Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

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Holger R.
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Holger R. » Dienstag 5. Juni 2018, 06:30

sind das die 7-Meilenstiefel? Wirklich toll, was diese Schuhe für eine Geschichte haben könnten... Respekt!

und Danke Peter für´s loben.

Hier habe ich noch ein SW von Jana. Hier habe ich mal versucht einen etwas derben, dreckigen Look ins Bild zu bringen. Hierzu habe ich die Kontraste und die Klarheit extrem angehoben, aber in der Gradationskurve die Tiefen wieder angehoben, bis das Bild milchig wurde. Ich musste dann eine kleine beautyretusche durchführen, weil sämtliche Hautproblemchen gleich richtig heftig zum Vorschein kamen.

Ich würde mich über Meinungen zu diesem SW-Look freuen:

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J A N A by Holger Reinert, auf Flickr

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Gruß Holger

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Corinna
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Corinna » Dienstag 5. Juni 2018, 07:22

Holger R. hat geschrieben: Hier habe ich mal versucht einen etwas derben, dreckigen Look ins Bild zu bringen. Hierzu habe ich die Kontraste und die Klarheit extrem angehoben, aber in der Gradationskurve die Tiefen wieder angehoben, bis das Bild milchig wurde.
Ich würde mich über Meinungen zu diesem SW-Look freuen
Bei Bild 1 passt dieser Look für meinen Geschmack sehr gut. Bei Bild 2 sieht es bei Jana sehr gut aus, aber beim Hintergrund (vor allem bei Gebäude links/mitte) empfinde ich diese starken Kontraste als zu krass, zu unnatürlich, zu ablenkend.
Liebe Grüße
Corinna
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idefixbt
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von idefixbt » Dienstag 5. Juni 2018, 07:40

Corinna hat geschrieben:
Holger R. hat geschrieben: Hier habe ich mal versucht einen etwas derben, dreckigen Look ins Bild zu bringen. Hierzu habe ich die Kontraste und die Klarheit extrem angehoben, aber in der Gradationskurve die Tiefen wieder angehoben, bis das Bild milchig wurde.
Ich würde mich über Meinungen zu diesem SW-Look freuen
Bei Bild 1 passt dieser Look für meinen Geschmack sehr gut. Bei Bild 2 sieht es bei Jana sehr gut aus, aber beim Hintergrund (vor allem bei Gebäude links/mitte) empfinde ich diese starken Kontraste als zu krass, zu unnatürlich, zu ablenkend.
Liebe Grüße
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Hallo,
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Holger R.
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Holger R. » Dienstag 5. Juni 2018, 07:56

Danke für Euer Feedback.
Das Gebäude auf der linken Seite war/ist in der Tat ein Problem, das ist nämlich völlig ausgebrannt, hier habe ich tatsächlich zusätzlich die Kontraste erhöht, daß überhaupt was da war.
Mit fiel das Gebäude allerdings nicht negativ auf, weil meine Blick immer zu Jana wandern.

Aber genau hierfür sind die Meinungen eines reinen Betrachters so wichtig, er schaut eben das Bild nur an und seine Blicke werden teilweise in ganz andere Richtungen gelenkt als die des Fotografen.
Deswegen nochmal: Danke!
Gruß Holger

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Miss Sissippi
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Miss Sissippi » Dienstag 5. Juni 2018, 08:26

Corinna hat geschrieben: aber beim Hintergrund (vor allem bei Gebäude links/mitte) empfinde ich diese starken Kontraste als zu krass, zu unnatürlich, zu ablenkend.
Interessant, dass euch die linke Bildseite eher stört -mich irritieren eher die hellen Fenster rechts von ihrem Kopf.
Bildkompositorisch fände ich es ansprechender, wenn die Gebäude im HG etwas mehr nach rechts verschoben wären, so dass der Kopf mehr über dem tiefen ruhigeren Dach zu sehen ist, ebenso wäre der Kopf "freier" wenn du die Kamera ein ganz klein wenig tiefer gehalten hättest /etwas mehr Himmel, etwas weniger Pflaster.


