miss_sophie hat geschrieben:
Leider ist das auch nach den Tipps aus dem Forum noch immer so - und mein Bearbeitungsprogramm zeigt "geringe Druckqualität" an.
Was ist das für ein Bearbeitungsprogramm?
Erstellst du gerade ein Buch? oder ein anderes Druckerzeugnis.
Falls das der Fall ist, ein Druckerzeugnis möchte meist eine Auflösung von 300dpi haben,
JPG's die aus der Kamera herauskommen haben aber nur 180dpi, also erster mögliche Punkt warum dein Programm "geringe Druckqualität" anzeigt.
Wenn du nun auch noch Bildausschnitte machst, verringert sich nochmals die Pixel Anzahl in Länge und Breite, also ein möglicher weiterer Punkt
warum so ein Programm dann meckern kann.
Abhilfe:
In Raw fotografieren, und dann das Raw entsprechend der geforderten Auflösung ausgeben.
Die Bilder müssen in einem geeigneten Programm wie z.B. Photoshop auf die gewünschte Größe / DPI gebracht werden.
Wenn man die Fotos dann in die Buchsoftware oder Software zum erstellen von anderen Druckerzeugnissen lädt, wird einem die
Fehlermeldung nicht mehr angezeigt.
Ich habe dir hier mal ein Beispiel gemacht mit verschiedenen Einstellungen.
Ich habe hier ein Bild, wenn ich in Photoshop in Bildeinstellungen - Bildgröße gehe, wird
mir folgendes angezeigt: Auflösung DPI 240 und eine Dokumentgröße, also die Größe die gedruckt wird von ca 20x11 cm.
Das heißt ich könnte hier mit diesem Bild keine DinA 4 Seite füllen, weil es nicht die nötigen Pixelmaße aufweist, es wird entspechend kleiner
gedruckt.

- 1 Auflösung.jpg (243.05 KiB) 1547 mal betrachtet
Als erstes müsste ich also eine Neuberechnung des Bildes machen indem ich die gewünschten Dokumentmaße und Auflösung eingeben,
z.B. statt 240 Pixel/Zoll auf 300 Pixel/Zoll. (wenn man es größer gedruckt haben will, z.b. 30x16cm, muss ich das entsprechend bei Breite
und Höhe eingeben.)
Merke: dies ist eine Neuberechnung des Bildes, das kann zu einer verschlechterten Bildqualität führen, aber ich sag mal bis 200% kann man das schon mal machen, ist zwar nicht optimal, aber manchmal geht es ganz gut.

- 2 300dpi.jpg (246.98 KiB) 1547 mal betrachtet
Wenn du nun hergehen würdest, und würdest z.B. einen Ausschnitt machen und das Bild auf diesen Ausschnitt beschneiden,
würde eine druckbare Größe von nur noch 7,5x5,5 cm übrig bleiben - ein Grund warum eine Buchsoftware rummeckert, da so ein kleines Bild
dann logischerweise nicht mehr auf DINA 4 oder so passt.

- 3 Ausschnitt.jpg (267.35 KiB) 1547 mal betrachtet

- 4 übrig bleibt.jpg (116.87 KiB) 1547 mal betrachtet
Eine andere Möglichkeit, damit das Bild nicht so klein wird, ist das Freistellungswerkzeug,
hier muss man dann oben eingeben, wie groß das Bild nach Beschnitt sein soll, also z.B 20x11cm bei 300dpi Pixel/ZOll Auflösung.
Doch wie ich oben schon schrieb, dies ist eine komplette Neuberechnung deines Bildes, das heißt die Pixel die nun dazu gerechnet werden,
sind eigentlich gar nicht vorhanden und dies bedeutet eine Verschlechterung deiner Bildqualität. Du hättest zwar nun eine Datei, wo die Buchsoftware nicht mehr meckern würde, weil die Maße stimmen, aber die Qualtiät des gedruckten Bildes wäre nicht sehr toll.
Das Freistellungswerkzeug eignet sich also nur für kleinere aber nicht extreme Ausschnitte, abhängig vom Ausgangsmaterial. Also immer
erstmal schauen wie groß war die Ursprungsdatei, so ein paar Zentimeter hin oder her, kann man dann schon auch mal beschneiden.

- 5 Freistellungswerkzeug.jpg (275.83 KiB) 1547 mal betrachtet

- 6 Ausschnitt.jpg (203.32 KiB) 1547 mal betrachtet

- 7 Buchseite-schlechteQualitaet.jpg (221.04 KiB) 1547 mal betrachtet
Nun hat die FZ200 nur 12MP zur Verfügung, das ist für große Drucke natürlich nicht sehr viel,
das bedeutet, das du beim Fotografieren, schon sehr sehr genau arbeiten musst, was die Bildqualität
aber auch schon der entgültige Bildausschnitt betrifft, denn logischerweise, je weniger du nachher von
deiner Ursprungsdatei wegschnippeln musst, desto mehr hast du an Pixelgröße/Dokumentgröße zur Verfügung.