FU 150 Phantomstrom für Aufsteckmikro

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lupus15
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FU 150 Phantomstrom für Aufsteckmikro

Beitrag von lupus15 » Sonntag 27. April 2014, 15:43

Hallo ins Forum,

leider finde ich hierzu keine Info.

Bei einem Aufsteckmikro wird als Stromquelle von " Phantomstrom " gesprochen.

Frage also, ob die FZ 150 über den externen Mikro-Eingang die Stromversorgung
für ein Aufsteckmikro liefern kann.

Danke im Voraus für Euren Rat

lupus15

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Funkenkutscher
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Re: FU 150 Phantomstrom für Aufsteckmikro

Beitrag von Funkenkutscher » Sonntag 27. April 2014, 21:27

Hallo lupus,

das, was da (fälschlicherweise!) als Phantomstrom bezeichnet wird, soll sicherlich die Versorgungsspannung für den FET-Impedanzwandler eines Elektretmikros sein. Das hat allerdings mit dem Begriff Phantomspeisung korrekterweise nichts zu tun, denn selbige besteht aus einer Gleichspannung von 48 V, die nur bei symmetrisch beschalteten (teuren Studio-) Mikros zugeführt werden kann.
Dabei wird der Pluspol der Speisespannung über zwei genau gepaarte Entkopplungswiderstände (6,8 kΩ ±0,1% bei 48 V Speisespannung) an beide Signalleitungen gelegt, wobei die Entkopplungswiderstände einen Kurzschluss des Signals verhindern. Der Minuspol der Phantomspeisung wird über die Abschirmung der Leitung geführt. Zwischen den Adern a und b liegt somit keine Spannung an (daher die Bezeichnung „Phantomspannung“), wohl aber zwischen jeweils einer der beiden Adern a oder b und der gemeinsamen Abschirmung.
Dadurch, dass kein Potential zwischen den Tonadern besteht, können wenn es sein muss auch dynamische symmetrische Mikrofone bei eingeschalteter Phantomspeisung betrieben werden, ohne deren Beschädigung zu riskieren. Ohne Potentialunterschied kann ja kein Strom durch die Schwingspule fließen!

Das Aufsteckmikro (welches?) benötigt aber sicher nur die üblichen 3-6 V bei ca. 0,5-2 mA, die entkoppelt über einen Kondensator, per Tonader zugeführt werden. Die eigentlich korrekte Bezeichnung für diese Art Stromversorgung eines Elektretmikros nennt sich "Plug-In Power", weil die Power eben über den "Plug" läuft und das Mikro selbst dann keine Batterie benötigt.

Das war das Vorgeplänkel.
Falls du dem nicht ganz folgen konntest, gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Ich erkläre es dir detailliert, wobei allerdings Grundkenntnisse in Elektronik von Vorteil wären, oder
2.) du ignorierst mein Geschreibsel im ersten Absatz völlig und nimmst einfach Folgendes zur Kenntnis:

Nein, die DMC-FZ 150 stellt an der Mikrofonbuchse leider keine Versorgungsspannung zur Verfügung.

Du solltest dir also ein Mikrofon suchen, welches eine Batterieversorgung hat. ;)

Gruß Holgi
Als ich jung war, dachte ich, die Alten sehen die Welt ganz anders. Jetzt bin ich selbst über sechzig und sehe sie genauso wie vorher!

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lupus15
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Re: FU 150 Phantomstrom für Aufsteckmikro

Beitrag von lupus15 » Montag 28. April 2014, 03:27

Guten Morgen Holgi,

wenn ich denn schon wählen darf, entscheide ich mich für Variante 2), obgleich
Deine ausführlichen Ausführungen sehr interessant bin. Bin aber leider nicht
" vom Fach " und muss dann ( notgedrungen ) die Kurzfassung nehmen.

Dafür - und Deine Bemühungen - vielen Dank !!!

Beste Grüße

lupus15

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