Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Hallo werte Lumix G Freunde,
ich habe mich angemeldet um mein Problem mit meiner G6 mit euch zu diskutieren. Und zwar bin ich mit den Ergebnissen meiner neuen Kamera eher unzufrieden. Ich habe mir die G6 mit dem Kit Objektiv 14-42 ohne motorisierten Zoom gekauft. mir kommen die Bilder alle recht dunkel vor und was mich am meisten stört, dass bei kleinen dichten Strukturen das Bild arg pixelig aussieht. Ich habe mir da eigentlich mehr erwartet.
RAW ist generell dunkler aber das pixelige ist grundsätzlich abgeschwächt trotzdem vorhanden
Das erste Bild im Link ist mit iso 160, F6,3 und Belichtungszeit 1/320sek mit 14mm Brennweite aufgenommen. Das zweite mit is0 160 - F9 - 1/800sek. iAuflösung/Dynamik ist extended/hoch ( habe ich schon dran rumgespielt ohne wirklich was geändert zu sehen). Man achte auf das Rapsfeld. Feine Strukturen sind nicht zu erkennen sondern vielmehr ein gelber Pixelbrei...
https://www.flickr.com/photos/treibstof ... /lightbox/
https://www.flickr.com/photos/treibstoff76/13897888883/
merkwürdigerweise bekomme ich manchmal auch tolle Bilder, aber meist nur aus der Nähe oder mit objekten die nicht feinstrukturiert sind (Diese sind aber auch mit Lightroom bearbeitet)
https://www.flickr.com/photos/treibstof ... otostream/
https://www.flickr.com/photos/treibstof ... /lightbox/
Kann mir jemand einen Tip geben was ich falsch mache oder erwarte ich einfach zu viel ?
Viele Grüße
John
ich habe mich angemeldet um mein Problem mit meiner G6 mit euch zu diskutieren. Und zwar bin ich mit den Ergebnissen meiner neuen Kamera eher unzufrieden. Ich habe mir die G6 mit dem Kit Objektiv 14-42 ohne motorisierten Zoom gekauft. mir kommen die Bilder alle recht dunkel vor und was mich am meisten stört, dass bei kleinen dichten Strukturen das Bild arg pixelig aussieht. Ich habe mir da eigentlich mehr erwartet.
RAW ist generell dunkler aber das pixelige ist grundsätzlich abgeschwächt trotzdem vorhanden
Das erste Bild im Link ist mit iso 160, F6,3 und Belichtungszeit 1/320sek mit 14mm Brennweite aufgenommen. Das zweite mit is0 160 - F9 - 1/800sek. iAuflösung/Dynamik ist extended/hoch ( habe ich schon dran rumgespielt ohne wirklich was geändert zu sehen). Man achte auf das Rapsfeld. Feine Strukturen sind nicht zu erkennen sondern vielmehr ein gelber Pixelbrei...
https://www.flickr.com/photos/treibstof ... /lightbox/
https://www.flickr.com/photos/treibstoff76/13897888883/
merkwürdigerweise bekomme ich manchmal auch tolle Bilder, aber meist nur aus der Nähe oder mit objekten die nicht feinstrukturiert sind (Diese sind aber auch mit Lightroom bearbeitet)
https://www.flickr.com/photos/treibstof ... otostream/
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Kann mir jemand einen Tip geben was ich falsch mache oder erwarte ich einfach zu viel ?
Viele Grüße
John
Zuletzt geändert von grolsch am Mittwoch 16. April 2014, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Ich erkenne feine Strukturen im Rapsfeld und einen gelben Pixelbrei kann ich nun gar nicht ausmachen.Man achte auf das Rapsfeld. Feine Strukturen sind nicht zu erkennen sondern vielmehr ein gelber Pixelbrei...
Für mich ist das Bild soweit ok.
Ist es möglich, dass Du Probleme mit Deinem Monitor hast oder evtl. mit Deiner Brille (falls Du denn Brillenträger bist).
Lasse das Bild doch mal ausbelichten so im DIN A4 Format und bewerte dann die Bildqualität noch einmal.
