FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am besten?

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karlchen
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von karlchen » Sonntag 25. Januar 2015, 09:46

Spessarträuber hat geschrieben:Was haltet Ihr von dem Gedanken, das Bild als RAW-Datei aufzunehmen und ein "Pseudo-HDR" daraus zu machen.
HDR sind doch prädestiniert für hohe Kontrastumfänge?
Ich hab das .jpg mal als gefaktes HDR gemacht, sieht fast ganz gut aus. Aus nem Raw kann man sicher noch mehr machen.
Ob ich meine drei Versuche hier einstellen darf... :?

Karl
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gergro
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von gergro » Sonntag 25. Januar 2015, 10:14

Und bei der Gelegenheit dem Hund mehr Platz geben sonst stößt er sich noch an der Bildkante ;-)
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spielender hund.jpg
spielender hund.jpg (328.17 KiB) 1140 mal betrachtet
Viele Grüße... Bernhard
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karlchen
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von karlchen » Sonntag 25. Januar 2015, 10:40

Dann trau' ich mich auch mal einen Vorschlag ein zu stellen.
hund3.jpg
hund3.jpg (480.06 KiB) 1130 mal betrachtet
Erstellt mit LuminanceHDR. Drei verschiedene Hellichkeitswerte eingegeben und den Rechner machen nlassen.

Karl
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videoL
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von videoL » Sonntag 25. Januar 2015, 10:45

Hallo Bernhard,
was du dem Hund rechts mehr an Platz gegeben hast,
hättest du links abschneiden können.
Dann wären die Beine weg gewesen.
Viele Grüße Bild videowilli
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
Foto = PSE 10, FastStone
Video = Magix Pro X

Lenno

Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Lenno » Sonntag 25. Januar 2015, 11:29

Ein bisschen Info

Das Problem dabei ist, das wir zwei Extreme, die eigentlich unterschiedlich belichtet werden müssten,
nämlich weiß und schwarz, in einem einzigen Bild haben. Ähnlich auch eine Braut im weißen Hochzeitskleid
und ein Bräutigam im schwarzen Anzug.

Was macht die Kamera?

Wenn man hergeht und man misst auf das Schwarz, und das habe ich hier mal mit einem Stück schwarzen Papier gemacht,
dann misst die Kamera in ihrer Belichtungsmessung das schwarz auf 18% Grau, das sieht dann so aus.
schwarz.jpg
schwarz.jpg (33.8 KiB) 1108 mal betrachtet
Wenn man mit der Kamera auf Weiß misst, dann wird auch hier die Belichtungsmessung auf 18% Grau gestellt, das sieht dann so aus.
weiß.jpg
weiß.jpg (33.47 KiB) 1108 mal betrachtet
Wir erhalten also beidesmal ein 18%iges Grau egal ob die Fläche schwarz oder weiß ist, einzig die Belichtungswerte sind verschieden.

Um nun ein korrektes Schwarz zu bekommen müßte ich in der Kamera eine Unterbelichtung einstellen, siehe Belichtungseinstellung.
Das sieht dann so aus.
schwarz-korrekt.jpg
schwarz-korrekt.jpg (34.86 KiB) 1108 mal betrachtet
Um nun ein korrektes Weiß zu bekommen müßte ich in der Kamera eine Überbelichtung einstellen, siehe Belichtungseinstellung.
Das sieht dann so aus.
weiß-korrekt.jpg
weiß-korrekt.jpg (28.88 KiB) 1108 mal betrachtet
Ich muss also für Schwarz unterbelichten und für Weiß überbelichten, also zwei völlig gegensätzliche Dinge in nur einer Aufnahme, was ja nicht möglich ist.

Nun schaut aber mal genau hin, was bei der Unterbelichtung und Überbelichtung passiert ist.

Ich hatte bei schwarz eine Belichtungszeit von 1/10tel Sekunde nach Unterbelichtung eine Zeit von 1/60stel Sekunde.

Ich hatte bei weiß eine Belichtungszeit von 1/500stel Sekunde nach Überbelichtung eine Zeit von 1/125stel Sekunde.

Die beiden liegen also gar nicht so weit von einander weg, da ich bei einer einzigen Aufnahme nicht zwei unterschiedliche Zeiten einstellen kann, nimmt man eine Zeit dazwischen. Also 1/80 oder 1/100 je nachdem ob du mehr das weiß oder das schwarze korrekter Belichten möchtest. In deinem Fall möchtest du ja etwas mehr Struktur vom Hund sehen dann würde ich hier in diesem Belichtungsbeispiel auf 1/80stel gehen.

Nun hat man ja nicht immer die Zeit das ganz genau so auszumessen, was kann man also tun.

Man kann im Winter einfach mal austesten, wieviel Überbelichtung die eigene Kamera verträgt, in der Regel sind plus 1 bis 1 1/3 Blenden kein Problem, so eine Überbelichtung könnte man also im Winter wenn Schnee liegt, grundsätzlich einstellen.

