Manuelle Objektive für Nahaufnahmen mit Lumix G

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
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herbert41
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Re: Manuelle Objektive für Nahaufnahmen mit Lumix G

Beitrag von herbert41 » Donnerstag 25. November 2021, 15:06

marox9 hat geschrieben:
Mittwoch 24. November 2021, 18:47
. . . Aber für mein Verständnis von Mondaufnahmen hat ein spezieller Edmund-Achromat aus dem Angebot die richtigen Werte:
486,3mm Brennweite
Durchmesser 63,5mm
resultierende Blende 7,7
Maro, welchen Vorteil hat ein Achromat gegenüber einem Super-Tele 400mm + TK oder der Russentonne? Basteln macht ja Spaß, aber . . .
Gruß Herbert

marox9
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Re: Manuelle Objektive für Nahaufnahmen mit Lumix G

Beitrag von marox9 » Donnerstag 25. November 2021, 16:44

Hallo Herbert,
welche konkreten Werte und Preise haben Deine vorgeschlagenen Alternativen? Ich bin im Telebereich nicht so firm.
Der Vorteil eines fertigen Objektives ist mit Sicherheit die Schnecke, der Vorteil eines losen Achromaten die selbst bestimmbare Mechanik.
Über die Qualität der Edmund-Achromaten kann ich nichts sagen, nur dass mein alter Proff mir einmal Edmund empfohlen hat und er hat son Teil nachgerechnet, es war tatsächlich nur beugungsbeschränkt. Der Designer braucht halt nur auf die Korrektur auf der Achse zu achten und auf eine Abbildung aus dem Unendlichen. Jedes "normale" Objektiv wird da Kompromisse eingehen. Leitz hatte früher auch Teleobjektive mit minimalistischer Konstruktion, dh Linsenzahl, beschränkter Lichtstärke und sehr guter BQ. Heute kauft keiner mehr diese vernünftigen Lösungen, Landschaften gingen damit Spitze, halt nicht für Stadion und Beauty.
Beim Preis von 300E muss man natürlich schon 2x nachdenken, aber das sind keine Consumer-Produkte. Eine achromatische Vorsatzlinse ist als Consumerprodukt ja bezahlbar, mein Rat war, damit anzufangen. Ich habe da etwas vor.
In dem Bereich ist es sehr schwierig bzw gefährlich, "leere Vergrösserungen" zu erzeugen. Besonders mit TK ist diese Gefahr gegeben, aber das kennst Du ja selbst, wenn Deine erste Abbildungsstufe mit f22 arbeitet.
Wenn ich bei 486,3mm und f7,7 ein Bild bekomme, der nur beugungsbeschränkt ist, finde ich das für 300E g...ut. Solch ein Bild würde ich auch nicht in einer zweiten Stufe nachvergrössern, da kommt nicht mehr bei rum. Ein mfT-Sensor mit 20MP ist damit noch nicht ausgelastet, die Info kann nicht mehr besser werden, nur noch hohler. Für mich ist der Job, im Dreieck Farblängsfehler-Blendenzahl-Brennweite den für den Sensor besten Arbeitspunkt zu finden. Ein 600mm f5,6 mit ED-Gläsern kann da mehr, aber kostet das Zigfache, dafür fliegt mich Musk fast bis zum Mond, dann reicht ein Halbtele.
Beim nächsten Vollmond hätte ich gerne klare Winterluft ohne Luftschlieren. Abends steht der Vollmond bei mir über Bonn, das gibt nie scharfe Bilder, ich muss bis in die späte Nacht warten, dann kommt das Licht aus der Eifel fast ohne Luftschlieren, bei 1000mm sieht man das sofort im Sucher.
Bei allen klassischen Foto-Achromaten muss man für die Schärfe leider zuerst auf Rot verzichten. Es kann sinnvoll sein, die Achromate bei den Teleskopen, auf deren Markt, zu suchen, da gehen die Optikdesigner hin und optimieren den Farblängsfehler z.B. auf Grün und NIR, lassen dafür Blau hinten runterfallen. Bedingt durch die Chinesen sind die Teleskopobjektive günstiger geworden. Ich kann da einmal meinen Schwager fragen.
Grüsse aus der Eifel
maro

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