Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkameras

Alles rund um die Superzoomer von Panasonic – von der legendären FZ50 bis zu FZ200, von der TZ1 bis zur TZ31
Krabbenpuler
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Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkameras

Beitrag von Krabbenpuler » Mittwoch 31. Mai 2017, 14:12

Moin!

Ich bin neu hier. Meine Kompaktkamera ist die TZ 101, mit der ich ganz zufrieden bin. Klar, es geht immer noch besser. Was aber Kompakte mit mehr Zoom als 3x betrifft habe ich da m.E. das momentane Optimum.

In letzter Zeit habe ich in Rezensionen und Foren häufiger von einem angeblich bei der TZ-Serie aber auch anderen Panasonic-Kompaktkameras vermehrt auftretendem Staubproblem gelesen (hier auch irgendwo). Ich kann von Glück sagen, dass ich da bisher verschont wurde. Dennoch ist es mir ein Bedürfnis, zu diesem Problem einmal etwas los zu werden.

Dass dieTZ-Reihe von Panasonic besonders staubempfindlich sein soll halte ich für eine Mär die in gewissen "Onlinekreisen" zu einer Verschwörungstherorie ausgeartet ist. Tatsache ist, dass alle Kompaktkameras empfindlicher gegenüber Staubeinschlüssen auf dem Sensor und auch innerhalb des Objektivs sind. Das ist nun einfach bauartbedingt. Mal eben das Objektiv abnehmen um den Sensor zu reinigen geht nun mal nicht.

Wer sich einmal mit der Technik einer digitalen Kompaktkamera beschäftigt hat und weiß, wie ein derartiges Objektiv aufgebaut ist und funktioniert wundert sich ohnehin, wie das Innere einer solchen Kamera überhaupt über einen gewissen Zeitraum staubfrei bleiben kann. Bei so gut wie jeder Kompaktkamera hätte beispielsweise eine Ameise oder Eintagsfliege keinerlei Probleme damit seitlich am Objektivtubus vorbei sich in den Tiefen der Kamera umzuschauen, um sich dann evtl. mitten auf dem Sensor nieder zu lassen oder dort ein Pups zu hinterlassen.

Aber es muss ja nicht gleich eine Ameise sein. Eher ist es ein kleiner Fussel, der den Fotografen um den Verstand bringen kann. Aber wie gesagt, die Gefahr einer solchen „Verseuchung“ ist bei allen Kompaktkameras aller Hersteller gegeben und zwar gleichermaßen. Und wenn man tatsächlich häufiger von dieser Problematik bei der TZ-Reihe von Panasonic erfährt liegt das ja vielleicht auch daran, dass gerade diese Kameraserie sehr beliebt ist und zu den meist verkauften Kompaktkameras zählt. Und dann hört man natürlich häufiger von irgendwelchen Macken dieser Kameras als von solchen, die nicht so verbreitet sind.

Wer möglichst lange Freude an seiner Kompakten haben möchte sollte daher folgende Dinge beherzigen:

Am Meeresstrand, womöglich noch bei heftigem Wind, hat die Kamera absolut nichts zu suchen. Wenn es denn sein muss, sollte sie in einer dicht schließenden Tupperdose transportiert und nur für ein schnelles Foto kurz herausgenommen werden. Aber dann kann es bereits passiert sein und es knirscht beim Zoomen.
Die üblichen Fototaschen mit Klettverschluss bilden da überhaupt keinen Schutz. Und feiner Flugsand findet sogar den Weg durch einen geschlossenen Reißverschluss.

Transport in der Hosen- oder Jackentasche? Das grenzt bereits an eine mutwillige innere Verstaubung der Kamera. Ja, ich weiß. viele Leute kaufen sich gerade eine kleine Kompaktkamera, um sie jederzeit dabei zu haben und um sie in die Tasche stecken zu können. Nur sollte jedem dabei klar sein, dass er dabei seine Kamera einer erhöhten Gefahr dahingehend aussetzt, dass er/sie irgendwann Staubkörner oder einen Fussel auf dem Display entdeckt.

