G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
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icetiger
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G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von icetiger » Montag 18. Januar 2016, 20:34

Hallo

Seit 4 Wochen habe ich nun die G70 und bin von ihr begeistert. Alles konnte ich noch lange nicht ausprobieren, schon allein deshalb nicht, weil es bisher nur sehr wenige Tage mit gutem Licht gab, an denen ich nicht von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang arbeiten musste.
Da ich absolut kein Videoexperte bin und auch nicht vorhabe, große Filme zu "drehen", kenne ich mich mit der Thematik Video nicht wirklich aus. Trotzdem nehme ich hin und wieder mal kleine Videosequenzen auf, die dann schonmal in einer Diashow mit verarbeitet werden. Nun meine Frage: Die G70 zeichnet wahlweise in AVCHD oder MP4 auf - welches Format ist das geeignetere, um z.B. mit Magix Video in einer Diashow eingebaut zu werden? Welche Vor- und Nachteile haben beide Formate in der Praxis?

Icetiger

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Matthes72
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Matthes72 » Dienstag 19. Januar 2016, 12:23

mp4 ist universeller, weil leichter zu verarbeiten.

AVCHD ist wohl etwas besser in der Qualität, aber eigentlich am besten dafür geeignet, direkt auf einem Ausgabegerät abgespielt zu werden.
bis bald,
Matthias

idefixbt
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von idefixbt » Dienstag 19. Januar 2016, 14:11

Hallo Matthias,

ich selbst nehme fast immer in AVCHD mit 50p auf, da habe ich alle Optionen für eine spätere Verarbeitung mit einem Videoschnittprogramm. Voraussetzung ist natürlich, dass dieses Programm die 50p ohne Schwierigkeiten in das jeweils gewünschte / benötigte Ausgabeformat wandeln kann.
Damit ich z.B. Filme im BD Format erstellen kann, werden die Filme von meinem Videoschnittprogramm (Edius) in das Format 50i gewandelt, dadurch kann ich die fertigen Filme auf jedem BD (Blu-ray) Player abspielen.
Du solltest beachten, dass zum Beispiel Filme, die in 25 oder 24p aufgenommen werden, beim Abspielen sehr oft anfangen zu "ruckeln".

Viele Grüße
Gerhard
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Matthes72 » Dienstag 19. Januar 2016, 16:32

Hallo Gerhard.

Vielen Dank für Deine Ausführung.
Ich lese mich auch gerade erst in diese Thematik ein und bin über jede Ausführung dankbar.

Mein derzeitiger "Wissensstand":
Die PAL-Norm ist 25 fps - was in Mitteleuropa für eine Wiedergabe in einem TV-Gerät ausreichend ist.
Bei schnellen Bewegungen oder wenn man aus seinem Video eine Zeitlupensequenz erzeugen möchte, sind 50 fps besser als 25fps.
Bei eher statischen Aufnahmen wird man den Unterschied kaum sehen und 25 fps benötigen weniger Platz als 50 fps.
Für die Wahl der Bildrate ist aber auch die Belichtungszeit nicht unwichtig -als Faustregel gilt: Belichtungszeit = doppelte Bildrate.
Bei Einstellung von 50fps und einer Belichtungszeit von 1/25 hat der Film ständig Ruckler, weil jedes zweite Bild fehlt.

Da icetiger nur gelegentlich ein Filmchen in eine Diashow einbinden möchte, ist meiner Meinung nach das mp4-Format besser.
Es kommt natürlich auf die Situation an (am Tag oder in der Nacht, eher ruhig oder Action, ...).
Ich würde mp4 und FHD 50 fps empfehlen, da die Filmchen wohl gemacht, werden, um Bewegungen einzufangen.
4k würde ich vernachlässigen. Sicher, man kann mal schnell ein Foto aus dem Fiim generieren.
Im Vergleich zwischen 4k und FHD auf einem 4k-TV-Gerät konnte ich nicht wirklich einen Unterschied feststellen, der die Mehrdatenmenge für mich lohnt.

Das meiste habe ich allerdings durch's Probieren raus gekriegt und durch's Fragen stellen. ;)

Wie gesagt, das sind MEINE momentan anfänglichen Erfahrungen, die ich hier schreibe.

