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Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Mittwoch 24. September 2014, 09:07
von schöpfungdigital
Hallo,

ich habe mir vergangene Woche bei der Photokina mal das Oly Makro ausgeliehen und getestet. Dabei interessierte mich neben der Makrofunktion auch der "Normalbetrieb", und ich war von den Abbildungsleistungen ganz angetan. Nun war die Motivauswahl begrenzt, so dass ein Gesamturteil so natürlich nicht möglich ist. Deshalb meine Frage: Welche Erfahrungen haben andere mit dem Objektiv gemacht - einerseits als Makro und andererseits als "normales" 60er? Hat vielleicht sogar jemand die Leistungen in einem der beiden Bereiche mit denen des Pana Leica 2,8/45 verglichen?

Gruß Joachim

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Mittwoch 24. September 2014, 10:06
von strandgut
Das Glas ist enorm vielseitig und nicht nur für Makros zu gebrauchen, sondern auch als kurzes Tele. Auch das Bokeh ist sehr schön.
In dieser flickr Gruppe gibt es reichlich Bilder https://www.flickr.com/groups/olympus60macro/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Hier eins meiner favs, das aus meiner GM1 stammt und den "Normalbetrieb" mit Gegenlicht (ohne Streulichtblende) zeigt https://flic.kr/p/oTDuAP" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Für mich eine klare Empfehlung!
Grüße & gutes Licht
Jan
P.S.: Wenn Du das 45er auch Dein eigen nennen solltest, erübrigt sich die Frage nach dem Panleica eh ;-)

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 08:54
von schöpfungdigital
strandgut hat geschrieben:Das Glas ist enorm vielseitig und nicht nur für Makros zu gebrauchen, sondern auch als kurzes Tele. Auch das Bokeh ist sehr schön.
In dieser flickr Gruppe gibt es reichlich Bilder https://www.flickr.com/groups/olympus60macro/" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Hier eins meiner favs, das aus meiner GM1 stammt und den "Normalbetrieb" mit Gegenlicht (ohne Streulichtblende) zeigt https://flic.kr/p/oTDuAP" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Für mich eine klare Empfehlung!
Grüße & gutes Licht
Jan
P.S.: Wenn Du das 45er auch Dein eigen nennen solltest, erübrigt sich die Frage nach dem Panleica eh ;-)
Hallo Jan,

besten Dank für die beiden Links, besonders den zu deinem Lieblingsfoto. Was die Brennweite angeht, so wäre in der Tat nur das Oly eine Erweiterung meines Bestands. Aber da der Makrobereich den Auslöser für die Kaufüberlegung darstellt, würde mir das wenig nützen, wenn die Makroleistung des Oly schlechter wäre als die des Panaleica. Deshalb die Frage nach dem Vergleich. Eine gute Qualität im "Normalbetrieb" wäre vor allem dann ein wichtiges Argument, wenn die Makroleistung zumindet vergleichbar ist. Dann würde ich mit dem Oly zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und meine Ausrüstung sowohl in Richtung Makro als auch in Richtung Festbrennweite erweitern. Deine Aussage lese ich so, dass das aus deiner Sicht der Fall wäre.

Gibt es andere, die beide Objektive direkt verglichen haben, und/oder die Erfahrungen von Jan ergänzen können?

Gruß Joachim

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 10:28
von panne
schöpfungdigital hat geschrieben: ...
Gibt es andere, die beide Objektive direkt verglichen haben, und/oder die Erfahrungen von Jan ergänzen können?

Gruß Joachim
Hallo Joachim,

ich nutze beide Objektive und würde bei deiner Randbedingung das Oly empfehlen. Beim Einsatz im Macro-Bereich ist die Bildqualität ähnlich gut, der AF des Oly ist etwas schneller. Die Unterschiede bzgl. Naheinstellgrenze werden durch die Länge des Oly wieder ausgeglichen => kein Vorteil. Der Fokusbegrenzer des Oly ist bei Macros nützlich, ein Klick und du bist in der 1:1 Stellung. Die Streulichtblende des Oly ist wesentlich praktischer als die des Pana, die lässt sich nicht umgekehrt aufsetzen, das Pana braucht, obwohl kleiner als das Oly, mehr Platz in der Fototasche. Nicht vergessen, die Streulichblende muß beim Oly extra bezahlt werden!

Ich nutze das Pana auch gerne für die Landschaftsfotografie, die Farbwiedergabe finde ich sehr schön, das Oly nutze ich auch schon mal für Portraits. Müsste ich mich heute entscheiden, würde ich das Pana nicht mehr kaufen, da ich auch das Oly 45/1.8 besitze.

Gruß
panne

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 10:30
von partisan
nach allem was ich gelesen habe ist die BQ des Oly mit dem 45mm panaleica mindestens ebenbürtig.
Da ich (!) für mich die 60mm im Macro-Berreich auch sinnvoller finde, da mir die 45mm wohl meist schon zu kurz wären, denke ich auch immer mal wieder über das 60mm Makro nach.

Auch besitze ich das 45mm oly bereits, was wirklich ok ist, da ich diese Brennweite eh selten nutze.
Mit einem 60mm würde ich so meine Lücke zwischen 45mm und 100mm füllen, da ich hier nichts habe bisher.