Dietger
Lumix G9, GX8 und GX80, Lumix X Vario 2,8/12-35mm, Leica DG Summilux 1,7/15mm, Lumix 4-5,6/35-100mm, Leica DG Vario-Elmar 4-6,3/100-400mm, Leica DG Vario-Elmarit 2.8-4 /12-60mm. Sigma 2,8/60mm, Lumix 4/7-14mm, Olympus Makro 2,8/60mm.
Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Hi Dietger, Danke für die fixe Antwort.
Nein ich bin kein Brillenträger und meinen Monitor zu kalibrieren fällt mir ohne Hilfsmittel eher schwer. Gibts da irgendwelche Tips (Testbilder zum einstellen etc) ? Ber mal ehrlich das erste Bild sieht qualitativ doch einfach sch... aus oder nicht ?
Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet von der G6. Mal grundsätzlich zum kitobjektiv das vermutlich nicht der Weisheit letzter Schluß ist... Wie weit unterscheidet sich die Bildquali von einem zb. 14-140 oder einer 20mm FBW ? ich hatte nämlich die Befürchtung, dass da vom subjektiven Empfinden abgesehen das Kitobjektiv schnell an seine Grenzen stößt ?
Nein ich bin kein Brillenträger und meinen Monitor zu kalibrieren fällt mir ohne Hilfsmittel eher schwer. Gibts da irgendwelche Tips (Testbilder zum einstellen etc) ? Ber mal ehrlich das erste Bild sieht qualitativ doch einfach sch... aus oder nicht ?
Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet von der G6. Mal grundsätzlich zum kitobjektiv das vermutlich nicht der Weisheit letzter Schluß ist... Wie weit unterscheidet sich die Bildquali von einem zb. 14-140 oder einer 20mm FBW ? ich hatte nämlich die Befürchtung, dass da vom subjektiven Empfinden abgesehen das Kitobjektiv schnell an seine Grenzen stößt ?
Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Als Pixelbrei würde ich das auch nicht bezeichnen. Ich vermute eher, dass der vordere Teil des Rapsfelds außerhalb der Schärfe liegt, weil auf den Himmel oder die Bäume fokussiert wurde (und sich die Schärfe weiter hinter den fokussierten Punkt erstreckt, als davor). Deshalb erscheint er durch die Unschärfe etwas "breiig".
Olympus OM-D EM 1 | 20/1.7 | 45/1.8 | 12-60/2.8-4 FT | 45-200/4-5.6
Metz 52-Af1 | GorillaPod SLR-Zoom | Sirui P 306 | Domke F2
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Ok da ist vielleicht was dran. Der Fokus war auf 1-Feld gestellt und die Schärfe vermutlich auf den Horizont und nicht auf das Rapsfeld fixiert.
Nochmal zur Monitor Kalibrierung. Mein Monitor war bisher zwischen 6500 und 9300k eingestellt. ich habe ihn jetzt auf sRGB eingestellt. Das Bild erscheint mir jetzt etwas stimmiger. Allerdings kann ich jetzt nur noch Die Helligkeit und die Farben RGB einstellen (R,G und B stehen auf 50) . Insgesamt ist das Bild aber ziemlich hell und lässt sich mit der Helligkeitsregulierung nur unbefriedigend einstellen. Gibts da nicht irgendwie eine Kalibrierungsanleitung die empfehlenswert ist ? wie habt Ihr euren Monitor eingestellt ?
Nochmal zur Monitor Kalibrierung. Mein Monitor war bisher zwischen 6500 und 9300k eingestellt. ich habe ihn jetzt auf sRGB eingestellt. Das Bild erscheint mir jetzt etwas stimmiger. Allerdings kann ich jetzt nur noch Die Helligkeit und die Farben RGB einstellen (R,G und B stehen auf 50) . Insgesamt ist das Bild aber ziemlich hell und lässt sich mit der Helligkeitsregulierung nur unbefriedigend einstellen. Gibts da nicht irgendwie eine Kalibrierungsanleitung die empfehlenswert ist ? wie habt Ihr euren Monitor eingestellt ?
-
Lenno
Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Eine gute Einstellung ist abhängig von der Umgebungsbeleuchtung.
