Aus der Hand bis welche Brennweite

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
Ria
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Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Ria » Dienstag 25. August 2020, 00:01

Hallo,

Es stellt sich die Frage, wenn man z.B. eine G70 hat (vorausgesetzt man hat eine ruhige Hand), bis zu welcher Brennweite kann man aus der Hand fotografieren, wenn die Lichtverhältnisse noch als Tageslicht bezeichnet werden können?

Einmal ohne Stabilisator im Objektiv?
Einmal mit Stabilisator im Objektiv?

lG. Ria

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breitbildknipser
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von breitbildknipser » Dienstag 25. August 2020, 11:53

Habe die g6 mit dem 100 - 300er fast immer ohne Stativ benutzt. Das Objektiv hat einen Stabi. Ich versuche aber meistens mich zu stabilisieren in dem ich mich anlehnen oder das Objektiv auflege (Bohnensack).Belichtungszeit bei nicht bewegenden Motiv geht bis 1/60 Sekunde noch. Absolut Freihand 1/125 möglich.
G6, G81, pana 14-140 II, pana 100-300, pana 20 - 1.7, pana 12 - 6o,

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jessig1
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von jessig1 » Dienstag 25. August 2020, 12:35

Ohne Stabi, es gab mal Zeiten, da wußte man gar nicht was das ist :o sagt eine alte Faustregel den Kehrwert der Brennweite als längste Belichtungszeit.
Beispiel: 300mm Brennweite - 1/300 Belichtungszeit.
Je nachdem wie ruhig du halten kannst, kannst du auch länger belichten.

Mit einem Stabi verlängert sich diese Zeit aus der Faustregel nach dem, was der Stabi kann.
Gruß Jürgen

Alle wußten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.

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Der GImperator
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Der GImperator » Dienstag 25. August 2020, 12:52

Servus Ria, mein Tipp an dich : weniger Theorie, mehr Praxis! - weniger Gedanken machen, mehr Fotos machen. :)
"Generelles" als auch spezifisches Wissen kommt 'automatisch' mit dem Üben/Praktizieren, dem Mitlesen und dem Querlesen (www).
Und meist zu nem besseren/sinnvolleren/praktikableren Zeitpunkt (-raum), weil das "organischer" und praxisnäher funktioniert.

"Theorie", die dir mögichst unmittelbar zum Ausprobieren in der Praxis helfen könnte :| ............. :
Mit der Umkehrformel von Brennweite zu Shutter Speed (in KB gedacht) bekommst du einen Näherungswert, der erreichbar sein sollte/kann/übertreffbar ist.
Bsp.: Foto mit z.B. G70 und 14-140er, bei 40mm. Die 40mm an mFT entsprechen 80mm an KB (Kleinbild/Äquivalent : KB -> mFT = Faktor 2x ).
Der Umkehrwert von 80mm beträgt 1/80 sec. Das kann man also stemmen (unstabilisiert).

Je länger die BW, desto "rohriger" aber auch die Optik (nach vorne kippend). Gilt auch generell für dick/lang konstruierten Linsen. "Reine Masse" (körpernah nach unten ziehendes Gewicht) dagegen unterstützt wiederum die händische Stabilisation.
Größenfaktoren oder Masse und Haltegefühl sowie individuelle Fertigkeiten ("ruhige Hand") bezieht die Kehrwertrechnung aber nicht mit ein :idea:
Stabilisiert (Optik) habe ich mit G70 am langen Ende meiner Telezoomer (14-140 + 50-200) i.d.R. nie nennenswerte Stabiprobleme gehabt (bei Benutzung vertretbarer Zeiten).
Da ists eher bereits dermaßen lichtschwach (dunkel), daß der AF schon Schwierigkeiten bekommt, auf ne Kontrastkante scharf zu stellen, bevor mir die Stabilisation einbricht :roll: :lol: .
[ich bin übrigens definitiv kein hervorstechender "Ruhige Hand Fotograf". Insg. wohl ganz guter Durchschnitt mit Ausreißern nach oben und unten]

-> Mit baulich kurzen Linsen, mit kurzen Brennweiten, mit einer gut zum Body austarierten, möglichst massigen Linse wird man also leichter "längere Zeiten" erzielen können, als mit den langen Prügeln (und wird schwieriger mit jedem Hineinzoomen).
"MAN" :idea: :!: Wenn DU aber, statt mein Getippse hier zu lesen, jetzt (mit Cam) draußen wärst, könntest du dein "Abschußverhalten" (-> Halten der Cam, Feinjustierung Grip-Hand + Auslösefinger, Atemintervalle, Abstützhaltung Hand-Arm-Körper/Gesicht bei Bildkomposition durch den Sucher) vielfach trainieren und eigenständig "erfühlen"/analysieren.

