BBF (= Back Button Fokus):
Der AF wird vom Auslöser entkoppelt und auf eine Taste auf der RÜCKSEITE des Bodys gelegt.
FBF (= Front Button Fokus):
Der AF wird vom Auslöser entkoppelt und auf eine Taste auf der VORDERSEITE des Bodys gelegt.
Vorteil BBF und FBF:
Der AF kann manuell nachjustiert werden; diese Einstellung des Fokus bleibt auch nach der Aufnahme für die nächsten Fotos erhalten, bis die BBF-bzw. FBF-Taste erneut gedrückt wird.
Der Fokus kann jederzeit manuell nachjustiert werden.
Dieser entscheidende Vorteil wird sofort klar, wenn man sich die schwierige Situation vorstellt, auf einen Vogel zu fokussieren, der im Geäst eines Baums sitzt.
Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen man nicht auf den klassischen AF verzichten möchte. Aber für die verschiedenen Methoden gibt es ja die Custom-Plätze (z. B. C1 – C33 bei der G9).
Nachteil BBF gegenüber FBF:
Wird der AF auf eine Taste auf der Rückseite des Bodys gelegt, so muss man mit der rechten Hand zur Betätigung der Taste umgreifen. Das kostet Zeit und ist gewöhnungsbedürftig.
Ferner ist es unbedingt wünschenswert, die Intensität des Focus peaking je nach Kontrast des Motivs bequem und schnell verändern zu können (von Low nach High oder ganz abzuschalten). Hierfür findet sich auf der Rückseite dann keine geeignete Taste mehr. (Die AF/AE-Lock-Taste sollte unbedingt für die Speicherung der Belichtung genutzt werden!)
Für die beiden Funktionen „AF“ und „Focus peaking“ bieten sich die beiden Tasten auf der Vorderseite des Bodys an. Hiermit wäre das Problem eigentlich ideal gelöst.
ABER:
Leider sind die beiden vorderen Tasten für „normal lange“ Finger kaum zu erreichen! (Hinweis für Panasonic . . . !)
Handgriff mit Wippe und Handballen-Auflage:
Lösung des Problems:
eine auf die beiden Fronttasten aufgesetzte Wippe, derart konstruiert, dass sie – ohne Umzugreifen – die Bedienung der beiden Tasten mit Ring- und Mittelfinger der rechten Hand ermöglicht.
Dies ist nur mit einer unter den Body geschraubten Grundplatte möglich, an der die Wippe befestigt wird.
Wenn man sich hierzu entschließt, kann ein anderes Problem gleich mitgelöst werden:
der zu kleine, nicht ergonomisch geformte Handgriff vieler Bodys (im Folgenden: der G9). Dies wird mit einer seitlich an der Platte befestigten halbkreisförmigen Auflage für den Handballen erreicht, die unter einem Winkel von ca. 60° nach unten absteht (s. Fotos).
Mit dieser Auflage kann die Kamera sogar mit einem angesetzten schweren Tele einhändig gehalten werden!
Die Grundplatte muss gegen Verdrehen gesichert werden.
Die Handballen- Auflage und die Wippe sind mit kleinen Scharnieren an der Grundplatte befestigt, sodass die gesamte Konstruktion für das Verstauen zusammengeklappt werden kann.
Herstellung:
Die Herstellung des Handgriffs erfordert einige Geschicklichkeit und geeignetes Werkzeug. Wer hierzu Fragen hat, kann mir auch gern eine PN schicken.
Die Fotos zeigen den Handgriff im Rohzustand, bei dem die Konstruktion noch gut zu erkennen ist. Im Finish wird der Handgriff matt-schwarz gestrichen, so dass er kaum noch auffällt.
Praxistest:
Erste Erprobungen waren aus meiner Sicht ein voller Erfolg! Endlich macht die Kamera genau das, was ICH will . . .
