Ich frag mich manchmal, ob die Leute wirklich so hässliche Umgebungen haben, daß sie derartig übertrieben mit dem Freistellen arbeiten...
Dietger
Ich frag mich manchmal, ob die Leute wirklich so hässliche Umgebungen haben, daß sie derartig übertrieben mit dem Freistellen arbeiten...
ThomasT hat geschrieben:...
Freistellen durch wenig Schärfentiefe ist meiner Meinung überbewertet. Teilweise wird dieses Stilmittel angewandt zu "seht alle her, ich bin der Depp of Field". Gerne bei modernen Stockphotos.
Wenn man nicht mit Schärfe freistellen kann, dann muss man mit anderen Mitteln freistellen. Also sein Motiv UND den Hintergrund wählen!
Beim Film wird diese Art der Freistellung, also Wahl des Hintergrundes und Beleuchtung viel viel häufiger angewandt als das Spiel mit der Schärfe. Achtet mal drauf. Ein Harry-Potter-Film ist fast durchgängig scharf. Das sollte man üben. Und dann langsam dieses Schärfespiel dazu fahren.
Daher würde ich, wenn available vorschlägt, die Brennweite zu fixieren auch mal die Blende fixieren. Z.B auf 4.0 was für viele MTF-Objektive die maximale Schärfe ist.
Photographen mögen oft Detailphotos. Von dem Poller am Hafen, von dem rostigen Schloss etc. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Photos, wo das Detail zu sehen ist, aber auch noch die Umgebung viel länger angeschaut werden und für besser befunden werden. Detail freistellen schön und Gut. Das Detail in den Fokus rücken aber mit Umgebung zeigen, ist anspruchsvoller. Wenig Schärfentiefe wirkt daher oft eher gewollt als wirklich gekonnt.
Wenn ich das Magazin unseres Forenchefs so durchblättere (Arbeiteskollegen kaufen das regelmässig) dann ist da auch nicht jedes super Bild mit wenig Schärfentiefe.
Und wenn man schon mit Schärfe und Unschärfe spielt, dann muss man auch das üben. Nicht immer ist Offenblende das beste. Vielleicht ist eben Blende 4 besser, da ist der Hintergrund unscharf aber noch erkennbar usw.