Hier solltest du dich für die Bildbearbeitung auf eine Tageszeit einigen.
Mittags ist Tageslicht also 6500 K
Abends mit Glühbirnenlicht steht die Kelvin bei mir auf 5800. Die Helligkeit ist auf 120cd.
Der Kontrast ist normalerweise auf 100% gestellt, dafür die Helligkeit so weit abgesenkt, das Weiß noch Weiß erscheint.
Schau im Internet einfach mal nach Monitor kalibrieren, da gibt es sehr viele Anleitungen http://www.foto-kurs.com/monitor-kalibrieren.htm" onclick="window.open(this.href);return false;
Hier solltest du dich für die Bildbearbeitung auf eine Tageszeit einigen.
Mittags ist Tageslicht also 6500 K
Abends mit Glühbirnenlicht steht die Kelvin bei mir auf 5800. Die Helligkeit ist auf 120cd.
Der Kontrast ist normalerweise auf 100% gestellt, dafür die Helligkeit so weit abgesenkt, das Weiß noch Weiß erscheint.
Schau im Internet einfach mal nach Monitor kalibrieren, da gibt es sehr viele Anleitungen http://www.foto-kurs.com/monitor-kalibrieren.htm" onclick="window.open(this.href);return false;
Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
hey danke für den link. ich habe den windowsinternen Testlauf jetzt mal durchlaufen lassen und entsprechend angepasst. Sieht nun auf jedenfall besser aus als vorher!
Danke
Danke
- capricorn
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Ich verwende für alle Bildschirme (TV, PC) im Haus die kostenlos verfügbaren Burosch Testbilder und -verfahren zum Kalibrieren.
Ist sicher nicht so genau wie mit einem entsprechenden Kalibrierungstool, aber immerhin so gut daß ich den Farbsichtigkeitstest von X-Rite mit 0 Fehlern bestanden habe
Ist sicher nicht so genau wie mit einem entsprechenden Kalibrierungstool, aber immerhin so gut daß ich den Farbsichtigkeitstest von X-Rite mit 0 Fehlern bestanden habe
E-M5II, G3 | Oly 7-14,8,12-40,17,25,45,60,75 Pana 12-32,20,14-140II,100-300, diverses Altglas
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- capricorn
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Verwendest du elektronischen oder mechanischen Verschluss?
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
beides. in obigen Fall aber den mechanischen! Für weitläufige Landschaftsaufnahmen wäre aber vermutlich der elektronische besser denk ich mal ?
- capricorn
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Ich will den mechanischen Verschluss nicht schlecht reden, aber gerade bei Landschaftsaufnahmen (statisches Motiv, natürliches Licht etc) bietet sich der EV an. Und zwar im Hinblick auf die Vermeidung des sog. "shutter shocks", siehe hier: http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... tter+shock" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;. Wobei ich jetzt nicht weiß inwieweit das Kit-Objektiv davon betroffen ist.
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Davon habe ich gelesen. Ich muss dazu sagen, dass ich meist bei Landschaftsaufnahmen den EV benutze, heute hab ichs irgendwie verpennt
Was ich gelesen habe soll aber das Kitobjektiv ohne Motor nicht oder kaum betroffen sein. Mir ist bisher jedenfalls nichts aussergewöhnliches aufgefallen. Aber mit EV könnte es eventuelll einen Tacken schärfer sein auch wenn man dann schon sehr genau hinsehen muss.
Aber jetzt mal zu den Bildern von mir : Alles im grünen Bereich und im Rahmen mit der Kamera /Kitobjektiv bezüglich Bildquali ? Weil ich habe heute ernsthaft drüber nachgedacht das Teil zurückzugeben weil mir das irgendwie komisch vorkam und der Meinung war da stimmt was nicht....
Was ich gelesen habe soll aber das Kitobjektiv ohne Motor nicht oder kaum betroffen sein. Mir ist bisher jedenfalls nichts aussergewöhnliches aufgefallen. Aber mit EV könnte es eventuelll einen Tacken schärfer sein auch wenn man dann schon sehr genau hinsehen muss.
