Ronald, alles gut!!!! Du bist doch nicht irgendwie verbal unangemessen aufgetreten. Und ein bissl "Grillanzünder"-Rhetorik hier und da kann jedes Forum vertragen (und dieses kann das echt gut ab; denn hier begegnen wir (die meisten

) uns prinzipiell zugewandt und verständnisvoll (und geduldig-großzügig)
Ich fote in etwa gleichen Teilen in jpg und in RAW + jpg.
(Da ich treuer- und wie ich finde moderat mixender- Exp.Bracketing-HDR`ler bin (ab und an prominent "Malerisch" ist dann auch bewußt so gewollt!), würde ich sogar sagen ; "jpg + RAW + Bracketing" in etwa gleichen Teilen).
Ich finde ebenfalls, daß Entwicklung (RAW) und AUCH "Nachentwicklung" (aus nem jpg) einfach zum digitalen Foten dazugehört.
MUSS nicht! Aber für optimale Ergebnisse SOLLTE.
Einfaches und mir permanent unterkommendes Bsp.: Farben. Bei Pana (für MICH in DIESER Reihenfolge "schlimm") Grün, Rot, das "Lila-Blau" (meine Begründung spare ich mir mal, ist hier nur sekundär relevant).
Ein gut aufgenommenes Lumix-jpg kann super schön werden. Aber einzelne Farbtöne sind einfach nicht richtig oder zu stark auftragend "interpretiert" worden (von der Venus Engine). Heißt: PARTIELLE Korrekturen nur dieser/s Farbwerte/s. Heißt damit gleichzeitig auch: "Selbst entwickeln JA!".
Für mein "Mißfallen" von bestimmten Farbnuancen/Farbcharakteristiken muß ich weder an den Kelvin-Werten, noch am Sättigungsverhalten der Venus Engine drehen.
Entrauschen/Schärfen sind zwei Werte, deren Manipulation dir ein endgültiges, unwiederrufbares Resultat ins jpg bringen.
Davon lass ich definitiv die Finger weg. Höchstens mal das Rauscheingriffsverhalten mal um 1 Stufe verringern. Gibt im Einzelfall u.U. etwas mehr Details aus im Ergebnis.
Meine beiden dafür zuständigen Topaz-Entrauscher (in Verbindung mit Gimp) können das x mal besser, als es die Venus Engine kann!
Auch mein Standard-Entwickler (LR) kann das besser als die VE! Mehr gibts nicht hinzuzufügen. Neutral lassen!
Kontraste bekomme ich z.B. durch meine Gewohnheit einer tendenziell unterbelichtenden Herangehensweise eh recht gut hervorgehoben.
Kann ich persönlich nur jedem empfehlen (sich von der "0" auf der Belichtungswaage zu verabschieden

).
Hinzu kommt, daß ich die Lumixe (bei denen ich das beurteilen kann) durch die Bank eher als sehr kontrastverstärkend arbeitend empfinde.
Daher- wenn überhaupt in die Neutral-Settings eingreifen- die Kontraste auch um 1 Stufe vermindern.
Ich verlasse mich gerne auf den AWB. Gibt mir das natürliche Licht nen bestimmten (schönen) Eindruck und mein AWB will das irgendwie nicht so richtig korrekt messen, helfen die Alternativen meist auch nicht und ich muß- was ich recht umständlich finde in der Praxissituation- über manuelle Kelvin-Einstellung gehen.
Aber ich gebe dir recht- "die Wolke" macht oftmals ein recht schönes jpg (zumindest gewinnts gegen den AWB), und bei eher diesigem Wetter mit traurigem Tageslicht macht dieses WB-Preset ne ganz gute Figur.
Aber NIE würde ich persönlich zu ner "festen" jpg-Einstellung mit merklich gepimpten Settings raten.
Wenn z.B. nur "gut die Sonne scheint" (so wie zur Zeit- meist tolles Mittagslicht mit kräftig blauem Himmel, ganz selten ausgebrannte Himmelsstellen), dann ist eh alles Grüne und Rote völlig überdreht satt zugekleistert dargestellt und im Bereich von Lila-Tönen kommts gerne mal zu leichter Unecht-Farbdarstellung. (Da holen andere Hersteller u.U. ein angenehmeres, besser ausgesteuertes Farbmanagement aus ihren Chips raus.)
DAS/So etwas will doch der OOC-jpg-Fotograf gerade vermeiden, oder !?!
Aber eigentlich hat die Crew und auch du bereits alles gesagt/angedeutet: jeder so, wie er/sie will oder in welcher Stimmung man ist.
Außerdem: RAW-Entwickeln macht nen riesen Spaß (solange man sich auf "Einzelexponate" konzentrieren kann und nicht nen endlosen Berg an RAWs abzuarbeiten hat, dessen einzelne Fotos nicht gut geeignet für eine Stapelverarbeitung sind).
Und ich finde (recht häufig), daß "der Live-Eindruck" bei neutraler Aufnahme gar nicht so richtig authentisch rüberkommt. Hier hilft dann auch eine "Betonung" des Eindrucks und des Gefühls vor Ort durch eine entsprechende (Nach-) Entwicklung. DAS kann dann ein Foto sogar auch mal in-sich-betrachtet als "erkennbar manipuliert/nachgezeichnet" aussehen lassen.
Aber wo du Recht hast, hast du nochmal recht: auf Flickr gibts etliche solche "plakative" Beispiele
(ich finde meistens, GANZ starke, weil Aufnahme klar von Könnerhand/-auge; weil Motiv extrem stark & eben auch weil sich die techn. Qualität des Remixes auf gleichem Könnerniveau abspielt. Ob`s dann individuell gefällt, steht auf nem anderen Blatt

. Bin offen für alles, es zählt nur, obs für mich im Einzelfall passt oder auch nicht. Oft genug passt das "Hochgezüchtete" auch für mich nicht!).
Da schließt sich der Kreis zu deinem Anliegen: klar gibts sicher auch Motive, wo bsp.weise ein Hochdrehen der Schärfe einen super Effekt erzeugt.
Beim nächsten Motiv kanns dir aber schon ganz viele auffallende Schärfungsartefakte reinhauen. Und die bekommt man eben nicht mehr raus. Dieses Bild ist dann versaut!!
RAW juckt das nicht die Bohne. Und bei jpg-Nutzung wäre die Konsequenz dann eben der Rat, die Werte möglichst neutral bis eher runtergesteuert einzustellen.
Auf ständiges "Bildstil-Einstellungen-anpassen"-Müssen, weil ich OOC-jpgs in jeweils schönster Darstellungsgüte haben will, hab zumindest ich keinen Bock!

Was bleibt also noch !?!?!!!

G9_G70_FZ150_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_Oly m.zuiko 12-40mm f2.8_Pana 14-140 f3.5-5.6_Pana 42.5 f1.7_Panaleica 50-200mm f2.8-4
Rollei Fotopro CT-5A, Raynox DCR 150, Lowepro Flipside Trek 350 + Nova 160 + Apex 110, Toblerone 400g-Pack