G3: Erste Eindrücke

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
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Petterson
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G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Samstag 29. Juni 2013, 17:13

Liebe Lumixer,

wie man andernorts ja schon lesen konnte (http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... 06#p156506), ist meine G1 durch eine G3 ersetzt worden, die mir im Alter von wenigen Monaten und kaum gebraucht zugelaufen ist. Meine ersten Eindrücke von der Kamera will ich euch nicht vorenthalten! Sicher kennen viele von euch die G3 und ihre Vorzüge und Schwächen, aber vlt. sind meine Eindrücke von der Kamera doch für den ein oder anderen interessant oder gar hilfreich.

Gehäusequalität:
Die G3 ist zwar nicht aus Metall, fühlt sich aber durchaus wertig an und scheint gut verarbeitet zu sein; da wackelt und knarzt nix! Lediglich das dreh- und schwenkbare Display erscheint mir etwas fragiler als das der G1, allerdings habe ich bisher noch nichts von irgendwelchen Problemen damit gelesen.

Größe:
Im Vergleich mit der G1 ist die G3 deutlich geschrumpft. Die Kamera hat in etwa die gleichen Ausmaße wie meine E-PL1, lediglich der relativ kleine Sucheraufbau und der Suchereinblick machen sie etwas höher und dicker als die PEN. Ansonsten ist sie quasi eine PEN mit Sucher! :)

Ausstattung und Handling:
Die geringere Größe und der nur angedeutete Griff führen dazu, dass sie im Vergleich mit der G1 oder gar einer G5, die mir wirklich super in der Hand liegt, etwas weniger griffig ist, nicht ganz so gut in der Hand liegt.

Warum dann nicht gleich eine G5?
1. Auch wenn der Preis der G5 auf dem Gebrauchtmarkt deutlich fällt, die G3 war noch mal 'ne Ecke günstiger.
2. Günstige Gelegenheit bei meinem Haus-und-Hof-Händler, was mir generell immer am liebsten ist. :)
3. Ich wollte was Kleines! Wie hier schon mehrfach geschrieben, ist MFT für mich das Zweitsystem, betrieben v.a. mit den kleinen FBs von Pana und Oly. Und gerade mit diesen ist die G3 klein, leicht und unauffällig, ideal für meine Zwecke. Ob sich das auf die Dauer bewährt, wird sich zeigen, bei den ersten Einsätze war die Größe der G3 kein Problem. Aber der Ernstfall kommt dann nächste Woche, da wird sie intensiv eingesetzt und getestet. Und wenn's doch nicht passt, dann warte ich auf die G7 ..........., um mir dann 'ne G5 zu kaufen (oder die angekündigte GX2)! ;)
Wenn MFT mein einziges System wäre, dann wäre es wohl doch eine G5 oder gar GH3 geworden.

Was die Ausstattung angeht, so wurde die G3 gegenüber der G1 leicht abgespeckt, was auch der geringen Größe geschuldet ist. So fehlt etwa der Augensensor (was mich nicht sonderlich stört) und einige der Direkttasten bzw. Schalter sind weggefallen (AF-Modus, Serienbild bzw. Selbsauslöser, Filmmodus und Quick-Menü), was aber z.T. durch die beiden frei belegbaren FN-Buttons sowie entsprechende Buttons auf dem Touchdisplay ausgeglichen wird; so ist der Knopf für das Q-Menü einfach auf das Display gewandert bzw. nach unten auf den Löschbutton.
Wichtig für mich: Alles was ich für das Fotografieren brauche ist da, v.a. die Dinge, die ich an der E-PL1 vermisse! Es gibt einen eingebauten Sucher mit großem und klarem Sucherbild, ein recht großes dreh- und schwenkbares Touchdisplay und v.a. auch wieder ein rückwärtiges Drehrädchen zum Einstellen von Zeit oder Blende bzw., nach leichtem Druck aufs Rädchen, der Belichtungskorrektur. Nach recht kurzer Zeit kommt man mit der Bedienung der G3 klar!
Ach ja, anders als bei der PEN lässt sich das AF-Feld dauerhaft verkleinern!!!!

