BerndP hat geschrieben: ↑Dienstag 29. September 2026, 17:44
Auseinanderdriften der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte
Für mich ist die Vorstellung der dort auseinanderdriftenden Platten irritierend...
Lieber Bernd, irritiert sein oder sich sorgen muss man nicht... Es gibt sie überall auf unserem Globus. Überall !! Teils aktiv, teils passiiv !!
Mich hat das in Äthiopien total fasziniert.
Einer der größten, der "Große Afrikanische Grabenbruch" (Great Rift Valley) reicht vom Libanon bis Mosambik = 6.000 km lang und ist durch das Auseinanderdriften der Afrikanischen, der Arabischen Platte und der Somali-Platte bedingt.
Ein gewaltiger Schwester-Kontinent wird sich von Afrika abspalten.
Zwischen der Afrikanischen und der in Entstehung begriffenen Somali-Platte hat die Dehnungstektonik zu verstärktem Vulkanismus entlang der Grabenzone zu einem teilweisen Einsinken der Gräben unter das Niveau des Meeresspiegels geführt. Seine Tiefe schwankt zwischen knapp 100 m und mehr als 1000 m !!!
Durch seine unregelmäßige Breite ist er für uns Reisende nicht so einfach zu erkennen, wie jener auf Island.
Der Prozess des Auseinanderbrechens hat auf jeden Fall begonnen
Das abgetrennte Stück Afrika darf dann offiziell Somaliaplatte heißen. Vermutet wird ein Zeitraum zwischen 10 und 50 Millionen Jahre
Die Grabenbildung kann bis zur Spaltung eines Kontinents und der Entstehung eines neuen Ozeans fortschreiten. Sie kann aber auch jederzeit aufhören, wenn der notwendige Antrieb aus dem Erdinnern stehen bleibt.
Das Rote Meer drängt sich in das „Great African Rift Valley“ und lässt einen neuen Ozean mitten in Afrika entstehen, aber das werden wir und unsere Nachfahren nicht erleben....