Erstes Shooting, nur Ausschuss

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
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diggi0311
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von diggi0311 » Montag 23. April 2012, 11:39

Sehr schön ausgeführt Exthor, du hast auch meine volle Zustimmung.
Gruß

Dirk

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Janer
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Janer » Montag 23. April 2012, 11:47

Ich muss auch sagen, dass die obigen Aufnahmen aus meiner Sicht wirklich super aussehen!
Lithograph hat geschrieben:
Exthor hat geschrieben: Daumen hoch (Wann gibt es da endlich einen Button ???????)
Cristina
Den suche ich auch schon die ganze Zeit, aber er ist nicht zu finden! :mrgreen:


Gruß Jan
OM-D E-M1 MarkII, EM5 MarkII,Zuiko f1.8 25mm,Zuiko f1.8 45 mm, Zuiko f1.8 75mm, f2.8 12-40mm, f2.8 40-150mm + TC14, f4 12-100mm, Lumix f4 7-14mm
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Valentino

Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Valentino » Montag 23. April 2012, 14:07

Zunächst einmal schönen Dank für Eure Ausführungen, die ich mir gerne zu Herzen nehme.
Exthor hat geschrieben: Und sind wir mal ganz ehrlich, die oben gezeigten Bilder hättest Du mit Deiner
Kompakten überhaupt nicht machen können, da wäre nur Schrott rausgekommen.
Das letzte eingestellte Bild von Deiner Kompakten ist Äpfel mit Birnen verglichen
da die Aufnahmebedingungen völlig anders sind.
Mach unter den gleichen Bedingungen dieses Bild mit Deiner neunen Kamera
ich denke dann wird sich jede Diskussion erledigt haben.
Zu meiner Ehrenrettung möchte ich aber anführen dass ich explizit ein Foto von meiner Bridge rausgesucht habe was in etwa der gleichen Lichtstimmung entspricht wie die Außenaufnahme mit meiner G2. Man beachte die Exifdaten, ISO 64, 50/200 mm Brennweite, Offenblende. Damit sind die Bedingungen eben doch vergleichbar. Klar ist dass ich bei den Innenaufnahmen mit der Bridge vor dem gleichen Problem gestanden wäre. Allerdings sind mir auch hier schon gute Aufnahmen gelungen und das mit einer Kamera aus dem Jahre 2004.

Was den Daumen angeht - das geht seit Neuestem mit einer SN-Tastaur (SN=Social Network). Damit kann man dann per Tastendruck den "like" generieren Bild

P.S. Raws sind natürlich gemacht und der Umgang damit ist nur auch nicht fremd. Meine alte Kamera hatte die auch angeboten.

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sasssoft
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von sasssoft » Montag 23. April 2012, 15:32

Grundsätzlich ist folgendes zu den Kameraunterschieden zu sagen:

Der Sensor der früheren Kamera ist wesentlich kleiner als der Sensor einer MFT-Kamera. Eine Folge davon ist, dass die Schärfentiefe bei gleicher Blendenzahl bei der früheren Kamera wesentlich größer ist als bei MFT.

Das hat Vor- und Nachteile: Vorteil: bei z.B. Landschafts- oder Nahaufnahmen wird ein viel größerer Bereich scharf. Nachteil: bei z.B. Porträts hat man mit der alten Kamera nicht die schöne Möglichkeit des Freistellens (Schärfe nur auf den Augen oder dem Gesicht und der Hintergrund verschwimmt in Unschärfe). Diese Möglichkeit wird umso besser, je größer der Sensor ist. Das bedingt aber auch, dass man bei MFT wesentlich genauer scharfstellen muss.

Gruß
Alfred
https://alfreds-fotos.dehttp://www.fixfoto.info
Pana G9, GM5, GX880, 12-32, 35-100, 100-300 II, PanaLeica 15, 8-18, 12-60, Sigma 60, Rokinon 7,5, Laowa 6; Makro: Olympus 60, Raynox 150, 250, 202; Blitz: Godox MF12; Beamer: BenQ W1720

Valentino

Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Valentino » Montag 23. April 2012, 15:39

Der Chip meiner alten war genau halb so groß, 2/3" gegenüber 4/3". Dafür hatte das Objektiv eine Blende von 2,8 und 3,5 bei 200mm KB, wobei sich die Werte für die Tiefenschärfe auf gleichem Niveau befinden.

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available
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von available » Montag 23. April 2012, 21:34

Hallo Valentino,

ich kann deinen "Frust" gut nachvollziehen. Zunächst aber möchte ich mich meinen Vorschreibern anschließen. alles waren in meinen Augen sehr gute feedbacks! Ein Rückschritt ist die Kamera in keinen Fall. Du wirst Dich bestimmt wundern (siehe untern)

Zu den ersten sehr schönen Bildern: Ich habe auch diese Rotschwäche der Gs schon länger bemerkt. Weiß aber nicht, wie sich andere sensoren unter diesen Bedingungen verhalten.
Manche meiner Sonnenuntergänge sind z.B. unbrauchbar. Bei solchen Bedingungen musst Du dringend nach einer Probeaufnahme das RGB-Histogramm anschauen um beurteilen zu können, ob die Rottöne geclippt sind. Anhand des normalen Tonwertehistogramm kannst Du das nicht beurteilen. Im Eifer des Gefechtes vergesse ich das leider auch ab und zu.

