Wer traut sich denn noch...

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grinsinnelins
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von grinsinnelins » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:14

Moin, bin hier ganz bei veo und unterschreibe das so zu 100%, aber wenn eine Aufnahme völlig daneben ist (sei es total unscharf oder beim Schnitt voll daneben gegriffen) sage ich das schon und zwar auf meine Art, einfach gerade heraus. LG und schönen Sonntag noch ;) :mrgreen: :idea: :mrgreen:
LG Bernhard
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partisan
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von partisan » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:19

Ich sehe es so wie veo und habe überhaupt keine Lust auf ein Sterne-Bewerungssystem und sehe darin auch keinen Nutzen.

Auch ich begreife dieses Forum für mich immer noch als ein vorwiegend technisches Forum, dennoch sehe ich, dass viele das anders sehen und hier zunehmend Bilder posten und - viel zu kurz übrigens - kritisieren bzw besprechen. Dagegen habe ich auch grundsätzlich nichts.

Vorab:
Ersteinmal sollte klar sein, dass man nicht selber ein guter Fotograf sein muss, um zu beschreiben, wie ein Bild auf einen wirkt und es zu kritisieren. Das mag zusammengehören, muss es aber nicht.

Desweiteren muss man sich auch ständig damit auseinandersetzten, wie ein Bild besprochen werden könnte bzw wie sich ein Bild einem ersteinmal erschließt:
Ich betrachte zusehends immer mehr Bildbände von Fotografen, die ich interessant finde und bin hier in Berlin auch sehr verwöhnt, was Bibliotheken angeht, die sehr gut bestückt sind. Ich betrachte Bilder, die mir hängen geblieben sind immer wieder aufs neue und nach Monaten fallen mir Dinge auf, die mir erst entgangen sind oder lege neue Schwerpunkte undund; und: ich bin da selbst noch recht am Anfang.
Es geht hier aber niemals nur um einzelne Aspekte, die sich in Kategorisierungen pressen lassen sondern immer um eine Gesamtwirkung. Momentan liegt mal wieder ein dicker Wälzer über Henry Cartier Bresson auf meinem Schreibtisch und es ist erstaunlich, wie oft er bildgestalterisch Regeln bricht, oft nicht einmal bewusst sondern auf Grund seines Genres (Dokumentation+ Schnappschuss) lassen sich zahlreiche "technische" Mängel entdecken, die überhaupt keine Rolle spielen, da fast alle seine Bilder eine unglaublich tiefe Bildaussage haben, die sich auch nicht jedem sofort erschliessen mag, sondern oft vorraussetzt, dass man sich einiger Kontexte bewusst ist/wird.

Grundsätzlich zum Forum:
So nun steinigt mich: aber meistens kommt es mir hier im Forum so vor, als sei jeder bemüht ein "schönes" Foto zu posten. Das ist ok, wenn denn der Anspruch ist, ein schönes Foto zu posten - ich finde das in der Regel ehr langweilig und vermisse hier oft eine interssante Bildaussage. Geht es darum zu fotografieren wie ein Ansichtskartenfotograf (ich denke hier gerade an das Bild des Fredstarters) oder geht es nicht vielmehr darum ein Motiv aus einer völlig neuen kreativen Perspektive abzulichten? Zugegeben, das muss man nicht so sehen wie ich jetzt und jeder soll fotografieren wie er eben mag. Mir sind aber viele Bilder hier im Forum viel zu "romantisch" und setzen eben nicht verschiedene Bildelemente interessant und kritisch zueinander in Beziehung. Ausnahmen bestätigen hier aber sicherlich die Regel.