Aber jetzt mal zu den Bildern von mir : Alles im grünen Bereich und im Rahmen mit der Kamera /Kitobjektiv bezüglich Bildquali ? Weil ich habe heute ernsthaft drüber nachgedacht das Teil zurückzugeben weil mir das irgendwie komisch vorkam und der Meinung war da stimmt was nicht....
- Wolfgang B.
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Mmmhh ...
sag mal, was hattest Du eigentlich vor der G6 für eine Kamera. Ich weiß nämlich nicht, ob Dir die Zusammenhänge zwischen Blende, Brennweite und Sensorgröße bezüglich der Schärfentiefe klar sind.
Grundsätzlich gilt: Je größer der Sensor und je größer die Blende (kleine Zahl), desto geringer die Schärfentiefe.
Wenn Du vorher eine Kamera mit kleinerem Sensor hattest, merkst Du beim MFT Deiner G6 deutlich, dass die Schärfentiefe geringer geworden ist.
Berggipfel und Rapsfeld gleichzeitig scharf zu bekommen, geht also eigentlich nur mit Handykamera (soweit man die als scharf bezeichnen kann) oder extrem kurzer Brennweite, kombiniert mit starker Abblendung und kluger Wahl des Fokuspunktes (Stichwort: Hyperfokale Distanz)
Früher, als die Objektive noch eine Blendenmarkierung und eine Entfernungsskala hatten, haben wir das instinktiv richtig gemacht und haben das Symbol für Unendlich nicht auf den Mitte-Markierung sondern auf den äußeren rechten Markierungsstrich der gewählten Blende gesetzt. Ohne den Begriff zu kennen, haben wir dadurch automatisch die hyperfokale Distanz eingestellt und konnten eine möglichst große Schärfentiefe erzielen. (Ich hoffe, dass ich das verständlich ausgedrückt habe)
Informationen zur Schärfentiefe und zur hyperfokalen Distanz findest Du hier:
http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Die G6 kannst Du auf dieser Seite (noch) nicht einstellen, aber jede andere MFT-Kamera, z.B. die G3 führt zu einem identischen Ergebnis.
Kommen wir zu einem anderen Problem: Abblenden führt zwar zu mehr Schärfentiefe, gleichzeitig setzt aber ab einer bestimmten Blende die sogenannte Lichtbeugung ein und führt zu Verschlechterungen in der Abbildungsleistung des Objektivs. Bei Blende 9 und dem Kit-Objektiv ist das schon mehr oder weniger stark sichtbar.
Dann war noch Deine Frage nach alternativen Objektiven. Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten, weil ich außer dem Kit-Objektiv nur das Pana 2,8/12-35 mm kenne. Und das ist deutlich besser (und teurer) als das Kitobjektiv. Wie gut das neue 14-140 mm im Weitwinkelbereich ist, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich muss man bei Zoomobjektiven im Allgemeinen und bei Superzooms wie dem 14-140 im besonderen einige Abstriche machen. Wirklich gute Ergebnisse kann man nur von guten Festbrennweiten erwarten.
Noch ein paar Worte zu Deinen Künsten der Nachbearbeitung in Lightroom:
Ich habe mir da Foto https://www.flickr.com/photos/treibstof ... /lightbox/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; etwas genauer angesehen und hier einen 100%-Bildausschnitt vom linken Rand eingefügt. Vom Motiv her ist das Foto natürlich ein Traum, obwohl man über den zu mittigen Horizont diskutieren muss. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bild so aus der Kamera kam. Das sieht ganz so aus, als hätte hier jemand ohne größerem Sachverstand wild an den Reglern gedreht.
Nebenbei: Wenn man nachschärft und nicht gegenarbeitet, verstärkt man im gleichen Maße das Bildrauschen.
So das wärs erstmal von mir. Der Tipp mit dem elektronischen Verschluss kam ja schon von anderer Seite.
Vielleicht beherzigst Du ja die Tipps: Stelle den Fokus nicht auf unendlich sondern auf die hyperfokale Distanz und beachte den Schärfentiefebereich, blende nicht zu stark ab, benutze nach Möglichkeit den EV, sei etwas vorsichtiger beim Nachschärfen, und dann sollte es auch bessere Fotos geben.
