Straßenfotografie (offen)

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quadfahrer
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von quadfahrer » Montag 6. Januar 2020, 16:23

ich finde das farbige bild auch klasse.
auch ich würde den stuhl oben in der ecke wegstempeln oder freistellen.

aber für mich ist das s/w bild eher street. vielleicht, weil ich street mit s/w in verbindung setze, wahrscheinlich aber, weil das unruhigere bild durch den hintergrund mehr leben darstellt, mehr bewegung injiziert.

aber wie wir ja schon festgestellt haben, gehen hier die meinungen oft diametral auseinander.
war auch ein interessanter street-artikel in der letzen n-photo von ross harvey. Zitat: "Was meine ich mit "Wert" (eines Photos)? Die emotionale Auswirkung auf den Batrachter.
....
Fotos, die unsere menschliche Natur einfangen, sind zeitlos und sprechen eine universelle Sprache". (N-Photo 01/2020 Seite 25)

von da an wenn du ein bild als street ansiehst, ist es imho street 8-)
Grüße von Jörg, dem Quadfahrer
G9, G81 und GX800 - PanaLeica 12-60, Oly 45/1.8, Pana 12-60, Pana 12-32, pana 25/1.7, Pana 100 - 300 I

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jackyo
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von jackyo » Montag 6. Januar 2020, 22:26

Karoline hat geschrieben:
Montag 6. Januar 2020, 10:59
Ich zeige hier mal zwei Bilder. Mich interessiert Eure Meinung, Farbe oder s/w und vor allem, ist das in Euren Augen Street (vor allem das farbige Bild).
Hi Karoline

Die Bilder sind toll aufgenommen! Aber so richtig "Street" sind jetzt für mich Beide nicht...

Viele Grüsse
jackyo
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jackyo

U53
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von U53 » Montag 6. Januar 2020, 23:20

Ich habs heute mal bei Nacht versucht
Nacht.jpg
Nacht.jpg (477.58 KiB) 1004 mal betrachtet

LG
Uschi
Liebe Grüße
Uschi

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Wolfgang B.
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von Wolfgang B. » Montag 6. Januar 2020, 23:28

Sicherlich ein nettes Foto, aber was soll daran "Street" sein?

Das gilt natürlich auch für einige vorher gezeigten Fotos.

Beste Grüße, Wolfgang
G70, G81

Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.

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U53
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von U53 » Montag 6. Januar 2020, 23:38

Hallo Wolfgang,

ist "street" nur mit Leuten? Klär mich auf, ich bin hier ein Frischling.
Liebe Grüße
Uschi

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jackyo
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von jackyo » Dienstag 7. Januar 2020, 09:02

U53 hat geschrieben:
Montag 6. Januar 2020, 23:38
Hallo Wolfgang,

ist "street" nur mit Leuten? Klär mich auf, ich bin hier ein Frischling.
Naja, Street heisst ja eigentlich Strasse...

Mehr zu Street-Fotografie hier :
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenfotografie

Viele Grüsse
jackyo
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U53
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von U53 » Dienstag 7. Januar 2020, 19:34

Hallo Jackyo,

danke für den Link.

Wenn ich mir den so durchlese und auch Fotos von speziell "Straßenfotografie" im Netz anschaue, dann liegt es wohl im Auge des Betrachters...................................
Liebe Grüße
Uschi

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basaltfreund
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von basaltfreund » Dienstag 7. Januar 2020, 19:40

ich weiss gar nicht was ihr meint......rechts und links der Schinen ist doch eine Straße :idea: :idea: :D :lol: 8-)
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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Wolfgang B.
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von Wolfgang B. » Dienstag 7. Januar 2020, 19:46

Hallo Uschi, nein nicht wirklich nur im Auge des Betrachters,

es gibt zwar ein relativ breites Spektrum in der Straßenfotografie aber sie ist nicht beliebig. Im übrigen sollten gerade Neulinge lesen, was der Threadopener sich bei diesem Thread gedacht hat.
Er hat nämlich genau diesen Link gesetzt und noch einen anderen.

