Das Altglas, die Blende und der Frust

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
birkarl
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von birkarl » Donnerstag 21. November 2013, 20:47

Vielleicht wird mit der folgenden Skizze klar, was ich meine:

http://www.foto-net.de/net/objektive/dof.gif

Großer Sensor -> Großer Bildwinkel -> Große Blendenöffnung, um alles auszuleuchten?
Kleiner Sensor -> Kleiner Bildwinkel -> Kleine Blendenöffnung reicht, um kleinere Fläche auszuleuchten?

:?:

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wozim
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von wozim » Donnerstag 21. November 2013, 21:32

Nein, nicht um alles auszuleuchten.
Die Blende hat mit der ausgeleuchteten Fläche nichts zu tun.
Diese wird durch den Bildkreis des Objektivs bestimmt.
Der Durchmesser des Bildkreises muss wenigstens der Diagonalen des Sensors entsprechen.
Dann kannst du von der kleinsten bis zur größten Blende fotografieren.
Gruß Wolfgang

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DocReason
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von DocReason » Freitag 22. November 2013, 07:19

wozim hat geschrieben:Nein, nicht um alles auszuleuchten.
Die Blende hat mit der ausgeleuchteten Fläche nichts zu tun.
Diese wird durch den Bildkreis des Objektivs bestimmt.
Der Durchmesser des Bildkreises muss wenigstens der Diagonalen des Sensors entsprechen.
Dann kannst du von der kleinsten bis zur größten Blende fotografieren.
... sonst würde man mit der Blende den Crop-Faktor verändern können bzw. eine Art Zoom-Funktion haben.

Abgesehen davon dokumentiert der Sensor nur, was bei ihm ankommt. Es ist quasi wie eine Person, die aus einem (kleinen) Fenster nach draußen schaut. Wenn man Teile abklebt, ist der Bildausschnitt kleiner und es wird dunkler im Zimmer, aber die sichtbare Fensterfläche bleibt gleich hell. Wenn man eine Gardine vorzieht vergrößert man die Blendenzahl und der Bildausschnitt wird dunkler, die Fensterfläche bleibt aber gleich groß.

Den Sinn des Spiegelabklebens habe ich nicht verstanden. Der wird (spätestens) beim Auslösen hochgeklappt und damit sozusagen aus dem Rennen genommen. Das wäre ja so, als ob man Teile der Fensterläden abklebt, um eine andere Öffnungsgröße zu simulieren, und sie danach öffnet, um zu schauen, ob sich dadurch etwas an der Aussicht geändert hat oder es jetzt dunkler geworden ist.
- Frank -

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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von available » Samstag 23. November 2013, 09:00

Ich glaube es geht dem Herren um die Belichtungsmessung nicht um die Belichtung an sich.
Die Messung funktioniert über den Spiegel (nicht bei geöffnetem Verschluss), also kann es für seinen Versuch theoretische Sinn machen den Spiegel abzukleben.
In der Praxis allerdings nicht, denn dazu müsste er wissen nach welcher Methode die Kamera misst.
Zu einem vernünftigen Ergebniss wird es mit dieser Methode also nicht kommen.

Ich persönlich würde meine kostbare Zeit lieber wichtigeren Dingen widmen.

Viele Grüße

Andreas

P.S. Wie sich die Geschichte verhält haben Wolfgang und ich ja bereits beschrieben.
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emeise
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von emeise » Dienstag 26. November 2013, 00:59

available hat geschrieben: Ein 50mm f/8 Objektive an mFT verhält sich wegen des Cropfaktors von ca. 2 bei gleichem Bildausschnitt, Belichtungszeit und Schärfentiefe ca. wie ein 100mm f/16 an KB!

Viele Grüße und gutes Licht. ;)

Andreas
Ein 50mm f/8 Objektiv an mFT hat die gleiche Belichtungszeit ca. wie ein 100mm f/16 an KB :?: Kaum.

Dann hätte ich mit 100mm f/8 an KB nur halb so lang zu belichten wie ein 50mm f/8 an mFT - das nenne ich Lichtstärke !



Mit der Blende ist die Brennweite ( und der Öffnungsdurchmesser, als deren Verhältnis zueinander ) doch schon berücksichtigt !
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von emeise » Dienstag 26. November 2013, 01:44

emeise hat geschrieben:
Dann hätte ich mit 100mm f/8 an KB nur halb so lang zu belichten wie ein 50mm f/8 an mFT - das nenne ich Lichtstärke !
Schlimm, schlimm, jetzt muss ich mich selbst korrigieren, weil es ja 2 Blendenstufen Unterschied sind. Es sollte heißen :

Dann hätte ich mit 100mm f/8 an KB nur ein Viertel so lang zu belichten wie ein 50mm f/8 an mFT - ....
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von available » Dienstag 26. November 2013, 05:57

emeise hat geschrieben:
available hat geschrieben: Ein 50mm f/8 Objektive an mFT verhält sich wegen des Cropfaktors von ca. 2 bei gleichem Bildausschnitt, Belichtungszeit und Schärfentiefe ca. wie ein 100mm f/16 an KB!

Viele Grüße und gutes Licht. ;)

Andreas
Ein 50mm f/8 Objektiv an mFT hat die gleiche Belichtungszeit ca. wie ein 100mm f/16 an KB :?: Kaum.

Dann hätte ich mit 100mm f/8 an KB nur halb so lang zu belichten wie ein 50mm f/8 an mFT - das nenne ich Lichtstärke !



Mit der Blende ist die Brennweite ( und der Öffnungsdurchmesser, als deren Verhältnis zueinander ) doch schon berücksichtigt !
Die zitierte Aussage bezog sich in erster Linie auf die Ausgangsfrage "Vergleich Schärfentiefe" sowie allgemeiner Schärfe.
Die Aussage der Belichtungszeit habe ich so "zitiert" und somit konstant behalten, da sie auch einen Einfluss auf die Schärfe des Bildes hat.