Ach ja, dann gibt es da noch Fototaschen oder Hardcases, wo es der Hersteller ganz besonders gut meint und diese innen mit einem besonders weichen und plüschigen Kunstfell ausstattet. Ich habe gerade eine solche Tasche entsorgt, weil die enorm fusselte.

Fazit: Wer sich lange an seiner Kompaktkamera ohne Fusselprobleme freuen möchte fotografiert damit nur in Schutzkleidung unter Reinluftbedingungen im Labor. Ich weiß, das ist maßlos übertrieben und weltfremd. Aber ihr wisst, wie ich das gemeint habe, oder? Wer weiß, dass das Objektiv seiner Kompaktkamera unter allen Bedingungen immer einen Weg für Staub, Fusseln und Kleinstgetier offen hält geht dann vielleicht auch etwas achtsamer mit seinem Schätzchen um.

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Horka
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von Horka » Donnerstag 8. Juni 2017, 18:11

Krabbenpuler hat geschrieben:
Am Meeresstrand, womöglich noch bei heftigem Wind, hat die Kamera absolut nichts zu suchen. Wenn es denn sein muss, sollte sie in einer dicht schließenden Tupperdose transportiert und nur für ein schnelles Foto kurz herausgenommen werden. Aber dann kann es bereits passiert sein und es knirscht beim Zoomen.
Die üblichen Fototaschen mit Klettverschluss bilden da überhaupt keinen Schutz. Und feiner Flugsand findet sogar den Weg durch einen geschlossenen Reißverschluss.

Transport in der Hosen- oder Jackentasche? Das grenzt bereits an eine mutwillige innere Verstaubung der Kamera. Ja, ich weiß. viele Leute kaufen sich gerade eine kleine Kompaktkamera, um sie jederzeit dabei zu haben und um sie in die Tasche stecken zu können. Nur sollte jedem dabei klar sein, dass er dabei seine Kamera einer erhöhten Gefahr dahingehend aussetzt, dass er/sie irgendwann Staubkörner oder einen Fussel auf dem Display entdeckt.
Fotoapparate sind empfindliche Geräte, aber robuster, als manchmal geglaubt wird!

Natürlich kommt meinen FZ101 (odere andere) mit an den Strand, ohne Tupperdose. Selbstverständlich kommen meine Kameras gelegentlich ungeschützt in die Jacken- oder Hosentasche, ich fahre dort ja nicht das Objektiv ein und aus.

Du hast Recht, man sollte sich überlegen, wie man mit seiner Kamera in ungünstiger Umgebung umgeht, wie man sie schützt, wann und wo man das Objektiv ausfährt. Aber sie ist zum Fotografieren, nicht zum Verstecken gemacht!

Horst
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von Krabbenpuler » Freitag 9. Juni 2017, 13:22

Moin!

Grundsätzlich hast du recht Horst. Dennoch ist es einfach so, dass Kompaktkameras eher mit Staubproblemen zu kämpfen haben als DSLRs. Zumindest lässt sich bei einer DSLR Staub auf dem Sensor vom Nutzer relativ leicht entfernen.
Ich will mit meinem Eingangsbeitrag ja auch lediglich auf das Problem aufmerksam machen bzw. den Nutzern der teils recht teuren Kompaktkameras hier ein wenig sensibilisieren. Wenn man weiß, wie Staub in das Innere der Kamera gelangen kann ist Mann/Frau da vielleicht zukünftig etwas vorsichtiger.
Hosen- und Jackentaschen sind nie staubfrei. Selbst wenn vor der Verstauung der Kamera in der Jackentasche evtl. vorhandene Papiertaschentücher daraus entfernt wurden dürften hunderte von kleinen Staubpartikeln in der Tasche sein, die der Kamera zum Verhängnis werden können. Das Argument, dass das Objektiv ja nicht in der Jackentasche aus- und eingefahren wird ist ein Scheinargument. Staub setzt sich an der Kamera und am äußeren Rand des Objektivs ab und sucht sich beim nächsten Gebrauch der Kamera eventuell den Weg ins Innere der Kamera.