Zum Focus. ich muss mich hier meinen Vorrednern anschließen! Erst dachte ich eine Idee zu lange belichtet (Man kann wirklich nicht kurz genug belichten), dann sah ich die unscharfe Mikrofonstange.
=> Ich denke hier kommen mehrere andere Dinge Sachen ins Spiel:

1. Höhere ISO mit Auflösungsverlust
2. Offene Blende mit Auflösungsverlust (Optimum wäre wahrscheinlich bei Blende 8)
3. Probleme des AFs aufgrund Kontrastschäche. Bei lichtstarken Linsen funktioniert der AF bedeutend sicherer!

Die beste Möglichkeit ist leider eine sehr lichstarke Linse einzusetzen. Dadurch hat man alle Punkte mit einem Schlag erledigt. Wo erreicht man das schon mit so einem geringen Aufwand ;)

Zum Portrait.
Der Focus sitzt, aber die Auflösung leidet wieder an der komplett geöffneten Blende. (Auch hier wäre Blende 8 optimal, aber die Freistellung würde darunter leiden)
Alternative wie oben. Du kommst bei Deinen für mich sehr gut nachvollziehbaren Ansprüchen bei diesen Themen nicht am Lumix 1,7/20mm oder Zuiko 1,8/45mm vorbei.
Sparen und kaufen. Du wirst es nicht bereuen und Deine Kamera hat einen ganz neuen Stellenwert für Dich! Wetten?

Viele Grüße

Andreas
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Valentino

Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Valentino » Montag 23. April 2012, 21:56

available hat geschrieben:Ich habe auch diese Rotschwäche der Gs schon länger bemerkt.
Ich hatte das Desaster ja schon beim Shooting gesehen und daher auch noch andere Einstellungen probiert. So habe ich über die Blende dunkler belichtet, da tatsächlich so wie Du schreibst das Rot clipt und eben nicht zu fokussieren ist. Das Ergebnis ist vollkommen für die Tonne, keine Zeichnung meh rund immer noch unscharf, siehe Beispielbild.

Meine frühere Kamera hatte praktisch keinen nennenswerten Qualitätsverlust bei Offenblende. Ich bin noch nicht so in der Materie drin und hab die neuen Parameter noch nicht so verinnerlicht dass ich sie ohne nachzudenken parat habe. Dazu braucht es einfach noch ein paar Aufnahmen. Bisher konnte ich die Blende gnadenlos öffnen, sogar bis 2,8!

Ein lichtstarkes Objektiv schwebt mir schon vor. Auf das 20mm hab ich schon ein Auge geworfen. Ich bräuchte aber doch öfters eine etwas längere Brennweite. Wie ist das 45er Zuiko?

Klick

Kamera-Hersteller: Panasonic
Kamera-Modell: DMC-G2
Brennweite: 42.0mm (KB-Format entsprechend: 84mm)
Blende: f/11.0
Belichtungszeit: 0.020s (1/50)
ISO: 160

Jaja ich weiss, die Einstellung war nicht optimal....

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available
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von available » Montag 23. April 2012, 22:02

Hallo Valentino,

Die Rotschwäche kannt Du nicht mit der Belichtung kompensieren sondern nur mit einer Korrektur des Weißabgleichs
Meine frühere Kamera hatte praktisch keinen nennenswerten Qualitätsverlust bei Offenblende.
Das hast Du aufgrund der höheren Schärfentiefe nicht bemerkt. Im Gegenteil. Die kleineren Sensoren dürfen fast gar nicht abgeblendet werden, denn die Beugung setzt noch früher ein als bei mFT.
Auch bei diesem Bild gilt komplett das gleiche (Möglichst in RAW, Rot => Manueller Weißabgleich, Erhöhung des Kontrastes für AF und Freistellung = Zuiko 1,8/45mm)

Viele Grüße

Andreas
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Valentino

Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Valentino » Montag 23. April 2012, 22:27

available hat geschrieben: Die Rotschwäche kannt Du nicht mit der Belichtung kompensieren sondern nur mit einer Korrektur des Weißabgleichs
Ja, aber wohin? Neutral an das Restlicht anpassen oder das Scheinwerferlicht als Referenz nehmen?

Und klaro, das mit RAW sitzt. Kan ich ja dann immer noch in Ruhe erledigen. Hab ne dicke Karte, allein gestern schon mehrere GB mit nach Haus gebracht :)

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emeise
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von emeise » Montag 23. April 2012, 22:49

Den 'RAW-Punkt' würde ich jetzt so nicht unterschreiben.