Blättere mal zurück auf Seite 2 und lese weiter dann findets Du die Auflösung des Rätsels.
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von emeise » Dienstag 26. November 2013, 12:44

OK , das war wirklich verwirrend formuliert ( für Neulinge ).

Die Belichtung hängt nur vom Lichtwert LW ( Blende und Zeit ) und der ISO ( und Filter ) ab. Wissen wir ja alle :P


Das mit der Schärfe ist natürlich ein interessanter Punkt, wie ich beim lesen bemerkt habe.

Zwei Blendenstufen ( f8 auf f16 ) ist, bei Crop 2 mFT zu KB, richtig, weil die Sensordiagonale halbiert ist, die Fläche aber nur ein Viertel beträgt.
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ThomasT
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von ThomasT » Dienstag 26. November 2013, 13:36

emeise hat geschrieben: Zwei Blendenstufen ( f8 auf f16 ) ist, bei Crop 2 mFT zu KB, richtig, weil die Sensordiagonale halbiert ist, die Fläche aber nur ein Viertel beträgt.
Man kanns auch anders sehen.

Halbierung der Sensorgröße und Halbierung des Blendendurchmessers. Die Fläche ergibts sich sekundär. Aber die geometrischen Verhältnisse sind linear von den Größen abhängig.
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von smokey55 » Dienstag 26. November 2013, 15:38

emeise hat geschrieben:.........
Die Belichtung hängt nur vom Lichtwert LW ( Blende und Zeit ) und der ISO ( und Filter ) ab. Wissen wir ja alle :P
.........
Kann man sich da so sicher sein?
Hier gibts Fragen zum Thema Bildwirkung/Schärfentiefe beim Übergang von KB auf M43 wo gleichzeitig noch über den Zusammenhang Belichtungszeiten zu Sensorgröße bzw -Empfindlichkeit diskutiert wird.
Ich meine, dass jemand der das mit den Belichtungszeiten nicht verinnerlicht hat sich über die Auswirkungen der Sensorgröße auf die Tiefenschärfe erst mal keine Gedanken machen sollte ...
Ist aber nur meine pers. Meinung, fragen im Internet kost ja nix, antorten kostet schon was ;-)

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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von emeise » Dienstag 26. November 2013, 23:31

smokey55 hat geschrieben:...
Ich meine, dass jemand der das mit den Belichtungszeiten nicht verinnerlicht hat sich über die Auswirkungen der Sensorgröße auf die Tiefenschärfe erst mal keine Gedanken machen sollte ...
Ja das stimmt, denn die Veränderung der Schärfentiefe ( mFT - KB ) ist nicht so einfach wie man denken könnte.

Auch das obige Beispiel, - 50mm f/8 an mFT entspricht ca. der Schäfentiefe 100mm f/16 an KB - , ( wenn ich's verstanden habe )
ist nur halb-richtig und die Werte scheinen so nicht zu stimmen. Die Zusammenhänge sind gegenläufig und nicht linear ( Link klicken ).

Ich jedenfalls könnte das einem Anderen jetzt nicht eindeutig erklären. Warum ?

Schaut mal hier : Schärfentiefe - Sensor
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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von wozim » Mittwoch 27. November 2013, 14:40

Und wenn du den Rechner benutzt und die entsprechenden Werte eingibst, kommst du zu Andreas Aussage:

Kleinbild 50 mm real
F/5,6 Schärfentiefe 118 cm

µFT 25 mm real (Bildwinkel 50 mm KB)
F/2,8 Schärfentiefe 119 cm


Kleinbild 100 mm real
f/5,6 Schärfentiefe 28 cm

µFT 50 mm real (Bildwinkel 100 mm KB)
F/2,8 Schärfentiefe 29 cm

:lol:
Gruß Wolfgang

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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von wolf49 » Mittwoch 27. November 2013, 16:50

Hallo Wozim,
betrifft die Fokussierung von Altglas an G6
schön mal einen "Oldtimer" im Forum zu treffen,der wie ich eine Altglas-Sammlung aus Mittelformat Zeiten (Mamiya 645/1000S,PentaconSix)pflegt.
Wenn ich dich richtig verstanden habe sind die alten Tele-Scherben wie CZJ Sonnar 2,8/180, 4/300 und das Prakticar 5,6/500 (alles Mittelformat) recht gut zu gebrauchen, die Sonnare sogar mit offener Blende. Jedenfalls bin ich mit den Ergebnissen nicht unzufrieden bis auf die elende Schärfeeinstellung an der G3. Wie sieht es mit der Fokussierung an der G6 aus, hilft hier das Focus-Peaking wirklich oder ist das nur ein Werbegag?
Wäre nett wenn du mir antworten könntest
Gruß
Wolfgang

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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von wozim » Mittwoch 27. November 2013, 17:04

Hallo Wolfgang,

mit der G3 und der Lupe ging es schon ganz gut.
Die Lupe und Focus-Peaking an der G6 machen es es noch deutlich einfacher. :D
Gruß Wolfgang

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Re: Das Altglas, die Blende und der Frust

Beitrag von wolf49 » Mittwoch 27. November 2013, 17:17

Hallo Wolfgang,
naja mit Lupe und 500mm bei knapp 5kg Gewicht und entsprechendem Stativ mit 3kg Kugelkopf ist das kein Vergnügen das Bild scharf zu stellen,
deshalb will ich mir die G6 zulegen und die Gelegenheit ist zur Zeit günstig.
Vielen Dank für die schnelle Antwort
Gruß
Wolfgang
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