Danke Peter, und schön die Kristalle.
Ich mußte mir mal darüber klar werden mit welcher Kamera ich in Zukunft am Mikroskop weitermache.
Dazu habe ich nochmal Kupfervitriol angesetzt und die Kristalle gestackt.
Einmal mit der FZ 300 über die App, und dann mit der Canon EOS mit händischer Schärfeverstellung über den Feintrieb.
Eingesetzt wurde das Objektiv Zeiss 8/0,20.
Bei beiden Stacks blieb die schiefe Beleuchtung unverändert.
Beide Stacks wurden nur nachgeschärft, beide mit den gleichen Parametern.
Die Qualität der Stacks fiel sehr unterschiedlich aus wie auf den Ergebnissen zu sehen.
Der EOS - Stack scharf und detailreicher als der FZ 300 - Stack, der auch nicht die Schärfe erreichte.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Bei der EOS gehen die Bildinformationen über das Mikroskopobjektiv direkt auf den Sensor, während bei der FZ 300 noch das Kameraobjektiv dazwischen liegt. Neben der Vignettierung hat man es da noch mit der Adaption Mikroskopobjektiv zum Kameraobjektiv zu tun.
Beim letzten Bild sieht man einen weiteren Grund für die schlechtere Bildqualität bei der FZ 300.
Ich habe da für beide Stacks die erste Aufnahme und die letzte Aufnahme untereinander gestellt.
Bei der FZ 300 ändert sich offensichtlich bei der schrittweisen Verstellung der Schärfe auch die Größe des Bildinhalts.
Die Bildinformation wird größer, was bei der Zusammenrechnung der Aufnahmen zu großen Randartefakten führt, die später weggeschnitten werden müssen.
Um aber die größer werdenden Einzelaufnahmen zur Deckung bringen zu können müssen die Preferenzen im Stackprogramm auf gut 20% gestellt werden, die normalerweise auf 0 stehen. Dieses Erzwingen der Deckung geht bekanntermaßen mit einem Verlust von Schärfe einher.
Anders sieht es bei dem EOS - Stack aus. Zwischen der ersten und letzten Aufnahme gibt es keine sichtbare Größenveränderung, weshalb da die Preferenzen auf 0 stehen bleiben können, was zur größeren Schärfe und Brillianz führt.
Damit ist bei mir die FZ aus dem Rennen, obwohl natürlich die Schärfeverstellung mittels App komfortabler ist als das Kurbeln am Feintrieb.
Aber letztendlich zählt nur das Stackergebnis.
Bild 1: 211 Aufnahmen, FZ 300, Zeiss 8/0,20, schiefe Beleuchtung
Bild 2: 131 Aufnahmen, EOS 600 D, Zeiss 8/0,20, schiefe Beleuchtung
Bild 3: Montage der ersten und letzten Aufnahmen
