Retrofokus-Prinzip. Am besten die Wikipedia-Artikel mal durchlesen.bruenor75 hat geschrieben: Wenn ja: warum ist das so?
Mal kurz:
Ein Normalobjektiv ist im wesentlichen eine Sammellinse. Bei unendlich entfertem Motiv entsteht das scharfe Bild im Abstand der Brennweite. Bei 25mm also im Abstand vom 25mm hinter der Linse. Der genaue Abstand ist nicht die Brennweite sondern die Schnittweite, da wie gesagt Objektive keine einfachen Sammellinsen sind. Schnittweite = Abstand hinterste Linse - Senser. Damit zusammen hängt das Auflagemaß, dieses ist der "technische" mchanische Abstand des Objektivs vom Senser. Micro Four Third hat ein Auflagemaß von 19.62mm.
Wenn das Objektiv eine einfache Sammellinse wäre, dann wäre die Linse beim 25 mm ausserhalb des Gehäuses. Bei längeren Brennweiten sowieso. Alles ok. Was aber beim 10 mm Objektiv oder gar beim 7 mm? Hier müsste die Objetivlinse innerhalb des Gehäuses sein. Bei Spiegelreflexkameras gehts gar nicht, aber auch bei Spiegelosen nicht wirklich, wegen des mechanischen Verschlusses.
Was tun?
Einfach rotzfrech die 10 mm auch ausserhalb des Bodys anbringen. Also auch weiter weg als 20 mm. Das Bild ist jetzt natürlich unscharf. Zumindest für unendlich weite Motive. Der Sensor ist weiter weg, als er sollte. Wo kennt man das noch? Bei Kurzsichtigen ist es genauso. Auch da ist die Netzhaut weiter weg als sie sollte. Was macht man mit Kurzsichtigen? Man verpasst ihnen Kontaktlinsen[*]. Optisch sind das Zerstreuunglinsen. Und so verpasst man auch Weitwinkelobjektiven gewissermaßen eine Kontaktlinse zur Korrektur der Zwangskurzsichtigkeit. Jedes Weitwinkel besteht also prinzipiell aus einer Zeustreungslinsengruppe und dann der "eigentlichen" Sammellinsengruppe. Und diese Kontaktlinse - naja vielleicht passt hier doch das Analogon Brille besser - muss unverhältnismässig größer sein. Vorallem wegens des großen Winkels. Weitwinkel haben darum auch bei geringer Lichtstärke eine große Frontlinse.
Irgendwie transformiert sich die Blende dann invers durch die zusätzliche Zerstreuung. Aber so Experte bin ich jetzt auch nicht.
Je kürzer die Brennweite, desto stärker die "Brille" und desto größer das "Brillenglas" bei gleicher Blendenzahl.
Das ganze ist komplizierter als ein Normalobjektiv. Erst recht wenn beim Zoomobjektiv beim Verändern der Brennweite noch Linsen umgeschoben werden. Das alles in den Griff zu kriegen ist vermutlich auch bei kleinerer Blende deutlich einfacher.
Daher gibt es vermutlich eher Weitwinkelfestbrennweiten aber mehr Tele-Zooms.
Auch die beiden µFT-WW-Zooms wiedersprechen dem nicht. Das 7-14mm ist bei 14mm super. Aber bei 7 mm hat es böse Tonnenverzerrungen. Die aber die Panasonics und Olympusse herausrechnen, so dass man es nicht merkt. (da fällt mir doch gleich eine neue Frage ein ...)
So in etwa.
Ach habs doch schnell noch gefunden.
http://www.fotolaborinfo.de/foto/weitwi ... llgemeines" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
[*]ich hasse Brille!
So kurz wars jetzt auch nicht ....