Jeder, der vielleicht einmal oder häufiger eine Schutzfolie auf dem Display seines Smartphones oder auch seiner Kamera angebracht hat kann ein Lied davon singen: Kleinste Staubpartikel, die immer und überall in der Luft herumschwirren verursachen kleine Luftbläschen zwischen dem LCD und der Folie die man dann mühsam versucht, durch Anheben der Folie und mit einem Tesa-Streifen zu entfernen.

ja, und es sind derart kleine Staubpartikel, die den Fotografen den Spaß am Fotografieren vermiesen können, wenn er beim Fotografieren im Sucher bei hellem Hintergrund (blauer Himmel) einen Fussel sieht, der dann bei entsprechenden Vergrößerungen oder auch bei der Diashow am Fernseher gut zu sehen ist.

Ich hatte das Problem bei meiner alten TZ-71. Da ich nicht bereit war, für eine fachmännische Reinigung 150 Euro auszugeben machte ich mich mit Hilfe einer YouTube- Anleitung selbst ans Werk. Da ich meine, dass ich handwerklich recht geschickt bin klappte das auch. Allerdings muss ich gestehen, dass das eine ganz schön pfriemelige bzw. filigrane Angelegenheit war. Insbesondere die Steckverbindungen der Flexkabel sind nicht ohne. Da sollte niemand sein Können überschätzen. Wer spielend das Werk von Großmutters Standuhr zerlegt und wieder zusammenbaut muss dies noch lange nicht mit deren Armbanduhr schaffen.

Ganz gemein kann Sand werden. Aktuell sah ich am Strand auf der Nordseeinsel Spiekeroog eine Canon Kompaktkamera ohne jeden Schutz an einem Strandkorb baumeln. Es wehte ziemlich. In den Augen und auf der Zunge hatte man immer wieder feine Sandkörner. Warum sollte da eine Kamera verschont bleiben? Die Servicewerkstätten können ein Lied von blockierenden Zoomobjektiven singen.

Ich betrachte jedenfalls meine Kameras nicht als Wegwerfprodukte. Mir liegt schon daran, einige Jahre Spaß damit zu haben. Aber wie bereits gesagt, wer weiß, dass Kompaktkameras gegenüber Staub und Sand naturgemäß empfindlicher sind als viele Bridge-Kameras und DSLRs ist da dann vielleicht auch etwas sorgsamer.

Lumixpeter
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von Lumixpeter » Sonntag 18. Februar 2018, 21:30

Die TZ101 hat eine ungeahnte Fülle toller Möglichkeiten und man kann damit wirklich beeindruckende Bilder machen.

Aber! Ich würde sie mir nicht wieder kaufen. Das Objektiv ist ein Staubsauger!!! Schon wenige Wochen nach dem Kauf 1. Versand via Foto Gregor, Köln an Panasonic. Staub und kleine Flusen aus dem Objektiv entfernen. Gesamte Lens Unit wurde kostenlos durch eine Neue ersetzt. 5 Wochen Wartezeit bis zur Rücksendung! Und: Schon wenige Wochen später wieder das gleiche Problem. Es ist zum Verzweifeln. Ich will die Kamera nicht mehr haben. Hörte inzwischen, dass viele andere Nutzer das gleiche Problem haben.

Hatte vorher viele Jahre eine Lumix FZ 38. Nichts, aber auch gar nichts an Staub drang in all der Zeit in das Objektiv ein.

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mlanders
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von mlanders » Sonntag 18. Februar 2018, 22:52

Hallo zusammen,

das Problem ist bekannt - ABER man kann einfache Mittel gegen Staub nutzen.