Aber jeder Filmer hat seine eigenen Prioritäten.
Es gibt sicher welche, die generell nur in 24 fps filmen, um den Kinofilm-Look zu erhalten.
bis bald,
Matthias

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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von idefixbt » Dienstag 19. Januar 2016, 17:41

Hallo Matthias,

ich habe hier einmal zwei Links für Dich, die einem viele Dinge ganz gut erklären, die Euros ersparen einem unter Umständen viel Kummer.

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http://www.filmpraxis.de/produkte/praxi ... bilder.php" onclick="window.open(this.href);return false;

Viele Grüße Gerhard
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Matthes72 » Dienstag 19. Januar 2016, 17:43

Danke schön, schau ich mir gleich mal an.

idefixbt hat geschrieben:Hallo Matthias,

ich habe hier einmal zwei Links für Dich, die einem viele Dinge ganz gut erklären, die Euros ersparen einem unter Umständen viel Kummer.

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Viele Grüße Gerhard
bis bald,
Matthias

ThomasT
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von ThomasT » Dienstag 19. Januar 2016, 18:09

Matthes72 hat geschrieben: Die PAL-Norm ist 25 fps - was in Mitteleuropa für eine Wiedergabe in einem TV-Gerät ausreichend ist.
PAL ist eigentlich 50i.
Mit 25fps werden Kinofilme (24fps) im Fersehen abgespielt.
Wenn das Material 25fps ist, ist 50i und 25fps quasi identisch.
Matthes72 hat geschrieben: Für die Wahl der Bildrate ist aber auch die Belichtungszeit nicht unwichtig -als Faustregel gilt: Belichtungszeit = doppelte Bildrate.
Ja. Aber man kann durchaus kleinere Shutter-Winkel wählen, auch wenn 180° Standard sind. Kürzere Belichtungszeiten machen das Bild schärfer.
Das kann vom Vorteil sein.
Matthes72 hat geschrieben: Bei Einstellung von 50fps und einer Belichtungszeit von 1/25 hat der Film ständig Ruckler, weil jedes zweite Bild fehlt.
Nein!
Ruckler passieren bei nicht gleichmässigem Abspielen von 25fps.
Matthes72 hat geschrieben: Im Vergleich zwischen 4k und FHD auf einem 4k-TV-Gerät konnte ich nicht wirklich einen Unterschied feststellen
Danke für die Bestätigung!
Matthes72 hat geschrieben: Aber jeder Filmer hat seine eigenen Prioritäten.
Hähä. Ja. RAW!!!!

Matthes72 hat geschrieben: Es gibt sicher welche, die generell nur in 24 fps filmen, um den Kinofilm-Look zu erhalten.
Ein Irrglaube, dass 24fps im Gegensatz zu 25fps den Kinolook ausmachen.
Lumix G3, GF3
Blackmagic Pocket Cinema Camera (super16 sensor, Cropfaktor 2.88 KB)
Panasonic 7-14, Laowa 7.5 mm, SLR Magic Hyperprime 12 mm, Panasonic 14-42, Sigma 19, Panasonic 20, Panasonic 45-150
Pentacon 29/f2.8, Pentacon 50/f1.8, Pentacon 135/f2.8

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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von idefixbt » Mittwoch 20. Januar 2016, 16:38

Hallo Matthias,

ich habe da noch etwas für Dich.
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Viele Grüße Gerhard
G6, G70, G9,Pana 12-35 + 12-60 +14-140 + 35-100 + 100-300 I, Metz Mecablitz 58 AF-2, Nissin MG10,
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von icetiger » Mittwoch 20. Januar 2016, 21:58

Hallo

Da ist ja einiges an Antworten zusammen gekommen - Danke!
Matthes72 hat geschrieben:mp4 ist universeller, weil leichter zu verarbeiten.
Also werde ich die Einstellung bei MP4 belassen.