Bildqualität
Allererste Bilder gab es ja im oben verlinkten Thread schon zu sehen.
Der erste Eindruck ist sehr gut, die Bilder wirken scharf, sauber und klar, an den JPGs muss man weniger machen als an denen der G1 und aus dem RAW lässt sich noch etwas mehr rausholen. Mittlerweile habe ich die Einstellungen noch etwas feingetunt, bin aber noch nicht wirklich zum Fotografieren gekommen (Zeit und Wetter), außer bei einer Exkursion vor drei Tagen in die hiesige Kunsthalle. Dabei hat mich die Leistung der G3 im höheren ISO-Bereich positiv überrascht. Saubere, klare Bilder bei ISO 1600, wie ich sie sonst bei FT/MFT aus eigener Erfahrung nur aus der OM-D kenne, und die mir auf den ersten Blick auch besser gefallen, als die gleichzeitig mit der E-5 aufgenommen Fotos, auch wenn diese für mich absolut ok sind. Das ist nun zwar nicht mein Haupteinsatgebiet, mein Schwerpunkt liegt eindeutig im Bereich bis ISO 800, aber schön zu wissen, dass man da im Ernstfall noch Reserven hat, zumal die G3 (und keines meiner Objektive) ja keinen Stabi hat. :)

Hier mal ein paar Beispiele aus der Kunsthalle:
P1030216-rw2-ba.jpg
G3 mit 20er Pancake @ f2,5, 1/100 und ISO 1600
P1030216-rw2-ba.jpg (167.08 KiB) 2197 mal betrachtet
P1030224-rw2-ba.jpg
G3 mit 20er Pancake @ f2,2, 1/30 und ISO 1600
P1030224-rw2-ba.jpg (230.55 KiB) 2197 mal betrachtet
P1030227-rw2-ba.jpg
G3 mit 45/1,8 @ f2,8, 1/200 und ISO 1250
P1030227-rw2-ba.jpg (196.22 KiB) 2197 mal betrachtet
Ich finde, da kann man nicht meckern! :)

So, das waren die allerersten Eindrücke von der G3. Mehr und tiefergehende Erfahrungen werde ich dann im Laufe der nächsten Woche sammeln können und dann hier weiter berichten!

Erstes Fazit: Die G3 ist meine PEN! :D

LG Stefan
E-M1, G3, E-P1 mit Pana 14/2,5, Oly 25/1,8, 45/1,8, 14-150, Sigma 60/2,8, Walimex Fisheye und einigem Minolta-Altglas. Ansonsten unterwegs mit Olympus FT.

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veo
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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von veo » Samstag 29. Juni 2013, 20:24

Wenn die G3 einen elektronischen Verschluss hätte, hätte ich sie heute noch! Den ElV brauche ich für das PZ 14-42. Damit hast Du aber kein Problem bei Deiner Objektivauswahl. Deshalb wirst Du sicherlich sehr glücklich wenden mit der G3!
GX9+Vario 3,5/14-140+Vario 100-300+GII 1,7/20+M.Zuiko 1,8/45+Fisheye 8,0/9+Sigma 28-200 (Minolta adaptiert), TZ101, Sirui T-025X, Capture One 20
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Petterson
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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Samstag 29. Juni 2013, 20:30

Dank dir, Veo! :)
veo hat geschrieben: Deshalb wirst Du sicherlich sehr glücklich wenden mit der G3!
Das glaube ich auch! :D

LG Stefan
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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Horka » Samstag 29. Juni 2013, 22:42

Ich mag die G3 nicht, sie hat in meinen Augen einige Nachteile, aber ich wünsche, ich könnte solche Bilder fotografieren...

