In den weitaus meisten Fällen fotografiere ich im Modus A (Blendenpriorität), weil es mir meist am Wichtigsten ist, die Schärfentiefe zu kontrollieren.
AutoISO verwende ich immer dann, wenn ich die Lichtverhältnisse als stark wechselnd erwarte und ich nicht alle Ruhe und Konzentration auf alle Aufnahmeparameter verwenden kann, also vorzugsweise unterwegs, auf Wanderungen und Spaziergängen, auf denen ich mich auch noch um meine Erlebnisse und um Begleiter/innen kümmern will. Autoiso hat dabei nach meiner Beobachtung die Tendenz, die Belichtungszeit auf einen möglichst niedrigen Wert zu steuern, der gerade noch sicheres verwackelungsarmes Auslösen zulässt. Meist passt das bei diesen Motiven.
Max.ISO stelle ich unter diesen Bedingungen auf ISO800, wenn ich besonderen Wert auf Detailreichtum lege und/oder genug Licht erwarte. Wenn ich weniger Licht erwarte, nehme ich auch ISO1600, oder wenn gar nicht anders möglich, ISO3200. Wenn viel "Leben" in den Motiven ist, greife ich eher zu höheren ISO Grenzen.
iISO verwende ich nicht, und zwar aus folgenden Gründen: Bislang habe ich keine Tests gesehen, die zeigen, dass die ISO Wahl tatsächlich in Abhängigkeit von Motifbewegungen erfolgt. Ich kann vor dem Auslösen nicht sehen, welche ISO die Kamera wählen wird. Da für die Berechnung der ISO Zeit nach dem Betätigen des Auslösers erforderlich ist, verlängert es die Auslöseverzögerung und genau das will ich bei sich bewegenden Motiven auf keinen Fall, denn ich möchte sofort nach Fokuswahl die Auslösung.
Feste ISO Einstellungen verwende ich vor allem, wenn ich Zeit habe, mich auf alle Einstellungen genug zu konzentrieren, verhindern möchte, dass die Kamera eine zu kleine (oder aber auch zu lange) Verschlusszeit wählt und ich die Lichtverhältnisse als einigermaßen ähnlich einschätze.
... und manchmal vergesse ich Einstellungen und dann passiert Müll ... manchmal aber auch nicht