Was es mit diesem "Kinofilm-Look" auf sich hat, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Mit der GH2 habe ich vor einigen Jahren mal eine Aufnahme mit dieser Einstellung probiert (vorbeifahrender Zug mit 24 Bildern/S (Kinofilm)) - das Ergebnis war... naja, ich habe es sehr schnell wieder gelöscht, weil einfach unbrauchbar - ganz im Gegensatz zur Aufnahme mit 25 Bildern/S. Soweit ich weiß, hat man sich auf 24 Bilder/S in der Steinzeit des Films nur deshalb festgelegt, weil es ein Kompromiss war zwischen dem damals technisch machbaren (Filmtransport, Belichtungszeit) und gerade noch erträglichem (Flackern, ruckeliger Ablauf), obwohl man wusste, dass eine höhere Bildfrequenz eigentlich besser wäre. Nur ein Bild pro Sekunde mehr hätte viele der heutigen Probleme vermieden, weil sich die Frequenz des Wechselstromnetzes durch 25 ohne Rest teilen lässt, nicht aber durch 24.

Icetiger

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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 21. Januar 2016, 03:27

icetiger hat geschrieben: Was es mit diesem "Kinofilm-Look" auf sich hat, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.
Ohne das jetzt auszuführen, konzentrieren sich die meinsten auf die technischen Dinge an der Kamera.
Klar, diese kann man kaufen und sind mit Geld und nicht mit Können zu erreichen.
Framerate und shallow depth of field. Framerate macht keinen Kinolook aus. Naja, erst an hinterer Stelle und dann wie ich finde eher negativ.
Schärfentiefe wird überbewertet. Spiel mit der Schärfe ist gar nicht so häufig im Film. Und 35 mm hat APS-C Größe. Blenden meiste 2 oder gar 4 aufwärts.
Also gar nicht soo ein Bokehorgie wie die immer behaupten, die mit einem KB-Sensor und Blende 1.4 einen Filmlook bauen wollen.

Der wesentlich Bestandteil ist das was vor der Kamera passiert. Lichtsetzung und Szenengestaltung! Das macht den Filmlook in erster Linie.
Dann Farben und Konstrast. Z.B. kein Clipping, sondern sanfte Lichter und weder gecrushte Schatten und schon gar keine aufgehellten Schatten mir Blaustich (wie das so beliebt ist), sondern Zeichnung in den Schatten.
icetiger hat geschrieben: Soweit ich weiß, hat man sich auf 24 Bilder/S in der Steinzeit des Films nur deshalb festgelegt, weil es ein Kompromiss war zwischen dem damals technisch machbaren (Filmtransport, Belichtungszeit) und gerade noch erträglichem (Flackern, ruckeliger Ablauf), obwohl man wusste, dass eine höhere Bildfrequenz eigentlich besser wäre.
Man muss unterscheiden zwischen flüssigen Bewegungen und Flimmern. Flüssige Bewegung geht ab 10-12 fps los. Man hat sich für 16 fps entschieden! Das war der Kompromiss.

Das Sehen von Flimmern ist helligkeitsabhängig. Im dunklen Kino reichen 40 Hz dass man nichts mehr flimmern sieht. Auf alten Fernsehern reichen 50 Hz auch locker.
Bei moderneren hellen (Röhren-)Fernsehern reichte das nicht mehr. Deshalb ging man auf 100 Hz. Gereicht hätten 60 Hz. Im NTSC-Raum gabs daher keine 120 Hz - Fernseher wie bei uns 100 Hz -Fernseher.
Bei noch helleren Computermonitoren vor allem bei hellen Flächen (z.B. Office) musste es dann schon 75 Hz sein. Bei ca.80 Hz ist das Maximum erreicht. Mehr Flimmern sieht man nicht. Macht man es noch heller nimmt die Flimmerempfindlichkeit wieder ab.
Um im Kino 40 Hz zu erreichen zeigt man jedes Frame drei mal. Jedes Bild wird dreimal durch eine Umlaufblende abgedeckt. Nur beim letzten Abdecken wird der Film transportiert. Damit kommt man auf 48 Hz.
Auf 24 fps ging man weil 16 fps nicht für Ton ausgereicht haben. Um bei Lichtton eine gute Qualität (== hohe Frequenzen) zu haben, muss der Film möglichst schnell transportiert werden.
Daher ging man von 16 auf 24 fps. Der Projektor zeigt jedes Bild zwei mal.