Bereits vor 2004 nutzte meine Frau ihre erste Lumix - ich seit 2004 die FZ Reihe:

FZ20 / FZ30 / FZ200 / FZ2000

bisher tauchte das Problem in keiner dieser Kameras auf. D.h. seit gut 14 Jahren fahre ich ohne Staub und Fusselprobleme.

Meine Lösung heißt:
Fototasche / Pfleglicher Umgang / Vermeidung von leichtsinnigem Umgang mit der Kamera wie bei Strand / Sand usw.
Verwendung von Pneupinsel, Optiktüchern und diversem anderen Zubehör.

Natürlich habe ich die Kameras auch an der See / am Strand mit genommen

ABER, weil ich um Wind usw. weiß, kam die Kamera meist nach der Aufnahme zurück in die Tasche -

Wenn ich z.B. an meinen Einsatz in New-York denke, wo die Kamera auch längere Strecken nackt um den Hals baumelte, gönnte ich mir diese Möglichkeit am Strand nicht ...
Eine Regel, die ich mir seit meinen analogen Tagen bewahrt habe.

Alles in Allem sei zu sagen:
Pfleglicher Umgang mit dem Werkzeug erhält die Kamera und die Freude an Bildern mit ihr.
Viele Grüße
Michael

--------------
Bewusster SLR auf FZ - Wechsler - FZ 2000 + Raynox DCR 250 + diverses Zubehör

fmandel
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von fmandel » Donnerstag 17. Mai 2018, 20:21

Hallo,
ich muss leider Lumixpeter Recht geben - die TZ101 ist ein Staubsauger. Auch bei meinem Exemplar waren nach kürzester Zeit Staubpartikel im Objektiv - momentan noch ohne negativen Einfluss auf die Bilder (sitzen ja auch weit außerhalb des Schärfebereiches). Die Kamera wandert bei Nichtgebrauch immer in eine Fototasche. Ich verstehe durchaus, dass Zoomobjektive nicht zu 100% dicht sein können, allerdings hatte ich bisher weder bei meiner alten und viel gereisten TZ5 sowie meinen diversen Zoomobjektiven meiner DSLR (keine abgedichteten Profi-Exemplare!) Staub hinter der Frontlinse entdecken können. Allem Staub zum Trotz nutze ich die TZ101 immer dann wenn die DSLR-Ausrüstung zu schwer und unhandlich ist.
Gruß, Friedrich
TZ101 und GX80 ... von Nikon zu MFT konvertiert.

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kl007
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von kl007 » Donnerstag 17. Mai 2018, 21:09

Ich denke bei dem Staubproblem muss man das lockerer sehen. Kompaktkameras haben zwar im Vergleich zur DSLR keine Sensorreinigung, aber der Staub ist ja erst einmal im Zoomobjektiv und nicht auf dem Sensor. Dies ist zwar ärgerlich, verschlechtert aber kaum die Bildqualität. Dieses Problem haben natürlich auch die meisten Zoom Objektive für Wechselsysteme. Ich hatte mir deshalb für meine Canon 50D auch lieber das 70-200 F4 mit fester Baulänge als das 70-300 gekauft. Bei einer FZ2000 mit Innenfokussierung hätte ich mir daher auch lieber ein abgedichtetes Gehäuse mit fester Baulänge (wie bei einer FZ50) gewünscht, aber vielleicht schafft Panasonic das ja bei einer FZ3000. Ansonsten kaufen sich ja die meisten Leute nach ein paar Jahren ein neueres Kameramodell oder man kauft halt was robusteres wie eine FT7 :
https://geizhals.de/panasonic-lumix-dc- ... 16595.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Liebe Grüße, Mathias

