FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Alles rund um die Superzoomer von Panasonic – von der legendären FZ50 bis zur FZ300 (330), von der TZ1 bis zur TZ202(d)
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Guenter1204
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FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von Guenter1204 » Dienstag 4. November 2014, 07:53

Ich habe seit 2,5 Monaten die FZ1000.
Ich bin super zufrieden damit, und sie macht auch mit Jpg gute Bilder.
Ich habe eingestelle, Jpg u. RAW.

Nach einem Urlaub habe ich ca. 700-900 Bilder, diese miste ich aus und komme dann auf ca. 150-200. Das geht ja relativ schnell.
Ich habe Photoshop, Lightroom und DxO.

Dann sitze ich und nehme mir jedes Bild einzeln vor (RAW), bearbeite es zuerst in Dxo (gutes Entrauschen), dann rüber zu Lightrooom oder Photoshop.
Da ich noch nicht in Pension bin, und erst um 18.30 heimkomme, immer hat man auch nicht viel Zeit, da ist die verbleibende Zeit begrenzt.

Daher brauche ich Wochen, oder sogar Monate bis die Bilder so sind, wie ich sie haben will.
Ich habe als Vergleich immer die "Jpg-Datei" im Auge, und da passiert es mir, dass ich das Foto zu weit von der Realität entfernt bearbeitet habe.
Dann fange ich mit diesem Foto nochmal von vorne an.

Mich nervt eben, dass es so lange dauert, auch meine Frau sagt, jetzt hast du so eine Superkamera und sitzt immer noch so lange davor, muss das denn wirklich sein.
Aber nicht bearbeiten will ich halt auch nicht :oops:


Meine Frage:
Wie macht Ihr das ?

lg Günter

binisoft
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von binisoft » Dienstag 4. November 2014, 08:57

Das Bearbeiten um des Bearbeitens wegen?
OK, wer die Zeit und Muße hat ;-)

Aber im Ernst:
Entscheidend ist doch, was Du mit den Aufnahmen vor hast.
Willst Du Freunden und Bekannten ein paar Urlaubsschnapschüsse zeigen?
Willst Du "das" ultimative Urlaubsfoto für den Druck in Posterformat aufarbeiten?
Muss es professionellen Ansprüchen genügen? (bezahlt Dir jemand den Aufwand?)


Immer dran denken:
Solange es Hobby ist, soll es Spaß machen und nicht verpflichten.


Beste Grüße
Andreas
Lumix FZ1000, FZ150, Sony CX550, Canon EOS M, Canon 5DMIII sowie ´ne Tüte voller Objektive.

fz200
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von fz200 » Dienstag 4. November 2014, 09:18

Hallo Günter, so habe ich auch gedacht.
Aber RAW muss nachbearbeitet werden und meiner Meinung nach ist die JPG aus der Fz1000 inzwischen so gut, dass ich solche Ergebnisse in Bildbearbeitung (LR5 u.a.) selbst so nicht hinbekomme.
Ich denke, dass bei Pana die Entwickler zur Umsetzung in JPG soviel "Hirnschmalz gesteckt habe, dass es für "Hobbyisten" schwierig sein wird diese Ergebnisse der Ingeneure zu erreichen. :)
Wenn man jedoch viel mit geändertem Weißabgleich usw. arbeiten will, kommt man um die Bearbeitung eben nicht herum.

Mein Fazit für mich: RAW bei besonderen Ereignissen oder gewollten Bearbeitungsmöglichkeiten - aber Urlaub oder Freizeitbilder nur noch in JPG (zumal dann auch noch größere Möglichkeiten bzgl. extraZoom oder i.Zoom u.v.m. gegeben sind).
Zusätzlich kann man in den Basiseinstellungen noch korrigierend eingreifen (z.B. NR -2)
Und viele Bildbearbeitungsprogramme lassen auch bei JPG noch eine "ordentliche" Nachbearbeitung zu.
Vielleicht hilft dir dies ein wenig. Ich will auch nicht jedes Bild nachbearbeiten und wo ich kein RAW habe, fällt dies also schon mal weg. Manchmal ärgert man sich dann schon über das fehlende RAW - aber was soll's. :roll:
Gruß Dieter
Benutzer neu = panadie (FZ1000)

schwarzvogel
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von schwarzvogel » Dienstag 4. November 2014, 09:37

