Ich habe Deinen Beitrag jetzt sehr intensiv gelesen, und für mich festgestellt, dass Deine Argumentation überzeugend ist.
Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Warum sollten wir Dich kreuzigen, Cristina?
Ich habe Deinen Beitrag jetzt sehr intensiv gelesen, und für mich festgestellt, dass Deine Argumentation überzeugend ist.
Ich habe Deinen Beitrag jetzt sehr intensiv gelesen, und für mich festgestellt, dass Deine Argumentation überzeugend ist.
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! 
OM-1/GH3/E-M1/TZ71/GH2/G3
H-F007014E/H-HS12035E/H-H020E/H-ES045E
17,5-F0,95/25-F0,95
45-F1,8/60-F2,8/75-F1,8/150-F2/300-F2,8
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- wozim
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Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Kreuzigt sie, kreuzigt sie, diese Frevlerin.
Nein, jetzt mal im Ernst; das, was du schreibst, wird jeder, der wirklich fotografiert und nicht knipst, als Workflow haben.
Wer zig Jahre fotografiert und unzählige Stunden in der Dunkelkammer gearbeitet hat, wird sich deinen Ausführungen sicher nicht verschließen.
Das wirkliche "Foto" muss in dem Moment da sein, wenn der Auslöser gedrückt ist.
Dann, wie du schreibst, das Feintuning, die Dunkelkammerarbeit.
Damit sollte das "Foto" fertig sein.
Danach kann man aus dem "Foto" das "Bild" entsprechend der vorgesehenen Anwendung erstellen.
Ich trenne hier ganz bewußt "Foto" und "Bild".
Also keine Angst, du kommst nicht ans Kreuz.
Gruß Wolfgang
Nein, jetzt mal im Ernst; das, was du schreibst, wird jeder, der wirklich fotografiert und nicht knipst, als Workflow haben.
Wer zig Jahre fotografiert und unzählige Stunden in der Dunkelkammer gearbeitet hat, wird sich deinen Ausführungen sicher nicht verschließen.
Das wirkliche "Foto" muss in dem Moment da sein, wenn der Auslöser gedrückt ist.
Dann, wie du schreibst, das Feintuning, die Dunkelkammerarbeit.
Damit sollte das "Foto" fertig sein.
Danach kann man aus dem "Foto" das "Bild" entsprechend der vorgesehenen Anwendung erstellen.
Ich trenne hier ganz bewußt "Foto" und "Bild".
Also keine Angst, du kommst nicht ans Kreuz.
Gruß Wolfgang
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https://www.flickr.com/photos/fz100/
GX9, GX80, Oly 45 mm 1:1,8, Sigma 19 mm und 60 mm 1:2,8, umfangreiche Altglassammlung, div. Raynox-Linsen, GR IV HDF
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- Gartenbully
- Beiträge: 226
- Registriert: Mittwoch 13. Juli 2011, 14:26
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Christina kommt aus der Lithografie, ich komme aus dem Druckgewerbe und Lili ??????? Somit sind gegenüber Lili schon andere Vorrausetzungen gegeben.
Packen wir es an und helfen der Lili Licht ins Dunkle zu bringen!
Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Keine, er ist wie er ist!
Packen wir es an und helfen der Lili Licht ins Dunkle zu bringen!
Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Keine, er ist wie er ist!
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
*grins* ich komme aus Gröbenzell, sonst nix! Aber ich freu mich schon sehr, daß ihr mir helfen wollt. Fotografieren ist einfach ein tolles Hobby!!!
Lili
Lili
G2 mit 14-42, 45-200, 45-Makro Elmarit. FZ 200. Raynox 150.-
Lithographin
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo an alle !
Freut mich das ihr mich am Leben laßt, da kann ich noch etwas weiter nerven.
Gartenbully hat recht. Wer aus dem schwarzen Gewerbe kommt hat eine harte Schule hinter sich. Aber so soll es sein, bringen wir etwas Rotlicht in die Dunkelkammer und laßt uns die Ärmel hochkrempeln.
Denn - Je länger man in der Dunkelkammer arbeitet, desto mehr sieht man.
Frage an Lilly:
Mit welchem Bildbearbeitungsprogramm arbeitest Du und in welchem Bildformat. RAW oder JPEG? Nur damit wir mal 'nen Anfang machen.