Dann gibt es hier hervorragende Fotografen, deren Arbeit ich wirklich anerkenne und schätze: Um nur zwei Beispiele zu nennen: Available: Technisch perfekt! Aber ihm geht es bei diesen Bildern auch vor allem darum uns die technischen Aspekte des Systems näherzubringen. Ich denke, dessen ist er sich auch bewusst und das ist so gewollt und da macht er einen prächtigen Job!!! Aber oft zeigt er dann technisch hervorragende Bilder, die sich aber auch nicht unbedingt einbrennen. Übrigens denke ich, er weiss wie ich das meine und würde mir hier sogar zustimmen. (Und das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht oft neidisch bin, wie perfekt er mittlerweile Fotografieren kann!)
Ein zweites Beispiel ist maja, ich bin immer wieder erstaunt, wie kreativ sie ist! Was für ein immenser output! Aber das sind gewiss auch längst nicht immer "hau-mich-weg-Bilder" und das darf ja auch so sein. Ich denke aber auch, sie könnte noch besser sein, wenn versucht wird noch mehr Wert auf Aussage zu legen.
Auch gibt es hier immer wieder sehr gute faszinierende Makroaufnahmen - überhaupt nicht mein Genre - aber mtunter habe ich das Gefühl, sie zeigen hier eine ganz besondere Perspektive auf das Motiv.
Ich könnte gewiss auch noch andere Fotografen hier aufzählen die immer mal wieder ein interessantes Bild posten und möchte da nicht falsch verstanden werden!

Ich beende das hier mal und könnte noch eine ganze Menge dazu schreiben, was ich meine, seis drum.

Fazit/ Vorschlag???


- Eine wirkliche Bildanalyse ist verdammt viel Arbeit, bringt aber eine ganze Menge.
- Ein wirklich gutes Bild schiesst man eben nicht jeden Tag, vielleicht manchmal einen Monat lag nicht.
- Bildaussage vermisse ich hier einfach manchmal (steinigt mich!)

Vorschlag:

Das die gezeigten Bilder hier nach Art der Kamera sortiert sind, stammt wohl noch daher, dass es sich ja ursprünglich um ein ehr technisch orientiertes Forum gehandelt hat. Mit welcher Kamera aber nun ein Bild aufgenommen ist, finde ich, völlig unerheblich, wenn es um die Bildbesprechung geht.
Prinzipell hätte ich durchaus sehr viel Lust, mich an einer fundierten Bildanalyse zu beteiligen und auch mal selber was zu posten.
Ich halte überhaupt nicht von Kategorisierungen und Sternesysteme, an denen man sich dabei abarbeitet (Grundsätzlich sollten diese Aspekte natürlich schon klar sein!)

Mein Vorschlag:

Unter Fotos führen wir zwei neue Kategorisierungen ein, unabhängig vom Kameramodell.
1) Bilder, wo der Poster meint, dass sie es wert sind besprochen zu werden und er sie auch gut findet (da sollte man dann wirklich auch ein wenig selbstkritisch sein!)
2) Bilder, die man postet um aufrichtig nachzufragen, warum sie einfach nicht wirklich endgültig überzeugen.

Beide Herangehensweisen halte ich für sehr sinnvoll und lehrreich, so lange denn jeder, der hier postet auch Kritik eben nicht zu persönlich nimmt, das führt nämlich zu nichts. Wer in diesen beiden neuen Threads posten würde, muss (darf!) eben mit einer aufrichtigen und schonungslosen Kritik rechnen!
Hier sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, dass es nichts bringt hier mehr als 1-3 Bilder die Woche zu veranschlagen, finde ich.
Ebenso sollte sich jeder, der hier kommentiert auch die Mühe machen, mehr als nur 5 Zeilen zu einem Bild zu schreiben.

Für alle anderen Bilder gibt es ja bereits zahlreiche Kategorien und es darf ja alles so bleiben, wie gehabt.

Lieben Gruß *** mat
Lumix GM1, Oly OMD 5 II; pan 7-14mm, pan 12-32mm, pan 14mm, Voigtländer 17,5mm, pan 20mm, pan 25mm f 1,4, oly 45mm, pan 100-300mm, oly 300mm f4; Sirui T-025X mit C-10X, Manfrotto 190 CLB, Benro KB-2; PS CS6, LR6, Nik

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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von mikesch0815 » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:41

Ich finde ein Punktesystem nicht so prickelnd - es reicht wenn ich als Lehrer Leistungen in ein 6 Noten System pressen muss. :D Auch wenn ich den Ansatz und die Motivation einer beleidigungsfreien Wertung verstehe und gutheisse.