Wer es genau mag, kauft sich einen Belichtungsmesser oder eine Expodisc, mit der Expodisc misst man nicht nur den korrekten Weißabgleich, sondern findet auch die korrekte Belichtungsmessung, da auch hier 18% Grau gemessen wird, allerdings nicht von irgendwelche Oberflächen die irgendwelche Farben reflektieren sondern, es wird die einfallende Lichtmenge gemessen, die ja weiß und schwarz gleichermaßen betrifft.

So eine Expodisc ist meiner Meinung nach eine gute Investition.
Expodisc

Havaneser
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Havaneser » Sonntag 25. Januar 2015, 12:00

Super erklärt - das versteh sogar ich - vielen Dank!
Grüße aus SH,
Jutta

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gergro
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von gergro » Sonntag 25. Januar 2015, 13:24

Hallo Willi,
ich hab das mit dem wegschneiden der halben Person auch ausprobiert, es aber dann wieder sein lassen weil es meiner Meinung nach einfach zur Bildaussage dazu gehört.
Da wirft jemand einem Hund ein Spielzeug zu und er fängt es im Sprung.
Keine Frage das die ganze Person im Bild natürlich schöner wäre aber ich seh da kein Fotografisches Kunstwerk sondern einen Schnappschuss und die müssen nicht immer perfekt sein.
Viele Grüße... Bernhard
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Lenno

Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Lenno » Sonntag 25. Januar 2015, 13:45

Die Expodisc mal bei der Arbeit

Video


Die Kamera misst das Licht das von Oberflächen reflektiert wird,
dummerweise reflektiert "Schwarz" das Licht nur ganz wenig, wird deshalb von der Kamera mit einer sehr langen Zeit bedacht.
Und "Weiß" reflektiert das Licht sehr stark und wird deshalb von der Kamera mit einer sehr kurzen Zeit eingestellt.
normale Messung.jpg
normale Messung.jpg (49.96 KiB) 1064 mal betrachtet
Das eigentliche Licht ist aber eigentlich von der Lichtmenge bzw. Lichtstärke für beide gleichstark in ihrem Ursprung.
Deshalb misst die Expodisc die Lichtquelle und nicht nur die Lichtmenge die von Oberflächen reflektiert werden.
Expodisc.jpg
Expodisc.jpg (47.62 KiB) 1064 mal betrachtet
Wie muss man sich den Einsatz der Expodisc vorstellen, denn wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, kann ich ja nicht erst
zum Hund hinrennen mich um 180 Grad umdrehen ein Foto machen um die korrekte Belichtung zu erhalten, wieder zurückrennen um
dann mein eigentliches Foto zu machen. - Stimmt - das geht natürlich nicht.

Wenn du mit deinem Hund auf dem Feld spazieren gehst, gibt es nur eine Lichtquelle, die Sonne, d.h. man muss nicht erst zum Hund hingegehn, (im günstigsten Fall hat man die Sonne im Rücken , bzw. man hat eine Wolkendecke wie heute man dreht sich praktisch zur Lichtquelle, denn bei einer Gegenlichtaufnahme macht das logischerweise keinen Sinn wenn man sich von der Sonne wegdrehen würde) macht kurz ein Foto mit aufgesetzer Expodisc um den richtigen Belichtungswert zu erhalten, danach dreht man sich wieder Richtung Hund und macht das eigentliche Bild. (Bei richtiger Sonne also ohne Wolken würde ich nicht direkt nach oben in die Sonne halten sondern einfach senkrecht)

Etwas anderes ist es z.B. wenn der Hund unter einem Baum im Schatten steht, dann bekommt er logischerweise nicht dasselbe Licht ab, wie das Herrchen auf freien Feld, in diesem Fall müsste man wirklich sich auch unter den Baum stellen um von dort aus die Expodisc in Richtung Lichtquelle zu halten.

Speziell für die Porträtfotografie im Studio, hier geht man immer zum Modell, am besten auf Gesichthöhe und richtet die Expodisc auf die Hauptlichtquelle (im Studio kann man schonmal auch mehrere Lichtquellen haben, also immer auf das Hauptlicht), allerdings würde ich hier die Expodisc mehr für den korrekten Weißabgleich einsetzen, da man hier den Grad der Beleuchtung mit den Blitzen einstellt und nicht mit der Kamera. Bei Porträts draußen bei natürlichem Licht kann man natürlich die Expodisc auch wieder zur Belichtungsfindung verwenden.

Gerade das Beispiel im Winter mit Schnee, da eignet sich die Expodisc besonders gut, ich renn jetzt auch nicht für jedes Bild mit der Expodisc los. ;)
Zumal ja auch nicht gewünscht ist, jedes Bild perfekt zu belichten und den richtigen Weißabgleich zu haben, es gibt genug
Motive wo genau das nicht erwünscht bzw. wo Bilder einfach besser zur Geltung kommen wenn sie Unter- oder Überbelichtet sind,
gegebenenfalls sogar mit etwas wärmeren oder kühleren Weißabgleich.