Cristina
Freut mich das ihr mich am Leben laßt, da kann ich noch etwas weiter nerven.
Gartenbully hat recht. Wer aus dem schwarzen Gewerbe kommt hat eine harte Schule hinter sich. Aber so soll es sein, bringen wir etwas Rotlicht in die Dunkelkammer und laßt uns die Ärmel hochkrempeln.
Denn - Je länger man in der Dunkelkammer arbeitet, desto mehr sieht man.
Frage an Lilly:
Mit welchem Bildbearbeitungsprogramm arbeitest Du und in welchem Bildformat. RAW oder JPEG? Nur damit wir mal 'nen Anfang machen.
Cristina
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Bildbearbeitungsprogramm? Hab ich nicht, und das Format ist wohl JPEG ? Glaub ich jedenfalls
Lili
Lili
G2 mit 14-42, 45-200, 45-Makro Elmarit. FZ 200. Raynox 150.Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Was beliebt ist auch erlaubt Wilhelm Busch
FZ1K, TZ101, EOS 600D, GX7, G9, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.
keep it simple
Grüßle, Dieter
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.
keep it simple
Grüßle, Dieter
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo liebe Lumixer, ein sehr interessante Diskussion habt Ihr hier angestossen...
Für mich stellt sich generell die Frage, wo fängt eine Bildbarbeitung und wo eine Manipulation überhaupt an?
Ist es eine Bildbarbeitung oder schon eine Manipulation, wenn im Nachhinein etwas an der Farbsättigung, dem Kontrast und ggfs. der Schärfe "nachgeholfen" wird?
Ist es eine Manipulation, wenn im Nachhinein ein Ausschnitt gewählt oder ein "störendes" Element entfernt wird?
Hierzu mal ein Beispiel:
Bei einer Aufnahme des Plöner Sees in der Abenddämmerung sah ich auf dem PC einen kleinen schwarzen Fleck in der oberen Bildhälfte...Es war eine Mücke, die mir gerade just in dem Moment des Auslösens vor das Objektiv geflogen war...
Ist das Entfernen der Mücke auf dem entgültigen Bild nun eine Manipulation? Im Grunde ja, für mich ändert das aber nichts an der Grundaussage/-qualität des Bildes und ich habe das kleine freche Tierchen in der Bildbarbeitung entfernt...
Anders sehe ich es, wenn das Grundmotiv, z.B. durch das Entfernen eines Objektes, wie z.B. eines Astes oder Pfahles, verändert wurde. Für mich ist das keine Bildbearbeitung mehr, sondern eine Manipulation...
Generell sehe ich es wie Christina (Lithograf): das Bild und meine Gedanken entstehen schon zum Zeitpunkt der Aufnahme in meinem Kopf vor dem Auslösen der Kamera. Oftmals mache ich von demselben Motiv gleich mehrere Bilder in verschieden Einstellungen und aus verschiedenen Perspektiven, um ein für mich optimales Ergebnis herauszuholen.
Denn es ist für mich eigentlich eine Frage der Ehre, meine Bilder möglichst als Original direkt aus der Kamera zu veröffentlichen. Und wenn ich ein Bild bearbeitet habe, schreibe ich das auch entsprechend dazu.
Aus diesem Gunde fotografiere ich auch auschliesslich im jpg-Format und nutze die RAW-Fähigkeiten meiner FZ-150 nicht bzw. setze mich damit gar nicht auseinander.
Aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall freue ich mich immer, wenn zu den jeweiligen Bildern ein Hinweis hinzugeschrieben wird, dass das Bild bearbeitet wurde. Denn so kann ich für mich nach den oben beschriebenen Aspekten beurteilen und auch für meine Fotos lernen
Um es deutlich zu sagen: Bildbearbeitung-/Manipiulation im künstlerischen Sinne ist für mich natürlich davon ausgenommen
Für mich stellt sich generell die Frage, wo fängt eine Bildbarbeitung und wo eine Manipulation überhaupt an?
Ist es eine Bildbarbeitung oder schon eine Manipulation, wenn im Nachhinein etwas an der Farbsättigung, dem Kontrast und ggfs. der Schärfe "nachgeholfen" wird?