Ich kann bei Fotos nur für mich sprechen, und ich bin bei meinen Hunden (und bei einigen Naturaufnahmen sowie Fachwerkhäusern) immer versucht, eine etwas ungewöhnliche und andere Sichtweise zu bekommen. Ab und an arbeite ich mit ausgeklapptem Display und der Kamera mit einer Hand tief hängend wie ein Lomograph auf Drogen. Und leider ist auch der Ausschuß da - aber es gibt dann das eine Foto, was für mich eine ausgekugelte Schulter wettmacht. So gehört zu meinen Lieblingsfotos noch immer jene Gegenlichtaufnahme von Fafnir, wie er durch den Tiefschnee pflügt. Das ist bildgestalterisch nicht die Schule XYZ, sondern es ist einfach genau das Bild, welches genau die Aussagen transportiert die ich auch haben wollte.

Ich meine dieses Foto hier:
Bild
Gen Jagdhütte von mikesch0815 auf Flickr

Gerade die Makrofotos hier sind für mich wunderbare Beispiele Dinge zu zeigen, die man oft tausendfach gesehen hat, aber eben noch nicht so. Das ist klasse und bemerkenswert.

Zum anderen gibts in diesem Foto wirklich viele gute Fotographen. Nicht nur technisch bewandert, sondern oft mit einem Gespür für ein Motiv, für die Malerei mit Licht. Und Andreas (avaible) zeigt in unglaublicher Weise, was auf mFT rauszuholen ist. Allein dafür müsste man ihn zum Foreninventar stempeln! :mrgreen:

Für mich ist ein gutes Foto einfach jenes, welches mich das sehen lässt, was ein Fotograph gesehen hat. Und was er beim Anblick des Motives gespürt hat. Wenn ein Foto das einfängt, ist es großartig. Wenns technisch noch perfekt ist - sehr nett.
Aber das Motiv, die Stimmungen, die Emotionen und die Gedanken dabei - das ist so in der Form schwer bewertbar.

Und solche Bilder finde ich viele in diesem Forum. Daher mag ich es, ich mag die Leute hier, ich schätze die Stimmung - und bin für Kritik offen. Aber ich weiß, das nicht alles bewertbar ist.

so weit
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Der GImperator » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:48

Bin auch entschiedener "Nix-mit-Punktesystem-anfangen-Könner".
Wäre mir persönlich keine große Hilfe und fördert hintenrum auch den Wettbewerbscharakter, der es ja nicht sein soll.
Bildaussage vermisse ich hier einfach manchmal (steinigt mich!)
Absolut. Und da kann ich schon bei mir selbst ganz ohne Außenfeedback anfangen.
Merke in der Selbstanalyse STÄNDIG, daß vielen (den meisten) meiner Bilder diese Aussage fehlt.
Kein Wunder- die meisten mache ich aus Interesse an dem späteren Hauptobjekt des Fotos oder einer visuellen Ästhetik des Gesamtmotivs.
Gezielt inszenierte Bildaussage oder sogar reif für tiefergehende Geschichten-Interpretationen ist halt nochmal ne ganz eigene Dimension in der Fotografie.
Aber was soll ein schöner Sonnenaufgang unterlegt von stimmiger Naturkulisse denn schon großartig aussagen ?
Deswegen hört man doch nicht auf, ihn zu foten und herzuzeigen.

Überhaupt finde ich, hast du (partisan) ein paar Sachen mal gut zusammengefasst.

Ich bleib weiter selbstkritisch, bemühe mich um Offenheit gegenüber Kritik anderer, freue mich wenn ich Lob für ein Bild erhalte & schreibe zu Bildern das auf, was ich denke während ich sie betrachte. Ich erkenne da keinen Hindernisgrund :? :)
Am Ende des Tages ist das dann eh bloß eine Meinung/ein Geschmacksmuster und obliegt jedem besprochenen Fotografen selbst, ob er sie wertschätzen will oder ignorieren.
Und am Ende vom Ende des Tages gilt vor allem eins: es ist n Hobby, wir machen das für uns zum Spaß, locker machen und locker sehen.
Dann klappts auch mit dem Nachbarn... und ehrlicher, konstruktiver Kritik :P
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von partisan » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:49

Genauso sehe ich es ja auch maico!

