Hallo,
ich habe mir mal den Panasonic Werbefilm angeschaut. Dabei sollte man nicht nur nach den Kameraeinstellungen und Settings schauen. Es zeigt sich da ein System, daß auch mit leichten Mitteln für uns Amateure anzuwenden ist. Gleich zu Beginn sieht man tolle Aufnahmen der Wellen, Strand und Lichtsituationen. Das läßt sich wie folgt realisieren:
1. Mut zu extremen Teleeinstellungen und relativ sinnfreien Detailaufnahmen. Es wird damit keine Story oder Geschichte erzählt, aber es ist eben schön im Detail die Wellen an einem Felsen aufschlagen zu sehen. Das gleiche Prinzip mit dem Strand, Sand und Tieren. Einfach nicht nur in Weitwinkel und Augenbrennweite darstellen, sondern immer viele Details zeigen.
2. Nun der dazu wichtige Folgetipp und von uns Amateuren nicht gewollt, die Nutzung eines Stativs. Bei den Teleshots sind keinerlei Verwacklungen zu sehen. Damit steigt die Bildqualität und Schärfe. Es bewegt sich nur das Wasser oder die Tiere aber nicht der Bildausschnitt! Ich filme oft an der Ostsee und trage kein großes Stativ mit mir. Dazu nutze ich sogenannte kleine Ministative mit Schnellverstellung. Die sind leicht und passen in eine Handtasche. Nun nur noch einen Stein, Mauer oder ... suchen und dann von da aus mit dem Tele reingehen. Beim Starten der Videoaufnahme noch länger filmen bis auch die letzten Vibrationen ausgewackelt haben. Im Schnittprogramm nutze ich nur den stabilen mittleren Teil.
3. Nun wieder zu meiner Ostseefilmerei, ich bin kein Frühaufsteher, dafür aber gerne am Abend unterwegs. Schnell zu Fuß oder mit Fahrrad zum Sonnenuntergang an den Strand. Nun nicht nur den Sonnenuntergang filmen, sondern eine Stunde davor schon anfangen am Strand Steine, Wellen, Schaum, Steilküste (Westrand Ahrenshoop, Darß) filmen.
Alles sieht nun viel farbiger und eindrucksvoller aus. Das Licht wirkt wärmer, manchmal wie goldig.
Nun würde ich erst auf die Kameraeinstellungen kommen. Da wären die Tipps mit der Tiefenschärfe, also nur in einem kleinen Bereich Schärfe zu erlangen und der Hintergrund verschwimmt dagegen. MIt Teleeinstellungen sollte dies leichter möglich sein, dazu noch im Videomodus und Blendenmodus A filmen. Damit läßt sich auch die Blende herunterdrehen.
Sollte nun auch noch später eine Videobearbeitung mit Farbbearbeitung möglich sein, dann das Bildprofil Cine D wählen und hier noch Kontrast, Farbsättigung und Schärfe reduzieren. Das Video wirkt so sehr flach, d.h. wenig Farbe und Kontrast. Das holen wir später im Schnittprogramm heraus. Denn nun sind im Video keine tiefschwarzen oder knallweißen Bereiche, sondern alles in einem hell- bis dunkelgrau dargestellt und damit noch alle Bildinformationen vorhanden.
Details und genaue Anleitungen kann ich hier nicht schreiben, wäre schon der Umfang eines Buches oder Lehrshootings vor Ort. Aber so schwierig wie es sich anhört ist es wirklich nicht. Man kommt sehr schnell zu Erfolgen, d.h. findet den Weg zu solchen Sequenzen wie es in den Werbefilmen dargestellt wird.
Letzter Tipp: Man darf bei diesen Filmen auch den Eindruck durch die Musik nicht vergessen. Entsprechende Lizenzfreie Musik, meist Ambient als Stil, wirkt entsprechend gut. Dazu auch den Schnitt auf den Takt der Musik abstimmen, macht gleich eine Menge aus. Auch dies ist nicht schwierig. Sollte der O-Ton des Meeresrauschens nicht gut sein, da am Meer windig und ohne externes Mikro und Windschutz unterwegs, dann dazu ein Hintergrundgeräusch aus dem Internet laden. Dies ebenfalls im Schnittprogramm bei Bedarf eingeblendet und es wird eine weitere Stufe professioneller.