Es gibt ja den Aufnahme-Modus RAW+JPG ! ;)
Nach dem Sortieren hat man sofort die JPG zum schnellen Vorzeigen.
Meist ergibt sich dadurch eine neue Auswahl für die Nachbearbeitung der (verbleibenden) RAW.
Ich hebe das Eingangsverzeichnis mit den gemeinsamen RAW- und JPG-Aufnahmen immer auf.
Offensichtliche "Nieten" werden natürlich aussortiert und gelöscht.
mfG schwarzvogel

Lenno

Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von Lenno » Dienstag 4. November 2014, 10:05

JPG = 8 Bit = 256 Tonwertabstufungen pro Farbkanal RGB
Raw = 12 Bit = 4096 Tonwertabstufungen pro Farbkanal RGB

Warum sollte man sich bei der RAW Entwicklung an einem JPG orientieren?

Hast du schon mal gemalt mit einem Malkasten?

Stell dir einen Malkasten vor der 256 verfügbare Farben hat, und einen der 4096 verfügbare Farben hat.
Du kannst dir vorstellen das du mit dem kleineren Farbkasten anfangen müsstest die Farben zu mischen um annähernd
an den großen Farbkasten mit 4096 ranzukommen.

Was du versuchen würdest ist, einen größeren Farbkasten (RAW) an einen kleineren (JPG) anpassen zu wollen,
das haut einfach nicht hin, denn er hat ja schon soviel mehr an Tonwertabstufungen die das kleine JPG gar nicht hat.

Ich würde Raw, bzw. ich entwickle RAW immer so, wie ich denke das das Bild gut aussieht und wie ich es präsentieren will.
Dazu erstelle ich mir verschiedene Presets (Vorgaben) die immer und immer wieder auch auf andere Bilder angewendet
werden können. Da geht dann eine Entwicklung sehr schnell. Ein bisschen Arbeit hat man immer.

Wer es schnell will soll JPG fotografieren, das reicht in den meisten Fällen.

Wer ein Maximum aus seinen Bilder rausholen will, der nimmt RAW.

Das Maximum rausholen betrifft aber vor allem den Tonwertumfang, und nicht wie manche glauben - die Schärfe.
Die Schärfe ist im Raw nicht unbedingt mehr als im JPG, sie ist abhängig wie gut der Fokus gesetzt war, und ob das Objektiv hoch auflöst,
bzw. was man im Bildstil für JPG gesetzt hat, im Grunde aber ist sie gleich, das heißt bei der Raw Entwicklung hole ich hier nicht unbedingt mehr Schärfe heraus.

Durch mehr Tonwertumfang kann man aber unter Umständen mehr Details einfangen was dann vielleicht zu einem vermeintlich
schärferen Eindruck führt, besser wäre es mehr "Detailreichtum" zu nennen als Schärfe. Dieses Detailreichtum wird wiederum vom
Rauschen begleitet, man hat also die Wahl das Rauschen zu entfernen um auch Detailreichtum zu verlieren, oder Detailreichtum steigern
und ebenfalls mehr Rauschen zu bekommen. Hier ist wie mein Vorredner schon schrieb, das JPG wohl sehr sehr gut eingestellt, und
man muss in einem Raw Konverter schon sehr genau wissen an welchen Reglern man spielt um solch ein ausgeglichenes Ergebnis zwischen Rauschen und Detailreichtum hinzubekommen.
Das gilt um so mehr für den kleinen Sensor der FZ1000 gegenüber eines MFT Sensor bzw. Vollformat wo es noch einfacher wird.

Fazit:
Schnell, ohne Nachbearbeitung - JPG
Mehr Tonwertabstufungen, mehr Detailreichtum, aber mit Arbeitsaufwand verbunden - RAW

Interessant dazu:

http://nachbelichtet.com/2013/11/07/was ... -bedeutet/" onclick="window.open(this.href);return false;

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amarok vom solling
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von amarok vom solling » Dienstag 4. November 2014, 14:01

all diesen infos kann ich nichts hinzufügen, aber dennoch
erlaube mir einen hinweis oder auch frage an david !

du, günter, schreibst oben " bearbeite es zuerst in Dxo (gutes Entrauschen)".

du entrauschst also als erstes ?!

ich habe nun die erfahrung gemacht, daß ein (ggf. schon entrauschtes) foto
bei weiterer, ANSCHLIEßENDER bearbeitung wieder einen höheren rauschanteil
erhält, so daß ich das entrauschen nur noch NACH den üblichen BA's vornehme.