Bild 1 hingegen finde ich perfekt, nicht zuletzt, weil Blick und Pose natürlich wirken (das ist IMMER mein erster und für mich schwerwiegendster Kritikpunkt an Portraits, wenn sie gestellt und gekünstelt wirken)
Grüße von Antonia
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Corinna
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Corinna » Dienstag 5. Juni 2018, 08:50

Miss Sissippi hat geschrieben:Bildkompositorisch fände ich es ansprechender, wenn die Gebäude im HG etwas mehr nach rechts verschoben wären, so dass der Kopf mehr über dem tiefen ruhigeren Dach zu sehen ist
Das sehe ich total anders, ich finde die Linienführung absolut gelungen, besonders mit dem passenden Linienverlauf am Boden.
42566289771_9d25cfbf51_c.jpg
42566289771_9d25cfbf51_c.jpg (61.92 KiB) 2443 mal betrachtet
Hinter dem Kopf (quasi "durch" den Kopf) eine durchgehende waagerechte Linie vom tieferen Dach, so etwas sollte man m.E. vermeiden, so wie Holger es vermieden hat.
Liebe Grüße
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Sinuett » Dienstag 5. Juni 2018, 09:12

Miss Sissippi hat geschrieben:
Corinna hat geschrieben:

..


Bild 1 hingegen finde ich perfekt, nicht zuletzt, weil Blick und Pose natürlich wirken (das ist IMMER mein erster und für mich schwerwiegendster Kritikpunkt an Portraits, wenn sie gestellt und gekünstelt wirken)
So geht es mir auch.

Der Versuch ehrt dich aber. Klassisch ist ja "leichter" und das Ziel hinauszuschieben finde ich gut.
Und das kollidiert dann u. U. auch einfach mit den Sehgewohnheiten der einfachen User, nicht Antonia? (ist wieder Spass; nicht falsch verstehen...) :mrgreen:

Grüße

Sinuett

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Holger R.
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Holger R. » Dienstag 5. Juni 2018, 09:50

übrigens musste beim Bild 2 der Regenbogen mit drauf, das war das Ziel der Szene (was natürlich hier in SW eher fast störend ist). Da ich nur Nebenfotograf war, hatte ich nicht allzu viel Zeit für diese Szene, da der eigentliche Fotograf dann sein Objektiv gewechselt hatte, und und dann dran war. So unter Zeitnot sind die Dinge im Hintergrund dann eher zweit- oder drittrangig.
Bezüglich der Portraitfotografie mit Einbindung des Hintergrunds bin ich ja sowieso absoluter Beginner, insofern bin ich mit dem Ergebnis trotz der aufgezeigten Schwächen durchaus zufrieden.
Ob ich alle Eure Punkte im nächsten Portrait einfließen lassen kann, weiß ich nicht.
Gruß Holger

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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Jock-l » Dienstag 5. Juni 2018, 10:05

Das sind Erfahrungswerte, die man nicht 1:1 und sofort ummünzen kann, das bleibt eher im Hinterkopf...

Ich erinnere mich an Ausarbeitungen mit Störungen (Flecke, Risse, dergleichen...) da war ich so vertieft bis sich der richtige Zwischenruf ereignete "Auf Alt trimmen nützt nix, früher gab es nicht diese Schärfeabbildung heutiger Kameras!"- dieser Gedanke kippte meine gesamte EBV und ich muß sagen, das war zu Recht eingeworfene Erinnerung. Aus diesem Lern-und Überlegensprozeß gehe ich anders an solche DInge heran... und Ergebnisse wirken weit plausibler als damalige Schritte !
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol: Doch: Blau-Gelb sind meine Farben !!!