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Fossil
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von Fossil » Donnerstag 24. Mai 2018, 20:03

kl007 hat geschrieben:Bei einer FZ2000 mit Innenfokussierung hätte ich mir daher auch lieber ein abgedichtetes Gehäuse mit fester Baulänge (wie bei einer FZ50) gewünscht, aber vielleicht schafft Panasonic das ja bei einer FZ3000.
Gibt's auch Kompaktkameras, die keinen Innenfokus haben? Oder warum stellst Du das bei der FZ2000 heraus?
Kompaktkameras, zu denen die Bridgekameras gehören, heißen so, weil sie im Off - oder Ruhezustand den Rüssel einziehen und trotz Superzoom ein super kleines Packmaß haben. Wo bliebe denn das Prädikat "kompakt", wenn die Objektive eine feste Länge hätten? Hast Du mal den Zoombereich und die Maße der FZ50 mit denen der Nachfolgemodelle und mit denen der FZ1000er Reihe verglichen? Bei der FZ50 gibt's nichts zum Ausfahren, da ist die feste Objektivlänge kein Kunstgriff meisterlicher Hand.
Was aber soll eine Kompaktkamera, ob TZ oder FZ oder welche auch immer, mit einem Objektiv fester Baulänge?

Sollte Panasonic das bei der FZ3000 schaffen, sähen die an einer Kompaktkamera lnteressierten vermutlich und zu Recht den höheren Sinn darin nicht.
Beste Grüße von Antje

Lumix FZ 200, Canon EOS 100, Nikon FE 2, Voigtländer Prominent Synchro-Compur, Fujifilm FinePix F40 fd, Bleistift und Skizzenblock

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kl007
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von kl007 » Samstag 26. Mai 2018, 11:12

Hallo Antje, natürlich kann man mit einem Modell es nicht allen recht machen, aber Panasonic hat das ja bei den alten Modellen FZ20 /... / FZ50 geschafft, eine Kamera mit fester Baulänge zu bauen. Ich gehöre eher zu den Personen die sich eine Bridgekamera kaufen, um mit einem Objektiv alles abzudecken und trotzdem eine vergleichsweise leichte Kamera habe. Wenn man also eine pro / kontra Liste für die Baulänge aufstellt, ist das pro bei den neuen Modellen nur das kleinere Packmaß.
Bei den Modellen mit fester Baulänge überwiegen für mich die Vorteile:
- bessere Abdichtung gegen Staub / Regen
- Brennweite kann erhalten bleiben (kein unnötiges herein und herauszoomen ) spart Strom, klemmt die Finger nicht ein und man kann die Kamera auch vorne halten / abstützen (bei max. Tele).
- erweiterbar durch WW oder Telekonverter
Ich bin auch von einer FZ50 auf eine FZ200 umgestiegen und war enttäuscht, dass die FZ200 im Tropenhaus (Zoo) von innen beschlug (war bei der FZ50 nicht).
Auch das unnötige Einfahren des Objektivs nach 30 Sekunden Bildbetrachtung macht eine genauere Bildbetrachtung unbrauchbar.
Liebe Grüße, Mathias

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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von Fossil » Samstag 26. Mai 2018, 13:24