Aber was spricht gegen eine neue Kategorie "Bildanalyse" mit den zwei Unterkategorien a) "Bilder die ich für sehr gut halte" und b) "Warum wirkt mein Bild nicht überzeugend" - kameraübergreifend - für alle diejenigen, denen wirklich an ernster Bildbesprechung liegt?

Hier sollten dann gewisse Spielregeln gelten: Einmal die Quantität der Einsendungen betreffend und zum anderen die Quantität und die Qualität der Besprechnungen.
Mir würde das sehr viel Spass machen.

Alle anderen Bilder, die einem gefallen und die man hier posten mag, sollen doch auch weiterhin noch ihren Platz finden dürfen wie bisher !

edit: das Husky-Bild ist ja auch super ! (könnte man zum Beispiel laaaange besprechen und wäre es gewiss wert!)
Zuletzt geändert von partisan am Sonntag 13. Oktober 2013, 13:07, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von mikesch0815 » Sonntag 13. Oktober 2013, 12:55

partisan hat geschrieben:Genauso sehe ich es ja auch maico!

Aber was spricht gegen eine neue Kategorie "Bildanalyse" mit den zwei Unterkategorien a) "Bilder die ich für sehr gut halte" und b) "Warum wirkt mein Bild nicht überzeugend" - kameraübergreifend - für alle diejenigen, denen wirklich an erster Bildbesprechung liegt?
Man könnte ja Bilder, die kritisiert werden sollen auch taggen, zB. "[Kritik] Mein Kleinerhaken" als Threadtitel. Oder einzelne Fotos aus einem Fred rausnehmen und ihn in einem Besprechungsforum sezieren (wenn das der Fotograph möchte, ansonsten gäbe es vermutlich beschlagene Linsen, ähm, beleidigte Gemüter).

Und wenn einem ein Foto nicht gefällt, es nicht kritisiert werden soll: Sagt man nix. Ich mag z.B. keine HDR Fotos, aber ich kritisiere sie nicht. Ich sag halt nix. :mrgreen:

so weit
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Der GImperator » Sonntag 13. Oktober 2013, 13:04

Die Spielregeln hab ich nicht kapiert :o :P

Gegen neue Extra-Unterforen spräche, daß motiv-inhaltlich und Cam-System bezogen betrachtet, mehr Unordnung herrschen würde.
Und zu viele Unterforen tun einem Forum auch nicht unbedingt gut.
Zu 3/4 der Zeit wäre das für mich kein Problem, da werkle ich mich durch die "neuen/aktuellen" Beiträge.
Gezielter Wiederbesuch und Betrachtung wäre dann aber zeitaufwändiger v.w. Sucherei.

Außerdem könnte man das auch durch simple Tags in der Titelzeile anzeigen, mit welchem Hintergedanken man ein Foto postet. Die Tags könnten ja standardisiert werden -> [Bespr.] für "Bildbesprechung/Kritik unbedingt erwünscht", [Best.] für "Brauche Hilfe bei Bestimmung; geografisches, Arten (Lebewesen) etc.; [Schnapp.] für "Momentaufnahmen zum einfachen Herzeigen".... oder so ähnlich ;)

Ganz persönlich: ich würds einfach laufen lassen wie`s ist. Offene Dialoge pflegen, korrekt miteinander umgehen, (zu Veröffentlichungen) sagen was man denkt, dabei sachlich fair bleiben.
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Der GImperator » Sonntag 13. Oktober 2013, 13:05

[Maico war schneller] :lol:
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von partisan » Sonntag 13. Oktober 2013, 13:14

Nun, vielleicht reicht ja auch einfach ein neuer Unterpunkt unter der Kategorie
"Lumix-Foto- und Video-Forum (nur für registrierte Mitglieder)"

==> * Fundierte Bildbesprechung und Kritik erwünscht (kameraübergreifend)

Würde doch schon reichen und wäre auch nicht unübersichtlich!