Außer in der nachträglichen Belichtungskorrektur ( Schatten aufhellen, ausgebrannte Lichter abdunkeln )
und - aber auch nur vielleicht - den Erhalt feiner Strukturen, bringt es keine Vorteile.

Alle anderen Bildbearbeitungen gehen auch mit JPEGs ( Weissabgleich,
Entrauschen, Tonwerte, Schwarzweiss , Schärfe, ..... eigentlich alles )
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

keep it simple
Grüßle, Dieter

Rolf
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Rolf » Montag 23. April 2012, 22:59

available hat geschrieben:Hallo Valentino, ich kann deinen "Frust" gut nachvollziehen.
Um ehrlich zu sein - ich nicht!!!

Es handelt sich hier doch um typische avaiable-light-Fotos, die doch von nur selten technisch perfekt sind. Zu dem, man du technisch hättest besser machen können, wenn du ein lichtstärkeres Objektiv hättest (doppelter Konjunktiv!) ist doch alles gesagt. Wenn der Fokus auf der Stativstange statt auf der Sängerin liegt, so wäre dies aber auch nur dem Fotographen und nicht der Kamera vorzuwerfen. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob dies so ist: Vielleicht hat die Stativstange nur besser ruhig gehalten als die Sängerin!?
Und ansonsten? Ich finde die Fotos (insb. die ersten beiden) sehr gut gelungen, sie sind ausdrucksstark und bringen unheimlich viel Stimmung rüber. Die Farbe? Da bringt kein Weißabgleich wirklich 'was. Die Kerzen wirken weiß, das Scheinwerferlicht ist rot, ich war zwar nicht dabei, aber für mich kommt es (so wie es ist) sehr authentisch rüber.

Gruß
Rolf
GH2 mit 14-140 II, Hama-WW-Vorsatz, Altglas Canon FD 1,8/50, Exakta DPZ 38, und das übliche Geraffel
FX90, mehrere ältere digitale und analoge Kameras

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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von available » Montag 23. April 2012, 23:00

Hallo Valentino,

den Weißabgleich natürlich kälter einstellen.
@ emeise: Auch der Weißabgleich und erst Recht die Tonwerte funktionieren mit RAW augfrund der höheren Anzahl von Tonwerten bedeutend besser.
Entrauschen und Schärfen muss man die RAWs natürlich, da die Kameras das in den JPGs schon aber Qualitativ etwas schlechter erledigen.

Ich habe früher nur JPGs gemacht bis ich dieses Phänomen verstanden habe und auch an meinen Bildern nachvollziehen konnte.
Unterm Strich. wenn man das Entdergebnis schon im Kopf hat und optimal ausbelichtet reicht JPG. Falls nicht RAW.

Viele Grüße und eine gute Nacht

Andreas
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Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von ehenkes » Sonntag 29. April 2012, 22:39

Hochwertigere Objektive für schwierige Verhältnisse kaufen
Empfehlung aus eigener bester Erfahrung: Panasonic Pancake 20mm und Olympus M.Zuiko 45mm
Canon 5D Mark III; Olympus OM-D; EF- (L, IS, USM), mFT-, M42-Objektive;
Canon Speedlite 600EX-RT; Metz 58 AF-2, Dörr DCF 50 Wi; Raynox 150,250,202

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Prima!

Beitrag von consulting » Sonntag 29. April 2012, 23:11

Für mich ist das hier ein "Sturm im Wasserglas".
Die ersten vom Themenstarter gezeigten Bilder finde ich hervorragend!
Es sind Fotos, die mit einem "Weichzeichner" eine angenehme Stimmung hervorrufen.
Bei mir. - Mir reichen sie und bedürfen keiner Ver(schlimm)besserung.
achte nicht auf die tage deines lebens, sondern auf das leben in deinen tagen
CAM: u.a. DMC-FZ150 - SONY DSC-HX10V - PCs: i7, i5 (QuickSync) - Soft: MGX VDL-17/-MX / VPX, PD10U, LoiLo2 etc.

Valentino

Re: Erstes Shooting, nur Ausschuss

Beitrag von Valentino » Montag 30. April 2012, 08:57

ehenkes hat geschrieben:Panasonic Pancake 20mm und Olympus M.Zuiko 45mm
Genau diese werden ja nicht nur von Dir empfohlen. Auch andere User haben mich bereits auf diese Objektive aufmerksam gemacht und sie werden daher sehr bald ihren Weg an meine G2 finden :)

Dennoch danke für den Hinweis.

@Consultiong

Meiner Meinung nach ist da noch wesentlich mehr Potential in der Kamera enthalten als in den gezeigten Aufnahmen drin steckt. Fakt ist dass ich auch von der Bedienung her ein bischen umdenken muss. Ich hatte zwar eine Bridgekamera mit all den Kreativfunktionen, die ich auch genutzt habe. Die hat aber wesentlich mehr Fehleinstellungen weggesteckt und hat tatsächlich immer saugute Bilder gemacht, auch wenn es der Fotograf mit der Blendenwahl mal nicht so genau genommen hat.

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