Liebe Grüße, Wolfgang
sag mal, was hattest Du eigentlich vor der G6 für eine Kamera. Ich weiß nämlich nicht, ob Dir die Zusammenhänge zwischen Blende, Brennweite und Sensorgröße bezüglich der Schärfentiefe klar sind.
Grundsätzlich gilt: Je größer der Sensor und je größer die Blende (kleine Zahl), desto geringer die Schärfentiefe.
Wenn Du vorher eine Kamera mit kleinerem Sensor hattest, merkst Du beim MFT Deiner G6 deutlich, dass die Schärfentiefe geringer geworden ist.
Berggipfel und Rapsfeld gleichzeitig scharf zu bekommen, geht also eigentlich nur mit Handykamera (soweit man die als scharf bezeichnen kann) oder extrem kurzer Brennweite, kombiniert mit starker Abblendung und kluger Wahl des Fokuspunktes (Stichwort: Hyperfokale Distanz)
Früher, als die Objektive noch eine Blendenmarkierung und eine Entfernungsskala hatten, haben wir das instinktiv richtig gemacht und haben das Symbol für Unendlich nicht auf den Mitte-Markierung sondern auf den äußeren rechten Markierungsstrich der gewählten Blende gesetzt. Ohne den Begriff zu kennen, haben wir dadurch automatisch die hyperfokale Distanz eingestellt und konnten eine möglichst große Schärfentiefe erzielen. (Ich hoffe, dass ich das verständlich ausgedrückt habe)
Informationen zur Schärfentiefe und zur hyperfokalen Distanz findest Du hier:
http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Die G6 kannst Du auf dieser Seite (noch) nicht einstellen, aber jede andere MFT-Kamera, z.B. die G3 führt zu einem identischen Ergebnis.
Kommen wir zu einem anderen Problem: Abblenden führt zwar zu mehr Schärfentiefe, gleichzeitig setzt aber ab einer bestimmten Blende die sogenannte Lichtbeugung ein und führt zu Verschlechterungen in der Abbildungsleistung des Objektivs. Bei Blende 9 und dem Kit-Objektiv ist das schon mehr oder weniger stark sichtbar.
Dann war noch Deine Frage nach alternativen Objektiven. Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten, weil ich außer dem Kit-Objektiv nur das Pana 2,8/12-35 mm kenne. Und das ist deutlich besser (und teurer) als das Kitobjektiv. Wie gut das neue 14-140 mm im Weitwinkelbereich ist, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich muss man bei Zoomobjektiven im Allgemeinen und bei Superzooms wie dem 14-140 im besonderen einige Abstriche machen. Wirklich gute Ergebnisse kann man nur von guten Festbrennweiten erwarten.
Noch ein paar Worte zu Deinen Künsten der Nachbearbeitung in Lightroom:
Ich habe mir da Foto https://www.flickr.com/photos/treibstof ... /lightbox/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; etwas genauer angesehen und hier einen 100%-Bildausschnitt vom linken Rand eingefügt. Vom Motiv her ist das Foto natürlich ein Traum, obwohl man über den zu mittigen Horizont diskutieren muss. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bild so aus der Kamera kam. Das sieht ganz so aus, als hätte hier jemand ohne größerem Sachverstand wild an den Reglern gedreht.
Nebenbei: Wenn man nachschärft und nicht gegenarbeitet, verstärkt man im gleichen Maße das Bildrauschen.
So das wärs erstmal von mir. Der Tipp mit dem elektronischen Verschluss kam ja schon von anderer Seite.
Vielleicht beherzigst Du ja die Tipps: Stelle den Fokus nicht auf unendlich sondern auf die hyperfokale Distanz und beachte den Schärfentiefebereich, blende nicht zu stark ab, benutze nach Möglichkeit den EV, sei etwas vorsichtiger beim Nachschärfen, und dann sollte es auch bessere Fotos geben.