:!: Sagen wir mal, ich sehe zur tiefsten blauen Stunde ein schönes, nur vom Umgebungslicht beleuchtetes Motiv.
Ich fühle: will es haben! Ich denke (v.a. halbbewußt): ISO muß hoch, aber lass es mich quetschen wie nur geht. Blende muß auf. Kurzer Gedanke, ob "ein wenig abblenden" bei dem Motiv nicht zwingend sinnvoll wäre (ja/nein).
Nun ergibt sich entweder gar nix, weil es ein "flüchtiges Motiv" war :twisted: :P :lol: oder es ergibt sich eine (recht lange) Belichtungszeit. Und mit der fote ich dann Punktausfertig! (und hab vorher an RAW-Zuschaltung gedacht).
Alternativ hab ich VIELLEICHT noch zwei Nachjustierungs-Optionen: die ISO zähneknirschend nochmal ne Stufe raufquälen; (falls die Optik keine fixe Blende hat) ggf. noch näher ran gehen, dann kann man rauszoomen, was wiederum noch schnellere Blendenwerte ermöglicht.
WO in diesem Prozess brauche ich Wissen (noch dazu halbgares, nicht 1:1 übertragbares) darüber, wie lange/kurz ich mit oder ohne Stabi arbeiten kann ? Sch.... drauf. Ich will diesen Abschuß :mrgreen: :!:
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mikesch0815
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von mikesch0815 » Dienstag 25. August 2020, 13:48

Angebermodus: Ich bekomm mit der GX8+100-300mm II sogar einhändig scharfe Aufnahmen hin! :mrgreen: protz, protz Gut, man nennt mich auch Stativ. :lol: (Ich vermute aber eher, das liegt daran das ich seit 35 Jahren im Verein Billard spiele und wirklich eine sehr ruhige Hand habe).

Ansonsten einfach ausprobieren. Ob man eine ruhige Hand hat oder nicht, ist individuell. Richtwerte aus der "guten alten analogen" Zeit sind nett, aber eben nur Richtwerte. Und die Stabis von heute sind einfach schon beeindruckend wirksam.
Selbst mein Smartphone hat bei der Telelinse (optisch) einen Stabi, der beachtlich ist.

so weit
Maico
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Björn
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Björn » Dienstag 25. August 2020, 14:29

Ich denke auch, dass da soviele Faktoren, sowohl persönlich als auch technisch, reinspielen, dass man sich nicht auf eine maximal mögliche Verschlusszeit festlegen kann. Das bekommt man nur durch ständiges Ausprobieren raus.
Eigentlich ist es wie beim Autofahren - Du musst durch Üben / Ausprobieren ein Gefühl für Dein Equipment entwickeln. Je öfter Du damit hantierst, desto sicherer wirst Du. Nicht nur in den technischen Einstellsachen sondern auch in Sachen persönlicher Techniken.

Ich z.B. versuche immer, einen möglichst festen Stand zu finden. Dafür nutze ich jede Gelegenheit, mich selbst irgendwo anzulehnen, abzustützen, hinzusetzen, manchmal sogar zu legen oder eben die Kamera aufzulegen. Wenn ich von vornherein weiß, es geht nicht ohne, nehme ich ein Stativ mit.
Atemtechnik ist auch so ein Ding, dass man trainieren kann. Da halte ich es wie ein Scharfschütze - vor dem Schuss wird die Atmung angehalten. Bringt auch etwas mehr Ruhe in den Körper.
Schon Deine Kamerahaltung ist ein wichtiger Faktor. Hälst Du sie wie ein Smartphone weit vor dem Körper, verwackelst Du mehr. Stemmst Du den unterstützenden Arm (meist der linke) fest gegen den Oberkörper und die Kamera gleichzeitig ans Auge (wenn Du einen Sucher hast), hilft das ungemein.
Verwendet man dann noch zusätzlich die Möglichkeiten der Kamera bzw. des Objektivs (wie bereits beschrieben), geht noch mehr. Man kann z.B. auch Serienbilder nutzen...ach, das Thema ist so umfangreich, da haben andere Leute hier schon ganze Bücher dazu geschrieben. ;)
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! ;)

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Horka
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Horka » Dienstag 25. August 2020, 16:43

Ausprobieren! Das kannst Du im Wohnzimmer vor der Bücherwand mit einer Belichtungsreihe. Abstützen bringt eine Belichtungsstufe. Und denk' daran: Manchmal ist von vier Aufnahmen nur eine scharf!

