Langes Tele für die G

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
Benutzeravatar
Cristobal
Beiträge: 1099
Registriert: Samstag 20. Oktober 2012, 16:54

Langes Tele für die G

Beitrag von Cristobal » Samstag 6. April 2013, 16:14

Hi,

ich bräuchte mal etwas Unterstützung zu meinen Überlegungen bez. einem langen Tele für die G5. Ich habe zwar noch über ein Jahr Zeit, bis ich das Tele wirklich brauchen werde, aber das Thema beschäftigt mich trotzdem jetzt schon. Auch weil ich mich noch mit so einer Brennweite vertraut machen möchte und dann auch mit den Eigenheiten des Objektives selber.
Mein Grundgedanke:

Ich glaube nicht besonders fest daran, dass uns Pana mit einer guten langbrennweitigen Festbrennweite beglücken wird.
Deshalb möchte ich mich schon rechtzeitig umschauen, was der Markt der Anderen so bietet, Fokus auf gebraucht, gut und bezahlbar.
Aufgabe für das Objektiv: ca. 400mm, F 5.6 und es sollte den Rest an Schärfe bieten, das dem 100-300 am langen Ende fehlt. Bin zwar mit dem 100-300 sehr zufrieden, v. A. wenn man den Preis berücksichtigt, im Vergleich mit einer Festbrennweite oder einem sehr guten Zoom fehlt aber doch etwas.
Sprich, ich komme nicht um das Adaptieren eines Fremdanschlusses herum. Und jetzt die Frage:
Wie sieht es mit der Funktion von Objektiven aus, die keinen Blendenring haben, z.B. EOS EF-Objektive (oder Fremdhersteller für den Anschluss)? Bei einem "normalen" Alt-Glas stellt man doch die Blende am Objektiv ein, den Rest kann die Kamera. Wenn das Objektiv aber keinen Blendenring hat, kann man den dann über die Kamera ansteuern oder ist das eine Frage des Adapters?
Ich werde zwar nicht gleich morgen so ein Objektiv kaufen, möchte aber nicht bei einer möglichen günstigen Gelegenheit unsicher sein.

Eine weitere Variante wäre, ein 4.0/300 mit 1.4 Telekonverter. Hat einer von Euch so etwas im Einsatz?

Danke für Eure Hilfe

Gruß

Reinhard

Benutzeravatar
Hans Herren
Beiträge: 1355
Registriert: Montag 19. Dezember 2011, 14:19
Wohnort: CH-Einigen
Kontaktdaten:

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von Hans Herren » Samstag 6. April 2013, 16:20

mir wäre da ein Tele 300mm mit einer Blende von 2,8 lieber..
Mir fehlt es immer etwas an Licht nicht an Nähe!
SORRY beantwortet zwar die Frage nicht, aber ein Telekonverter ist auch nicht das gelbe vom Ei..
Liebe Grüsse Hans.
http://portfolio.fotocommunity.com/juansbildergalerie" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.flickr.com/photos/142463665@N05/" onclick="window.open(this.href);return false;

Benutzeravatar
basaltfreund
Ehrenmitglied
Beiträge: 16055
Registriert: Freitag 23. Dezember 2011, 20:13

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von basaltfreund » Samstag 6. April 2013, 16:38

es gäbe auch noch sowas hier:
http://www.amazon.de/Walimex-500-Linsen ... =mft+500mm" onclick="window.open(this.href);return false;

Ist dir aber wahrscheinlich zu Lichtschwach.
viele Grüsse aus der Eifel Michael
G3 - Kit 14-42 - Raynox 150 - Pana 100-300 | SONY RX100M3 | SAMSUNG S7edge

Benutzeravatar
Hans Herren
Beiträge: 1355
Registriert: Montag 19. Dezember 2011, 14:19
Wohnort: CH-Einigen
Kontaktdaten:

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von Hans Herren » Samstag 6. April 2013, 17:02

für mich zu Lichtschwach und die Abbildungsqualität lässt arg zu w'ünschen übrig.
Nein, nichts für mich, da hast du recht..
LG. Hans.
http://portfolio.fotocommunity.com/juansbildergalerie" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.flickr.com/photos/142463665@N05/" onclick="window.open(this.href);return false;

Benutzeravatar
available
Beiträge: 6298
Registriert: Samstag 27. August 2011, 11:36
Kontaktdaten:

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von available » Samstag 6. April 2013, 17:07