Ist es eine Manipulation, wenn im Nachhinein ein Ausschnitt gewählt oder ein "störendes" Element entfernt wird?
Hierzu mal ein Beispiel:
Bei einer Aufnahme des Plöner Sees in der Abenddämmerung sah ich auf dem PC einen kleinen schwarzen Fleck in der oberen Bildhälfte...Es war eine Mücke, die mir gerade just in dem Moment des Auslösens vor das Objektiv geflogen war...
Ist das Entfernen der Mücke auf dem entgültigen Bild nun eine Manipulation? Im Grunde ja, für mich ändert das aber nichts an der Grundaussage/-qualität des Bildes und ich habe das kleine freche Tierchen in der Bildbarbeitung entfernt...
Anders sehe ich es, wenn das Grundmotiv, z.B. durch das Entfernen eines Objektes, wie z.B. eines Astes oder Pfahles, verändert wurde. Für mich ist das keine Bildbearbeitung mehr, sondern eine Manipulation...
Generell sehe ich es wie Christina (Lithograf): das Bild und meine Gedanken entstehen schon zum Zeitpunkt der Aufnahme in meinem Kopf vor dem Auslösen der Kamera. Oftmals mache ich von demselben Motiv gleich mehrere Bilder in verschieden Einstellungen und aus verschiedenen Perspektiven, um ein für mich optimales Ergebnis herauszuholen.
Denn es ist für mich eigentlich eine Frage der Ehre, meine Bilder möglichst als Original direkt aus der Kamera zu veröffentlichen. Und wenn ich ein Bild bearbeitet habe, schreibe ich das auch entsprechend dazu.
Aus diesem Gunde fotografiere ich auch auschliesslich im jpg-Format und nutze die RAW-Fähigkeiten meiner FZ-150 nicht bzw. setze mich damit gar nicht auseinander.
Aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall freue ich mich immer, wenn zu den jeweiligen Bildern ein Hinweis hinzugeschrieben wird, dass das Bild bearbeitet wurde. Denn so kann ich für mich nach den oben beschriebenen Aspekten beurteilen und auch für meine Fotos lernen
Um es deutlich zu sagen: Bildbearbeitung-/Manipiulation im künstlerischen Sinne ist für mich natürlich davon ausgenommen
Liebe Grüße
Sabine
"Alles was du siehst, ist nur das Ergebnis deiner Sichtweise"
Wieder dabei mit: DMC G5 / Kit Pana 14-42 / Pana 20 1.7 / Pana 45-150 / Pana Vario 100-300 / Raynox DCR-150
Meine fotocommunity
Sabine
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-
Lithographin
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo Sabine !
Sehr interessante und gute Interpretation von Dir zu diesem Thema.
Es gibt nur einen Punkt bei dem ich "etwas einhacken" muß. Die Wahl ob JPEG oder RAW möchte ich so erklären ohne technische Details.
Ich bin heute Morgen spazieren gegangen, an der Traun. Ich blieb stehen um eine Aufnahme zu machen.
Ich selber habe im Uferbereich noch schön gesehen, aber auch den Fluß mit dem Nebel. Hätte ich mit JPEG gearbeitet hätte ich im Uferbereich gar keine Zeichnung mehr gehabt. Im RAW konnte ich das Bild im Schatten so anheben wie es "wirklich" war, also hilft mir RAW in dem Fall Situation zu meistern die unser Auge zwar eindeutig wahrnehmen kann, aber die digitale Kamera nicht mehr.
Das liegt im digitalen Bereich am sogenannten linearen Gamma.
Digitale Kameras interpretieren Licht Zu- oder Abnahme immer rein rechnerisch, kurz gesagt deutlich aggressiver als das menschliche Auge oder der analoge Film.
In dem Fall hilft mir also das RAW die eigene Wahrnehmung digital umzusetzen.
Oh Gott, jetzt fange ich schon wieder an zu............
Gerade deswegen, ein schönes Wochenende, Cristina
Sehr interessante und gute Interpretation von Dir zu diesem Thema.
Es gibt nur einen Punkt bei dem ich "etwas einhacken" muß. Die Wahl ob JPEG oder RAW möchte ich so erklären ohne technische Details.
Ich bin heute Morgen spazieren gegangen, an der Traun. Ich blieb stehen um eine Aufnahme zu machen.
