Zum Weiterbearbeiten behält man natürlich RAW, TIFF und wie sie alle heissen.
lg t-franzl
Jederzeit, einfach melden, ich helfe wenn Du möchtest bei der "Einführung".maja hat geschrieben:Danke ... dann kann ich irgendwann mit dem RAW beginnen.
LG, Marianne
Hallo Cristina!Lithograph hat geschrieben: Hallo Andreas !
Ich komme ursprünglich aus dem Druckereigewerbe und habe Lithograph gelernt, damals noch "zu Fuß" mit Film, Raster und Ätznatron, Farbauszugsgeräten und Andruck.
Und ich habe mich langsam in die lektronische Bildbearbeitung und das Farbmanagement eingelernt, Fehler gemacht und sogar im Zuge der Fotoschule das "Farbmanagement" durchgezogen.
Das soll jetzt NICHT bedeuten das ich eine Fachrfau wäre, aber zumindest habe ich eine leise Ahnung von der Materie.
Um es mal in aller Deutlichkeit zu formulieren:
Ein vernünftiges Farbmanagement von Bildschirm und Drucker ist für die meisten von uns schlicht und ergreifend unbezahlbar.
Ich bin keine JPEG-Fotografin, sehe mich nicht als Ignorantin aber mache schon mal ein Foto mit dem Handy, aber dennoch ist eine "ordentliche" und für meine Augen richtige Darstellung am Schirm und Ausgabe am nichtkalibrierbaren Canon-Drucker Fakt.
Du sagst kostet ?
Es ist schlicht und ergreifend sauteuer, so sieht es aus.
Kalibrierbarer Monitor mit entsprechender Darstellung in mindestens 24", kalibrierbarer Drucker, die entsprechnden Profile und Papiere die auch etwas mehr als nur einen Pappenstiel kosten.
Damit das Ganze Sinn macht dürfen jetzt nur originale Patronen um richtig fette Kohle benutzt werden.
In der Prager Fotoschule habe ich investiert wie eine Blöde. Das hat mich ein Heidengeld gekostet, nur um mit den anderen mithalten zu können.
All das gekauft, kalibriert und nach kurzer Zeit aufgegeben. Ich konnte es finanziell nicht durchhalten und habe es wieder zu Fuß probiert und mich auf meine Augen, mein Farbgefühl verlassen.
Die Zeiten ändern sich, jetzt ist es ein popeliger 22" BenQ um gerade mal 150 Euro und ein 70 Euro Canon Drucker, noch dazu mit günstigen Zubehörpatronen.
Mehr ist nicht drin, aber eine gute Darstellung und Ausdrucke sind absolut möglich. Ich habe mir den Schirm und Drucker manuell, selber eingestellt und die Darstellung meiner bearbeiteten RAW deckt sich so mit den Drucken und Ausbelichtungen das ich zwar einen Unterschied sehe, dann ist aber schon Schluß.
Es hilft alles nichts immer wieder zu lesen daß das XY Objektiv nichts ist, und das es ohne Kalibrierung der reinste Dilettantismus ist.
Ich sage das es geht, und zwar verdammt gut, man muß sich nur etwas Zeit nehmen.
Vielleicht bin ich ja eine Ignorantin, aber ich kann ganz gut leben damit.
Cristina
Glückwunsch. Man muss aber schon einen sehr guten Drucker haben und sehr viele Bilder damit drucken, damit sich eine solche Anschaffung überhaupt lohnt. Bei den meisten (auch Berufsfotografen) beginnt und endet der Workflow, um den es beim Farbmanagement ja geht, nämlich am eigenen PC. Alles weitere wird in der Regel von anderen Stellen erledigt: Printservice, Bildagentur oder -redaktion, Grafikabteilung ... Und die haben wieder ihre eigenen Spielregeln.ahinterl hat geschrieben:Nach viel Lehrgeld (wehr zahlt das nicht?) und Mühen (was ist man nicht alles bereit, in sein Hobby reinzubuttern) bin ich selber letztendlich auch auf dem Stand angelangt, dass ich einen einfachen Bildschirm und nur 6-farb-Drucker verwende ("keep it small and simple"). Allerdings sind die kalibriert, die Investition in Colorimeter und Spektrometer hab' ich mir "geleistet" (ächz, mein Konto...). [...]
