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Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 15:03
von Handwerker
Ich helfe einem Freund seine Mineralien zu fotografieren.
Selbst bin ich kein Mineraliensammler und kann zu den Mineralien keine Aussage treffen.
Fotografiert habe ich einen Szeptercalcit mit den Abmessungen HxBxT 1,5 x 3,5 x 2,5 cm
Wie in dem Beitrag
viewtopic.php?f=3&t=49585 empfohlen, hab ich für diese Aufnahmen bei Focus-Bracketing die Schrittweite 4, Richtung 0/+ und die Anzahl der Bilder auf 999 gestellt.
Die Aufnahme wurde ab einer gewissen Anzahl dann abgebrochen. Für dieses Foto haben 34 Aufnahme gereicht.
Die Bilder wurden von RAW (ca. 24 MB) nach TIFF (118 MB) konvertiert und dann mit Zerene Stacker gestackt (depth map mit Threshold 67 %). Dabei sind auch kaum Halo entstanden.
Ein niedriger Threshold ca. 35 zeigt deutlich die Halos. Die Bilder sind absichtlich nicht weiter bearbeitet. Bildgröße Flickr JPEG 80 % ca 4.600 kb)
Als nächstes will ist das Mineral noch in Photoshop freistellen und auf einen schwarze Hintergrund legen.
Der Mineralienbesitzer hat mir sein Olympus 60 mm zur Verfügung gestellt.
Ich wollte nun wissen, lohnt sich für mich der Kauf eines Olympus 60 mm Macro oder reicht die Kombination Sigma 60 mm und Marumi Achromat Makro 200 (+5) für meine Makrozwecke aus.
Meine Entscheidung ist zunächst, die Ausstattung die ich habe reicht für meine aktuellen Makroanforderungen aus. Was die Zukunft bringt oder ein Sonderangebot wird man sehen.
Ich habe auch noch eine Raynox DCR-250 Linse mit 8 Dioptrien sowie aktive Zwischenringe von Kenko 16mm und 10 mm. Einige Mineralien habe ich auch mit diesem Zubehör fotografiert.
Eure Meinungen interessieren mich natürlich.
Szeptercalcit Sigma 60 mm 2.8 DN mit Marumi Achromat Macro 200 (+5) by
Othmar A., auf Flickr
Szeptercalcit Oly 60 mm 2.8 Makro by
Othmar A., auf Flickr
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 15:24
von Läufer
Hallo Ottmar,
mir persönlich gefällt von der Abbildung her die Aufnahme mit dem Oly besser. Ich kann aber auch mit dem Sigmafoto legen. Schlecht ist es für mich nicht. Ich habe ja auch nicht so große Ansprüche.
Entscheidend sollte aber sein, was dir besser gefällt. Durch bearbeiten kann man viel rausholen. Du musst halt überlegen, ob du noch zusätzlich investieren willst (ein gebrauchtes Oly ist schwer auf dem Markt zu finden).
Gruß Ronald
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 15:31
von Gamma-Ray
Das Olympus Makro habe ich mir gerade gekauft und ich bin noch in der Phase, wo ich es zusammen mit meinem Canon Achromat 250D ausprobieren muss.
Ein paar Fotos habe ich schon gemacht, nur es sollen noch deutlich mehr werden.
Das Objektiv ist derzeit neu nicht lieferbar, vielleicht frühstens im Juli.
Hatte Glück bei MBP mit dem Zustand ausgezeichnet.
Ich habe auch schon das Sigma im Visier gehabt und gelesen bei Traumflieger:
Das Sigma 60mm / 2,8 Art DN zeichnet knackscharf schon bei Offenblende bis in die Ecken - das hätten wir angesichts des sehr moderaten Preises von unter 200 Euro nicht unbedingt erwartet. Dazu spielen Verzeichnungen, Vignettierungen oder Farbsäume keine Rolle. Es kann zwar durchaus einmal sein, dass der AF-Betrieb nicht unter allen Umständen und immer 100% trifft.
Nun sieht es mit Achromat und Zwischenringen vermutlich bei beiden minimal anders aus.
Das Olympus kann man noch mal extra auf 1:1 Abbildung einstellen und 2 andere Nahbereiche.
Im Endeffekt wird es ja erst einmal darauf auslaufen, dass das Olympus ohnehin nicht verfügbar ist und du alles mit dem Sigma fotografieren wirst.
Das sieht aber auch schon sehr gut aus und Dank Stacking kann man vermutlich auch nicht mehr heraus holen.
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 15:58
von Guillaume
Wenn überhaupt, sehe ich nur minimale Unterschiede zwischen den beiden Fotos. Die wären zu vernachlässigen. Da ich vor dem Oly 60mm das Sigma 60mm besessen habe, kann ich nur bestätigen, dass beide eine ausgezeichnete, nahezu identische Leistung (Schärfe) abliefern. Der einzige Grund, warum ich vom Sigma auf das Oly gewechselt habe war, dass ich in freier Wildbahn es als zu umständlich empfand, immer bei Bedarf den Achromaten vorzuschrauben (ich bin 'ne faule Socke). Da Du jedoch bei diesem Projekt ganz sicher klassisch statisch vom Stativ aus arbeitest und nicht ständig zwischen Makro und Porträt-Tele wechseln wirst, würde ich persönlich bei dem Sigma + Achromat bleiben.
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 15:59
von Handwerker
Hallo Roland,
ich hab das Oly ja hier. Bei Objekttiefen von größer 1 cm kommst du auch mit abblenden nur bedingt weiter.
Hier ist dann Stacking gefragt. Die Mineralien können sich zu Glück ja nicht bewegen.
Ich nutze immer das RAW - Bild und muss es dann ggf. in TIFF umwandeln.
Viele Bilder pro Stack erfordern auch viel Speicherplatz, den man auch aufräumen muss.
Alle Mineralien werden nicht gestackt. Dafür sind es zu viele.
Mit dem Oly mache ich im Moment bis zu 15 Aufnahmen pro Mineral und habe den Workflow mit LR schon gut optimiert.
Freistellen und Kontrolle erfordern dabei auch viel Zeit.
Aber wichtig dabei: Es macht Spaß, insbesondere bei schlechtem Wetter.
@Peter ja schön statisch
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 16:21
von Monree
Das Olympus Makro habe ich mir gerade gekauft und ich bin noch in der Phase, wo ich es zusammen mit meinem Canon Achromat 250D ausprobieren muss.
Ein paar Fotos habe ich schon gemacht, nur es sollen noch deutlich mehr werden.
Hallo Roland, das Oly 60mm Makro habe ich schon ein paar Jahre. Es wird dir gefallen, viel Freude mit diesem Objektiv, wünsche ich Dir.
VG. Monika
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 17:38
von Gamma-Ray
Monree hat geschrieben: ↑Freitag 7. Mai 2021, 16:21
Das Olympus Makro habe ich mir gerade gekauft und ich bin noch in der Phase, wo ich es zusammen mit meinem Canon Achromat 250D ausprobieren muss.
Ein paar Fotos habe ich schon gemacht, nur es sollen noch deutlich mehr werden.
Hallo Roland, das Oly 60mm Makro habe ich schon ein paar Jahre. Es wird dir gefallen, viel Freude mit diesem Objektiv, wünsche ich Dir.
VG. Monika
Monika, es gefällt mir auch. Mehr dazu hier:
viewtopic.php?p=724147#p724147
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 17:51
von ifi1
Das Oly Macro ist halt knackscharf ich habe es schon lange, bin immer wieder begeistert von der Linse.
In Verbindung mit den Raynox-Linsen auch interessant.
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 18:38
von cani#68
Also ich tue mich echt schwer auf den beiden Flickr Bilder wirklich einen Unterschied zu sehen.
Ich würde sagen, dass das Oly etwas knackiger und detailreicher abbildet.
ifi1 hat geschrieben: ↑Freitag 7. Mai 2021, 17:51
Das Oly Macro ist halt knackscharf
Ja, die Linse macht echt Spaß...fast wie das Canon 100er Macro
ifi1 hat geschrieben: ↑Freitag 7. Mai 2021, 17:51
In Verbindung mit den Raynox-Linsen auch interessant.
Das habe ich auch noch nie probiert, ist sicherlich interessant und damit ein Grund G.A.S: zu bekommen.

Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 19:15
von Rapidix
ifi1 hat geschrieben: ↑Freitag 7. Mai 2021, 17:51
auch interessant.
Der Olympus Visionär Frank Fischer hat das 60er auch mit dem Tele-Konverter MC14 oder MC20 kombiniert
und ja, auch mit Zwischenringen geht was.
Es gibt also viele Kombinationsmöglichkeiten
https://www.youtube.com/watch?v=KToerVBCHlo
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 19:43
von cani#68
Rapidix hat geschrieben: ↑Freitag 7. Mai 2021, 19:15
hat das 60er auch mit dem Tele-Konverter MC14 oder MC20 kombiniert
Oder man investiert eine ähnliche Summe in einen automatischen Retroadapter...
https://www.novoflex.de/de/produkte/mak ... retro.html
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Freitag 7. Mai 2021, 21:34
von Handwerker
Szeptercalcit Stack 34 Bildern by
Othmar A., auf Flickr
hier nun das mit PS bearbeitet Bild.
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Samstag 8. Mai 2021, 08:00
von sasssoft
Bildgestalterisch: rechts, links und unten sehr knapp am Rand. So wirkt es sehr eingeklemmt.
Gruß
Alfred
Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Samstag 8. Mai 2021, 08:20
von Jock-l
Was mich interessieren würde ist der Gesamtaufbau- also Lichttemperaturen der Leuchten, Auswahl des Hintergrundes, Aufstellen der Leuchten (blendfreies Arbeiten)...
Zum einen weil ich auch einges an Steinen und Mineralen hier habe (und irgendwann selbst soetwas nachstellen möchte), zum anderen für das Verstehen der Farbigkeit im gezeigten Motiv. Das wirkt auf einen ersten Blick hin wie gelblastig bzw. warmtonig statt farbneutrales Licht oder es ist eine Eigenschaft des Minerals. Nur für das bessere Verstehen

