sich dazu also nicht machen. Sicher ist jedoch, dass eine Streukreisdurchmesser unterhalb der Pixelgröße in jedem Fall irrelevant ist, womit er bei den verfügbaren mFT-Sensoren mit 12 bzw. 16 Megapixeln im Bayer-Muster erst ab gut bzw. knapp Blende 8 überhaupt erkennbar werden kann. Bis dahin ist der Streukreis kleiner als ein Pixel, womit die Pixeldichte und nicht der Streukreis die Auflösung begrenzt. Man kann mFT-Objektive also immer bedenkenlos bis mindestens Blende 8 abblenden, ohne einen Auflösungsverlust befürchten zu müssen. Danach kann sich die Frage stellen, ob man mehr Auflösung in der Schärfenebene (nicht über kritische Blende -falls größer f8- bzw. f8 abblenden) oder auch außerhalb der Schärfenebene (abblenden bis maximal zur förderlichen Blende) benötigt.
Gruß, Martin
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martinf am Donnerstag 8. Dezember 2011, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.