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von sasssoft » Donnerstag 16. September 2021, 16:03
SS = ShutterSpeed = Belichtungszeit
F = Blende
Wenn Du Übersichtsaufnahmen des Nachthimmels mit Weitwinkel machen möchtest, würde ich beginnen mit:
Stativ, logisch
Programmwahlrad auf M (= manuell)
- Blende ganz öffnen (d.h. möglichst kleine Blendenzahl, also 1,7 oder 2,8 oder 3,5. Was das Objektiv eben so hergibt)
- Belichtungszeit auf 20 Sekunden oder noch länger
- ISO-Wert auf 1600, besser noch auf 3200 oder 6400, aber dann rauscht es schon heftig im Bild (= grimmelig, grieselig). Daher die Empfehlung einer anschließenden Entrauschung per Software.
- Im obersten Menü mit dem Kamerasymbol Langzeit-Rauschreduzierung eingeschaltet lassen (ist Standard). Dann wird nach der Aufnahme für die gleiche (lange) Zeit ein Dunkelbild aufgenommen und mit dem Original verrechnet -> Rauschen im fertigen Bild wird reduziert.
- Auslösen mit Fernauslöser, notfalls mit Selbstauslöser (2 oder 10 Sekunden Vorlauf ist egal)
So solltest Du auf jeden Fall schon mal was Vorzeigenswertes bekommen. Dann mit höheren ISO-Werten und/oder noch längeren Belichtungszeiten experimentieren. Das A und O ist immer, welches Rauschen man im Bild noch tolerieren möchte. Bei längeren Zeiten können die Sterne durch die Erddrehung schon zu Strichen werden; kommt auf die Brennweite an. Je größer die Brennweite, desto eher Striche.
Viel Erfolg
Alfred
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Pana G9, GM5, GX880, 12-32, 35-100, 100-300 II, PanaLeica 15, 8-18, 12-60, Sigma 60, Rokinon 7,5, Laowa 6; Makro: Olympus 60, Raynox 150, 250, 202; Blitz: Godox MF12; Beamer: BenQ W1720