Hallo,
nochmal zu den Basics:
Wie schon oben erwähnt, besteht die Belichtung bei Blitzbetrieb aus der Summe
der Belichtungen mit dem Umgebungslicht und dem Blitzlicht.
Die Steuerung der Menge des Blitzlichtes kann durch den Blitz selbst erfolgen,
wenn er über einen eigenen Sensor verfügt, oder über die kameraeigene
Belichtungsmessung (dann in der Regel TTL).
TTL ist somit noch keine Automatikfunktion sondern nur die Belichtungsmessung durch
die Linse.
Automatikfunktionen werden über den Blitz selbst oder die Kamera zur Verfügung gestellt.
Ist der Blitz in das Kamerasystem integriert, kann er sämtliche Steuermöglichkeiten
der Kamera überlassen (muss es aber nicht!).
Die Belichtung selbst setzt sich aus den Komponenten ISO-Empfindlichkeit, Blende,
Belichtungszeit, Abbrennzeit des Blitzes zusammen.
ISO, Blende und Belichtungszeit sind manuell steuerbar, weiters auch eine
Belichtungskorrektur am Blitzgerät selbst oder in der Kamera.
Die Belichtungszeit wird im Programmautomatikbetrieb der Kamera frei von der
Kamera gewählt, entspricht also nicht notwendigerweise der minimalen
Blitzsynchronzeit.
Will man die kürzeste Blitzsynchronzeit verwenden, muss man - sie falls möglich -
im Kameramenü vorgeben oder die Zeitautomatik dafür verwenden (z. B. 1/125 s).
Mit der Blende steuert man den Beitrag des bestehenden Lichtes an der
Gesamtbelichtung (kleine Blende > lange Belichtungszeit > viel Umgebungslicht),
was bei Nachtaufnamen mit Blitz interessant sein kann.
Weitere Beeinflussungsmöglichkeiten bestehen durch die bewusste Einstellung der
ISO-Empfindlichkeit in der Kamera.
Die Abbrennzeit des Blitzes ist nicht direkt einstellbar, wird aber bei Highspeed-Aufnahmen interessant.
Moderne Blitze bieten häufig die Möglichkeit die Blitzleistung manuell zu regulieren (1/2, 1/4, 1/8, 1/16,...). Das wirkt sich dann
doch auf Abbrennzeit des Blitzgerätes aus.
Weiters kann die Belichtung über das Blitzgerät mit +/- gesteuert werde (reguliert in Grenzen die Leistung des Blitzgerätes).
Eine Belichtungkorrektur in der Kamera hat hingegen Einfluss auf die darzustellende Umgebungshelligkeit.
Damit nicht genug können die verschiedenen Kamerasysteme mit ihren Systemblitzen (aber in der Regel nur mit diesen) alle vorher angeführten Aspekte im Detail justieren/verändern.
Ergebnis sollte eine optimale Belichtung in allen Situationen sein.
Ein Blitzgerät, das alles kann, kostet auch entsprechend viel, liefert aber dann auch eine Zusatzfunktion, den Master-Betrieb (drahtlose Steuerung mehrere Blitzgeräte auch in Gruppen). Damit ist die einfache Ausstattung für den Studiobetrieb denkbar.
Welches Blitzgerät infrage kommt ist von den Vorlieben des Benutzers abhängig.
Besser ein besseres wählen, da es in der Regel seltener getauscht wird als die Kamera selbst. Ich bevorzuge prinzipiell systemeigene Blitzgeräte.
Grüsse,
AMed