Liebe Grüße, Wolfgang
G70, G81
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
http://ansichtssachen.bruchhagen.de
Unser Skulpturen-Flickr: https://www.flickr.com/photos/christa-u ... ang/albums
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
http://ansichtssachen.bruchhagen.de
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
Die G6 ist meine erste vollwertige Kamera die ich seit ca. 3 Wochen besitze. Vorher hatte ich nur Knipsen bzw Handy die ich häufig und gerne benutzt habe. Außerdem haben wir im Haushalt eine Nikon D5000 meiner Freundin. Da wir beide gerne fotografieren, war eben die Konsequenz, dass ich mir auch ein halbwegs vernünftiges Gerät kaufe. Meine Kenntnisse in der Fotografie tendieren allerdings, aus Mangel an Erfahrung, gegen Null. Das war mir vorher Klar und das möchte ich gerne mit der Zeit soweit wie möglich ändern.
Zum Thema Hyperfokale Distanz : habe ich vorher noch nie gehört, vielen Dank für den Link. ich habe da mal ein Beispiel angehängt nur damit ich weiss ob ich das verstehe :
Das bedeutet, dass ich bei einer ungefähren Distanz von 200m des gewählten Motivs mit den angezeigten Werten für Blende f4 und Brennweite 30mm eine fokale Distanz von 15m hätte? Das bedeutet wiederrum, das ich einen 15m entfernten Punkt zwischen mir und meinem eigentlichen Motiv fokusieren müsste um eine kleinstmögliche Unschärfe des gesamten Aufnahmespektrums zu erreichen ?
Interessant! allerdings frag ich mich wie das in der Praxis läuft. Also auch bei euch geübten Fotografierern
Ich bin oft im Rahmen von Wanderungen, Spaziergängen unterwegs und wenn mir ein schönes Motiv vor die Linse kommt, dann drück ich ab. Wenn ich mir vorstelle das ich mit einer App erstmal die hyperfokale Distanz ausrechnen muss, fragt mich meine Freundin ob ich noch alle Tassen in der Komode habe 
Ich denke, dass da natürlich die Erfahrung und das Gefühl dafür das A und O sein wird.
Zum Thema alternative Objektive :
Das 12-35mm Objektiv ist mit Sicherheit spitze, allerdings sind knapp 1000 Euro für mich des guten zuviel. Ich tendiere zum 14-140mm (Shutter shock??) oder eben die günstigeren 45-150mm. Aber das wird erst zum späteren Zeitpunkt passieren. Erstmal will ich die Grundlagen dieser Kamera ansatzweise draufhaben. In wie weit sind eigentlich die Olympus-Objektive 45-150mm ohne Objektiv-Stabi in der Praxis mit der G6 zu gebrauchen. 160 Euro ist da schon sehr verlockend ?
Ja zu deiner Beurteilung meiner Lightroom "Künste" wie Du so schön gesagt hast
.
Also OK! ich hab da wie wild dran rumgedreht, und ja ohne wirklich zu wissen was ich da eigentlich treibe. Aber mir gefällt das Bild eigentlich so wie es ist sehr gut. Wenn man Bilder ranzoomt bis die Pixel winken sehen die meisten Bilder sch.. aus.
Aber ich verstehe was Du meinst, Der Ausschnitt oben sieht extrem digitalisiert, künstlich und verwaschen aus und man sollte das Programm nutzen um das Bild zu verbessern. Ich muss aber dazu sagen, dass ich bei manchen Motiven die extreme Verfälschung durchaus gerne mag, aber das ist Geschmackssache.
Auf jedenfall vielen Dank für deine gute treffsichere Analyse und die Tips, bei denen ich aber wirklich erstmal schauen muss wie ich das in der Praxis umsetze.
PS: Das Fotobuch G6 habe ich schon zu Hause, bin allerdings noch nicht dazu gekommen mehr als nur drin zu blättern. Das werde ich aber definitiv die nächste Woche nachholen, da geht es nämlich auf Urlaub ins schöne Elsaß!
Viele Grüße
John
vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
Die G6 ist meine erste vollwertige Kamera die ich seit ca. 3 Wochen besitze. Vorher hatte ich nur Knipsen bzw Handy die ich häufig und gerne benutzt habe. Außerdem haben wir im Haushalt eine Nikon D5000 meiner Freundin. Da wir beide gerne fotografieren, war eben die Konsequenz, dass ich mir auch ein halbwegs vernünftiges Gerät kaufe. Meine Kenntnisse in der Fotografie tendieren allerdings, aus Mangel an Erfahrung, gegen Null. Das war mir vorher Klar und das möchte ich gerne mit der Zeit soweit wie möglich ändern.
