Ich denk ich weiß jetzt woran es liegt - ich habe die i.Dynamik Einstellung im Verdacht.
Diese Einstellung steht bei meiner G6 bislang immer auf "Standard".
Eine "schnell mal eben" geschossene Testserie zeigt daß je größer die Dynamikstufe (Low, Standard, High, Auto?) gewählt ist die Belichtung zwischen JPG und RAW umso mehr voneinander abweichen. D.h. das JPG ist belichtungstechnisch ok (dieses Ergebnis wird mir ja auch nach dem Auslösen zur Kontrolle präsentiert), das RAW dagegen ist unterbelichtet.
Das klärt schonmal die Frage warum fast alle meine RAWs zu dunkel sind. Ich könnte mir auch vorstellen daß der "Belichtungsunterschied" zusätzlich auch noch vom Kontrastumfang des Fotos abhängt; diesen Einfluß habe ich aber nicht untersucht.
Interessant im Bezug auf den Farbeindruck ist, daß i.Dynamik auch hier kräftig herumschraubt.
Um das zu verbildlichen, hier ein Beispiel für OOC JPG mit i.Dynamik = High sowie dem entsprechenden, aus LR neutral entwickelten Pendant dazu (nur Belichtung und Schärfe angepaßt). Man kann erkennen daß im Kamera JPG die Farben nicht nur kräftiger sind, sondern teils auch eine etwas andere Tönung aufweisen (deutlich: die Fensterläden).
Ich bin mir ziemlich sicher daß man in entsprechender Umgebung damit den leichten Rotstich des "Navy Pier" Fotos weiter oben reproduzieren kann.
Damit muß ich mich von meinem initialen Wunsch wohl doch verabschieden - Lumixen's i.Dynamik wird man wohl kaum mit einem LR Preset nachbilden können. Entweder ich verabschiede mich von diesem Feature, oder ich muß wirklich zukünftig mit RAW und JPG arbeiten und mir für jedes Foto genau überlegen, welches Format der Ausgangspunkt für ein fertiges Bild sein soll. Ist schön daß man LR (fast) alles machen kann.

- P2010362ooc.JPG (145.59 KiB) 1766 mal betrachtet

- P2010362lr.jpg (151.42 KiB) 1766 mal betrachtet
E-M5II, G3 | Oly 7-14,8,12-40,17,25,45,60,75 Pana 12-32,20,14-140II,100-300, diverses Altglas
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