kl007 hat geschrieben:Hallo Antje, natürlich kann man mit einem Modell es nicht allen recht machen, aber Panasonic hat das ja bei den alten Modellen FZ20 /... / FZ50 geschafft, eine Kamera mit fester Baulänge zu bauen.
Die haben doch im Gegensatz zu den Nachfolgemodelle kürzere Endbrennweiten (72 resp. 88,8 mm), bei denen passt der ganze Linsenkladeradatsch in das feststehende Objektiv. Dafür haben sie größere Abmessungen als die Nachfolger im Ruhezustand.
kl007 hat geschrieben:Bei den Modellen mit fester Baulänge überwiegen für mich die Vorteile:
- Brennweite kann erhalten bleiben (kein unnötiges herein und herauszoomen ) spart Strom, klemmt die Finger nicht ein und man kann die Kamera auch vorne halten / abstützen (bei max. Tele).
- erweiterbar durch WW oder Telekonverter
Du verwechselst da was. Natürlich bleibt beim Zoomobjektiv die Brennweite nicht "erhalten", sonst wär es kein Zoom, sondern eine Festbrennweite. Bei Zoomobjektiven mit fester Baulänge verschieben sich bei Brennweitenänderung die Linsen im Tubus. Das geht auch nicht ohne Strom.
Wie man sich an einer Kompaktkamera die Finger klemmen soll erschließt sich mir ebensowenig wie der Einwand, dass man sie am Teleende nicht mit der Hand abstützen kann.
Für den EInsatz von WW-Vorsätzen oder Telekonvertern brauchst Du kein Objektiv mit fester Baulänge.
kl007 hat geschrieben:das unnötige Einfahren des Objektivs nach 30 Sekunden Bildbetrachtung macht eine genauere Bildbetrachtung unbrauchbar.
:? Du kannst Bilder im Wiedergabemodus so lange betrachten, bis der Akku leer ist. Das Einfahren des Objektivs hat darauf gar keinen Einfluss und ob und wenn ja, nach welcher Zeit die Cam in den Ruhemodus geht, kannst Du selber einstellen. Und aufgeweckt ist die Kamera schnell.

Die Frage, wie viele Kunden sich für z.B. eine FZ1000 mit fester Objektivlänge anstatt für die klassische FZ1000 mit "Rüsseleinzieher" entscheiden würden ist aber interessant.
Beste Grüße von Antje

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kl007
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von kl007 » Samstag 26. Mai 2018, 14:42

Hallo Antje,
ich verwechsel da nichts. Besuche doch selber mal einen Zoo. Bei der neuen Zooplanung (große Tiergehege) fotografiert man meistens im (max.) Tele. Bei meiner FZ200 habe ich mir dann schon oft die Frage gestellt, ob es nicht günstiger vom Stromverbrauch ist die Kamera immer an zu lassen als alle paar Minuten das Objektiv herein und herauszuzoomen.
Mit den 30s Bildbetrachten sind Praxiserfahrungen mit der FZ200, gelten aber laut Forum auch für FZ300 / FZ1000, d.h. falls du eine der Modelle besitzt, mach doch einmal mit max. Tele ein Foto und klicke auf die Wiedergabe. Wenn du dich dann mal ins Bild hereinzoomst, den Bildausschnitt genauer betrachten möchtest wirst du nach ca. 30s das hereinzoomen des Objektives feststellen, also besser die Finger nicht am Objektiv lassen (oder vielleicht doch, dann weist du vielleicht was mit Finger klemmen gemeint ist).
Der Vorteil den die FZ2000 wegen der festen Baulänge im eingeschaltetem Zustand auch schon hat ist, das die Scharfeinstellung unabhängig von der Zoomstufe ist. Der "Staubsaugereffekt" der die Staubpartikel ins Objektiv saugt bleibt wegen der kompakteren Baulänge im ausgeschaltetem Zustand natürlich erhalten, aber ich könnte mir vorstellen, wenn ich die FZ2000 vor betreten des Tropenhauses einschalte, dass die Linsen nicht von innen beschlagen.
Liebe Grüße, Mathias

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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von lurowa2 » Samstag 26. Mai 2018, 22:08

Zurück vom klein-klein zum Hauptproblem:
So ein Motor-getriebener Zoom in Kompaktbauweise ist nun mal sauempfindlich gegen kleinste mechanische Hindernisse!
Das bringt mich auf eine Idee:
Warum nicht statt einem friemelingen Objektiv-Schutzdeckel gleich einen Deckel, der das ganze eingefahrene Objektiv abdeckt?
Für meine FZ300 wären die Innenmaße ca. 70ø x 30, für die FZ150 ca. 60ø x 25mm. Eine leichte Übung für meinen 3D-Drucker!