Das ist definitiv falsch.copytexter hat geschrieben:Man dürfte sein am hardwarekalibrierten Wide-Gamuth-Monitor entwickeltes und bearbeitetes 18-Megapixel-Bild also gerne als verlustfrei komprimierte TIF-Datei im AdobeRGB-Farbraum an eine der genannten Stellen schicken. Die machen sehr wahrscheinlich sowieso ein 90-Prozent-JPG in sRGB draus. Und in den meisten Fällen wird man den Unterschied im Ergebnis nicht mal merken.
Ganz genau so sehe ich dies auch. Professionelle Ergebnisse setzten eben professionelle Methoden voraus.wozim hat geschrieben:Ich halte die Kalibrierung des Monitors immer dann für absolut notwendig, wenn ich mit Druckereien zusammenarbeite.
Ansonsten ist es eine Glaubensfrage, die jeder für sich entscheiden muss.
Ich trenne ganz strikt zwischen "Ausbelichtern" und Druckern.t-franzl hat geschrieben:Wenn ich mit Druck aber diverse Billiganbieter meine (in meinem vorigen Post bezog ich mich darauf), dann sieht die Sachlage natürlich anders aus, und die Kombination aus JPG und Monitor reicht im Prinzip aus, mit und ohne Farbmanagement. Nur darf ich dann eben keine Wunder erwarten.
Vorsicht!wozim hat geschrieben:Das ist definitiv falsch.
Die CMYK-Daten generiert aber normalerweise NICHT der Fotograf, sondern der Grafiker, Layouter, Setzer, whatever. Jeder, der schon mal eine Broschüre oder Zeitschrift in der Hand hatte, weiß, dass Fotos in der Regel nur eines von vielen Elementen einer Drucksache sind. Hinzu kommen Texte, Tabellen, grafische Elemente usw. Die optisch möglichst attraktive Zusammenführung all dessen ist der Job von GrafikerInnen. Und die arbeiten während des Gestaltungsprozesses mit niedrig aufgelösten Daten, die erst ganz zum Schluss durch hoch auflösende ersetzt werden (Reinzeichnung). Separation, Konvertierung, Profilierung und Erzeugung der druckfähigen PDF-Dateien findet heute weitgehend automatisch innerhalb von professionellen Layoutprogrammen wie Indesign und XPress statt.Wenn ich für Flyer, Folder, Poster und Bücher, oder auch für Zeitschriften Bilder erstelle, müssen es PSD- oder Tif-Dateien oder auch PDF's mit eingebetteten Profilen im CMYK-Farbraum sein.
Wenn Du Bilder für Sience oder Nature einreichst, musst Du diese Kriterien erfüllen.copytexter hat geschrieben:Wenn du also selbst gelegentlich solche druckfähigen Dateien erzeugst, auf welche Weise auch immer, dann tust du das genau genommen nicht als Fotograf, sondern als Grafiker oder Setzer. Dann kannst du natürlich auch selbst entscheiden, wie du die Daten verarbeitest. Normalerweise sind es aber völlig verschiedene Aufgaben, die auch von verschiedenen Spezialisten wahrgenommen werden.
Dankeschöncopytexter hat geschrieben:Glückwunsch. Man muss aber schon einen sehr guten Drucker haben und sehr viele Bilder damit drucken, damit sich eine solche Anschaffung überhaupt lohnt. Bei den meisten (auch Berufsfotografen) beginnt und endet der Workflow, um den es beim Farbmanagement ja geht, nämlich am eigenen PC. Alles weitere wird in der Regel von anderen Stellen erledigt: Printservice, Bildagentur oder -redaktion, Grafikabteilung ... Und die haben wieder ihre eigenen Spielregeln.