Zum Thema Hyperfokale Distanz : habe ich vorher noch nie gehört, vielen Dank für den Link. ich habe da mal ein Beispiel angehängt nur damit ich weiss ob ich das verstehe :
Das bedeutet, dass ich bei einer ungefähren Distanz von 200m des gewählten Motivs mit den angezeigten Werten für Blende f4 und Brennweite 30mm eine fokale Distanz von 15m hätte? Das bedeutet wiederrum, das ich einen 15m entfernten Punkt zwischen mir und meinem eigentlichen Motiv fokusieren müsste um eine kleinstmögliche Unschärfe des gesamten Aufnahmespektrums zu erreichen ?
Interessant! allerdings frag ich mich wie das in der Praxis läuft. Also auch bei euch geübten Fotografierern
Ich denke, dass da natürlich die Erfahrung und das Gefühl dafür das A und O sein wird.
Zum Thema alternative Objektive :
Das 12-35mm Objektiv ist mit Sicherheit spitze, allerdings sind knapp 1000 Euro für mich des guten zuviel. Ich tendiere zum 14-140mm (Shutter shock??) oder eben die günstigeren 45-150mm. Aber das wird erst zum späteren Zeitpunkt passieren. Erstmal will ich die Grundlagen dieser Kamera ansatzweise draufhaben. In wie weit sind eigentlich die Olympus-Objektive 45-150mm ohne Objektiv-Stabi in der Praxis mit der G6 zu gebrauchen. 160 Euro ist da schon sehr verlockend ?
Ja zu deiner Beurteilung meiner Lightroom "Künste" wie Du so schön gesagt hast
Also OK! ich hab da wie wild dran rumgedreht, und ja ohne wirklich zu wissen was ich da eigentlich treibe. Aber mir gefällt das Bild eigentlich so wie es ist sehr gut. Wenn man Bilder ranzoomt bis die Pixel winken sehen die meisten Bilder sch.. aus.
Aber ich verstehe was Du meinst, Der Ausschnitt oben sieht extrem digitalisiert, künstlich und verwaschen aus und man sollte das Programm nutzen um das Bild zu verbessern. Ich muss aber dazu sagen, dass ich bei manchen Motiven die extreme Verfälschung durchaus gerne mag, aber das ist Geschmackssache.
Auf jedenfall vielen Dank für deine gute treffsichere Analyse und die Tips, bei denen ich aber wirklich erstmal schauen muss wie ich das in der Praxis umsetze.
PS: Das Fotobuch G6 habe ich schon zu Hause, bin allerdings noch nicht dazu gekommen mehr als nur drin zu blättern. Das werde ich aber definitiv die nächste Woche nachholen, da geht es nämlich auf Urlaub ins schöne Elsaß!
Viele Grüße
John
- Wolfgang B.
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Re: Bildquali - meine G6 - ich bin unzufrieden
John hat geschrieben:
Wenn Du bei einer Brennweite von 30 mm und bei Blende 4 ein Objekt in 200 m fokussierst, hast Du einen Schärfentiefebereich von 14m bis unendlich. D.h. die Rapspflanzen in Deinen Beispielbildern lägen außerhalb dieses Schärfebereiches. Hättest Du stattdessen auf die hyperfokale Distanz von 15 m fokussiert, dann hättest Du unter diesen Gegebenheiten (Blende/Brennweite) einen maximalen Schärfentiefebereich zwischen 7,5 m und unendlich. Die hyperfokale Distanz bleibt bei gleicher Blende und gleicher Brennweite immer gleich.
Wenn Du andererseits auf den Bergrücken fokussiert, hättest Du weitere Tiefenschärfe im Vordergrund verschenkt.