Ich selber habe im Uferbereich noch schön gesehen, aber auch den Fluß mit dem Nebel. Hätte ich mit JPEG gearbeitet hätte ich im Uferbereich gar keine Zeichnung mehr gehabt. Im RAW konnte ich das Bild im Schatten so anheben wie es "wirklich" war, also hilft mir RAW in dem Fall Situation zu meistern die unser Auge zwar eindeutig wahrnehmen kann, aber die digitale Kamera nicht mehr.
Das liegt im digitalen Bereich am sogenannten linearen Gamma.
Digitale Kameras interpretieren Licht Zu- oder Abnahme immer rein rechnerisch, kurz gesagt deutlich aggressiver als das menschliche Auge oder der analoge Film.
In dem Fall hilft mir also das RAW die eigene Wahrnehmung digital umzusetzen.
Oh Gott, jetzt fange ich schon wieder an zu............
Gerade deswegen, ein schönes Wochenende, Cristina
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo Christina,
siehste, siehste, diesen Aspekt des RAW-Formates habe ich noch gar nicht gesehen...
Auf jeden Fall ist das für mich ein hilfreicher Denkanstoß und ich glaube, ich werde mich in Zukunft mit dem RAW-Format wohl doch noch auseinandersetzen - herzlichen Dank dafür!
...allerdings fängt mein Problem schon damit an, dass ich noch nicht einmal weiß, wo ich das bei der Kamera einstellen kann...
siehste, siehste, diesen Aspekt des RAW-Formates habe ich noch gar nicht gesehen...
Auf jeden Fall ist das für mich ein hilfreicher Denkanstoß und ich glaube, ich werde mich in Zukunft mit dem RAW-Format wohl doch noch auseinandersetzen - herzlichen Dank dafür!
...allerdings fängt mein Problem schon damit an, dass ich noch nicht einmal weiß, wo ich das bei der Kamera einstellen kann...
Liebe Grüße
Sabine
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Sabine
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Wieder dabei mit: DMC G5 / Kit Pana 14-42 / Pana 20 1.7 / Pana 45-150 / Pana Vario 100-300 / Raynox DCR-150
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Lithographin
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo Sabine !
Ich kann Dir jetzt nur sagen wo ich es bei der FZ100 einstelle, sollte nicht so unterschiedlich sein.
Menü - Kamerasymbol - 4ter Eintag von oben | Bildqualität
Da kannst Du dann entweder nur RAW, oder eben RAW und JPEG Fine wählen.
Die Bildgröße wird bei RAW nicht hinterlegt, das ist eine fixe Größe die man bei RAW nicht einstellen kann.
Schönes Wochenende noch, Cristina
Ich kann Dir jetzt nur sagen wo ich es bei der FZ100 einstelle, sollte nicht so unterschiedlich sein.
Menü - Kamerasymbol - 4ter Eintag von oben | Bildqualität
Da kannst Du dann entweder nur RAW, oder eben RAW und JPEG Fine wählen.
Die Bildgröße wird bei RAW nicht hinterlegt, das ist eine fixe Größe die man bei RAW nicht einstellen kann.
Schönes Wochenende noch, Cristina
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo!
Die Entwicklung eines Fotos aus dem RAW-Format entspricht doch am ehesten dem was der Fotograf früher in der Dunkelkammer gemacht hat. Es wäre damals also eine Frage der Ehre für den Fotografen gewesen seine Bilder zum Entwickeln ins Fotolabor zu geben, anstatt es selbst zutun? Mitnichten oder? Ich bin fest davon überzeugt, dass mittels RAW-Konverter entwickelte Bilder meist weniger manipuliert sind als es die JPEG-Engine der Kamera tut. Denn sie ist nichts anderes als ein Bildbearbeitungsprogramm welches in der Kamera abläuft.
Im allgemeinen bin ich der Meinung: "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" dem einen gefallen massive Eingriffe und Effekte mittels Photoshop und Co., dem anderen halt das Bild so wie es aufgenommen wurde. Es liegt also an jedem selbst, für sich den richtigen Weg zu finden, um Bilder zu erstellen, die ihm persönlich und vielleicht auch anderen gefallen.