Horka
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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Samstag 29. Juni 2013, 22:57

Danke für das Lob, Horka! :)
Horka hat geschrieben:Ich mag die G3 nicht, sie hat in meinen Augen einige Nachteile,
Das hängt davon ab, was man damit will! ;) Natürlich ist die G5 oder gar die GH3 die komplettere Kamera und wenn MFT mein einziges System wäre, dann hätte ich auch eine dieser beiden Kameras und nicht die G3. Aber für meine Zwecke passt die G3 scheinbar perfekt. Mal sehen, ob ich das in ein paar Monaten auch noch sage, ;)

LG Stefan
E-M1, G3, E-P1 mit Pana 14/2,5, Oly 25/1,8, 45/1,8, 14-150, Sigma 60/2,8, Walimex Fisheye und einigem Minolta-Altglas. Ansonsten unterwegs mit Olympus FT.

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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Dienstag 9. Juli 2013, 21:14

So, den ersten Härtetest hat die kleine G3 jetzt hinter sich: 5 Tage Rom mit üppigem Programm! Fazit: Sie hat sich bewährt! :)

Klar habe ich anfangs den etwas ausgeprägteren Griff der G1 vermisst, dennoch lässt sich die G3 auch in Kombination mit dem Oly 14-150 problemlos einen ganzen Tag durch die Stadt tragen, mit den kleinen FBs ist es eine angenehm leichte, unauffällige Kamera, mit der das Fotografieren Spaß macht.
Die recht guten Fähigkeiten der G3 im höheren ISO-Bereich lassen auch gelungene Aufnahmen auf dem abendlichen Stadtbummel zu, bei dem man natürlich ohne Stativ unterwegs ist.
Der gute Eindruck hinsichtlich der Bildqualität hat sich absolut bestätigt.

Zwei Punkte sind mir im Dauerbetrieb doch negativ aufgefallen:

1. Die recht kurze Akkulaufzeit (kürzer als bei der G1) :( . Mindestens ein Ersatzakku ist da für einen Tagesausflug schon Pflicht!

2. Das hintere Drehrädchen ist etwas fummelig, insbesondere wenn man durch einen Druck auf das Rädchen zwischen der Einstellung von Blende/Zeit und der Belichtungskorreektur wechselt. Gerade wenn's etwas schneller gehen muss, kann es schon mal sein, dass man den Druckpunkt nicht erwischt und aus Versehen das Falsche verstellt. Da ist das kleine Hebelchen der G5, mit dem man die Belichtung korrigieren kann, doch die bessere Lösung. Mal sehen, ob ich mich da auf Dauer noch dran gewöhne.

Ansonsten macht die Kleine wirklich Spaß und gute Bilder! :)

Bilder aus Rom gibt's dann demnächst in einem eigenen Thread, bis dahin nur etwas Mohn vom letzten Sonntag:
P1030662-ba.JPG
G3 mit 20/1,7 @ f4 und ISO 160
P1030662-ba.JPG (160.66 KiB) 1929 mal betrachtet
LG Stefan
E-M1, G3, E-P1 mit Pana 14/2,5, Oly 25/1,8, 45/1,8, 14-150, Sigma 60/2,8, Walimex Fisheye und einigem Minolta-Altglas. Ansonsten unterwegs mit Olympus FT.

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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von schöpfungdigital » Mittwoch 10. Juli 2013, 09:14

Hallo Stefan,

das Problem mit dem Druckpunkt finde ich auch etwas nervig. Ich mache deshalb die Über-/Unterbelichtung inzwischen über das Quick-Menü, das ich mir gemäß meinen Bedürfnissen konfiguriert habe und das dementsprechend übersichtlich ist.

Gruß Joachim
G70 mit Pana 12-60, PZ 45-175, 1,7/20, 1,4/25, 2,8/30 (Makro), Oly 1,8/45, 2,8/60 (Makro), div. Altglas, TZ202, LF1
"Hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat." (Die Bibel, Lukas 12,15)

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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Mittwoch 10. Juli 2013, 10:25

Danke für den Tipp! Das Q-Menü werde ich mir auch nochmal genauer ansehen und konfigurieren, mal sehen, was da in Richtung EV-Korrektur möglich ist.
An sich finde ich die Lösung mit dem Rädchen ja nicht schlecht, aber an der G3 nicht optimal umgesetzt.