Bei der Straßenfotografie geht es um den Moment des nicht wiederkehrenden Augenblicks, an dem typischer Weise ganz normale Menschen ganz normale Sachen auf der Straße machen, ohne einzelne Personen über Gebühr herauszuholen
Straßenfotografie geht manchmal auch ohne Straße, z. B. beim Blick in ein (Straßen-) Cafe. Natürlich geht Straßenfotografie manchmal auch ohne Menschen, darf aber die Gratwanderung zur Architekturfotografie nicht überschreiten.

Beste Grüße, Wolfgang
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wozim
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von wozim » Dienstag 7. Januar 2020, 19:53

U53 hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:34
Wenn ich mir den so durchlese und auch Fotos von speziell "Straßenfotografie" im Netz anschaue, dann liegt es wohl im Auge des Betrachters.
Das stimmt. Da gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen. Ist fast wie Religion.

Die Orthodoxen legen das ganz eng aus; es müssen Menschen, natürlich ohne dass sie merken dass sie fotografiert werden, agierend und motivbestimmend sein. Ultrakonservative Orthodoxe legen sogar die Brennweite bei 35 mm KB-equivalent fest. :shock:
Der urbane Straßenfotograf nimmt den Begriff "Straße" als zentralen Begriff und möchte eine Straße oder Straßenszene sehen, am besten verbunden mit Natur..
Gruß Wolfgang

https://www.flickr.com/photos/fz100/

G3, GX80, 14 - 140 mm 3,6 - 5,6, Oly 45 mm 1:1,8, Sigma 19 mm und 60 mm 1:2,8, umfangreiche Altglassammlung, div. Raynox-Linsen

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Jock-l
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von Jock-l » Dienstag 7. Januar 2020, 20:21

Orthodoxie und enge Auslegung- mit welchen Menschen und Dingen umgebt ihr euch ? ;)

Wenn man die eingangs erwähnte Beschreibung der Wikipedia zu Rate zieht, sich rückerinnert an Sander oder Cartier-Bresson oder Saul Leiter oder Vivian Maier die mir gerade einfallen (und mich immer wieder begeistern !), dann sieht man daß die stärksten Bilder in jeder fotografisch erfassten Epoche handelnde Menschen waren, Straße definiert den öffentlichen Raum ... die verwendete Brennweite 50mm Kleinbild kam nicht von ungefähr, sondern war die Wahl aufgrund der Vermittlung eines Momentes unverzerrt, eine Brennweite des "normalen Sehens". Bekannte von mir sind da heute freier mehrere hundert mm Brennweite einzusetzen, das ist in meinen puristischen Auffassungen dem fotografischen Thema entgegenstehend, nicht eng auslegend sondern weil ich erfahren habe, daß eine solche Einengung nicht die ganze Situation fotografisch erfasst und die Geschichte somit halb unerzählt bleibt ;)

Je dichter der Fotograf (und nicht immer oder ausschl. unbemerkt-> ich unterhalte mich sehr oft mit den Abgebildeten, das ist schon rein aus Höflichkeit und im Sinne Erlaubnis der künftigen Verwendung eminent wichtig) an menschl. Handlungen und Handelnde ist, umso eher ist in meinen Augen die Begrifflichkeit der Streetfotografie erfüllt. Es gibt sicher begleitende Aufnahmen (wenn ich z.B. an amerikanische Streetart denke- Coney Island beispielsweise, vorn der Dreck vorheriger Jahrmarktsbesucher und weiter hinten Karussell und rennende Kinder) die innerhalb einer Serie funktionieren und wenige/ausgewählte sehr gute Schnappschüsse vorbereiten/umrahmen und diese damit unterstützen bzw. herausheben, aber die fallen in meinen Augen- zumal einzeln betrachtet- mitunter deutlich ab.

Ganz so wie es Cappa ausdrückte "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst du nicht nah genug dran" sehe ich es inzwischen auch, wohlgemerkt wenn das eines der fotografischen Hauptfelder für Jemanden ist. Sich an gewisse "Grundsätze" zu erinnern und versuchen einzuhalten, macht die Jagd nach besonderen Augenblicken reizvoll, kleinere Fehler treten durchaus auf- aber die Bilder können dennoch profitieren wenn die Meßlatte nicht gleich zu tief gehalten wird !