Ich habe das Thema ja auch nicht angestossen, sondern wollte mich ersteinmal nur gegen ein höchstkompliziertes Sternesystem aussprechen.
Aber dennoch finde ich diese eine Unterkategorie sehr spannend, und es reicht doch, wenn sich anfangs nur wenige daran beteiligen werden...
Es würde sich schon rumsprechen, denke ich ;)
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von winterhexe » Sonntag 13. Oktober 2013, 13:57

ein punkte-bewertungssystem finde ich doof...
weswegen??? weil nämlich evtl. dann nur noch punkte vergeben aber nicht begründet würden... des das interessanteste daran wäre ja, WARUM der bewerter einegewisse punkteanzahl in der jeweiligen bewertungskategorie vergeben hat...

ich denke aber, sowas kostet ja wieder zeit.. und die hat einfach nicht jeder...

zum kritisieren generell möchte ich folgendes sagen:

ich bin malerin und habe schon mal mit anderen künstlern zusammen gemeinschaftsausstellungen... wir betrachten natürlich gegenseitig auch unsere bilder... und dabei gibts nur "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht"... das WARUM dabei interessiert nicht, denn alles andere ist persönliche geschmackssache...

eine ausnahme: wenn ein(e) maler-kollege(in) meint, sie sei mit einem ihrer nicht bilder nicht so zufrieden und woran dass denn wohl liegen könne und ob wir ihr mal einen tip geben könnten, dann äussern wir uns genauer...

und noch ganz anders liegt der fall, wenn jemand bei mir die malerei erlernen/erkunden/sich weiterbilden möchte, dann kann ich gezielt tipps zur handhabung der materialien geben oder sagen, wie ICH sie benutzen würde... aber ob dann der- oder diejenige sich daran hält, ist wiederum geschmacksabhängig...

und so halte ich es auch hier im forum bei den bildern.. ich sage spontan, wenn mir ein bild besonders gut gefällt...
tipps für veränderungen gebe ich nur, wenn auch wirklich vom threadersteller eingangs darum gebeten wurde.. dann weise ich aber immer daraufhin, dass es dem persönlichen geschmack entspricht...

und... zum schluss... ich halte auch nix von regeln... muss aber sagen... dass auch das wieder zum persönlichen geschmack und stil gehört....

bezüglich der inhaltlichen aussage der eingestellten bilder:
die menschen fotografieren aus verschiedensten motivationen... es soll festgehalten werden, was einem im blickfeld gut gefällt..
da gibt es diejenigen, die das dann technisch perfekt wiedergeben öchten
dann gibt es die anderen, die mit dem bild wiedergeben möchten, was das motiv gefühlsmässig bei ihnen ausgelöst hat...

und beides ist??? naaa???? gut aufgepasst??? :D jawoll!!! persönliche geschmackssache... :D

ich gehöre der letzteren kategorie an und um die gefühle zu verstärken, die ich mit einem bild wiedergeben möchte, greife ich dann zum photoshop und manchmal zur gewollten übertreibung...

alles geschmackssache.... :D

jetzt hör ich lieber auf, sonst fallen hier gleich noch einige ins koma :D :D :D

axo..
ganz allgemein möchte ich aber noch sagen, dass der umgangston hier im forum sehr positiv ist.. das findet man nicht überall.. hier stehen sich fast alle wohlwollend gegenüber... ich finde das toll...

es grüsst die olle hermine

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Peter68
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Peter68 » Sonntag 13. Oktober 2013, 14:39

Ich antworte oft/meist sehr spontan.
Will sagen, der erste Eindruck eines Bildes bestimmt meine Reaktion.
Fällt mir etwas "gravierendes" auf, dann schreib ich's; möglichst so
dass ich der Fotografin/dem Fotografen nach meiner Einschätzung
nicht zu nahe trete oder nicht verletze. Denn das hat keiner verdient,
ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Mühe haben sich alle gegeben.