Für mich hat alles seinen Reiz und zeigt unterschiedliche Fertigkeiten und Fähigkeiten des Fotografen/Bildbearbeiters auf. Ein Bild ist für mich gut wenn es mein Interesse weckt und mich zum Staunen oder Nachdenken bringt.
Die Entwicklung eines Fotos aus dem RAW-Format entspricht doch am ehesten dem was der Fotograf früher in der Dunkelkammer gemacht hat. Es wäre damals also eine Frage der Ehre für den Fotografen gewesen seine Bilder zum Entwickeln ins Fotolabor zu geben, anstatt es selbst zutun? Mitnichten oder? Ich bin fest davon überzeugt, dass mittels RAW-Konverter entwickelte Bilder meist weniger manipuliert sind als es die JPEG-Engine der Kamera tut. Denn sie ist nichts anderes als ein Bildbearbeitungsprogramm welches in der Kamera abläuft.
Im allgemeinen bin ich der Meinung: "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" dem einen gefallen massive Eingriffe und Effekte mittels Photoshop und Co., dem anderen halt das Bild so wie es aufgenommen wurde. Es liegt also an jedem selbst, für sich den richtigen Weg zu finden, um Bilder zu erstellen, die ihm persönlich und vielleicht auch anderen gefallen.
Für mich hat alles seinen Reiz und zeigt unterschiedliche Fertigkeiten und Fähigkeiten des Fotografen/Bildbearbeiters auf. Ein Bild ist für mich gut wenn es mein Interesse weckt und mich zum Staunen oder Nachdenken bringt.
Gruß
Dirk
Dirk
-
Jenso
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Mal weg vom Technischen und zurück zur konkreten Fragestellung:
Meine Kurzantwort: „der Mensch braucht keine Bearbeitung.“
Der Mensch (hier meinen wir alle: den Fotografierenden) benutzt etwas, wenn er einen Zweck erreichen will.
Der eine Mensch will zur Erinnerung eine Situation möglichst umstandslos (naiv gesagt: „echt“ oder „wahr“) fixieren.
Der andere möchte einen Eindruck bannen und der dritte (s)einen Ausdruck finden.
Dem ersten konnte man früher eine Instamatic in die Hand drücken und fertig. Wenn er sich eine aufwendigere Ausrüstung anschaffte, blieben die Bilder dennoch ähnlich.
Zweite und dritte Gruppe sind „schwieriger“: da geht es ums Innenleben des „Knipsers“, Authentizität ist gefragt (Stufe 2) oder eben mehr als das (dritter Typ).
Impressionisten (2) neigen m. E. dazu, tendenziell puristisch zu sein, also ihre eigene Empfindung möglichst wenig zu verändern – die Expressionisten (3) halten ihre Wahrnehmung „gegen die Welt“ (bzw. gegen die Wahrnehmungen der Anderen) und versuchen, auf dieser Schiene etwas weiterzugeben oder anzuregen.
Alle vereint der Wunsch, ein Ergebnis zu zeigen (wem auch immer: evtl. nur sich selbst, meist aber den Mitmenschen) – eine (!) Wahrheit gibt es aber nie und so verzweigen die Optionen: der eine möchte einen heftigen Eindruck erzeugen (Photoshop), der andere ein Gefühl vermitteln (nur leichte Bearbeitungen [Fleckentfernung, Verkehrsschilder oder Mücken]) und dem Dritten ist alles Banane: (Knips, Guck, Vergiss).
Keiner „braucht“ Bearbeitung, manchen stört sie, einigen wissen nichts davon – chacun à sa façon.
Nichts ist unbedingt richtig, nichts ist vollkommen falsch: alle haben ihr Recht zu eigener Auffassung.
Wie ich schon mal zu einem Foto schrieb: die Erde ist groß genug, daß wir alle auf ihr Unrecht haben können.
Und dabei möglichst glücklich sind.
Palavernde Grüße
Jens
Meine Kurzantwort: „der Mensch braucht keine Bearbeitung.“
Der Mensch (hier meinen wir alle: den Fotografierenden) benutzt etwas, wenn er einen Zweck erreichen will.
Der eine Mensch will zur Erinnerung eine Situation möglichst umstandslos (naiv gesagt: „echt“ oder „wahr“) fixieren.
Der andere möchte einen Eindruck bannen und der dritte (s)einen Ausdruck finden.