Wir sehen hier eine sehr unterschiedliche Auslegung- der Anfänger freut sich über erste Erfolge, der nächste hadert mit der unvollständigen Umsetzung einer Bildidee... aber strenggenommen sind gute Streetbilder die die den Blick länger fesseln, eine Geschichte andeuten oder erzählen, ohne große Umschreibung (auch titellos) funktionieren...

Kunst liegt im Auge des Betrachters- hm, alles zur Kunst zu erheben ist der Tod der Kunst. ;)
jackyo hat geschrieben:
Montag 6. Januar 2020, 22:26
Die Bilder sind toll aufgenommen! Aber so richtig "Street" sind jetzt für mich Beide nicht...
Ich habe es ein bisschen setzen lassen und stimme heute deutlicher zu.
Es wäre eine geniale Fügung gewesen, wenn man beobachtende Umstehende (Eltern/Familienmitglieder) als Betrachter dieser Fahrt im Bild sehen würde, aber da ist es wieder dieses Wort von Cartier-Bresson "Natürlich ist es immer Glück."

Leider hat er da Recht, umfänglich.
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von oberbayer » Dienstag 7. Januar 2020, 20:41

Eine Straße, oder besser Gasse, in Porto Maurizio, Italien.
Einmal in die eine und einmal in die andere Richtung fotografiert.
Ist das jetzt "Street" oder Gasse? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

BildPorto Maurizio (62) SW by Herbert Hanika, auf Flickr


BildPorto Maurizio (55) SW by Herbert Hanika, auf Flickr
Gruß aus Bayern, Herbert

TZ202, FZ1000, G9
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quadfahrer
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von quadfahrer » Dienstag 7. Januar 2020, 20:44

wozim hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 19:53
Das stimmt. Da gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen. Ist fast wie Religion.
+1 hoch drei!
ich denke, das hier eine diskussion wahrscheinlich keinen wert hat, weil hier die meinungen aufeinandertreffen.
leider kann ich den oben zitierten artikel nicht einstellen. hier sagt ross harvey eindeutig, dass er die streetphotography sehr weit sieht.
wer hat nun recht? ross harvey oder die von jock erwähnten cartier-bresson und andere gute und erfahrene streetphotographer?

aus dem wiki-artikel:
Straßenfotografie ist eine Genrebezeichnung der Fotografie, die zahlreiche Fotografen und Stile umfasst.
....
Es existiert keine exakte Definition von Straßenfotografie.
damit halte ich es.
und nochmals ein paar seiten vorher schon erwähnt, das ich jeglichen dogmatismus in dieser richtung für falsch halte und unangebracht. ich kann meinen geschmack erwähnen (z.b. das für mich street in s/w zu sein hat) aber das heisst nicht, wenn ich ein bild nicht mag, das es schlecht sein muss.
dies kann einen echt dazu bringen, das man hier kein bild mehr einstellen mag.
Grüße von Jörg, dem Quadfahrer
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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von wozim » Dienstag 7. Januar 2020, 20:49

quadfahrer hat geschrieben:
Dienstag 7. Januar 2020, 20:44
dies kann einen echt dazu bringen, das man hier kein bild mehr einstellen mag.
Den Schluss verstehe ich jetzt nicht. Wenn es für dich Street Photography" ist, dann ist es das.
Und dann solltest du auch dazu stehen. Eben, weil die Definitionen so weit auseinander gehen.
Gruß Wolfgang

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Re: Straßenfotografie (offen)

Beitrag von U53 » Dienstag 7. Januar 2020, 21:03

Hallo,

vielen Dank Euch für die verschiedenen Meinungen.
wikipedia hat geschrieben: Es existiert keine exakte Definition von Straßenfotografie
Dieser Satz fiel mir auch auf und ich sehe an den Äußerungen, dass manche es enger definieren und manche eben freier.
Liebe Grüße
Uschi

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