Wer sich dafür interessiert ( und mit Englisch klarkommt) den empfehle ich diesen Channel:

https://www.youtube.com/watch?v=mjYjFEp ... f1&index=9" onclick="window.open(this.href);return false;

Vieles, z.B. optische Grundlagen ist auch für Standbild-Photographen interessant.
Fast alles was John Hess sagt, hat Hand und Fuß und ist technisch korrekt. Etwas was man bei vielen Photographen-Videos nicht hat! Da wird oft technischer Unsinn in der Denk-ich-mir-mal-so-Manier gelabert.
icetiger hat geschrieben: Nur ein Bild pro Sekunde mehr hätte viele der heutigen Probleme vermieden, weil sich die Frequenz des Wechselstromnetzes durch 25 ohne Rest teilen lässt, nicht aber durch 24.
Welches Problem solls es denn mit 24 fps beim Film gegeben haben?
Im PAL-Fernsehen werden Filme immer mir 25 fps gezeicht ("PAL-Speedup"). Zwei fields (==Halbilder) von einem Filmframe.
Und in Amiland mit 60Hz sieht es ganz anders aus. Da sind 24 fps sogar besser, weil die sich besser auf 60 fields verteilen lassen als 25 Frames.
Lumix G3, GF3
Blackmagic Pocket Cinema Camera (super16 sensor, Cropfaktor 2.88 KB)
Panasonic 7-14, Laowa 7.5 mm, SLR Magic Hyperprime 12 mm, Panasonic 14-42, Sigma 19, Panasonic 20, Panasonic 45-150
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Berniyh
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Berniyh » Donnerstag 21. Januar 2016, 08:23

ThomasT hat geschrieben:Spiel mit der Schärfe ist gar nicht so häufig im Film.
Es ist ein sehr häufiges Mittel in ruhigeren Szenen, wie Dialogen o.ä.
Daher ist es ein Element, das eher auffällt.
Kameras: G9, GM5
Objektive: 12-32mm/3.5-5.6, 12-60mm/2.8-4.0, 100-400mm/4.0-6.3, 15mm/1.7, 42.5mm/1.7, Kowa 8.5mm/2.8, Samyang 7.5mm/3.5 Fisheye, Voigtländer 25mm/0.95
Software: Darktable, (selten) GIMP

ThomasT
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 21. Januar 2016, 13:41

Berniyh hat geschrieben:
ThomasT hat geschrieben:Spiel mit der Schärfe ist gar nicht so häufig im Film.
Es ist ein sehr häufiges Mittel in ruhigeren Szenen, wie Dialogen o.ä.
Daher ist es ein Element, das eher auffällt.
Aber es ist nicht so Bokeh-vermatscht wie in der Portraitphotographie.
Schau dir mal Harry Potter an. Da ist kaum Unschärfe drin. Oft ist das Bild komplett durchgeschärft.
Es gibt immer mal wenige Szenen, wo es benutzt wird. Aber da merkt man dann, dass es so sein muss. Weil es das Bild und Story verlangt. Nicht um einen "Look" zu erzeugen.
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Nour » Donnerstag 21. Januar 2016, 14:52

Hmmm... Ich bin jemand, der das rein garnicht mag, wenn im Film irgendwas in der Unschärfe absäuft.

Warum?

Weil das Auge die Unschärfe selbst hat, die braucht im Film nicht erzeugt zu werden. Sind Drehbuch, Regie, Licht und Kameraführung gut, schaut der Zuschauer automatisch auf den wichtigen Teil. Und der Rest wird vom Auge unscharf abgebildet. Dennoch hindert eine durchgehende Schärfe den Zuschauer nicht daran, auch mal den Blick schweifen zu lassen, auch mal irgendwas im Hintergrund oder neben der "Hauptsache" interessant zu finden. Kleine Details am Rande machen in meinen Augen (Wortspiel :lol:) einen Film erst richtig gut.