Hallo Reinhard,

ich glaube, Du kennst meine Ansprüche inzwischen ganz gut und weißt auf was ich hinaus möchte.
Prinzipiell stimme ich Dir mit Panasonic zu. Ich denke bereits die Eigenschaften des kommenden Lumix 2.8/150mm zu kennen.
Es wird nach meinen Erfahrungen eine relativ schwache Offenblende mit vielleicht 30% Randabfall haben undd seine volle Auflösung erst bei f/5.6 erreichen. Zusätzlich wird es auch auf weitere Entfernungen etwas nachlassen. Für mFT allerdings in dieser Brennweite das Beste was es bis dann geben wird. Das 100-300 hat seine beste Abbildung bei 150mm erst bei f/8.0 und benötigt somit die doppelte Lichtmenge

Ein paar wichtige Fragen zu Deinem Thema:

- Was willst Du fotografieren? Hochdynamische oder statische Motive? Du wirst zum Großteil auf einen AF und mit einem Lumix-Gehäuse auch auf einen Stabi verzichten müssen. Alleine das Fokussieren wird ohne Stativ schon etwas schwieriger und verlangt einiges an Technik, Übung und Erfahrung.
- Wie teuer darf das ganze werden?
- Wie groß und schwer darf das ganze werden?
- Wie hoch sind die Ansprüche?

Prinzipiell kannst Du adaptierte "fremde" Objektive ohne Blendenring nicht mittels der Kamera abblenden. Es gibt jedoch einige Adapter die einen zusätzlichen Blendenring im Adapter besitzen mit dem ein Abblenden möglich ist. Allerdings leidet wohl die Auflösungsqualität darunter, die die Position der Blende nicht optimal ist.
Es stellt sich aber die Frage, ob ein Abblenden überhaupt notwendig ist. Ich verwende u.a. ein adaptiertes Canon 4.0/70-200mm welches ich mir ganz zu Anfang extra für die GH2 gekauft hat. Das Teil hat eine hervorragende Auflösung und ich habe ein Abblenden nie vermisst, da ich zu 99% eine kurze Zeit benötige. Wichtig dabei ist allerdings, das die Linse eine sehr gute Offenblendtauglichkeit hat.

Ältere Objektive mit Blendenring haben dieses Probleme nicht. Man muss jedoch genau wissen was man dann kauft. Die Ansprüche an Auflösung sind in den letzten Jahren sehr gestiegen und die Frage ist, ob Du damit wirklich bessere resultate als mit dem 100-300er mit AF erreichst.

Eine andere Alternative (und diese favourisiere ich gerade) ist das Adaptieren von den FT-Linsen. Du hast zwar einen langsamen AF, aber ansonsten den vollen Komfort und sie sind für die digitalen Sensoren entwickelt worden. D.h. das Licht gelangt nahezu perfekt senkrecht auf den Sensor. Diesen Unterschied kann man an der Auflösung und am Kontrast sehr gut sehen.
Mein Zuiko 2.0/150mm kennst Du ja bereits. Eine Top-Linse, die wirklich alle Kriterien für eine gute Linse erfüllt. Ich habe mir gerade zusätzlich den 2-fach Telekonverter von Olympus gekauft. Der ist nicht gerade billig passt aber perfekt zu der Linse und ich habe somit ein 4.0/300mm mit einer Top-Auflösung auch am langen Ende.

Übertroffen wird das ganze natürlich vom ZUIKO DIGITAL ED 300mm 1:2.8 für 6500,-€ :o (evtl. sogar mit Konverter) Dann hast Du einen Top-Abbildung und keine Sorgen mehr.
Für mich ist das allerdings auch etwas zu viel.

Mit weniger Lichtstärke, Geld und ganz gut zum Üben ist das Walimex, welches Michael vorgeschlagen hat sicherlich auch ganz gut.
Zu vergessen ist allerdings nicht: Ein LW entspricht dem doppelten an Licht.

Viele Grüße

Andreas
Mein Flickr
G3/GH2/E-M1
Wali 7.5
Pan 7-14/14-42/1.2 42,5/45/100-300
Nokt 0.95/25
Oly 45/75/12-40/40-150
Zeiss 1.4/50/85
Canon 70-200
Leica Summicron-M 2/50
Zuiko FT 2/14-35/50/150
Elinchrom
Gorilla/Benro B0,Sirui T025/C10/N2004/K20x,Nodalninja, Pelicase

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Samstag 6. April 2013, 21:27

Hallo Reinhard,
das 100-300 mm bringt an der GH3 mit f/8 und 300 mm positive Ergebnisse, wenn mit dem elektronischen Verschluss belichtet wird. Schau dir mal die Bilder im Systemkameraforum an. Auch Flugobjekte sind mit der richtigen AF-S Einstellung kein Problem mehr.

