FZ150 und RAW-Format

Alles rund um die Superzoomer von Panasonic – von der legendären FZ50 bis zur FZ300 (330), von der TZ1 bis zur TZ202(d)
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der.hhamburger
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FZ150 und RAW-Format

Beitrag von der.hhamburger » Sonntag 8. Januar 2012, 12:25

In dem Buch von Frank ist auf Seite 68 zu lesen, dass die Farbtiefe der FZ150 im RAW-Format 12 Bit beträgt (gegenüber der Farbtiefe bei jpg mit 8 Bit). Panasonic erklärt jedoch (auch auf nochmalige Nachfrage), dass die Farbtiefe bei RAW ebenfalls nur 8 Bit beträgt - was mir u.a. anhand von Testbildern nicht glaubhaft erscheint.
Da bisher alle Recherchen zu diesem Thema im Sande verlaufen sind, meine Frage an die Community: Hat jemand andere verlässlichere Informationen? Und weiß jemand, ob es eine Methode gibt, die Farbtiefe von Bilddateien messtechnisch zu erfassen?
Über "sachdienliche Hinweise" freut sich

der.hhamburger

Lithographin

Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von Lithographin » Sonntag 8. Januar 2012, 12:41

Hallo der.hhamburger !

Also ich kenne die FZ 150 jetzt nicht, habe aber mal eine Aufnahme von meiner FZ 100 angesehen und da wird mir bei den Bildinformationen eine Farbtiefe von 16 bit angezeigt.
Ich kann mir schwerlich vorstellen das die FZ 150 weniger haben sollte.
Ob es nun 12 oder 16 bit sind ist, für mich, eigentlich nicht die Frage. Auf jeden Fall haben sie ein deutlich größeres Bearbeitungsspektrum.

Gruß, Cristina

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emeise
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von emeise » Sonntag 8. Januar 2012, 17:25

Hallo hh,

Der Kontrastumfang des Sensors lässt sich mit der Kamera selbst ermitteln.

Man macht dabei einfach eine Fotoreihe mit jeweils der halben, bzw. doppelten Lichtmenge ( über Blende, bzw der Belichtungszeit. ), bei ISO 100 und Streulichtblende.

Idealerweise ist das Objekt ausschließlich nur eine 50% Graukarte, also neutrales Grau. Oder Gleichwertiges.

Die Auswertung geschieht z.B. über Adobe ACR oder LR, dort wird festgestellt welche der Stufenbilder
in den Tiefen bzw. Lichtern ausgereizt sind ( Dreiecke zur Farbauswertung aktivieren )

Jedes Bit entspricht einer vollen Blendenstufe, Lichthalbierung, - verdopplung.

Also beginnend von der mittlerer Belichtung wird nach oben und unten , mit halber, bzw. doppelter Belichtung fotografiert.

Keine Automatiken !! ( logisch )

Eine schöne Aufgabe für eine Studie !
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Tonsillus
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von Tonsillus » Montag 9. Januar 2012, 03:08

Was Du hier vorschlägst, hat aber nicht mit mit der Frage 8 oder 16 Bit Farbtiefe zu tun sondern mit dem Kontrastumfang. Der Kontrastumfang ist bei 8 oder 16 Bit der Gleiche, da vom Sensor abhängig. Nur die Unterteilung ist bei 16 Bit feiner.

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emeise
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von emeise » Dienstag 10. Januar 2012, 13:18

Digitalfotos haben normalerweise eine Farbtiefe von 24 Bit.

R,G und B jeweils ein Byte ( 3 x 8 = 24 )

Extreme Helligkeitsbereiche ( tiefschwarzer Schatten und gleißendes Licht ) können mit 8 Bit nicht gespeichert werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Farbtiefe_(Computergrafik)

Hier geht es um mögliche Helligkeitsabstufungen, also durch gesammelte Photonen erzeugte Spannungen des Sensors, die über einen Analog/Digitalwandler gehen.

Je mehr Stufen ( Bits ) der Wandler hat ( Ausgänge, Bits ), desto mehr Belichtungsstufen können unterschieden werden. ( Erhöhung des Kontrastumfanges http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4r ... rastumfang )

7 Bit gibt Werte von 0-127, also 128 Stufen.

8 Bit 256 Stufen. 10 Bit 1024, 12 Bit 4096 und 16 Bit 65536 Abstufungen.

Ganz wichtig : Jedes zusätzliche Bit erhöht den Informationsgehalt um das Doppelte, also um eine ganze Blendenstufe oder die doppelte Belichtungszeit !

Ob die FZ150 bei RAW jetzt 12 Bit pro Farbkanal oder mehr hat - ich habe keine Informationen darüber gefunden. Die Exif Daten zeigen auch nichts.