LG Stefan
E-M1, G3, E-P1 mit Pana 14/2,5, Oly 25/1,8, 45/1,8, 14-150, Sigma 60/2,8, Walimex Fisheye und einigem Minolta-Altglas. Ansonsten unterwegs mit Olympus FT.

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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von Petterson » Dienstag 6. August 2013, 20:49

So, auch den zweiten Härtetest hat die G3 mit Bravour bestanden! Zwei Wochen Wandern in den Bergen rund um den Ledrosee (http://www.geo.de/reisen/community/reis ... m-Trentino), inkl. eines Tagesausflugs nach Verona und zweieinhalb Badetagen am See.
Zusammen mit dem 14-150 und dem 20/1,7 für besondere Anlässe hat sich die G3 als angenehm handliche, kleine und leichte Ausrüstung für solche Unternehmungen erwiesen; an die andere Griffigkeit der G3 gegenüber der G1 habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt und die Kompaktheit der Kamera schätzen gelernt. Die komplette Wanderausrüstung passt in eine kleine, leichte Fototasche von Kata, die sich auch bequem am Gurt des Rucksacks befestigen lässt und kaum stört; bei etwas schwierigeren Krabbeleien kann das Ganze auch komplett im Rucksack verschwinden.

Auch die Akkulaufzeit hat sich als durchaus ausreichend für solche Touren, bei denen man ja nicht dauernd fotografiert, als ausreichend erwiesen, zumal die Akkus nach mehrmaligem Laden an Ausdauer gewonnen zu haben scheinen. Dennoch würde ich mir diese nach wie vor etwas kräftiger wünschen.
Insgesamt hat man mit der G3 und den beiden Objektiven eine wunderbare und flexible Reisekombi, die nahezu alle Bereiche brauchbar abdeckt, von der Nachtaufnahme , über Landschaftsaufnahmen (dazu später mehr in einem eigenen Ledrosee-Thread), Stadt- und Architekturfotos und kleinen Strandspielereien bis hin zu Nahaufnahmen der Alpenflora.

Natürlich geht das alles mit den entsprechenden Objektiven (FBs und Makroobjektiv) noch etwas besser, aber bei solchen Touren stehen für mich Größe und Gewicht bei maximaler Flexibilität und ansprechenden Ergebnissen im Vordergrund und da hat mich die G3 in dieser Kombi wirklich überzeugt.
Gefährlich könnte ihr demnächst nur die von der Papierform her überzeugende, neue Pana GX7 werden, die erstmals alles zu bieten scheint, was ich mir von einer (mft-)Kamera gewünscht habe. Aber bis dahin wird noch einiges Wasser den Rhein herunter fließen und außerdem gilt es abzuwarten, was Oly in Richtung OBS auf den Weg bringt; vorerst werde ich aber mit der G3 noch jede Menge Spaß haben! :D

LG Stefan
E-M1, G3, E-P1 mit Pana 14/2,5, Oly 25/1,8, 45/1,8, 14-150, Sigma 60/2,8, Walimex Fisheye und einigem Minolta-Altglas. Ansonsten unterwegs mit Olympus FT.

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Re: G3: Erste Eindrücke

Beitrag von available » Mittwoch 7. August 2013, 21:24

Hallo Stefan,

ich sehe das genau so wie Du. Die G3 ist eine sehr gute kleine Kamera mit eingebautem tollem, großem Sucher.
Vom Handling komme ich auch nach einigem Ausprobieren mit sehr großen Objektiven mit ihr zurecht. Auch eine versehentliche Verstellung der ISO kommt bei mir nicht mehr vor.
Als einzigen Nachfolger der G3 sehe ich auch die GX7.

Viele Grüße

Andreas
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