@ david: kannst du das bestätigen, oder falle ich hier auf eine täuschung rein ?
Mit besten Grüßen
Bild


Anglizismen sind für mich ein echtes No-Go ! ( :roll: ;) :lol: )
(Torsten Sträter)


FZ 1000, Marumi-Achr. +3; vorher FZ 8, dann FZ 200,
davor analog: Nikon-EL mit Tokina-Zooms und Zubehör

Lenno

Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von Lenno » Dienstag 4. November 2014, 14:10

Entrauschen würde ich am Schluss machen, da durch die Bearbeitungsschritte z.B. Aufhellen das Rauschen wieder
erhöht wird, man hätte also ein Entrauschen vor der Helligkeitsanwendung zunichte gemacht.

Deshalb sind ganz bewußt die Reglerpaletten in Lightroom von oben nach unten angeordnet,
sie sollte man von oben nach unten durcharbeiten.

Eine Ausnahme betrifft das Schärfen und Entrauschen. Dort angekommen würde ich innerhalb dieser Palette von unten nach oben arbeiten,
also erst das Farbrauschen entfernen, das reicht meistens schon, dann wenn nötig das Luminanzrauschen. Und als letzen Schritt,
das Schärfen in Kombination mit dem Maskieren, hier entscheide ich was ich wie stark schärfen will ohne mir zuviel Rauschen einzufangen.
Das kann ich einmal mit der Stärke der Schärfeeinstellung regeln und mit Erhöhung des Maskierungsreglers.

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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von emeise » Dienstag 4. November 2014, 14:39

Günters Problem kann ich gut nachvollziehen.

Ich mache auch JPEG+RAW. Dann in LR, wenn's noch kein Passendes gibt, mache ich ein Preset ( nur das Nötige und kamerabezogen ) und wende dies auf die komplette Serie an.

Das finale Entwickeln ist für mich nicht so wichtig, weil ich erst mal auch keinen Export mache.


Das mache ich dann später bei Bedarf, also bei einer Bildweitergabe und besonders gern beim Spielen, Experimentieren.
Sowieso, - bei weitem nicht jedes Bild hat es verdient, dass man es gesondert entwickelt.

Und die JPEGs sind ja auch noch da und die sind oft so gut, dass ich die RAW Entwicklung nur bei besonderen Bildern machen können müsste.

Immer dran denken, - das Programm ist für mich da und nicht ich für das Programm.
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

keep it simple
Grüßle, Dieter

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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von fz200 » Dienstag 4. November 2014, 15:06

Lenno hat geschrieben:JPG = 8 Bit = 256 Tonwertabstufungen pro Farbkanal RGB
Raw = 12 Bit = 4096 Tonwertabstufungen pro Farbkanal RGB

http://nachbelichtet.com/2013/11/07/was ... -bedeutet/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Hallo, ja 8 Bit-Tonwertabstufungen pro Farbkanal ergibt
- JPEGs sind "8-bit-JPEGs" mit 16 Millionen möglichen Farben

RAW-Bildentwicklung macht auch mir Spaß, aber warum etwas bearbeiten was schon gut ist. Wenn ich hier im Forum die ganzen Fotos/Bilder sehe, dann sind die allesamt klasse und wenn ich richtig liege alle JPG (ob aus RAW entwickelt ???).
Also jede(r) wie es gefällt und sinnvoll erscheint oder auch Zeit hat. Und RAW+JPG speichern ist ja auch super, aber leider nicht immer möglich/sinnvoll - z.B. bei i-Zoom oder extra Zoom (siehe Franks Buch s. 241).
Gruß Dieter

@Lenno, danke für den Tipp bzgl. der Reihenfolge zur Bearbeitung Entrauschen/Schärfen.
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von amarok vom solling » Dienstag 4. November 2014, 16:29

hey david,

auch meinerseits vielen dank für die bestätigung und
die weiter vertiefenden erläuterungen !!!

(wenn wir DICH nicht hätten ;) :D )

lg - jürgen

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Horka
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Re: FZ 1000 - Jpg oder RAW - mit oder ohne Nachbearbeitung.

Beitrag von Horka » Dienstag 4. November 2014, 16:58

Zum Rauschen mache ich einen eigenen Thread auf bei Bildbearbeitung auf.

Horst
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