Horst
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Ria
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Ria » Dienstag 25. August 2020, 22:43

Hallo zusammen,
besten Dank für Eure ausfühlichen und zweifelsohne hilfreichen Antworten!

@ Gimperator
Wenn DU aber, statt mein Getippse hier zu lesen, jetzt (mit Cam) draußen wärst, könntest du dein "Abschußverhalten" (-> Halten der Cam, Feinjustierung Grip-Hand + Auslösefinger, Atemintervalle, Abstützhaltung Hand-Arm-Körper/Gesicht bei Bildkomposition durch den Sucher) vielfach trainieren und eigenständig "erfühlen"/analysieren.
Wo steht denn, dass ich schon ein Tele mit längerer Brennweite habe?

Mit meinem 14-42 Kit hab ich logischerweise keine Brobleme.
Da die längeren Pana Brennweiten leider nicht so Lichtstark sind (ausgenommen Leica)und ich den ISO nicht übertreiben kann, dann aber die Belichtungszeit länger sein muss, weil ich keine bessere Blende habe, verwackle ich doch zwangsläufig, ab einem bestimmten Tele, bzw. Brennweite.

Da in der G70 kein Stabi drin ist, kann/will ich auch kein Oly nehmen. Also hatte ich auf eine einfache Antwort gehofft, etwa in der Art:

z.B. bei 150 mm sollte man nicht drüber gehen, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte.

(150mm ist jetzt eine fiktive Zahl von mir, einfach mal angenommen)

Habe mir zwischenzeitlich einige youtube Videos angesehen, vorher noch mit dem Pana 175mm geliebäugelt, nun bleibe ich doch beim 35-100mm f/2.8
Die Bildqualität spricht für sich Bände und ich habe noch nicht mal einen 4K Monitor.


Damit bin ich auch erst mal vom Verwackelungsproblem weg. Später kommt dann noch eine Festbrennweite f/1.7 oä.dazu.

lG. Ria

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Holger R.
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Holger R. » Mittwoch 26. August 2020, 08:03

ich habe mal einen Test mit dem stabilisierten 100-300 (II) bei 300mm an der unstabilisierten GM1 gemacht, da habe ich bei 1/50s einen Großteil scharf bekommen. Mit dem Dual-IS der GX9 dann 1/30s, also keine Welt. Je länger die Brennweite, desto wichtiger der Objektivstabi, bzw. desto unwichtiger der Body-IS.
Es gibt hier einen Beitrag zum 100-400 von Olympus, bei dem der User auch 1/30s aus der Hand schaft, und das an einer G9. Da ist auch nur der Objektivstabi aktiv.
Wobei es da tatsächlich auch auf den Anwender ankommt, ich habe schon bei 1/15s bei 400mm mit dem Dual-IS der G9 gelesen, ich komme da selten über 1/40s.
Gruß Holger

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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Ria » Mittwoch 26. August 2020, 16:36

Hallo Holger,

ok, Dein Tenor, an sich bis 300mm durchaus machbar an der G70 mit Stabiobjektiv. Meine herumfragerei hier resultiert daraus, welches Objektiv ich mir als zweites neben dem Kit 14-42mm holen soll. Insbesondere wo das 35-100mm und das 100-300mm zunächst als einzige (neben Leica) in Frage kämen.

Wenn mir jemand sagen könnte ob das 35-100mm wenigstens für im Zoo reichen würde , dann bliebe ich wegen der Qualität dabei. Leider finde ich zu diesem Objektiv nichts passendes. Jemand einen Tipp, Link, meinung aus Erfahrung dazu?... :oops:

lG.Ria

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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von dietger » Mittwoch 26. August 2020, 16:49

Habe im Zoo die Erfahrung gemacht, dass es 200 mm schon sein sollten. Mit dem PL 100-400 mm ist man immer auf der richtigen Seite. 100 mm sind für den Zoo zu wenig, von Ausnahmen abgesehen.