Mein 500 mm spielt mit dieser Technik ebenfalls in einer anderen Liga.

Freihand 300 mm ab 1/50 Sek.

RW2 sollte bei diesen Brennweiten genommen werden. Kann gerne RW2 Dateien als Beweis hochladen.

Ein erfahrener Forent bestätigt meine Erfahrungen in ähnlicher Form für die G5.

Benutzeravatar
Cristobal
Beiträge: 1099
Registriert: Samstag 20. Oktober 2012, 16:54

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von Cristobal » Samstag 6. April 2013, 22:36

Hallo,

erst einmal Danke an Alle für die Eure Vorschläge. Konkret soll das Objektiv in der Wildlife-Fotografie eingesetzt werden. Hier habe ich im letzten Jahr festgestellt, dass 300mm schnell mal knapp werden können. Daher plane ich, das 100-300 auf einem Gehäuse und wenn möglich, mehr Brennweite auf einem anderen Gehäuse.
Da keine der Lösungen optimal ist, möchte ich auch nur begrenzt Geld ausgeben. Ich versuche quasi die beste Lösung für einen relativ geringen Einsatz zu finden.

So etwas Ähnliches wie das Walimex habe ich schon im Schrank, ist ein anderes Label, dürfte aber die gleiche Konstruktion sein. Hatte das Objektiv noch nie an der G5, hat mir aber an der Oly schon nicht gereicht.

Ein 2.8/300 kommt nicht in Frage, das sprengt eindeutig den finanziellen Rahmen.

Andreas hat mir schon die sehr wichtige Frage, wie es mit der Nutzung von EF-Objektiven aussieht. Das sind zwar Einschränkungen, aber zumindest weiß ich jetzt, dass es überhaupt funktioniert. Sollte mir mal ein günstiges Canon EF 5.6/400 über den Weg laufen, kann ich mir überlegen, ob das was wäre.

Eine andere Option ist ein 4.5/300 Nikon + Telekonverter 1.4, das ist eine relativ günstige Geschichte und hat noch den Reiz mehrere Objektive verlängern zu können, z.B. das Nikon 2,8/180 - das war damals eine absolute Top-Linse.

Ich denke beide Varianten könnte optisch auch noch recht gut sein, wahrscheinlich mit Vorteilen beim Canon.

Die manuelle Scharfstellung hoffe ich in den Griff zu bekommen, der fehlende OIS schmerzt schon etwas mehr. Egal was, es wird auf jeden Fall noch zusätzlich wegen dem Bildstabi an meiner alten Oly adaptiert werden.

Ich denke, ich werde nach und nach etwas herumprobieren. Allzu viel Geld geht nicht verloren, da man die Objektive meistens mit geringem Verlust wieder verkaufen kann.

Wenn ich brauchbare Ergebnisse habe, werde ich berichten.


Danke Euch!


Gruß Reinhard

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 07:55

Vergleich EV/MV bei 300 mm:

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 07:56

EV 300 mm nah:

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 07:58

EV 300 mm fern:

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 08:10

EV 500 mm - Freihand - Motivabstand 70 m - Bißauslöser

Benutzeravatar
Cristobal
Beiträge: 1099
Registriert: Samstag 20. Oktober 2012, 16:54

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von Cristobal » Sonntag 7. April 2013, 11:51

Hallo Gerd,


danke für Deine Beiträge. Ich kenne das 100-300 ganz gut und bestätige gerne, dass ich damit auch sehr gute Bilder machen konnte. Was ich suche, ist etwas mehr Brennweite bei guter Quali, da langt mir das 500er Walimex nicht ganz. Das 100-300 setze ich weiter ein.
Vielleicht werde ich aber wirklich mein 500er - ist ein Beroflex - adaptieren und erst einmal damit herumprobieren, alleine um die manuelle Scharfstellung mit so einer Brennweite zu üben. Die Quali der Bilder hatte mich aber schon damals nicht überzeugt.


Gruß Reinhard

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 12:18

Hallo Reinhard,
vielleicht stellt hier im Forum jemand einen kleinen Vogel im Aufnahmeabstand von 50 m mit 300 bzw. 500 mm und erstklassigen Objektiven ein.