Sehe ich ein Bild zum zweiten/wiederholten Mal und ich habe mich dazu noch nicht geäußert,
kann - das ist oft auch eine Zeitfrage - mein Kommentar differenzierter ausfallen.

Direkte "Angst anzuecken" habe ich nicht.
Aber ich halte es für mich so, dass ich dann einen konstruktiven
Vorschlag/Verbesserungshinweis meiner Kritik beifüge.
Das ist oft nicht möglich, da, z.B. beim Bildaufbau, mir die Vorstellungskraft fehlt
oder ich in den technischen Dingen nicht so beschlagen/sattelfest bin, um hier
meine Kritik sachlich untermauern zu können bzw. Tipps und Hinweise geben könnte.

Vieles muss man ausprobieren, oft sieht man was besser ist erst, wenn man zwei
(oder mehr) Varianten eines Bildes vor sich liegen hat. - Jedenfalls mir geht es so.

Manches ist natürlich offensichtlich. Wie geschrieben, mal sage ich was dazu, mal wieder nicht.
Da wären wir wieder beim Faktor Zeit.

Schwierige Angelegenheit, oftmals.
Gruß
Peter

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Lenno

Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Lenno » Sonntag 13. Oktober 2013, 14:52

Ich achte darauf, wer das Foto gemacht hat, so lege ich an einen Beginner einen anderen Maßstab an als z.B einer im Format eines "Available".

Denn: Gewisse Dinge müssen erst erlernt werden.

z.B. - Lichtverhältnisse, wie ist das Licht, ist es hart ist es weich, unterstützt es mein Motiv oder läuft es quer und und und
- Perspektive, dazu gehört z.B die Wahl des Objektives, natürlich der gewählte Standort.
- und noch vieles mehr .....

Frage, hat man als Fotograf irgendwann ausgelernt? – Ich glaube nicht, das fällt mir besonders an den eigenen Fotos auf, wo dann und wann Betriebsblindheit herrscht, erst an euren Reaktionen und Tipps sehe ich es dann selbst. Und das ist, was ich hier so gut finde.

Auch muß man die verschiedenen Kameramodelle differenziert betrachten, so käme es z.B. blöd jemanden an den Kopf zu werfen: "Dein Bild ist zu verrauscht, wenn dieser z.B eine Aufnahme mit einer kleinen Kontaktkamera bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht hat, dies ist nun mal dem kleinen Sensor geschuldet, und da sehe ich einfach über diesen Mangel hinweg, da das nicht die Schuld des Fotografen ist. Wenn das übrige am Bild stimmt, kann man doch auch sagen das es schön ist.
Da ich noch aus der analogen Zeit komme und langjährig in einem großen Fotolabor für Fachvergrößerungen gearbeitet habe, davon am liebsten in der Schwarz- Weiß Abteilung, ist "Filmkorn" mir nichts unangenehmes, im Gegenteil manchmal setze ich das bewußt ein. Diese aalglatten Aufnahmen heutzutage finde ich doch manchmal sehr steril - doch wie Hermine oben schon schrieb - Alles Geschmacksache.

Ein Punkte oder Bewertungssystem ist mir persönlich zu aufwendig wenn ich das selber machen muss, und nicht schon so von der Forensoftware so bereitgestellt wird.

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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von Fotopanther » Sonntag 13. Oktober 2013, 15:15

Ein Punktesystem halte ich für den falschen Weg, um Fotos zu "bewerten".
Wie schon öfter geschrieben wurde, das "warum gefällt mir das Bild nicht" ist viel interessanter. Man kann immer schnell sagen: "Das gefällt mir nicht". Wenn man aber begründen muss, warum es nicht gefällt, muss man sich mit dem Bild auseinander setzen. Konstruktive Kritik zu üben ist schwer, daraus zu lernen ist aber genauso schwer.
Vielleicht ist eine konstruktive Kritik einfacher, wenn man gleichzeitig Vorschläge macht, wie man es anders machen kann. Nicht besser, anders! Fotografie ist auch immer ein ganzes Stück subjektiv. Was dem einen gefällt, mag der andere gar nicht. Doch bestimmte Gestaltungsregeln kann und sollte man beachten, sie sind in jahrelanger "Arbeit" geformt und entstanden, außerdem sind sie vielfach an die Malerei angelehnt, können soo falsch also nicht sein. Natürlich steht es jedem frei, Regeln zu brechen, doch dann sollte zumindest ein System erkennbar bleiben.