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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von lomix » Mittwoch 26. August 2020, 16:58

hi, Zoo und Zoo, auch da gibts Unterschiede.
Kleiner Zoo in Neuwied, da reicht mein 35-100, in Hellabrunn München sind die Freigehege wesentlich größer, da war das 100-400 öfters im Einsatz.
Ich möchte das 100-400 nie mehr missen, ....
:D
Gruß
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Der GImperator » Mittwoch 26. August 2020, 19:19

Ich war gerade vor ~3 Wochen mit der G70 + 14-140 in nem "mittleren" Zoo (KA).
Ergebnisse überschaubar, da noch einiges Corona-bedingt still gelegt oder "extraverspiegelt" war (das "Zoo-Tier-von-heute" lebt im Plexiglaswürfel ! ;) :( ).
Ansonsten, bezogen auf Gestaltungsmöglichkeiten mit dieser "beschränkten Ausrüstung" bin ich zu 3/4 einigermaßen bis ganz zufrieden gewesen. Fürs letzte 1/4 an Motivsituationen hätte ich MINDESTENS besser das 50-200er dabei gehabt.

Aber zurück zu den BW :) : mit 35-100mm kannst du im Zoo durchaus schon was anfangen. Soweit die guten Nachrichten.
Ansonsten aber nur schlechte. Denn unterm Strich willst/brauchst du im Zoo schon deutlich mehr als 100 oder 140mm.
Wie Dietger sagt- 200mm sollten es schon sein! Mehr wäre besser.
Panaleica-Qualität mit möglichst modernem, leistungsfähigen Body macht hier auch nochmal einiges mehr aus, als etwa bei nem Landschaftsfoto (-> AF schneller/griffiger, High Q-Aufnahmen in Serie (Burst Modes) schneller verarbeitet, Feindetailzeichnungen bei Tieren in der Abbildung/Darstellung doch immer hochgradig relevant für den "Erzeuger" aber gerade auch den Betrachter, dem mans vorsetzt; und das löst eine Pro-Optik einfach deutlich schöner auf.
Dazu noch die Lichtstärke gefragt (Innenräume wg. dem Licht; ansonsten wg. Freistellungsvermögen/Tierportraitierungs-Gestaltungsmöglichkeiten).

Aber man macht ja nicht nur Giraffen und Eisbären; oder hat bei der Seelöwenshow den nähesten, besten Aussichtsplatz für sich gebunkert.
Z.B. irgendwelche exotischen Kleinraubtiere sind n gutes Bsp. für höchst attraktive Fotomodels, die aber relativ große und artgerecht "verbaute" Gehege bewohnen.
Will auch nicht diskriminieren......dürfen auch gerne Vegetarier oder sonstwelche Arten sein :P ;) ..... ich sach ma..... Gürteltiermama frisch mit Nachwuchs bestimmt auch einen bis hundert Abschüsse wert; oder kleinere aber charakterstarke Äffchen (etc)- bei sowas machen dich 100mm erstmal nur eins: traurig! Sehr sehr traurig!! Ganz klar!! :cry:

Fazit von mir wäre: wenn man in den Zoo will und "als Längstes" ein 35-100er hat, nimmt mans mit und kann einiges einsammeln (versäumt aber auch zwangsweise vieles).
Möchte man aber "Fotolust- und planmäßig richtig schön Zoo-Tiere foten", guckt man sich nach ner anderen Optik um (-> Bereich 200-400mm).
Zuletzt geändert von Der GImperator am Mittwoch 26. August 2020, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
G9_G70_FZ150_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_Oly m.zuiko 12-40mm f2.8_Pana 14-140 f3.5-5.6_Pana 42.5 f1.7_Panaleica 50-200mm f2.8-4
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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Holger R. » Mittwoch 26. August 2020, 19:28

Ich empfinde das PL 50-200mm als perfekte Zoo-Linse.
Gruß Holger

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Re: Aus der Hand bis welche Brennweite

Beitrag von Jock-l » Mittwoch 26. August 2020, 19:41

... dem würde ich leise zustimmen wollen- ich habe es nicht, keine praktischen Erfahrungen (da ich mit anderen Kombis unterwegs bin), also für Anwender die noch keinen großen Objektivfuhrpark haben lohnt auf jeden Fall ein längerer Blick auf diesen Brennweitenbereich.
Im oberen Berennweitenbreich würde ich schauen (Flickr und Co.) wo es Aufnahmen bei 200mm gibt und z.B. wie der Hintergrund wirkt (Freistellung für das eigene Empfinden ausreichend oder nicht)- das Objektiv hat im oberen Brennweitenbereich eine Offenblende von 4,0 und da sollte man schon schauen ob gezeigte Ergebnisse einem selbst gefallen oder ein anderes Objektiv (als übliches Zoom u.weniger lichtstark und preiswerter) doch mehr lockt...

Ist der Überblick erledigt, der Seitenblick auf Technik auch, kann man qualifizierter entscheiden- denn bei den aufgerufenen Preisen muß eine Lösung denke ich auch entspr. halten...
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

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