Ausgezeichnete Vogel Aufnahmen mit gringem Motivabstand gibt es viele.

Seit der GH3 hat das 100-300 mit EV bei 300 mm und f/8 erheblich zugelegt. Sowohl im AF Verhalten, als auch in der Abbildeleistung. Leider habe ich keine G5 zum Vergleich.

Beim EV ist die Auslöseverzögerung spürbar geringer. Der MF mit dem 500 m erledige ich via Bißauslöser. Eine Hand an Cam und eine Hand am wunderbaren Fokusring, der leider bei meinem 100-300 nicht so toll ist. Auslösing via Biß.

Benutzeravatar
available
Beiträge: 6298
Registriert: Samstag 27. August 2011, 11:36
Kontaktdaten:

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von available » Sonntag 7. April 2013, 12:36

Bei 300-500mm und einem Abstand von 50m zu einem kleinen Vogel wird man nicht mehr sehr viel sehen und extrem Vergrößern müssen.
Außerdem spielen bei diesem Abstand schon sehr viele nicht reproduzierbare Dinge eine Rolle die einen Vergleich unmöglich machen. Als Fotograf kann man die Ergebnisse dann entsprechend beeinflussen um eine Linse besser zu positionieren. Zu beobachten ist dies u.a. auch an sehr vielen Mondbildern.

Das 100-300mm ist auch durch den EV nicht besser geworden. Warum auch. Es wurde dadurch nichts am Objektiv verändert. Der EV hilft aber das Gehäuse nicht erst in Schwingungen zu versetzten was der Abbildung sehr helfen kann. Diese Verschlusstechnik wird noch eine große Zukuft haben wenn die Kinderkranheiten des rolling shutter gelöst sind und er unter allen Bedingungen einsatzbar ist.
Das der AF des 100-300ers durch den EV verbessert worden ist halte ich allerdings für ein Gerücht. Meiner Meinung nach ist die AF-Prozedur vor Verschlussprozedur abgeschlossen. Kannst Du mir eine technische Erklärung dafür geben.

Viele Grüße

Andreas
Mein Flickr
G3/GH2/E-M1
Wali 7.5
Pan 7-14/14-42/1.2 42,5/45/100-300
Nokt 0.95/25
Oly 45/75/12-40/40-150
Zeiss 1.4/50/85
Canon 70-200
Leica Summicron-M 2/50
Zuiko FT 2/14-35/50/150
Elinchrom
Gorilla/Benro B0,Sirui T025/C10/N2004/K20x,Nodalninja, Pelicase

sardinien

Re: Langes Tele für die G

Beitrag von sardinien » Sonntag 7. April 2013, 14:43

available hat geschrieben:Das 100-300mm ist auch durch den EV nicht besser geworden. Warum auch.
Andreas,
meine diversen Tests mit und ohne Stativ zeigen für mich und einige Andere sehr wohl unterschiedliche Ergebnisse zwischen MV und EV, die mit Verwacklungsunschärfe bzw. Vibrierungen nicht zusammenhängen. Siehe Vergleichsbild oben. Auch das Rauschverhalten ist bei ISO 800 und 1600 geringer beim EV.

Das Schließen des MV bewirkt eine Verzögerung, die beim EV entfällt. Beim MV an spiegellosen Cams muss der Verschluss zunächst schließen, definiert öffnen, zum Auslesen wieder schließen und für den Liveview wieder öffnen.

In dem oben verlinkten Thread sind einige wissenschaftliche Aufarbeitungen.
Bei 300-500mm und einem Abstand von 50m zu einem kleinen Vogel wird man nicht mehr sehr viel sehen und extrem Vergrößern müssen.
Bin eher der Fotograf, der Freihand, ohne Netz und doppelten Boden, ablichtet. Da sind 50 m Motivabstand nicht ungewöhnlich. Muss ja nicht immer eine herausragende Bildqualität sein.


Meine AF-S Einstellungen:
Fokus-Auslöse-Prior.: Release ( um die Peep Verlängerung zu umgehen. Diese Einstellung schränkt für mich die Funktion des AF nicht ein.)
Ein Beschleunigung des Auslösevorgangs könnte noch diese Einstellung bewirken:
Auslöser halb drücken: ON

Hier 300 mm Mond am Nachmittag mit f/8 Freihand 1/320 Sek. mit EV.

Antworten

Zurück zu „Objektive für die G-, GH-, GF-, GM- und GX-Reihe“