Wenn man die Kamera in ihren Grenzen kennen lernen will, bietet sich aber die Durchführung einer solchen Belichtungsreihe an, mit 50% Grau ( R,G und B auf Mitte = Wert 128 )

Den Wert 0,0,0 für Schwarz wird man aber nicht erreichen können, da ein Restrauschen für eine Minimalspannung sorgt. Hier muss man die Grenze an dem Punkt ausmachen, an dem das Rauschen stark zunimmt.
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von basaltfreund » Dienstag 10. Januar 2012, 19:21

nAbend zusammen,

also ich habe die Zusammenhänge so verstanden:

Der Bildsensor ist ein analoges Teil welches, erst mal, gar keine "Bitzahl" hat. Im Grunde hat er eine riesige Möglichkeit Helligkeitsbereiche zu erfassen was allerdings von seinem Eigenrauschen und das Rauschen der Vorverstärker begrenzt ist. Dabei ist es, grob gesagt, so das wenn es kalt ist das Rauschen kleiner ist als wenn es warm ist. Je näher man dem absulten Nullpunkt kommt desto kleiner wird das Rauschen. Darum werden auch hochempfindliche Wärmekameras z.B. mit flüssigem Stickstoff gekühlt.
Direkt auf der Platine des Bildsensors ist der analog/digital Wandler verbaut, der nach meinen Informationen bei der FZ100 eine Auflösung von 12 Bit hat. Das entspricht 4096 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal. Diese Rohdaten werden in der RAW Datei gespeichert.
Wenn ich jetzt die RAW Datei in einem Bildbearbeitungsprogramm, wie z.B. Photoshop CS5, öffne kann diese selbst nicht verändert werden.
Man kann sie aber als 8Bit (JPEG), 16Bit (TIFF) und 32bit Datei öffnen und später abspeichern.
Bei 8Bit, also JPEG gehen 15/16, also ca 93% der Helligkeitsabstufungen verloren. Bei 16Bit, also z.B. TIFF, geht gar nichts verloren die Helligkeitsstufen werden aber "auseinander" gezogen, die 4096 Helligkeitsabstufungen werden auf 65536 Stufen verteilt wodurch sich Lücken ergeben die aber interpoliert, also per Software geschlossen werden. In so einer Datei ist also nur jede 16. Helligkeitsabstufung echt der Rest ist gerechnet. Bei 32Bit, also irgentwas mit über 4 Milliarden, ist dann nur noch jeder Millionste (ca 4000:4Milliarden) Helligkeitsabstufung echt, die riesigen Lücken werden aber, offensichtlich, mit mathematischen Algorithmen sehr gut gefüllt.

Bitte um Korrektur wenn ich was falsches geschrieben habe.

schöne Grüsse

Michael
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von emeise » Mittwoch 11. Januar 2012, 00:00

...... Direkt auf der Platine des Bildsensors ist der analog/digital Wandler verbaut, der nach meinen Informationen bei der FZ100 eine Auflösung von 12 Bit hat. ....

Das ist doch schon mal was. Genau diese 12 Bit bestimmen den Informationsumfang.

Alles andere ist draufgesattelt, umgerechnet etc.

By the way - diese Bits finden sich leider im Histogramm nicht wieder, weil dieses in 8 Bit JPEG verrechnet ist. Aber die waagrechte Skala ist doch 'bit-mäßig' logarithmisch, weil das unserem Auge ( Blende ) gleich kommt.

Der überwiegende Informationsanteil ist weit rechts im Histogramm, die mittlere Helligkeit in der Mitte der Achse zu sehen.
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von basaltfreund » Mittwoch 11. Januar 2012, 10:25

genau, und das ist sehr schön hier erklärt:

http://www.traumflieger.de/desktop/raw/raw_start.php

Der Bildsensor ist logarithmisch sodass 50% aller Heligkeitsabstufungen die er verarbeitet im hellen (rechten Bereich) des Histogramms liegen.

Daraus schliesse ich das man, wenn man mit RAW fotogrphiert, die Bilder leicht überbelichten sollte damit man möglichst viele Helligkeitsabstufungen erwischt.
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von basaltfreund » Mittwoch 11. Januar 2012, 13:58

übrigens die Info das der A/D Wandler des Bildsensors 12bit hat kommt hierher:

http://lumix-forum.de/viewtopic.php?f=4&t=3593

und in der Fotoschule Seite 66
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von der.hhamburger » Samstag 14. Januar 2012, 17:45

Danke für die Hinweise, sie helfen ein Stück weiter. Offen bleibt jedoch die Frage nach der eigentlichen Farbtiefe der FZ150 - aber vielleicht ist das nicht so wichtig, denn wer sieht schon die Unterschiede...

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Re: FZ150 und RAW-Format

Beitrag von basaltfreund » Montag 16. Januar 2012, 18:51

die 150 hat ja einen anderen Bildsensor aber es ist ja nicht anzunehmen das der a/d Wandler eine niedrigere Auflösung als bei der 100 hat.
Also mit 12Bit kannst du ja auf jeden Fall rechnen.
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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