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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Corinna » Dienstag 5. Juni 2018, 10:07

Holger R. hat geschrieben: trotz der aufgezeigten Schwächen
Aus meiner Sicht ist die einzige Schwäche des Bildes, dass der Hintergrund in der Nachbearbeitung so stark betont wurde. Wenn du den gesamten Hintergrund unauffälliger bearbeitest (Kontraste nicht verstärken, evtl. noch zusätzlich weichzeichnen und Kontraste vermindern) und vielleicht noch unten die Halos um Jana entfernst, dann sehe ich keine Schwächen mehr.
Liebe Grüße
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Holger R. » Dienstag 5. Juni 2018, 11:26

oh, die Halos waren mir noch gar nicht aufgefallen, Danke.
Ich denke hier ist einfach die Lichtsituation so heftig (viel Licht, viel Schatten, etwas überbelichtet), daß die RAWs der GX80 gerade in Verbindung mit dieser heftigen Bearbeitung hier echt an Ihre Grenzen stoßen.
Ich habe diese SW-Bearbeitung in Lightroom als Preset angelegt, alle anderen Bilder die so bearbeitet wurden zeigen keine Halos, und die wurden mit der GX9 aufgenommen.
Die GX80 hatte ich als Backupkamera dabei, und nur für diese Situation genutzt, weil dort das 20er Pancake montiert war, so konnte ich mir den Objektivwechsel ersparen.
Gruß Holger

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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Miss Sissippi » Dienstag 5. Juni 2018, 12:51

Sinuett hat geschrieben: das kollidiert dann u. U. auch einfach mit den Sehgewohnheiten der einfachen User, nicht Antonia?
Ja, ich merke immer wieder, dass mir der "klassische" Aufbau eines Bildes oft nicht gefällt, aus verschiedenen Gründen. Deshalb finde ich solche Besprechungen wie diese sehr spannend.
Hier in diesem Fall ist es so -Corinnas bunte Linien sehen zwar "richtig" und stimmig aus (danke dafür!), dennoch stört mich das Gebäude so nah neben dem Kopf. Allerdings weiß ich nicht genau, ob mir die Version, die mir imaginär vorschwebt, dann besser gefallen würde :D

Ich werde mich in Zukunft zurückhalten, da ich mich viel zu wenig mit klassischem Bildaufbau auskenne.
Grüße von Antonia
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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Corinna » Dienstag 5. Juni 2018, 13:02

Miss Sissippi hat geschrieben:Ich werde mich in Zukunft zurückhalten, da ich mich viel zu wenig mit klassischem Bildaufbau auskenne.
Oh nein, halte dich bitte nicht zurück, ohne verschiedene Standpunkte und Sichtweisen gibt es doch keinen interessanten Austausch.
Liebe Grüße
Corinna
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Beitrag von Holger R. » Dienstag 5. Juni 2018, 13:11

hier seht ihr die durchgehende Dachkante ohne den Kontrast-verstärkten Hintergrund, allerdings mit anderer Pose und auf Hochformat beschnitten. Und mit meiner üblichen SW-Umsetzung, also nicht mit diesem etwas derben Look.

Bild
J A N A @candleelight by Holger Reinert, auf Flickr
Gruß Holger

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Re: Schwarzweiß Fotografien - offen für alle Mutigen

Beitrag von Guillaume » Dienstag 5. Juni 2018, 13:26

Nö Antonia, bitte nicht zurückhalten. M.E. ist jeder Einwurf durchaus hilfreich und Du könntest aus den Antworten ebenfalls etwas lernen. Meine Frage zu dem Bild ist, ob vielleicht ein anderes Objektiv sinnvoller gewesen wäre. Beim ersten Bild hast Du, Holger, das 42,5mm f/1.7 benutzt und damit eine hervorragende Freistellung des Modells erreicht. Warum bist Du dann auf das 20mm f/1.7 umgestiegen? Mit dem 42,5mm etwas weiter zurücktreten, um den gleichen Ausschnitt des Modells zu erhalten, hättest Du m.E. im Hintergrund mehr Unschärfe erhalten. Zusätzlich hättest Du dich etwas mehr nach links bewegen können, um nur noch das höhere Gebäude im Hintergrund zu haben. Vor Jahren habe ich einmal auf dem Hamburger Rathausmarkt einen Modefotografen beobachtet. Der benutzte damals eine richtig lange Tüte und war ca. 50m vom Modell entfernt. Dadurch hatte er erreicht, dass sein Modell von den Alsterarkaden im Hintergrund, die gerade so noch erkennbar waren, wunderschön freigestellt wurde. So ungefähr wie auf dem ersten Bild, das mich ein wenig an Fotos von Gundlach erinnert.
liebe Grüße.
Peter


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