Wie belichtet man richtig im Dunklen
Verfasst: Montag 27. Oktober 2014, 00:59
Hallo,
ich hab mal ein paar Tests gemacht. Die Ergebnisse waren im Grunde zu erwarten. Aber ich muss mich in meiner bisherigen Aussage korrigeren.
1. Test: Kann man Belichtungen in der Nachbearbeitung korrigieren oder sollte man den höchsten ISO-Wert nehmen?
Mein bisherige Aussage war, mehr als ISO 1600 ist bei der G3 sinnlos. Das kann man auch in CameraRaw korrigieren. Kann man dann vielleicht sogar ISO 800 oder weniger entsprechend hochziehen? Antwort: Nein! Die besten Ergebnisse sind bei ISO 6400 im Dunklen zu erwarten. Wenn es notwendig ist. Also nicht mit ISO 1600 2 Blenden unterbelichten und dann in CameraRaw 2 Blenden hochziehen, sondern gleich in der Kamera mit 6400 photographieren. Das im Gegensatz zu meiner alten Aussage. Allerdings ist der Unterschied 1600, 3200 und 6400 nur gering. Insofern war es nicht ganz falsch. Jedoch 800 auf 6400 um 3 Blenden hochziehen wird deutlich schlechter! 200 ist gar nicht zu gebrauchen.
-> ISO ist also nicht nur Metadata im Raw sondern hat tatsächlich Einfluss auf das Bild. Wer jetzt denkt, war doch klar: nein, bei der BMPCC ist es nicht so! Da ist ISO nur Metadatum und ändert das Bild für RAW nicht.
Wie ist es mit meiner Angst, die Lichter überzubelichten? In den Lichtern ist kaum ein Unterschied zwischen 1600 (+2) und 6400. Erst bei unter 800 lösen sich die Strassenlampen besser auf.
Man gewinnt also keine Dynamik mit der Vorgehensweise. Vorsichtiges ETTR ist also die beste Strategie.
2. Test: Wie belichte ich nachts am besten: Hohe ISO kurze Zeit oder niedrige ISO und lange Zeit?
Jede höhere ISO-Zahl verschlechtert das Bild in den Schatten deutlich. War klar.
Aber wie ist es mit den Zeiten? f/8 und 30s bei ISO 400 ist sichtbar schlechter als f/4 und 8s. Man sollte also so kurz wie möglich belichten.
Aber dafür höhere ISO in Kauf nehmen? Nicht wirklich. Eine ISO-Stufe höher, von 400 auf 800, rauscht ungefähr so viel mehr wie eine Belichtungszeitverlängerung um 1.5 Blenden.
Hier müsste man geg. noch mal feiner testen.
Im Zweifel ist also eine ISO-Stufe weniger günstiger. Man muss zwar doppelt so lang belichten, aber es ist immer noch besser.
Was wirklich was ausmacht, ist die Blende.
Lichtstarke Objektive sind für Nachtaufnahmen also unabdingbar. Kompensation der Objektivlichtstärke durch längere Zeiten und höhere ISO führt unweigerlich zu Rauschen.
Also von wegen 2.8 reicht, denn ich nehm ja ein Stativ. Is nicht. Denn es rauscht.
Im Zweifel aber Zeit erhöhen statt ISO!
Es ist nicht so einfach die Ergebniss zu bewerten. Denn manche Bilder rauschen zwar mehr, sind aber knackiger.
In CameraRaw hab ich Tiefen voll angehoben und Lichter voll abgesenkt! Denn es geht ja darum, was drin ist.
Bilder reiche ich geg. nach. Aber ich würde es lieber zum Download anbieten.
ich hab mal ein paar Tests gemacht. Die Ergebnisse waren im Grunde zu erwarten. Aber ich muss mich in meiner bisherigen Aussage korrigeren.
1. Test: Kann man Belichtungen in der Nachbearbeitung korrigieren oder sollte man den höchsten ISO-Wert nehmen?
Mein bisherige Aussage war, mehr als ISO 1600 ist bei der G3 sinnlos. Das kann man auch in CameraRaw korrigieren. Kann man dann vielleicht sogar ISO 800 oder weniger entsprechend hochziehen? Antwort: Nein! Die besten Ergebnisse sind bei ISO 6400 im Dunklen zu erwarten. Wenn es notwendig ist. Also nicht mit ISO 1600 2 Blenden unterbelichten und dann in CameraRaw 2 Blenden hochziehen, sondern gleich in der Kamera mit 6400 photographieren. Das im Gegensatz zu meiner alten Aussage. Allerdings ist der Unterschied 1600, 3200 und 6400 nur gering. Insofern war es nicht ganz falsch. Jedoch 800 auf 6400 um 3 Blenden hochziehen wird deutlich schlechter! 200 ist gar nicht zu gebrauchen.
-> ISO ist also nicht nur Metadata im Raw sondern hat tatsächlich Einfluss auf das Bild. Wer jetzt denkt, war doch klar: nein, bei der BMPCC ist es nicht so! Da ist ISO nur Metadatum und ändert das Bild für RAW nicht.
Wie ist es mit meiner Angst, die Lichter überzubelichten? In den Lichtern ist kaum ein Unterschied zwischen 1600 (+2) und 6400. Erst bei unter 800 lösen sich die Strassenlampen besser auf.
Man gewinnt also keine Dynamik mit der Vorgehensweise. Vorsichtiges ETTR ist also die beste Strategie.
2. Test: Wie belichte ich nachts am besten: Hohe ISO kurze Zeit oder niedrige ISO und lange Zeit?
Jede höhere ISO-Zahl verschlechtert das Bild in den Schatten deutlich. War klar.
Aber wie ist es mit den Zeiten? f/8 und 30s bei ISO 400 ist sichtbar schlechter als f/4 und 8s. Man sollte also so kurz wie möglich belichten.
Aber dafür höhere ISO in Kauf nehmen? Nicht wirklich. Eine ISO-Stufe höher, von 400 auf 800, rauscht ungefähr so viel mehr wie eine Belichtungszeitverlängerung um 1.5 Blenden.
Hier müsste man geg. noch mal feiner testen.
Im Zweifel ist also eine ISO-Stufe weniger günstiger. Man muss zwar doppelt so lang belichten, aber es ist immer noch besser.
Was wirklich was ausmacht, ist die Blende.
Lichtstarke Objektive sind für Nachtaufnahmen also unabdingbar. Kompensation der Objektivlichtstärke durch längere Zeiten und höhere ISO führt unweigerlich zu Rauschen.
Also von wegen 2.8 reicht, denn ich nehm ja ein Stativ. Is nicht. Denn es rauscht.
Im Zweifel aber Zeit erhöhen statt ISO!
Es ist nicht so einfach die Ergebniss zu bewerten. Denn manche Bilder rauschen zwar mehr, sind aber knackiger.
In CameraRaw hab ich Tiefen voll angehoben und Lichter voll abgesenkt! Denn es geht ja darum, was drin ist.
Bilder reiche ich geg. nach. Aber ich würde es lieber zum Download anbieten.