Eine durchgehende Schärfe schreibt den Zuschauern nicht vor, wo gefälligst hinzublicken ist. Daher bin ich froh, daß die Mode mit der Unschärfe aus der Filmwelt langsam wieder verschwindet. Genauso wie die wackelige Kamera ohne Stativ/Stabilisator. Das hat mich teilweise so genervt, daß ich den einen oder anderen Film nicht bis zum Schluß gesehen habe.

Die 24p im Film waren neben den genannten Gründen auch deshalb bevorzugt, weil Filmmaterial und dessen Entwicklung kein billiger Spaß war.
السلام عليكم‎

ThomasT
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Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 21. Januar 2016, 15:56

Nour hat geschrieben:Hmmm... Ich bin jemand, der das rein garnicht mag, wenn im Film irgendwas in der Unschärfe absäuft.
Weil das Auge die Unschärfe selbst hat, die braucht im Film nicht erzeugt zu werden. Sind Drehbuch, Regie, Licht und Kameraführung gut, schaut der Zuschauer automatisch auf den wichtigen Teil. Und der Rest wird vom Auge unscharf abgebildet. Dennoch hindert eine durchgehende Schärfe den Zuschauer nicht daran, auch mal den Blick schweifen zu lassen, auch mal irgendwas im Hintergrund oder neben der "Hauptsache" interessant zu finden. Kleine Details am Rande machen in meinen Augen (Wortspiel :lol:) einen Film erst richtig gut.
Eine durchgehende Schärfe schreibt den Zuschauern nicht vor, wo gefälligst hinzublicken ist. Daher bin ich froh, daß die Mode mit der Unschärfe aus der Filmwelt langsam wieder verschwindet. Genauso wie die wackelige Kamera ohne Stativ/Stabilisator. Das hat mich teilweise so genervt, daß ich den einen oder anderen Film nicht bis zum Schluß gesehen habe.
Ich schreib das mal um:

Hmmm... Ich bin jemand, der das rein garnicht mag, wenn im Photo irgendwas zu sehr in der Unschärfe absäuft.
Weil das Auge die Unschärfe selbst hat, die braucht im Photo nicht erzeugt zu werden. Sind Bildgestaltung, Licht und Kamerahaltung gut, schaut der Zuschauer automatisch auf den wichtigen Teil. Und der Rest wird vom Auge unscharf abgebildet. Dennoch hindert eine durchgehende Schärfe den Betrachter nicht daran, auch mal den Blick schweifen zu lassen, auch mal irgendwas im Hintergrund oder neben der "Hauptsache" interessant zu finden. Kleine Details am Rande machen in meinen Augen ein Photo erst richtig gut.
Eine durchgehende Schärfe schreibt den Betrachter nicht vor, wo gefälligst hinzublicken ist. Daher wäre ich froh, daß die Mode mit der Unschärfe aus der Photowelt langsam wieder verschwindet.
Nour hat geschrieben:Die 24p im Film waren neben den genannten Gründen auch deshalb bevorzugt, weil Filmmaterial und dessen Entwicklung kein billiger Spaß war.
ist, nicht war.
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Lenno

Re: G70 - welcher Videomodus ist der bessere?

Beitrag von Lenno » Donnerstag 21. Januar 2016, 16:15

Film und Photo sind meiner Meinung nach aber zwei Paar Schuhe.

Hintergrundunschärfe in einem Photo ist dabei nur "ein" von vielen Gestaltungsmitteln.
Schade wäre aber, wenn dies aus der Fotowelt verschwinden würde.

Der eine liebt es eben und setzt es ein, der andere mag es nicht und setzt eine der vielen anderen Gestaltungsmittel ein.
Damit kann aber jedem Fotografen auch ein bestimmter Stil zugeordnet werden.

Ein Foto von Thomas ist eben kein Lenno und umgekehrt.

Und das macht doch die Vielfalt aus.

Ein Video hat ungleich mehr Gestaltungsmittel wie z.B. Geschwindigkeit und ein sich möglich ändernder Lichtwechsel,
dies habe ich im Foto nicht, da wärs ja blöd wenn ich mich dahingehend auch noch selbst beschneide indem ich sage:
"Bitte keine Hintergrundunschärfe".

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