icetiger hat geschrieben:Das kann ich gut nachvollziehen. Vor gut 12 Jahren bin ich von der analogen Minolta-SLR auf eine Minolta Dimage 7i umgestiegen. Seit diesem Umstieg habe ich die Kamera, weil kompakt und leicht, viel häufiger mitgenommen, als zuvor die SLR-Ausrüstung. Über Dimage A2 und FZ-50 bin ich dann zur GH2 und damit wieder zu Wechselobjektiven gekommen. Auch wenn es hier andere Meinungen gibt, mit der GH2 und dem 14-140er (alt) + dem 100-300er (seit einigen Wochen auch noch das 9-18er Olympus) komme ich fast immer gut zurecht - selbst bei nicht optimalen Lichtverhältnissen. Lichtstarke Festbrennweiten haben sicher ihre Qualitäten und Berechtigung, aber eben auch ihren Preis - und müssen auch noch häufiger gewechselt werden. Für viele der hier immer wieder favorisierten Objektive habe ich den falschen Arbeitgeber bzw. den falschen Beruf.Tanz(fleder)maus hat geschrieben:Hmmm.... man liest ja immer häufiger, dass selbst langjährige, erfahrene Fotografen es oft leid sind,
ständig mehrere Objektive mit sich rumzutragen (um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein)
und auch die Lust verlieren, ständig das "falsche" Objektiv drauf zu haben und wechseln zu müssen.
So viele, wie in den letzten Monaten aus diesen Gründen zu einer guten Bridge gewechselt sind
und damit sogar oft vollauf zufrieden sind... da zeichnet sich durchaus ein längerfristiger Trend ab.
Umfangreiche, schwere und teure Ausrüstungen sind wohl eher was für Hochambitionierte und Profis.
Was nützt die beste Ausrüstung, wenn sie zu Hause bleibt, weil man die Lust an der Schlepperei verliert?
Dann lieber leichte Abstriche in der Bildqualität haben u d dafür wieder mehr Freude an der Fotografie,
weil man mit einer kleinen Fototasche seine "ganze Ausrüstung" dabei hat...
Rein Interessehalber habe ich vor längerem mal mit ACDSee eine Auswertung gemacht, um zu sehen, welche Brennweiten (auf KB umgerechnet) ich seit der 7i bis zur GH2 am häufigsten verwendet habe. Mich hat dann selbst überrascht, dass die meisten Fotos doch im Bereich bis ca. 90 mm (KB) aufgenommen waren.
Seit nunmehr 2 Jahren habe ich zur GH2 eine Zweitkamera (G3 mit dem 14-45er (alt)), womit dieser Bereich gut abgedeckt ist. Und häufig nehme ich auf kleinere Ausflüge einfach nur die G3 mit, weil mir die GH2 + 14-140er + 100-300er doch wieder zu groß und zu schwer ist. Trotzdem bin ich froh um die GH2 mit den oben genannten Objektiven. Wenn ich absehen kann, dass mir die kompakte Lösung nicht ausreichen wird, nehme ich immer die GH2 mit und lasse die G3 zu Hause. Absolut nicht in Frage käme für mich, eine große Fotortasche mit soundsovielen Wechselobjektiven mitzunehmen.
Die technischen Hintergründe, die Andreas immer sehr gut erklärt, sind zwar sehr interessant und auch in der Theorie sicher richtig. Aber wenn man aber seine Bilder fast nur am Monitor bzw. Fernseher ansieht, ist das letzte bisschen Qualität, das sich mit speziellen Objektiven erreichen lässt in vielen Fällen wohl eher vernachlässigbar. Bei großen Vergrößerungen sieht das sicher anders aus - aber wie oft macht man die wirklich? Größer als A3 (für einen Kalender) kommt z.B. bei mir gar nicht vor - ich wüsste gar nicht, wohin mit größeren Formaten.
Icetiger
Hallo Icetiger,
ich hoffe doch, dass die von mir niedergeschriebenen technischen Hintergründe auch von dem ein oder anderen für den Einsatz ind der Praxis sinnvoll sind.
So sollen vor allen Dingen dazu dienen nicht zu groß Sensoren zu kaufen.
Icetiger, wenn Du mich fragen solltest welche Kamera ich empfehlen würde wäre es nach Deinen Angaben (Brennweite bis 90mm Vollformat, Medium: Fernseher, Monitor und DIN A3 Ausdrücke) z.B die Sony Cyber-shot DSC-RX100 II (280 Gramm, 1,0 Zoll-Sensor, 3,6fach-Zoom, 28-100 mm, Lichtärke 1:1.8 - 1:4.9)
Den großen mFT Sensor benötigst Du dafür nicht. Die Sony reicht Dick und ist weitaus kleiner und lichtstärker als die GH2 mit den von Dir verwendeten Objektiven.
Viele Grüße
Andreas