Nein.Nitram hat geschrieben:Und das Ausrichten am Horizont, auch mit Hilfe der Gitternetzlinien, setzt vorraus,
dass man "genau mittig", also sozusagen "horizontal lotrecht" zum Horizont steht.
Der Horizont heißt nicht zum Spaß Horizont! Wenn ich am Meer stehe, ist der Horizont horizontal (allerdings nicht ganz gerade, wegen der Erdkrümmung), unabhängig davon, in welche Richtung ich blicke.
Das kann man sich ganz einfach verdeutlichen, indem man sich vorstellt, man stünde auf einem Boot und würde rings um sich herum nur Wasser sehen. Egal, wie ich mich drehe: Der Horizont ist selbstverständlich immer horizontal. Der verhält sich nicht so wie stürzende Linien, die je nach Standpunkt oder Blickrichtug ihren Winkel ändern.
Mein Tipp für den Threadersteller wäre, mal in einer Studiosituation die "Schieflage" zu ermitteln.
Also: Ein DIN-A4-Blatt, darauf zwei horizontale und zwei vertikale Linien zeichnen. Das an die Wand hängen und die Kamera mit Stativ in der gleichen Höhe und bei normaler Brennweite (50-80 KB) senkrecht dazu aufstellen, dann die Kamera anhand der Gitterlinien ausrichten und per Selbst- oder Fernauslöser fotografieren. Dann kann man hinterher am Rechner sehr gut sehen, wie es sich mit der Schieflage verhält.