tiki hat geschrieben:wie schon erwähnt, die Grundeinstellung ist "Intelligente Automatik" [...]
Der Stabilisator war eingeschaltet und nach meiner Erinnerung war der immer eingeschaltet - auch nach einer Rückstellung auf Werkseinstellungen ist der Stabilisator eingeschaltet. Nachdem ich den Stabilisator ausgeschaltet hatte, konnte ich plötzlich wieder bessere Bilder machen. Für mich deshalb noch ein grösseres Rätsel, weshalb jetzt vielfach wieder schärfere Bilder mit vollem Zoom möglich sind.
Kannst Du denn im iA-Modus den Stabi anwählen? Normalerweise ist der im iA-Modus immer aktiviert, egal was Du bei der Wahl anderer Modi eingestellt hast.
tiki hat geschrieben:Die Bewegungsunschärfe ist natürlich beim maximalen Zoombereich meistens schon garantiert. Wenn aber von den maximalen Lichtverhältnissen auch höchste Verschlussgeschwindigkeit vorgegeben ist, sind bei ruhiger Hand Verwackler seltener.
Bewegungsunschärfe (Motiv bewegt sich) hat nichts mit Verwacklungsunschärfe (Kamera bewegt sich) zu tun. Deshalb ist Bewegungsunschärfe am Teleende nicht vorprogrammiert. Verwacklungsunschärfe tritt dank Stabi bei kurzen Verschlusszeiten und ruhiger Hand genau wie Du schreibst auch im hohem Zoombereich so schnell nicht auf.
Bewegungen des Motivs kannst Du auch nur mit kurzen Verschlusszeiten einfrieren. Insbesondere bei Landschaftsaufnahmen fallen die Bewegungen von Ästen und Blättern bei weiter entfernt stehenden Bäumen, Sträuchern und Büschen dem bloßen Auge kaum oder gar nicht auf, sie sind aber immer da, auch bei Windstille. Bei einer Entfernung von einem halben Kilometer und mehr sehen Deine Augen die Bewegungen nicht, die Kamera aber schon. Auf dem Bild lassen sie die Vegetation, besonders im Hintergrund, schnell unscharf, wolkig oder verwaschen aussehen.
Je länger die Brennweite, desto mehr nimmt die Geschwindigkeit der Bewegungen im Bildausschnitt zu. Ein Ast, der etwas im Wind wiegt, steht im Weitwinkel relativ ruhig, je näher er ran gezoomt wird, desto mehr wippt er hin und her und am Teleende flitzt er von links nach schräg durch das Bild und wieder zurück.
Was Du auch nicht mit dem bloßen Auge siehst und was auch im Sucher nicht auffällt, sind Luftbewegungen. Sie können aber eine Aufnahme, insbesondere im Telebereich, ganz empfindlich verbiegen und eine teilweise erhebliche Unschärfe bewirken. Diese Störungen können von Bild zu Bild sehr unterschiedlich sein.
tiki hat geschrieben: habe ich mit dem aufgeschraubten UV-Filter (teures Markenprodukt) noch einen zusätzlichen Objektivschutz. Da direkt am Meer wohnend ist UV-Filter schon ein Muss...
Nein, ein UV-Filter ist Quatsch und versaut Dir höchstens Bilder, da kann er noch so teuer gewesen sein. UV-Filter gehören in bestimmten Situationen vor Analogkameras, da Film mit UV-Licht nicht umgehen kann. Die Sensoren von Digitalkameras sind so beschaffen, dass UV-Licht eingerechnet ist. Somit kann ein UV-Filter zu Verfälschungen führen. Wenn ein Filter zum Schutz genutzt wird, was am Meer sicher Sinn macht, dann kommt nur ein guter Clear-Glas-Filter in Frage.
Im iA-Modus hast Du kaum Einfluss darauf, auf was die Kamera fokussiert. Du kannst den Auslöser zum Scharfstellen mehrmals drücken und warten, bis die Cam sich das ausgesucht hat, was Du im Fokus haben möchtest, aber mehr geht nicht. Wählt sie mal den Vordergrund und mal den Hintergrund, hast Du hinterher den Effekt, dass einige Bilder so sind, wie Du sie haben willst und andere völlig danebenliegen.
Folge doch mal Corinnas Rat und stelle hier ein paar Bilder mit Exifs ein, die zeigen, was Dir Kummer macht. Dann kommen wir dem Problem besser auf die Schliche.