Hallo,
dsas Thema ist außerordentlich komplex, wenn es irgendwann mal darum gehen sollte, Fotos drucktechnisch aufzubereiten. Auch deshalb, weil es dann nicht mehr um dpi (Dots per Inch) sondern Liniengrößen geht. Da kann man locker ein Wochenendseminar raus machen.
So lange Du in der elektronischen Welt bleibst, spielt die Auflösungsgröße des Bildes keine besondere Rolle. Wichtig ist einzig und allein die Gesamtgröße in Pixeln, z.B. 4608 x 3264 bei der Lumix G6. So lange Du beim Spielen mit den Reglern Deines Bildbearbeitungsprogramms keine Verschlimmbesserungen vornimmst und in einem verlustfreien Format abspeicherst (jpg ist nicht verlustfrei) und Du das Foto auch nicht verkleinerst, bleibt die Bildqualität erhalten.
Das Speichern in ein anderes dpi-Format soielt nur dann eine Rolle, wenn gleichzeitig das Bild umgerechnet wird. Dazu ein Beispiel:
Ausgangsbild: 4752x3168 Pixel aus meiner GH2, Gesamtgröße = 43,1 MB, Ausgabegröße 240 dpi

- Unbenannt-1.jpg (70.89 KiB) 3396 mal betrachtet
Im zweiten Beispiel ist die Ausgabegröße auf 72 dpi verringert worden. Allein dadurch verändert sich die Dateigröße und die Qualität noch nicht. Das Gesamtgröße des Bildes, gemessen in Zoll oder cm wird bei verringerter relativer Auflösung (dpi) entsprechend größer.

- Unbenannt-2.jpg (70.85 KiB) 3396 mal betrachtet
Erst wenn Du entsprechend der verringerten relativen Auflösung die Bildgröße neu berechnen lässt, wird die Datei kleiner und das Bild schlechter. (Beispiel 3) Hier hat sich zwar die Größe in cm nicht verändert, dafür aber die Größe in Pixel bzw. MB

- Unbenannt-3.jpg (76.78 KiB) 3396 mal betrachtet
Die Maßeinheit dpi spielt eine wichtige Rolle beim Ausgabegerät (Monitor, Laserdrucker, Satzbelichter) sowie beim Scannen. Wenn Dein Uralt-Monitor, Drucker etc. nur wenige dpi darstellen kann, dann wird das Bild eben entsprechend grobrastiger.
Warum Deine Kamera unterschiedliche relative Auflösungen abspeichert (180 dpi, 96 dpi, 72 dpi) weiß ich nicht. So lange die absolute Größe, also die native Pixelgröße erhalten bleibt, bleibt die Gesamtqualität erhalten. Zur Not kannst Du das nach dem obigen Beispiel aus Photoshop CS 2 wieder ohne Verluste rückgängig machen.
Ich hoffe, ich habe jetzt keine Verwirrung gestiftet.
mfg Wolfgang B.