LG,
Robert
Grüße, Robert
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von MarkusR » Mittwoch 6. Juni 2018, 10:32

Wäre es nicht sinnvoll gerade das Objektiv regelmässig eingefahren, und vor einem Einsatz halbwegs staubfrei zu pinseln oder eben mal anhaftenden Staub zumindest wegzublasen ?

Beim Ausfahren des Objektivs wird ja der Innenraum darin "expandiert", dh ein leichter Unterdruck erzeugt, der Staub von aussen einsaugen kann.

Ansonsten sehe ich auch zB die "klassische Strandsituation" als kritisch, da feiner Staub/Sand jede Feinmechanik belastet. Ich habe zB schon einige Male den Photo "drin gelasen", wenn bei viel Wind der Sand "fliegt".

Meine GX-80 liegt bei mir zB in einem Klarsichtbeutel (seitlich etwas offen) oder in der Fototasche im Regal, um ein Absetzen von Staub auf Body und Objektiv über die Zeit zumindest zu minimieren.

Ich denke, wenn man den Apparat mit Objektiv zumindest vor einem Einsatz von äusserem Staub befreit und dann zum Einsatz in eine staubarme Phototasche tut (kann man ja gelegentlich aussaugen), ist schon alles mögliche gemacht.

Sind denn die explizit gedichteten Geräte wirklich zB resistent gegen Staub und zB Sandsturm? Ich kann es mir kaum vorstellen....
_____________________

Danke und Gruss Markus

GX 80/14-140 und 30 Macro, diverses OM-Altglas über Adapter

lumulo
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkamer

Beitrag von lumulo » Mittwoch 6. Juni 2018, 11:02

lurowa2 hat geschrieben:Warum nicht statt einem friemelingen Objektiv-Schutzdeckel gleich
einen Deckel, der das ganze eingefahrene Objektiv abdeckt?
Meine TZ81/TZ90 verschliessen nach dem Objektiveinzug automatisch das gesamte
Objektiv - vermutlich machen das einige andere Kameras auch.

Bild

Es gibt auch automatisch öffnende/schliessende Objektivdeckel in verschiedenen Grössen
Objektivdeckel <---

Beim ali natürlich viel, viel billiger ..
Ali <---

csf125
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Re: Staub- und Fusselprobleme bei TZ/FZ/LX/LF - Kompaktkameras

Beitrag von csf125 » Samstag 19. Oktober 2019, 13:25

Staub-auf-dem-Sensor-Problem auch bei mir bei zwei zugegebenermapen schon leicht antiquierten, aber als Dritt- und Viertkamera, immer dabei, recht brauchbaren DMC-TZ25.
Zusätzlich gelegentliche Zögerlichkeit beim Brennweitenwechsel von Tele zurück auf Weitwinkel.
Vor geraumer Zeit habe ich bei einem Modell gemäß exakter Anleitung aus dem Internet die Kamera geöffnet und den Sensor penibel gereinigt: Funktioniert perfekt, ist aber zeitaufwendig und strapaziert die Nerven doch etwas ;)

Vor wenigen Tagen war's wieder soweit, bei beiden Kameras.
Und weil gerade der große Staubsauger zur Hand war, griff ich zu einer zugegebenermaßen etwas brutalen Vorgangsweise.
Objektivtubus ausfahren, Staubsaugerrohr möglichst dicht anpassen (WC-Papierrolle ist als Muffe bestens geeignet), Saugleistung nach Gefühl steigern bis zum Maximum. Währenddessen Objektivtubus ein- und ausfahren, soweit die Kamera mitspielt.
Einen allfälligen Totalschaden habe ich bewußt in Kauf genommen ...

Erfolg, bei einem Modell sofort, beim anderen nach dem zweiten Versuch:
Sensor perfekt sauber (offenbar also keine irgendwie klebenden Verunreinigungen, nur leichte Flusen) und Objektivtuben frei beweglich!

Nachahmung auf eigene Gefahr!

lg
Norbert

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