Dem ersten konnte man früher eine Instamatic in die Hand drücken und fertig. Wenn er sich eine aufwendigere Ausrüstung anschaffte, blieben die Bilder dennoch ähnlich.
Zweite und dritte Gruppe sind „schwieriger“: da geht es ums Innenleben des „Knipsers“, Authentizität ist gefragt (Stufe 2) oder eben mehr als das (dritter Typ).
Impressionisten (2) neigen m. E. dazu, tendenziell puristisch zu sein, also ihre eigene Empfindung möglichst wenig zu verändern – die Expressionisten (3) halten ihre Wahrnehmung „gegen die Welt“ (bzw. gegen die Wahrnehmungen der Anderen) und versuchen, auf dieser Schiene etwas weiterzugeben oder anzuregen.
Alle vereint der Wunsch, ein Ergebnis zu zeigen (wem auch immer: evtl. nur sich selbst, meist aber den Mitmenschen) – eine (!) Wahrheit gibt es aber nie und so verzweigen die Optionen: der eine möchte einen heftigen Eindruck erzeugen (Photoshop), der andere ein Gefühl vermitteln (nur leichte Bearbeitungen [Fleckentfernung, Verkehrsschilder oder Mücken]) und dem Dritten ist alles Banane: (Knips, Guck, Vergiss).
Keiner „braucht“ Bearbeitung, manchen stört sie, einigen wissen nichts davon – chacun à sa façon.
Nichts ist unbedingt richtig, nichts ist vollkommen falsch: alle haben ihr Recht zu eigener Auffassung.
Wie ich schon mal zu einem Foto schrieb: die Erde ist groß genug, daß wir alle auf ihr Unrecht haben können.
Und dabei möglichst glücklich sind.
Palavernde Grüße
Jens
- wozim
- Administrator
- Beiträge: 9590
- Registriert: Mittwoch 25. Mai 2011, 07:37
- Wohnort: Herten Westerholt
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo Jens,
ich finde, dass du das wirklich gut "auseiandergedröselt" hast.
Jedem das Seine, oder die du schreibst:
ich finde, dass du das wirklich gut "auseiandergedröselt" hast.
Jedem das Seine, oder die du schreibst:
Gruß WolfgangJenso hat geschrieben:die Erde ist groß genug, daß wir alle auf ihr Unrecht haben können
Gruß Wolfgang
https://www.flickr.com/photos/fz100/
GX9, GX80, Oly 45 mm 1:1,8, Sigma 19 mm und 60 mm 1:2,8, umfangreiche Altglassammlung, div. Raynox-Linsen, GR IV HDF
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Lithographin
Re: Wieviel Bearbeitung braucht der Mensch?
Hallo Dirk !diggi0311 hat geschrieben:Hallo!
Die Entwicklung eines Fotos aus dem RAW-Format entspricht doch am ehesten dem was der Fotograf früher in der Dunkelkammer gemacht hat. Es wäre damals also eine Frage der Ehre für den Fotografen gewesen seine Bilder zum Entwickeln ins Fotolabor zu geben, anstatt es selbst zutun? Mitnichten oder? Ich bin fest davon überzeugt, dass mittels RAW-Konverter entwickelte Bilder meist weniger manipuliert sind als es die JPEG-Engine der Kamera tut. Denn sie ist nichts anderes als ein Bildbearbeitungsprogramm welches in der Kamera abläuft.
Im allgemeinen bin ich der Meinung: "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" dem einen gefallen massive Eingriffe und Effekte mittels Photoshop und Co., dem anderen halt das Bild so wie es aufgenommen wurde. Es liegt also an jedem selbst, für sich den richtigen Weg zu finden, um Bilder zu erstellen, die ihm persönlich und vielleicht auch anderen gefallen.
Für mich hat alles seinen Reiz und zeigt unterschiedliche Fertigkeiten und Fähigkeiten des Fotografen/Bildbearbeiters auf. Ein Bild ist für mich gut wenn es mein Interesse weckt und mich zum Staunen oder Nachdenken bringt.
Bevor ich jetzt im einzelnen darauf eingehe was Du geschrieben hast, sage ich einfach: Ich stimme Dir zu - schlicht und einfach.
Schönen Abend noch, Cristina