Re: Olympus 60 mm Makro vs. Sigma 60mm 2.8 und Marumi Achromat Makro 200 (+) und Stacking
Verfasst: Samstag 8. Mai 2021, 20:40
von Handwerker
Hallo zusammen,
zunächst einmal danke für eure Kommentare.
Ja, das Oly 60 mm ist wirklich etwas knackscharfer als die Kombi Sigma und Achromat. Ich würde mir im Moment das Oly nicht zulegen, da ich aktuell zu wenige Makros mache. Im Moment hab ich ja für die Mineralien auch das Oly. Wie gesagt, das kann sich auch in Zukunft ändern.
Ja Alfred, unter fotografischen Gesichtspunkten hast du vollkommen Recht. Der Mineralienfreund legt aber ausschließlich den Focus auf das Mineral. Selbst Teile im Foto, die auch die Umgebung des Minerals hindeuten sind nicht gewünscht. Fast alle Mineralien sind mit speziellem Kit in Sammlerdosen festgeklebt und dürfen und können nicht herausgenommen werden. In den unbearbeiteten Fotos ist die Bodenplatte und der Kit erkennbar.
Aufgrund der Menge der Mineralien, bearbeite ich diese nur dann, wenn sie mir persönlich gefallen. Der Sammler hat mehr als 30.000 Mineralien als Lebenswerk, die er gerne fotografiert haben möchte. Ob das klappt weis ich nicht. Ich helfe einfach ein bisschen.
Zum Aufbau folgende drei Bilder:

- Mineralien Fotoaufbau_20210508_19-32-46 P1320598.jpg (202.84 KiB) 5207 mal betrachtet

- Mineralien Fotoaufbau_20210508_19-32-29 P1320597.jpg (492.13 KiB) 5207 mal betrachtet

- Mineralien Fotoaufbau_20210508_19-35-53 P1320599.jpg (579.44 KiB) 5207 mal betrachtet
Ich hab mir aus einem alten Regal ein Gestell gebaut mit Rädern. Rechts und links sowie hinten kann ich unterschiedliche Platten in der Größe 50 x 50 (z.B. weißes Acrylglas, weiße oder schwarze Kunststoffplatten) einschieben. Im obersten Regalboden ist ein größeres Loch für eventuell einen Blitz von untern (z. B. Tropfenfotografie).
Als Lichtquelle habe ich zwei Blitzgeräte mit Master/Slave Funktion. Für viele Zwecke u.a. Fotobox auf Geburtstagen habe ich mir mal ein Neewer 6m x 3m Hintergrund Stützsystem mit Regenschirme und zwei Softboxen mit je 4 Glühlampen 30 W 1530LM 5400K Lichttemperatur zugelegt. Weitere ältere Studioblitze habe ich von einem Freund geschenkt bekommen, die auch noch funktionieren.
Hier wurde eine dieser Neewer Softboxen eingesetz..
Als Minihintergrund habe ich eine schwarze Pralinenschachtel genutzt, in die schwarzen Karton als Hintergrund eingeklebt wurde. In der Schachtel ist schwarzes Granulat, damit ich ein loses Mineral (große Mineralien sind nicht in Sammlerdosen) oder die Sammlerdose entsprechend fest- oder schrägstellen kann, ohne das es umkippt. Ein ähnliche Lösungen habe ich mit Zucker oder Salz für dunkle Mineralien.
Dies har auch den Vorteil, dass ich bei 1:1 Makro mehr das Objekt entsprechend positionieren kann als den festen Kamerastandpunkt.
Die Mineralien sind i.d.R. nicht weiß sondern verfügen über unterschiedliche Farben auf einem Mineral. Je nachdem wie das Licht einfällt beginnen sie zu leuchten.
Weitere Fragen beantworte ich gerne