Hobbyradler hat geschrieben:ThomasT hat geschrieben:..Ich bearbeite gerade ein Video. 225 Einzelszene. Endfarbkorrektur. Durchgängig 10 bzw. 16 bit unkomprimierte Einzelbilder. Mehr als 3 TB für nicht mal 5 min Endresultat ...
Ich staune. Solche Datenmenge hätte ich noch nicht mal bei Hollywood Produktionen vermutet.
Oder stimmen da die 10er Potenzen nicht?
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Nein, das stimmt wirklich.
15 - 20 min Rohmaterial sind 64 GB. Davon mindestens 20 wenn nicht mehr. Sind schon 1TB nur an Rohmaterial.
Dann sind durch primary Colorgrading in Form von dpx files nochmal bestimmt 500 GB entstanden. Die Daten sind etwas größer, aber halt ausgewählt. Dann durch Keying mehrere gekeyte Bilder in Form von 16bit Tiffs. Bei den Aussenaufnahmen mit Luminanzkeying bis zu 6! Weil der Keyprozessor (eigene Software) für unterschiedliche Bildteile anders eingestellt werden muss. Haare müssen ganz anders behandelt werden als Kanten. Haare sind total tricky, da hab ich Monate an der Software gebastelt.
Jedenfalls ist man da schnell bei 3TB. In 10 Jahren ist das normal. Da fimen alle in 16 bit.
Kannst ja mal durchrechnen was Peter Jackson nur an Rohdaten produziert hat. Red Epic mit 5k. Das jeweils vierfach. Und 10 h lang. Mal vorsichtig die 10 fache Menge an Aufnahmen dafür angesetzt wären 100 h. Jetzt weiss ich nicht wie groß die Red Raws sind. Die von meiner BMPCC sind verlustfrei komprimiert 2MB groß. Das entspricht rund der Pixelanzahl. 5120 px × 2700 px wären dann pro Frame 13MB bei gleichem Faktor. So
13 MB * 100 h * 60 * 60 * 48 * 2 = 434 TB ! Und das dürfte deutlich mehr sein. Man hat 200 Tage mit 2 Teams gefilmet. Denke mal mehrere PB. (Petabytes).
Die 80er waren das Zeitalter der kB, die 90er der MB, die 00er der GB und jetzt haben wir das TB-Zeitalter. In den 2020er rechnen wir dann mit PB. Wobei meiner Zählung zufolge die Vertausendfachung alle 15 Jahre ist. Die Projektion auf Jahrzehnte nur grob.
Ihr seht, es gibt keinen Grund mehr Kamerabilder auf 8bit und das komprimiert zu beschränken! Es ist lächerlich.