GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
caprinz
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von caprinz » Mittwoch 31. Dezember 2014, 11:42

available hat geschrieben:
ThomasT hat geschrieben:
Karoline hat geschrieben:manchmal haben sie mir aber auch schon gute Dienste geleistet.
Kannst du erzählen wann?

Profis arbeiten mit JPG, Ambitionierte Fotografen mit RAW.
Warum? Profis können schon vor der Aufnahme den Kontrastumfang genau ermitteln, haben keine Probleme mit dem WB etc.
Der Rest muss in RAW korrigieren.

Viele Grüße

Andreas
Hallo,
das ist sicher zu pauschal.
Letztendlich bestimmt der Kunde das Endergebnis und somit das notwendige Aufnahmeformat.
Gruß Carsten

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veo
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von veo » Mittwoch 31. Dezember 2014, 12:02

available hat geschrieben:Profis arbeiten mit JPG, Ambitionierte Fotografen mit RAW.
Warum? Profis können schon vor der Aufnahme den Kontrastumfang genau ermitteln, haben keine Probleme mit dem WB etc.
Der Rest muss in RAW korrigieren.
Etwas provokant, die These ;) Ich weiß nicht, ob Profis sich so beschreiben würden. Die Wahl des Aufnahmeformates hängt wohl eher von den Anforderungen an das Ergebnis ab, als von einem schlecht definierten Renommee. Wenn nach der Aufnahme die Zeit knapp ist, wählen wohl sowohl Profis in der Berichterstattung, wie auch Profis in der künstlerischen Fotografie JPG. Wenn es jedoch auf die Feinheiten des Ergebnisses ankommt und die Zeit reicht, würden wohl beide Gruppen auf RAW setzen. ... und wir anderen spielen herum, sammeln Erfahrungen und machen mal so mal so. :mrgreen:
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von ThomasT » Mittwoch 31. Dezember 2014, 15:44

Hobbyradler hat geschrieben:
ThomasT hat geschrieben:..Ich bearbeite gerade ein Video. 225 Einzelszene. Endfarbkorrektur. Durchgängig 10 bzw. 16 bit unkomprimierte Einzelbilder. Mehr als 3 TB für nicht mal 5 min Endresultat ...
Ich staune. Solche Datenmenge hätte ich noch nicht mal bei Hollywood Produktionen vermutet. :roll:
Oder stimmen da die 10er Potenzen nicht?
[/quote]

Nein, das stimmt wirklich.
15 - 20 min Rohmaterial sind 64 GB. Davon mindestens 20 wenn nicht mehr. Sind schon 1TB nur an Rohmaterial.
Dann sind durch primary Colorgrading in Form von dpx files nochmal bestimmt 500 GB entstanden. Die Daten sind etwas größer, aber halt ausgewählt. Dann durch Keying mehrere gekeyte Bilder in Form von 16bit Tiffs. Bei den Aussenaufnahmen mit Luminanzkeying bis zu 6! Weil der Keyprozessor (eigene Software) für unterschiedliche Bildteile anders eingestellt werden muss. Haare müssen ganz anders behandelt werden als Kanten. Haare sind total tricky, da hab ich Monate an der Software gebastelt.
Jedenfalls ist man da schnell bei 3TB. In 10 Jahren ist das normal. Da fimen alle in 16 bit.

Kannst ja mal durchrechnen was Peter Jackson nur an Rohdaten produziert hat. Red Epic mit 5k. Das jeweils vierfach. Und 10 h lang. Mal vorsichtig die 10 fache Menge an Aufnahmen dafür angesetzt wären 100 h. Jetzt weiss ich nicht wie groß die Red Raws sind. Die von meiner BMPCC sind verlustfrei komprimiert 2MB groß. Das entspricht rund der Pixelanzahl. 5120 px × 2700 px wären dann pro Frame 13MB bei gleichem Faktor. So

13 MB * 100 h * 60 * 60 * 48 * 2 = 434 TB ! Und das dürfte deutlich mehr sein. Man hat 200 Tage mit 2 Teams gefilmet. Denke mal mehrere PB. (Petabytes).

Die 80er waren das Zeitalter der kB, die 90er der MB, die 00er der GB und jetzt haben wir das TB-Zeitalter. In den 2020er rechnen wir dann mit PB. Wobei meiner Zählung zufolge die Vertausendfachung alle 15 Jahre ist. Die Projektion auf Jahrzehnte nur grob.

Ihr seht, es gibt keinen Grund mehr Kamerabilder auf 8bit und das komprimiert zu beschränken! Es ist lächerlich.
Zuletzt geändert von ThomasT am Mittwoch 31. Dezember 2014, 16:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von berlin » Mittwoch 31. Dezember 2014, 15:54

ThomasT hat geschrieben:
Jedenfalls ist man da schnell bei 3TB. In 10 Jahren ist das normal. Da fimen alle in 16 bit.
Aber das Fernsehprogramm ist dann noch mehr Schei§e als heute.
"Ich hab hier bloß ein Amt und keine Meinung" Schiller.
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von ThomasT » Mittwoch 31. Dezember 2014, 16:25

berlin hat geschrieben:
ThomasT hat geschrieben:
Jedenfalls ist man da schnell bei 3TB. In 10 Jahren ist das normal. Da fimen alle in 16 bit.
Aber das Fernsehprogramm ist dann noch mehr Schei§e als heute.
Ja.