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emeise
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von emeise » Sonntag 25. Januar 2015, 14:20

Die Expodisc gibt's ja in verschiedenen Durchmessergrößen.

Gibt es nicht EINE für alle Objektive, wenn sie denn nur groß genug ist, um alle Durchmesser abzudecken ?
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

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Grüßle, Dieter

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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Lenno » Sonntag 25. Januar 2015, 14:30

Deßhalb hab ich eine große mit 77mm gekauft.

Ich hab da einen Trick herausgefunden wie ich die vors Objektiv mache damit sie von selber hält.
Da ist an der mitgelieferten Handschlaufe, so eine Kugel die ziehe ich nach oben bis eine kleine Lasche
übrigbleibt die ich einfach über den Sucher schiebe, so hebt die Expodisc alleine vor dem Objektiv.
Man muss sich dann nicht so komisch die Hände verrenken beim Weißabgleichsknopf drücken.
Bildschirmfoto 2015-01-25 um 15.26.39.jpg
Bildschirmfoto 2015-01-25 um 15.26.39.jpg (144.12 KiB) 1043 mal betrachtet
Bildschirmfoto 2015-01-25 um 15.26.25.jpg
Bildschirmfoto 2015-01-25 um 15.26.25.jpg (168.49 KiB) 1043 mal betrachtet

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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Horka » Sonntag 25. Januar 2015, 16:15

David, auch die Expodisc weiß nicht, dass der Schnee schneeweiß ist und der Hund schwarz. Auch sie wird wieder mittlere Werte, die aber besser verteilt sind, ermöglichen.

Das meint, dass man bei solchen Motiven selbst mit zusätzlichen Geräten nicht an einem manuellen Eingriff an der Kamera und/oder an Bildbearbeitung vorbeikommt.

Das Bild könnte im Lehrbuch für Belichtungsmessung stehen! ;)

Horst
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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Lenno » Sonntag 25. Januar 2015, 16:33

Die Expodisc ist ein Hilfsmittel, aber an einem guten Ergebnis ist es schon sehr nah dran. Und es spart Zeit.
Hunde.jpg
Hunde.jpg (288.17 KiB) 997 mal betrachtet
Ohne dieses Hilfsmittel müsste man eben Belichtungsreihen machen um daraus das bestmögliche Ergebnis herauszupicken.
Das wiederum kostet Zeit.

Optimal wäre ein Belichtungsmesser, der wiederum ist teurer und in der Handhabung nicht unbedingt einfacher.

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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von emeise » Sonntag 25. Januar 2015, 18:55

Danke, eine große und nur eine Expodisc, das geht also. Sehr vernünftig.

Dann der Schlaufentrick, - nicht übel.
____________________________________________

Der Hauptzweck einer Expodisc ist aber wahrscheinlich die Ermittlung des manuellen Weißabgleiches ( WB ) ?!

Da macht man vor dem eigentlichen Bild ein Referenzbild.
Bei der Belichtungszeit-Ermittlung macht man ebenfalls ein Bild vorher.

Meine Frage, - kann man beides mit einer Aufnahme erledigen ( immerhin ist die WB Festlegung eine extra Prozedur ) ?
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

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Grüßle, Dieter

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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Lenno » Sonntag 25. Januar 2015, 19:36

Bei den Lumixen wird ja der Weißabgleich mit dem SET Knopf eingestellt, eine Aufnahme im eigentlichen Sinn geschieht nicht.

Zur Ermittlung der Richtigen Belichtungszeit muss man nicht unbedingt ein Bild machen, im Prinzip reicht es zu schauen welche Belichtungszeit in einem Automatikprogramm angezeigt wird wenn die Expodisc vor das Objekitv gehalten wird, z.B
im Programm A, Blende voreinstellen, schauen was an Zeit angezeigt wird.

Ich finde es bloss praktischer ein Bild zu machen, weil ich dann im Histogramm der Kamera kontrollieren kann ob der Histogrammausschlag genau in der Mitte des Histogramms liegt. Dann ist es nämlich richtig.

Eine weitere Funktion der Expodisc, ist, das man damit den Sensor auf Sensorstaub absuchen kann, einfach die Expodisc vor dem Objektiv gegen eine helle Lichtquelle halten, ein Foto machen und man weiß wo die Schlingel sitzen.

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Re: FZ 200 schwarzes Tier in weißer Landschaft. Wie am beste

Beitrag von Horka » Sonntag 25. Januar 2015, 20:08

Der Vergleich ist schon beeindruckend.

Bei meinem Belichtungsmesser gab es die Möglichkeit zur direkten und indirekten Messung (die Termini sind mir entfallen). Bei der indirekten setzte man eine Streuscheibe vor die Selenzelle und maß vom Motiv zur Kamera. Das ist das selbe Prinzip.

Horst
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