John hat geschrieben:
Du hast aber eine sehr spezielle Art des Fotografierens: Du möchtest alles, von der Rapspflanze wenige Meter von Dir entfernt bis hin zum Gebirge im Hintergrund alles scharf abbilden. Das geht aber nicht ohne Kenntnisse über die Schärfentiefe und die hyperfokale Distanz. Allein mit Knipsen wirst Du keinen Erfolg haben. Und wenn der Raps im Vordergrund breiig unscharf verschwimmt, dann liegt das nicht unbedingt an der G6. Wenn Du auch den Vordergrund scharf haben willst, dann muss Deine Freundin eben warten, bis Du mit dem Einstellen fertig bist.
Wenn Du Dir das Buch von Frank Späth aufmerksam durchlesen würdest, könntest Du sehen, dass die G6 eine Menge an Hilfestellungen bietet, um die Tiefenschärfe auch ohne App gut abzuschätzen.
Liebe Grüße, Wolfgang
Ich bin mir da sehr unsicher, ob Du mich richtig verstanden hast.Das bedeutet, dass ich bei einer ungefähren Distanz von 200m des gewählten Motivs mit den angezeigten Werten für Blende f4 und Brennweite 30mm eine fokale Distanz von 15m hätte? Das bedeutet wiederrum, das ich einen 15m entfernten Punkt zwischen mir und meinem eigentlichen Motiv fokusieren müsste um eine kleinstmögliche Unschärfe des gesamten Aufnahmespektrums zu erreichen ?
Wenn Du bei einer Brennweite von 30 mm und bei Blende 4 ein Objekt in 200 m fokussierst, hast Du einen Schärfentiefebereich von 14m bis unendlich. D.h. die Rapspflanzen in Deinen Beispielbildern lägen außerhalb dieses Schärfebereiches. Hättest Du stattdessen auf die hyperfokale Distanz von 15 m fokussiert, dann hättest Du unter diesen Gegebenheiten (Blende/Brennweite) einen maximalen Schärfentiefebereich zwischen 7,5 m und unendlich. Die hyperfokale Distanz bleibt bei gleicher Blende und gleicher Brennweite immer gleich.
Wenn Du andererseits auf den Bergrücken fokussiert, hättest Du weitere Tiefenschärfe im Vordergrund verschenkt.
John hat geschrieben:
Die meisten Fotografen hier fotografieren in der Regel so, dass sie ein bestimmtes Objekt sehen und es versuchen "freizustellen", d.h. sie versuchen das Objekt selbst knackig scharf zu bekommen und den Hintergrund mehr oder weniger verschwimmen zu lassen. In diesen Fällen spielt die hyperfokale Distanz keine Rolle. Man muss nur ein Gefühl für Schärfentiefe haben und wissen, dass man eine möglichst große Blendenöffnung einstellen muss. Auch in anderen Fällen, in denen auch (Teile) des Hintergrunds scharf sein sollen, spielt die hyperfokale Distanz nicht die erste Geige.Wenn ich mir vorstelle das ich mit einer App erstmal die hyperfokale Distanz ausrechnen muss, fragt mich meine Freundin ob ich noch alle Tassen in der Komode habe
Du hast aber eine sehr spezielle Art des Fotografierens: Du möchtest alles, von der Rapspflanze wenige Meter von Dir entfernt bis hin zum Gebirge im Hintergrund alles scharf abbilden. Das geht aber nicht ohne Kenntnisse über die Schärfentiefe und die hyperfokale Distanz. Allein mit Knipsen wirst Du keinen Erfolg haben. Und wenn der Raps im Vordergrund breiig unscharf verschwimmt, dann liegt das nicht unbedingt an der G6. Wenn Du auch den Vordergrund scharf haben willst, dann muss Deine Freundin eben warten, bis Du mit dem Einstellen fertig bist.
Wenn Du Dir das Buch von Frank Späth aufmerksam durchlesen würdest, könntest Du sehen, dass die G6 eine Menge an Hilfestellungen bietet, um die Tiefenschärfe auch ohne App gut abzuschätzen.
Liebe Grüße, Wolfgang
G70, G81
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
http://ansichtssachen.bruchhagen.de
Unser Skulpturen-Flickr: https://www.flickr.com/photos/christa-u ... ang/albums
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
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