Aber wen interessiert Fernsehen. Ich sitze hier momentan im Wohnzimmer am Fernseher. Das ist mein Computerbildscirm z.Z.
Ich schalte wenn ich alleine bin selten auf TV um. Und selbst Sendungen sehe ich mehr in den Mediatheken als im Fersehen.
Fernsehrundfunk ist ein Anachronismus der abgeschafft gehört. Aber aus Besitzstandsbewahrgründen künstlich am Leben erhalten wird. Es gibt gar keinen Grund wenn die Fernsehsender, die es als Contentprovider natürlich noch geben kann, ihr Programm via IP zur Verfügung stellt. Aber ne im Gegenteil, wie müssen GEZ bezahlen für den Scheiss. Für ein Medium was nur noch für die Zielgruppe >60 interessant ist. Oder für Fussballfans, aber bei denen setzt bei WM ja eh kollektiv das Hirn aus ...

P.S: Digi-Beta war schon im Jahr 1995 10 bit. Aus gutem Grund. Gerade Tape to Tape Farbkorrektur brauchte 10 bit. Ging man direkt von Film auf Tape dann konnte man auch 8 bit Formate nehmen. Aber AFAIK war D1 nicht wirklich beliebt. Große teure Kassetten.
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von Björn » Donnerstag 1. Januar 2015, 01:39

Ich weiss jetzt nicht, was das alles noch mit meinem Problem zu tun hat, wieso die GH3 nicht automatisch zusätzlich ein JPEG speichern kann, wenn man den SCN-Modus wählt und die Qualität auf RAW eingestellt ist.

Seid doch so lieb und bleibt beim Thema. Diskussionen über Datenmengen beim Filmen helfen mir hier überhaupt nicht weiter! :(
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! ;)

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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 1. Januar 2015, 14:48

Björn hat geschrieben:Ich weiss jetzt nicht, was das alles noch mit meinem Problem zu tun hat, wieso die GH3 nicht automatisch zusätzlich ein JPEG speichern kann, wenn man den SCN-Modus wählt und die Qualität auf RAW eingestellt ist.

Seid doch so lieb und bleibt beim Thema. Diskussionen über Datenmengen beim Filmen helfen mir hier überhaupt nicht weiter! :(
Wir sind abgeschweift. Trotzdem stellt sich die berechtigte Frage, warum Kameras, wenn eine ein fertiges Bild liefern, das nicht in Form eines Jpegs, sondern in Form eines 16 bit TIffs tun können. Es sollte kein Problem sein, zusätzlich zu den beiden Jpeg-Optionen noch 8bit und 16bit Tiff anzubieten.
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von berlin » Donnerstag 1. Januar 2015, 16:42

Ein 16 Bit Tiff ist rund 4 mal größer wie das RAW und
hat weniger oder höchstens genauso viel Information.
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Re: GH3 - Szeneprogramme ohne JPEG?

Beitrag von icetiger » Donnerstag 1. Januar 2015, 19:19

bilderknipser hat geschrieben:Ich habe ja schon ein wenig Erfahrung mit Digitalfotografie und diversen Programmen seit fast 15 Jahren. Aber die Rauschunterdrückung der JPG-Engine ist mit Ausnahme sehr hoher ISOs deutlich besser, als ich es mit irgendeinem Programm ohne sehr großen Aufwand bisher hinbekommen habe. Einige Einstellungen wie z.B. Schärfe und Kontrast muß man natürlich runterfahren um hochwertiges Ausgangsmaterial zu bekommen. Aber dann sind mit SILKYPIX Developer Studio Pro 6 (und sicher auch anderen Programmen) nahezu die gleichen Manipulationnen möglich wie mit der RAW-Datei bis hin zu Pseudo-HDR. Meist sind die Bilder aber fertig und ich muß nichts mehr damit machen. WB stelle ich auch fast immer vorher fest ein, denn der automatische Weißabgleich ist der größte Arbeitsbeschaffer für die Nachbearbeitung.
Zwar besitze ich nur die GH2 und die G3, kann also nichts zur GH3 sagen. Bei der GH2 ist der Unterschied *.jpg OOC und RAW + SilkyPix ist enorm. Mag sein, dass man mit sehr viel feineinstellerei das *.jpg etwas besser hinbekommt, aber der Aufwand in SilkyPix war bei diesem Beispiel nahezu Null. Bild laden, markieren und entwickeln - keinen Regler auch nur angesehen oder gar berührt - nichts! Eine Zeitlang hatte ich die GF3 als Zweitkamera, jetzt ist es die G3 - auch bei diesen Kameras ist der Unterschied bei gleichem Nichtaufwand enorm. Und - ein Bekannter hat eine Canon DSLR. Ihm habe ich ebenfalls mal einen Versuch mit RAW + SilkyPix empfohlen - er war begeistert! Aus meiner Sicht spricht - außer schnellem Ergebnis für Dokumentationszwecke - nichts für *.jpg OOC.
Was die Sceneprogramme für einen Sinn haben, ist mir nicht ganz klar, das sie auch nur in erster Linie die Grundwerte (Zeit, Blende, ISO) variieren können. Bevor ich aus 20 und mehr Scenenprogrammen das richtige ausgewählt habe, habe ich auch Zeit, Blende und ISO manuell einghestellt.
P1000526_R.jpg
Aus RAW entwickelt
P1000526_R.jpg (364.03 KiB) 768 mal betrachtet
P1000526.jpg
JPG OOC
P1000526.jpg (319.65 KiB) 768 mal betrachtet
Icetiger

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