Lenno, man lernt nie aus als Fotograf, man kann aber mit der Zeit "betriebsblind" werden. Und das finde ich genauso schlimm.

Der Fotopanther
Das Equipment, welches wir gebrauchen, spielt nur eine kleine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, es zu beherrschen!
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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von emeise » Sonntag 13. Oktober 2013, 15:19

Ich sehe es auch wie der TO. Habe mit Kritik immer sehr gespart, weil ich auch weiß, wie gut ein Lob tut !

Wir sind hier auch keine richtigen Profis und mancher bekommt vielleicht die Kritik in den falschen Hals.

Da geht dann schon mal das Gehacke los im Forum und genau das wollen wir nicht.

Das Lumix-Forum hat sich da bisher von anderen Foren wohltuend abgehoben. ;)

Sicher macht der Ton die Musik, z.B. statt " ..viel zu dunkel belichtet ,," könnte - " .. etwas heller kämen Detail besser zur Geltung .. " stehen.

Oder so.
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

keep it simple
Grüßle, Dieter

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Re: Wer traut sich denn noch...

Beitrag von GuenterG » Sonntag 13. Oktober 2013, 16:45

Also ich freue mich über Feedback, auch über kritischen (wenn er freundlich formuliert ist ;) :lol: ), denn das zeugt, das das Bild wahrgenommen wurde und irgendwas ausgelöst hat. Wenn Bilder kommentarlos durchrauschen, dann weiß man nichts. Ich bemühe mich schon, keine 0-8-15 Bilder zu zeigen, aber reale Selbsteinschätzung ist schwierig.

Aber auch bei Bildern, die ich wirklich schon sehr gut finde, würde ich mir gegebenenfalls Hinweise wünschen, eben gerade um das letzte I-Tüpfelchen noch rauszuholen. Ich merke es bei mir am meisten bei solchen Bildern, dass ich da manchmal doch noch zu schnell denke, dass es perfekt ist. Wenn ich dann Wochen später wieder hinsehe, dann fallen mir plötzlich Dinge auf, die ich übersehen oder auch einfach falsch gemacht habe. Also diesbezüglich braucht sich keiner genieren bei meinen Bildern, da bin ich für Hinweise immer offen.

Allerdings sehe ich es grundsätzlich wie Winterhexe. Über Geschmack sollte man nicht diskutieren. Wenn einem ein Bild ganz allgemein nicht gefällt, weil es nicht sein Stil ist, weil es einen nicht anspricht, dann braucht man da auch nichts zu sagen. Ich rechne mich zur Fraktion, die künstlerische Bearbeitungen liebt, um ein Motiv gegebenenfalls über das Natürliche hinaus herauszuarbeiten. Und eine Kritik einer solchen Bearbeitung von Seitens eines Anhängers der photorealistischen, naturalistischen Richtung, derart, das es eben kein reines Foto mehr ist, macht keinen Sinn.

Vom Umgangston her ist dieses Forum aber doch ein wirklich sehr sympathisches Forum. Kleinere Ausrutscher regulieren sich bisher immer sehr schnell.

Die Idee, ein eigenen Forum für Besprechungen einzurichten hat zwar einen gewissen Charme, aber ich fürchte, das dies erst mal ein gewisses Maß an Stress auslösen würde. Wenn viele ihre Bilder da wahllos reinstellen, dann verpufft der Effekt, da es ja auch nicht so viele Mitstreiter gibt, die Zeit in ernsthafte Besprechungen investieren (können). Manche Foren habe ja eine "Wer weiß weiter" Kategorie, die ansatzweise in diese Richtung geht. Das wäre vielleicht eine Alternative.
Liebe Grüße
Günter

DC-G9, DMC-GH3 und jede Menge Makro-Objektive und -Zubehör

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