Vielleicht wird es aber auch eines Tages doch das 75mm oly, oder das 40-150 f 2,8, wenn mir die 2,8 reichen (da bin ich mir noch nicht sicher).
Aber die Frage stellt sich eben auch beim 60mm oly Makro.

Alles eben nicht so einfach :lol:


Aher wenn du v.a ein Makro suchst, ist meine Meinung, dass du mit dem oly nicht viel falsch machst,
Denke über deine Motive nach: Mir würde das wohl ebenbürtige panaleica 45mm auf Grund der Brennweite und der Fluchtdistanz meiner potentiellen Motive nicht reichen.

Hier noch mal ein Review von Robin Wong (wie immer ein wenig zu olyhörig, dennoch toll...)

http://robinwong.blogspot.de/2012/09/ol ... eview.html" onclick="window.open(this.href);return false;

LG. *** mat

Edit: ich hatte das 60mm oly auch schon mal an meiner cam und fand den ersten Eindruck prima!

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 10:47
von panne
partisan hat geschrieben: ...
Aher wenn du v.a ein Makro suchst, ist meine Meinung, dass du mit dem oly nicht viel falsch machst,
Denke über deine Motive nach: Mir würde das wohl ebenbürtige panaleica 45mm auf Grund der Brennweite und der Fluchtdistanz meiner potentiellen Motive nicht reichen.
...
Was den Abstand zu Frontlinse betrifft: Bei Annäherung an den Macro-Bereich macht das bei den beiden Objektiven keinen Unterschied, die längere Bauform des Oly gleicht das wieder aus. Beide Objektive sind aus meiner Sicht kaum geeignet um scheue Insekten abzulichten.

Gruß
panne

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 10:59
von partisan
Hmm Panne,

ich hatte das Objektiv gerade jemandem empfohlen, der damit Libellen dokumentieren möchte. :roll:

Hast du Erfahrungen damit? So extrem scheu sind sie ja nun auch nicht.
Oder sollte die person doch lieber zur FZ 1000 greifen?

Danke ** mat

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 11:53
von DocReason
partisan hat geschrieben:... ich hatte das Objektiv gerade jemandem empfohlen, der damit Libellen dokumentieren möchte ...
Grundsätzlich geht das schon (siehe Bild), aber im eigentlichen Makromodus dürfte das wegen der Fluchtdistanz schwierig werden. Im Flug sind Libellen wahnsinnig schnell. Sie überhaupt in den Bildausschnitt, geschweige denn scharf zu bekommen, dürfte fast unmöglich sein, es sei denn man arbeitet mit entsprechendem Technikaufwand.

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 19:06
von Berniyh
Wie wäre es mit dem Sigma 60mm + Vorsatzlinse?

Ist ein tolles Objektiv und wird von vielen in der Art genutzt.
(Ich selbst hab noch kein Vorsatzlinse, aber einen guten Vorsatz mir eine zu holen. ;))

Evtl. könnte das ja auch eine Alternative sein.

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 21:29
von strandgut
Libellen.... aber den Kopf formatfüllend eher nicht :roll:

BildSeejungfern by strandgutsuche, on Flickr

Grüße
Jan

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Donnerstag 25. September 2014, 21:38
von son
ja, Kopf formatfüllend... dann wohl das Sigma 105mm? Da weiß der just_me bestens bescheid.

Falls es so z.B. nicht reicht mit dem Oly:

Bild
P1300695 2 by R∂lf, on Flickr

Re: Erfahrungen mit dem Oly 2,8/60?

Verfasst: Freitag 26. September 2014, 09:11
von schöpfungdigital
Hallo,

besten Dank für die verschiedenen Rückmeldungen.

@panne: Dass ein Teil der etwas größeren Fluchtdistanz durch die größere Länge "aufgebraucht" wird, hatte ich schon gesehen. Nach meiner Rechnung bleiben aber ca. 2cm mehr übrig - oder täusche ich mich da? Das ist natürlich nicht viel, kann aber u.U. schon helfen, auch um Schattenbildung durch das Objektiv zu vermeiden. Trotzdem auf jeden Fall vielen Dank für den Hinweis.

@partisan: Im von dir angegebenen Link wird u.a. die Schärfe sehr gelobt. Genau die war mir bei meinem Kurztest auch positiv aufgefallen. Diesbezüglich finde ich das 1,8/45er nicht so überzeugend, obwohl ich das Objektiv ansonsten gerne nutze. Es scheint mehr für "weiche" Porträts optimiert zu sein.

@berniyh: Mit einer guten Vorsatzlinse machst du nichts falsch. Ich nutze selber einen Achromaten für das 45-175er (2 Dioptrien von Canon). Damit komme ich zwar nicht ganz auf den 1:1 Abbildungsmaßstab der Makroobjektive, kann aber eine größere Fluchtdistanz nutzen und so z.B. Schmetterlinge gut fotografieren. Für die ganz kurze Distanz möchte ich mir aber ein "echtes" Makroobjektiv zulegen.

Gruß Joachim
P.S.: Ich weiß, dass es auch für kurze Distanzen gute Achromaten gibt - deshalb bitte unter diesem Thema keinen neuen Werbefeldzug für Raynox und Co.!